              Ha:ufig gestellte Fragen zu FreeBSD 7.X, 8.X und 9.X

Frequently Asked Questions zu FreeBSD 7.X, 8.X und 9.X

  The FreeBSD German Documentation Project

  Robert S. F. Drehmel

   U:bersetzt von  

  Dirk Gouders

  Udo Erdhoff

  Johann Kois

  Benedict Reuschling

   Version: 43126

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   Copyright (c) 2000 - 2011 The FreeBSD German Documentation Project

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   FreeBSD ist ein eingetragenes Warenzeichen der FreeBSD Foundation.

   3Com und HomeConnect sind eingetragene Warenzeichen der 3Com Corporation.

   Adobe, Acrobat, Acrobat Reader und PostScript sind entweder eingetragene
   Warenzeichen oder Warenzeichen von Adobe Systems Incorporated in den
   Vereinigten Staaten und/oder in anderen La:ndern.

   Sound Blaster ist ein Warenzeichen von Creative Technology Ltd. in den
   Vereinigten Staaten und/oder in anderen La:ndern.

   CVSup ist ein eingetragenes Warenzeichen von John D. Polstra.

   IBM, AIX, OS/2, PowerPC, PS/2, S/390 und ThinkPad sind Warenzeichen der
   International Business Machines Corporation in den Vereinigten Staaten,
   anderen La:ndern oder beiden.

   IEEE, POSIX und 802 sind eingetragene Warenzeichen vom Institute of
   Electrical and Electronics Engineers, Inc. in den Vereinigten Staaten.

   Intel, Celeron, EtherExpress, i386, i486, Itanium, Pentium und Xeon sind
   Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der Intel Corporation oder
   ihrer Gesellschaften in den Vereinigten Staaten und in anderen La:ndern.

   Iomega, Zip und Jaz sind entweder eingetragene Warenzeichen oder
   Warenzeichen der Iomega Corporation in den Vereinigten Staaten und/oder in
   anderen La:ndern.

   Linux ist ein eingetragenes Warenzeichen von Linus Torvalds.

   Microsoft, MS-DOS, Outlook, Windows, Windows Media und Windows NT sind
   entweder eingetragene Warenzeichen oder Warenzeichen der Microsoft
   Corporation in den Vereinigten Staaten und/oder in anderen La:ndern.

   MIPS und R4000 sind eingetragene Warenzeichen von MIPS Technologies, Inc.
   in den Vereinigten Staaten und in anderen La:ndern.

   Netscape und Netscape Navigator sind eingetragene Warenzeichen der
   Netscape Communications Corporation in den Vereinigten Staaten und in
   anderen La:ndern.

   Motif, OSF/1 und UNIX sind eingetragene Warenzeichen und IT DialTone und
   The Open Group sind Warenzeichen der The Open Group in den Vereinigten
   Staaten und in anderen La:ndern.

   Oracle ist ein eingetragenes Warenzeichen der Oracle Corporation.

   Silicon Graphics, SGI und OpenGL sind eingetragene Warenzeichen von
   Silicon Graphics, Inc. in den Vereinigten Staaten und/oder in anderen
   La:ndern.

   Sparc, Sparc64, und UltraSPARC sind Warenzeichen von SPARC International,
   Inc in den Vereinigten Staaten und in anderen La:ndern. Produkte, die das
   Warenzeichen SPARC tragen, basieren auf einer von Sun Microsystems, Inc.
   entwickelten Architektur.

   Sun, Sun Microsystems, Java, Java Virtual Machine, JDK, JSP, JVM, Netra,
   Solaris, StarOffice und SunOS sind Warenzeichen oder eingetragene
   Warenzeichen von Sun Microsystems, Inc. in den Vereinigten Staaten und in
   anderen La:ndern.

   U.S. Robotics und Sportster sind eingetragene Warenzeichen der U.S.
   Robotics Corporation.

   Viele Produktbezeichnungen von Herstellern und Verka:ufern sind
   Warenzeichen. Soweit dem FreeBSD Project das Warenzeichen bekannt ist,
   werden die in diesem Dokument vorkommenden Bezeichnungen mit dem Symbol
   "(TM)" oder dem Symbol "(R)" gekennzeichnet.

   Zusammenfassung

   Dies ist die FAQ fu:r die FreeBSD-Versionen 7.X 8.X und 9.X. Alle
   Eintra:ge sollten fu:r FreeBSD ab Version 7.X relevant sein, andernfalls
   wird darauf explizit hingewiesen. Falls Sie daran interessiert sein
   sollten, an diesem Projekt mitzuarbeiten, senden Sie eine Mail an die
   Mailingliste 'FreeBSD German Documentation Project'
   <de-bsd-translators@de.FreeBSD.org>. Die aktuelle Version dieses Dokuments
   ist sta:ndig auf dem FreeBSD World-Wide-Web-Server verfu:gbar. Sie kann
   aber auch als eine einzige grosse HTML-Datei, als Textdatei, als
   PostScript(R)- oder PDF-Datei sowie in verschiedenen anderen Formaten vom
   FreeBSD FTP-Server heruntergeladen werden. Alternativ ko:nnen Sie die FAQ
   auch durchsuchen.

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     ----------------------------------------------------------------------

   Inhaltsverzeichnis

   1. Einleitung

   2. Dokumentation und Support

   3. Installation

   4. Hardware-Kompatibilita:t

                4.1. Allgemeines

                4.2. Hauptspeicher

                4.3. Architekturen und Prozessoren

                4.4. Festplatten, Bandlaufwerke, sowie CD- und DVD-Laufwerke

                4.5. Tastaturen und Ma:use

                4.6. Netzkarten und serielle Gera:te

                4.7. Soundkarten

                4.8. Sonstige Hardware

   5. Fehlerbehebung

   6. Kommerzielle Anwendungen

   7. Benutzerprogramme

   8. Kernelkonfiguration

   9. Platten, Dateisysteme und Boot Loader

   10. Systemadministration

   11. Das X Window System und virtuelle Konsolen

   12. Netzwerke

   13. Sicherheit

   14. PPP

   15. Serielle Verbindungen

   16. Verschiedene Fragen

   17. Nicht ganz ernstgemeinte Fragen

   18. Weiterfu:hrende Themen

   19. Danksagung

   Bibliographie

   Tabellenverzeichnis

   3.1. Maximale Dateigro:sse

   12.1. Netzwerkkarten mit DEC-PCI-Chipsatz

   Liste der Beispiele

   11.1. Abschnitt "InputDevice" fu:r Rad-Ma:use in der Konfigurationsdatei
   von Xorg

   11.2. ".emacs" Beispiel fu:r seitenweises Bla:ttern mit einer Rad-Maus
   (optional)

                             Kapitel 1. Einleitung

   Willkommen zur FreeBSD 7.X-8.X- und 9.X FAQ!

   Wie auch bei den Usenet FAQs u:blich, wird mit diesem Dokument
   beabsichtigt, die am ha:ufigsten gestellten Fragen bezu:glich des
   Betriebssystems FreeBSD zu erfassen und sie natu:rlich auch zu
   beantworten. Obwohl FAQs urspru:nglich lediglich dazu dienen sollten, die
   Netzbelastung zu reduzieren und das sta:ndige Wiederholen derselben Fragen
   zu vermeiden, haben sie sich als wertvolle Informationsquellen etabliert.

   Wir haben uns die gro:sste Mu:he gegeben, diese FAQ so lehrreich wie
   mo:glich zu gestalten; falls Sie irgendwelche Vorschla:ge haben, wie sie
   verbessert werden kann, senden Sie diese bitte an die Mailingliste des
   'FreeBSD German Documentation Project'
   <de-bsd-translators@de.FreeBSD.org>.

   1.1. Was ist FreeBSD?

   1.2. Welches Ziel hat das FreeBSD Project?

   1.3. Beinhaltet das FreeBSD-Copyright irgendwelche Einschra:nkungen?

   1.4. Kann FreeBSD mein bisher verwendetes Betriebssystem ersetzen?

   1.5. Warum heisst es FreeBSD?

   1.6. Wie unterschieden sich FreeBSD, NetBSD, OpenBSD und andere
   Open-Source BSD-Systeme?

   1.7. Welches ist die aktuelle FreeBSD-Version?

   1.8. Was ist FreeBSD-CURRENT?

   1.9. Was ist das Konzept von FreeBSD-STABLE?

   1.10. Wann werden FreeBSD-Versionen erstellt?

   1.11. Wer ist fu:r FreeBSD verantwortlich?

   1.12. Wie kann ich FreeBSD beziehen?

   1.13. Wie greife ich auf die Datenbank mit Problemberichten zu?

   1.14. Gibt es weitere Informationsquellen?

   1.1.  Was ist FreeBSD?                                                     
         FreeBSD ist, kurz gesagt, ein UNIX(R) a:hnliches Betriebssystem fu:r 
         die Plattformen AMD64 sowie Intel(R) EM64T, i386(TM), IA-64, ARM(R), 
         PowerPC(R), PC-98 und UltraSPARC(R), das auf der                     
         "4.4BSD-Lite"-Release der University of California at Berkeley (UCB) 
         basiert; ausserdem flossen einige Erweiterungen aus der              
         "4.4BSD-Lite2"-Release mit ein. Es basiert ausserdem indirekt auf    
         der von William Jolitz unter dem Namen "386BSD" herausgebrachten     
         Portierung der "Net/2"-Release der UCB auf die i386(TM)-Plattform -  
         allerdings ist nur wenig vom 386BSD-Code u:briggeblieben. Eine       
         umfassendere Beschreibung daru:ber, was FreeBSD ist und wie Sie es   
         fu:r Ihre Zwecke verwenden ko:nnen, finden Sie auf den               
         Internetseiten des FreeBSD Projects.                                 
                                                                              
         Unternehmen, Internet Service Provider, Forscher, Computerfachleute, 
         Studenten und Privatnutzer auf der ganzen Welt benutzen FreeBSD fu:r 
         die Arbeit, die Ausbildung oder zur Freizeitgestaltung.              
                                                                              
         Ausfu:hrlichere Informationen zu FreeBSD, finden Sie im FreeBSD      
         Handbuch.                                                            
   1.2.  Welches Ziel hat das FreeBSD Project?                                
         Die Ziel von FreeBSD ist es, Software zur Nutzung fu:r beliebige     
         Zwecke, bedingungslos zur Verfu:gung zu stellen. Viele von uns haben 
         erheblich zur Erstellung des Codes (und zum Projekt) beigetragen und 
         ha:tten jetzt oder in Zukunft sicherlich nichts gegen einen geringen 
         finanziellen Ausgleich einzuwenden, aber wir beabsichtigen definitiv 
         nicht, darauf zu bestehen. Wir sind der Meinung, dass unsere         
         "Mission" zuerst und vorderst darin besteht, allen und jedem         
         Kommenden Code fu:r welchen Zweck auch immer zur Verfu:gung zu       
         stellen, damit der Code mo:glichst weit eingesetzt wird und den      
         gro:sstmo:glichen Nutzen liefert. Das ist, so glauben wir, eines der 
         fundamentalsten Ziele von freier Software und eines, das wir         
         enthusiastisch unterstu:tzen.                                        
                                                                              
         Der Code in unserem Quellbaum, der der GNU General Public License    
         (GPL) oder der GNU Library General Public License (LGPL) unterliegt, 
         ist mit zusa:tzlichen, geringfu:gigen Bedingungen verknu:pft, jedoch 
         handelt es sich dabei lediglich um erzwungene Bereitstellung statt   
         des sonst u:blichen Gegenteils. Auf Grund der zusa:tzlichen          
         Komplexita:t, die durch den kommerziellen Einsatz von GPL Software   
         entstehen kann, bemu:hen wir uns jedoch, solche Software, wo         
         mo:glich, durch solche, die der etwas lockereren FreeBSD Lizenz      
         unterliegt, zu ersetzen.                                             
   1.3.  Beinhaltet das FreeBSD-Copyright irgendwelche Einschra:nkungen?      
         Ja. Diese Einschra:nkungen regeln aber nicht, wie Sie mit dem        
         Sourcecode umgehen, sondern betreffen nur den Umgang mit dem FreeBSD 
         Project an sich. Wenn Sie sich ernsthaft damit auseinandersetzen     
         wollen, lesen Sie einfach die FreeBSD-Lizenz. Wenn Sie einfach nur   
         neugierig sind, sollte diese Zusammenfassung ausreichen:             
                                                                              
           * Behaupten Sie nicht, Sie ha:tten es geschrieben.                 
                                                                              
           * Verklagen Sie uns nicht, wenn irgend etwas nicht funktioniert.   
   1.4.  Kann FreeBSD mein bisher verwendetes Betriebssystem ersetzen?        
         In den meisten Fa:llen lautet die Antwort ja. Allerdings ist diese   
         Frage nicht ganz so einfach, wie sie scheint.                        
                                                                              
         Die meisten Anwender benutzen kein Betriebssystem, sondern           
         Anwendungen. Die Anwendungen sind es, die das Betriebssystem         
         benutzen. FreeBSD ist dazu gedacht, eine stabile und vielfa:ltige    
         Umgebung fu:r Anwendungen bereitzustellen. Es unterstu:tzt viele     
         unterschiedliche Web-Browser, Bu:roanwendungen, E-Mail-Programme,    
         Grafik-Programme, Entwicklungsumgebungen, Netzwerk-Server, und so    
         ziemlich alles andere, was Sie sich wu:nschen ko:nnen. Die meisten   
         dieser Anwendungen sind in der Ports-Sammlung verfu:gbar.            
                                                                              
         Wenn Sie Anwendung benutzen mu:ssen, die es nur fu:r ein bestimmtes  
         Betriebssystem gibt, dann kommen Sie an diesem Betriebssystem nicht  
         vorbei. Allerdings stehen die Chancen nicht schlecht, dass es eine   
         vergleichbare Anwendung fu:r FreeBSD gibt. Wenn Sie einen            
         verla:sslichen Server fu:r ihr Bu:ro oder das Internet brauchen,     
         oder eine stabilen Arbeitsplatz, oder einfach nur die Fa:higkeit,    
         ihre Arbeit ohne dauernde Abstu:rze machen zu ko:nnen, dann kann     
         FreeBSD genau das sein. Viele Anwender auf der ganzen Welt, vom      
         Anfa:nger bis zum erfahrenen Administrator, benutzen an Ihren        
         Arbeitspla:tzen ausschliesslich FreeBSD.                             
                                                                              
         Wenn Sie von einem anderen UNIX(R) System zu FreeBSD wechseln,       
         du:rfte Ihnen vieles bekannt vorkommen. Wenn Ihr Hintergrund ein     
         Grafik-orientiertes Betriebssystem wie Windows(R) oder ein a:lteres  
         Mac OS(R) ist, werden Sie zusa:tzliche Zeit investieren mu:ssen, um  
         den UNIX(R) Stil zu verstehen. Dieser FAQ und das FreeBSD Handbuch   
         sind die besten Startpunkte.                                         
   1.5.  Warum heisst es FreeBSD?                                             
           * Es darf kostenlos genutzt werden - sogar von kommerziellen       
             Benutzern.                                                       
                                                                              
           * Der komplette Quellcode fu:r das Betriebssystem ist frei         
             verfu:gbar und die Benutzung, Verbreitung und Einbindung in      
             andere (kommerzielle und nicht-kommerzielle) Arbeiten sind mit   
             den geringstmo:glichen Einschra:nkungen versehen worden.         
                                                                              
           * Jedem ist es freigestellt, Code fu:r Verbesserungen oder die     
             Behebung von Fehlern einzusenden und ihn zum Quellbaum           
             hinzufu:gen zu lassen (dies ist natu:rlich Gegenstand von ein    
             oder zwei offensichtlichen Klauseln).                            
                                                                              
         Es wird darauf hingewiesen, dass das englische Wort "free" hier in   
         den Bedeutungen "umsonst" und "Sie ko:nnen tun, was immer Sie        
         mo:chten" genutzt wird. Abgesehen von ein oder zwei Dingen, die Sie  
         mit dem FreeBSD-Code nicht tun ko:nnen (z.B. vorgeben, ihn           
         geschrieben zu haben), ko:nnen Sie damit tatsa:chlich tun, was auch  
         immer Sie mo:chten.                                                  
   1.6.  Wie unterschieden sich FreeBSD, NetBSD, OpenBSD und andere           
         Open-Source BSD-Systeme?                                             
         James Howards Artikel, genannt The BSD Family Tree, beschreibt sehr  
         gut die Geschichte und die Unterschiede der BSD-Varianten.           
   1.7.  Welches ist die aktuelle FreeBSD-Version?                            
         Momentan gibt es zwei Entwicklungszweige, die fu:r die Erstellung    
         von Releases verwendet werden. Die 9.X-RELEASEs werden auf dem       
         9-STABLE-Zweig erstellt, die 8.X-RELEASEs auf dem 8-STABLE-Zweig.    
                                                                              
         Bis zur Vero:ffentlichung von FreeBSD 8.0 galt die 7.X-Serie als     
         -STABLE. Seither gibt es fu:r den Zweig 7.X nur mehr eine            
         "erweiterte Unterstu:tzung" in der Form von Korrekturen von          
         gro:sseren Problemen, wie neu entdeckten Sicherheitsheitslu:cken.    
         Aus dem Zweig 7-STABLE werden zwar noch RELEASEs erzeugt, er gilt    
         aber als "ausgereift". Aktive Weiterentwicklungen konzentrieren sich 
         daher auf den Zweig 9-STABLE und 8-STABLE.                           
                                                                              
         Version 9.2 ist das aktuelle Release des 9-STABLE-Zweigs und ist im  
         Januar 2009 erschienen. Version 8.4 ist das aktuelle Release aus dem 
         8-STABLE-Zweig und ist im November 2008 erschienen.                  
                                                                              
         Kurz gesagt, -STABLE ist fu:r ISPs und andere Benutzer gedacht, die  
         mehr Wert auf Stabilita:t und eine niedrige A:nderungsfrequenz als   
         auf die neuesten und mo:glicherweise unstabilen Features im          
         aktuellen -CURRENT Snapshot legen. Releases ko:nnen aus jedem Zweig  
         entstehen, Sie sollten -CURRENT allerdings nur dann benutzen, wenn   
         Sie auf ein erho:htes Fehlverhalten im Vergleich zu -STABLE auch     
         vorbereitet sind.                                                    
                                                                              
         Releases entstehen nur alle paar Monate. Viele Leute halten ihre     
         Systeme aktueller (lesen Sie die Fragen zu FreeBSD-CURRENT und       
         FreeBSD-STABLE), aber das erfordert ein erho:htes Engagement, da die 
         Sourcen sich sta:ndig vera:ndern.                                    
                                                                              
         Weitere Informationen u:ber FreeBSD-Releases entnehmen Sie der Seite 
         Release Engineering des FreeBSD Webauftritts.                        
   1.8.  Was ist FreeBSD-CURRENT?                                             
         FreeBSD-CURRENT ist die Entwicklungsversion des Betriebssystems, aus 
         der zu gegebener Zeit FreeBSD-STABLE werden wird. Als solche ist sie 
         lediglich fu:r Entwickler, die am System mitarbeiten und fu:r        
         unentwegte Bastler von Interesse. Details zum Betrieb von -CURRENT   
         finden Sie im entsprechenden Abschnitt des Handbuchs.                
                                                                              
         Falls Sie nicht mit dem Betriebssystem vertraut sind oder nicht in   
         der Lage sein sollten, den Unterschied zwischen einen echten und     
         einem tempora:ren Problem zu erkennen, sollten Sie FreeBSD-CURRENT   
         nicht verwenden. Dieser Zweig entwickelt sich manchmal sehr schnell  
         weiter und kann gelegentlich nicht installierbar sein. Von Personen, 
         die FreeBSD-CURRENT verwenden, wird erwartet, dass Sie dazu in der   
         Lage sind, Probleme zu analysieren und nur dann von ihnen berichten, 
         wenn es sich um Fehler und nicht um "kurzzeitige Sto:rungen"         
         handelt. Fragen wie "make world produziert Fehlermeldungen           
         bezu:glich Gruppen" werden in der FreeBSD-CURRENT Mailingliste       
         manchmal nicht beachtet.                                             
                                                                              
         Jeden Monat wird der aktuelle Entwicklungsstand in den Zweigen       
         -CURRENT und -STABLE in einer Snapshot Release festgehalten. Die     
         Ziele dieser Snapshot Releases sind:                                 
                                                                              
           * Die aktuelle Version der Installationssoftware zu testen.        
                                                                              
           * Personen, die -CURRENT oder -STABLE benutzen mo:chten, aber      
             nicht u:ber die no:tige Zeit oder Bandbreite verfu:gen, um       
             tagesaktuell zu bleiben, soll eine bequeme Mo:glichkeit geboten  
             werden, es auf ihr System zu bringen.                            
                                                                              
           * Die Erhaltung von Referenzpunkten des fraglichen Codes, fu:r den 
             Fall, dass wir spa:ter einmal ernsthaften Schaden anrichten      
             sollten - obwohl CVS verhindern sollte, dass solche Situationen  
             entstehen.                                                       
                                                                              
           * Sicherzustellen, dass alle zu testenden, neuen Merkmale und      
             Fehlerbehebungen zu mo:glichst vielen potentiellen Testern       
             gelangen.                                                        
                                                                              
         Von keinem -CURRENT Snapshot kann "Produktionsqualita:t" fu:r        
         beliebige Zwecke erwartet werden. Wenn Sie eine stabile und          
         ausgetestete Version beno:tigen, sollten Sie eine vollsta:ndige      
         Release oder einen -STABLE Snapshot verwenden.                       
                                                                              
         Snapshot-Releases sind auf der Snapshots-Seite verfu:gbar.           
                                                                              
         Offizielle Snapshots werden in der Regel jeden Monat fu:r jeden      
         aktiven Zweig erstellt. Es gibt auch ta:glich erstellte Snapshots    
         der popula:ren i386 und amd64 Zweige, die auf                        
         http://snapshots.us.freebsd.org/ bereitliegen.                       
   1.9.  Was ist das Konzept von FreeBSD-STABLE?                              
         Zur der Zeit, als FreeBSD 2.0.5 herausgegeben wurde, wurde           
         entschieden, die Entwicklung von FreeBSD zweizuteilen. Ein Zweig     
         wurde -STABLE, der andere -CURRENT genannt. FreeBSD-STABLE ist fu:r  
         Anbieter von Internetdiensten und andere kommerzielle Unternehmen    
         gedacht, fu:r die plo:tzliche Vera:nderungen und experimentelle      
         Features unerwu:nscht sind. In diesem Zweige werden nur ausgetestete 
         Fehlerbehebungen und kleine, inkrementelle A:nderungen aufgenommen.  
         FreeBSD-CURRENT ist eine ununterbrochene Linie seitdem die           
         Version 2.0 herausgegeben worden ist. Sie fu:hrt zu 9.2-RELEASE (und 
         daru:ber hinaus). Weitere Informationen zu diesen Zweigen finden Sie 
         unter " FreeBSD Release Engineering: Creating the Release Branch",   
         der Status der Zweige und der Zeitplan zur anstehenden               
         Vero:ffentlichung kann unter der Seite Release Engineering           
         Information gefunden werden.                                         
                                                                              
         Der Zweig 2.2-STABLE wurde mit der Vero:ffentlichung der Version     
         2.2.8 eingestellt. Der Zweig 3-STABLE endete mit Version 3.5.1, der  
         letzten 3.X-Version, der Zweig 4.X endete mit der Version 4.11, der  
         letzten 4.X-Version. A:nderungen in diesen Zweigen beschra:nken sich 
         im allgemeinen auf die Korrektur von sicherheitsrelevanten Fehlern.  
         Der Zweig 5-STABLE wurde mit 5.5, der letzten 5.X Version, beendet.  
         7-STABLE wird noch unterstu:tzt, die Unterstu:tzung beschra:nkt sich 
         allerdings auf das Schliessen von neu entdeckten Sicherheitslu:cken  
         und die Behebung von anderen ernsten Problemen.                      
                                                                              
         9.2-STABLE ist der Zweig, auf den sich die Entwicklung von -STABLE   
         zur Zeit konzentriert. Das neueste Release aus dem 9.2-STABLE-Zweig  
         ist 9.2-RELEASE und ist im Januar 2007 erschienen.                   
                                                                              
         Aus dem 10-CURRENT-Zweig entsteht die na:chste FreeBSD-Generation.   
         Weitere Informationen u:ber diesen Zweig finden Sie unter Was ist    
         FreeBSD-CURRENT?.                                                    
   1.10. Wann werden FreeBSD-Versionen erstellt?                              
         Im Schnitt gibt das re@FreeBSD.org alle 18 Monate eine neue          
         Haupt-Version und etwa alle 8 Monate eine Unter-Version frei. Das    
         Erscheinungsdatum einer neuer Version wird fru:hzeitig               
         bekanntgegeben, damit die am System arbeitenden Personen wissen, bis 
         wann ihre Projekte abgeschlossen und ausgetestet sein mu:ssen. Vor   
         jedem Release gibt es eine Testperiode um sicherzustellen, dass die  
         neu hinzugefu:gten Features nicht die Stabilita:t des Releases       
         beeintra:chtigen. Viele Benutzer halten dies fu:r einen grossen      
         Vorteil von FreeBSD, obwohl es manchmal frustrierend sein kann, so   
         lange auf die Verfu:gbarkeit der aktuellsten Leckerbissen zu warten. 
                                                                              
         Weitere Informationen u:ber die Entwicklung von Releases, sowie eine 
         U:bersicht u:ber kommende Releases, erhalten Sie auf den Release     
         Engineering Seiten der FreeBSD Webseite.                             
                                                                              
         Fu:r diejenigen, die ein wenig mehr Spannung brauchen (oder          
         mo:chten), werden ta:glich Snapshots herausgegeben, wie oben         
         beschrieben.                                                         
   1.11. Wer ist fu:r FreeBSD verantwortlich?                                 
         Schlu:sseldiskussionen, die das FreeBSD Project betreffen, wie z.B.  
         u:ber die generelle Ausrichtung des Projekts und daru:ber, wem es    
         erlaubt sein soll, Code zum Quellbaum hinzuzufu:gen, werden          
         innerhalb eines Core Teams von 9 Personen gefu:hrt. Es gibt ein      
         weitaus gro:sseres Team von u:ber 350 Committern, die dazu           
         autorisiert sind, A:nderungen am FreeBSD Quellbaum durchzufu:hren.   
                                                                              
         Jedoch werden die meisten nicht-trivialen A:nderungen zuvor in den   
         Mailinglisten diskutiert und es bestehen keinerlei Einschra:nkungen  
         daru:ber, wer sich an diesen Diskussionen beteiligen darf.           
   1.12. Wie kann ich FreeBSD beziehen?                                       
         Jede bedeutende Ausgabe von FreeBSD ist per Anonymous-FTP vom        
         FreeBSD FTP Server erha:ltlich:                                      
                                                                              
           * Das aktuelle 9-STABLE-Release, 9.2-RELEASE, finden Sie im        
             Verzeichnis 9.2-RELEASE.                                         
                                                                              
           * Snapshots-Releases werden monatlich aus dem -CURRENT-Zweig sowie 
             aus dem -STABLE-Zweig erzeugt. Sie sollten aber nur von          
             Entwicklern und sehr erfahrenen Testern verwendet werden.        
                                                                              
           * Das aktuelle Release von 8-STABLE, 8.4-RELEASE finden Sie im     
             Verzeichnis 8.4-RELEASE.                                         
                                                                              
           * Das aktuelle Release von 7-STABLE, 7.4-RELEASE finden Sie im     
             Verzeichnis 7.4-RELEASE.                                         
                                                                              
         Wo und wie Sie FreeBSD auf CD, DVD, und anderen Medien beziehen      
         ko:nnen, erfahren Sie im Handbuch.                                   
   1.13. Wie greife ich auf die Datenbank mit Problemberichten zu?            
         Die Datenbank mit Problemberichten (PR, problem report) und          
         A:nderungsanfragen von Benutzern kann u:ber die webbasierte          
         PR-Abfrage-Schnittstelle abgefragt werden.                           
                                                                              
         Mit dem Programm send-pr(1) ko:nnen Sie Problemberichte oder         
         A:nderungsantra:ge per E-Mail einsenden. Alternativ ko:nnen Sie      
         Problemberichte auch u:ber Ihren Browser und die webbasierte         
         PR-Eingabe-Schnittstelle erstellen.                                  
                                                                              
         Bevor Sie einen Fehler melden, sollten Sie sich zuerst den Artikel   
         Writing FreeBSD Problem Reports durchlesen, damit Sie wissen, wie    
         Sie eine gute Fehlermeldung verfassen.                               
   1.14. Gibt es weitere Informationsquellen?                                 
         Sie finden eine umfassende Liste unter Documentation auf der         
         FreeBSD-Webseite.                                                    

                      Kapitel 2. Dokumentation und Support

   2.1. Gibt es gute Bu:cher u:ber FreeBSD?

   2.2. Ist die Dokumentation auch in anderen Formaten verfu:gbar? Zum
   Beispiel als einfacher Text (ASCII) oder als PostScript(R)?

   2.3. Woher bekomme ich Informationen zu den FreeBSD Mailinglisten?

   2.4. Welche Newsgruppen existieren zu FreeBSD?

   2.5. Gibt es FreeBSD IRC (Internet Relay Chat) Kana:le?

   2.6. Gibt es irgendwelche webbasierten Foren, in denen FreeBSD diskutiert
   wird?

   2.7. Gibt es Firmen, die Training und Support fu:r FreeBSD anbieten?

2.1. Gibt es gute Bu:cher u:ber FreeBSD?                                                                
     Im Zuge des FreeBSD Projekts sind diverse gute Dokumente entstanden, die unter der folgenden URL   
     abgerufen werden ko:nnen: http://www.FreeBSD.org/docs.html. Zusa:tzlich entha:lt die Bibliographie 
     am Ende dieser FAQ und diejenige im Handbuch Verweise auf weitere empfohlene Bu:cher.              
2.2. Ist die Dokumentation auch in anderen Formaten verfu:gbar? Zum Beispiel als einfacher Text (ASCII) 
     oder als PostScript(R)?                                                                            
     Ja. Werfen Sie einen Blick auf das Verzeichnis /pub/FreeBSD/doc/ auf dem FreeBSD FTP-Server. Dort  
     finden sie Dokumentation in vielen verschiedenen Format.                                           
                                                                                                        
     Die Dokumentation wurde nach vielen verschiedenen Kriterien sortiert. Die Kriterien sind:          
                                                                                                        
       * Der Name des Dokumentes, z.B. FAQ oder Handbuch.                                               
                                                                                                        
       * Die Sprache und der Zeichensatz, die in dem Dokument verwendet werden. Diese entsprechen den   
         Anpassungen, die Sie auf Ihrem FreeBSD-System im Verzeichnis /usr/share/locale finden. Zurzeit 
         werden die folgenden Sprachen und Zeichensa:tze benutzt:                                       
                                                                                                        
                      Name                                         Bedeutung                            
         bn_BD.ISO10646-1                Bengalisch oder Bangla (Bangladesh)                            
         da_DK.ISO8859-1                 Da:nisch (Da:nemark)                                           
         de_DE.ISO8859-1                 Deutsch (Deutschland)                                          
         en_US.ISO8859-1                 Englisch (Vereinigte Staaten)                                  
         el_GR.ISO8859-7                 Griechisch (Griechenland)                                      
         es_ES.ISO8859-1                 Spanisch (Spanien)                                             
         fr_FR.ISO8859-1                 Franzo:sisch (Frankreich)                                      
         it_IT.ISO8859-15                Italienisch (Italien)                                          
         hu_HU.ISO8859-2                 Ungarisch (Ungarn)                                             
         ja_JP.eucJP                     Japanisch (Japan, EUC-kodiert)                                 
         mn_MN.UTF-8                     Mongolisch (Mongolei, UTF-8-kodiert)                           
         nl_NL.ISO8859-1                 Niederla:ndisch (Holland)                                      
         no_NO.ISO8859-1                 Norwegisch (Norwegen)                                          
         pl_PL.ISO8859-2                 Polnisch (Polen)                                               
         pt_BR.ISO8859-1                 Brasilianisches Portugiesisch (Brasilien)                      
         ru_RU.KOI8-R                    Russisch (Russland, KOI8-R-kodiert)                            
         sr_YU.ISO8859-2                 Serbisch (Serbien)                                             
         tr_TR.ISO8859-9                 Tu:rkisch (Tu:rkei)                                            
         zh_CN.GB2312                    Vereinfachtes Chinesisch (China, GB2312-kodiert)               
         zh_TW.Big5                      Chinesisch (Taiwan, Big5-kodiert)                              
                                                                                                        
       Anmerkung:                                                                                       
                                                                                                        
         Einige Dokumente sind nicht in allen Sprachen verfu:gbar.                                      
                                                                                                        
       * Das Format des Dokumentes. Die Dokumentation wird in verschiedenen Formaten erzeugt, von denen 
         jedes seine eigenen Vor- und Nachteile hat. Einige Formate lassen sich gut an einem Bildschirm 
         lesen, wa:hrend andere Formate dafu:r gedacht sind, ein ansprechendes Druckbild zu erzeugen.   
         Das die Dokumentation in verschiedenen Formaten verfu:gbar ist, stellt sicher, dass unsere     
         Leser die fu:r sie relevanten Teile unabha:ngig vom Ausgabemedium (Bildschirm oder Papier)     
         lesen ko:nnen. Derzeit werden die folgenden Formate unterstu:tzt:                              
                                                                                                        
                Format                                        Erkla:rung                                
         html-split            Viele kleine HTML-Dateien, die sich gegenseitig referenzieren.           
         html                  Eine grosse HTML-Datei, die das komplette Dokument entha:lt.             
         pdf                   Adobe's Portable Document Format                                         
         ps                    PostScript(R)                                                            
         rtf                   Microsoft's Rich Text Format                                             
         txt                   Ganz normaler Text                                                       
                                                                                                        
       Anmerkung:                                                                                       
                                                                                                        
         Die Seitennummern werden nicht automatisch aktualisiert, wenn Sie das Rich Text Format in Word 
         laden. Wenn Sie das Dokument geladen haben, mu:ssen Sie Sie Ctrl+A, Ctrl+End, F9 eingeben, um  
         die Seitennummern aktualisieren zu lassen.                                                     
                                                                                                        
       * Das zur Komprimierung verwendete Programm. Zur Zeit werden drei verschiedene Methoden benutzt. 
                                                                                                        
           1. Wenn die Dokumentation im Format html-split vorliegt, werden die Dateien mit tar(1)       
              zusammengefasst. Die so entstandene .tar Datei wird dann mit einer der unten genannten    
              Methoden komprimiert.                                                                     
                                                                                                        
           2. Bei allen anderen Formaten existiert nur eine Datei mit dem Namen type.format (z.B.       
              article.pdf, book.html, und so weiter).                                                   
                                                                                                        
              Diese Dateien werden mit zwei verschiedenen Programmen komprimiert.                       
                                                                                                        
              Programm                                   Beschreibung                                   
              zip      Das zip-Format. Wenn Sie diese Dateien unter FreeBSD entpacken wollen, mu:ssen   
                       sie vorher den Port archivers/unzip installieren.                                
                       Das bzip2-Format. Es wird seltener als das zip-Format benutzt, erzeugt aber      
              bz2      normalerweise kleinere Archive. Sie mu:ssen den Port archivers/bzip2             
                       installieren, um diese Dateien entpacken zu ko:nnen.                             
                                                                                                        
              Ein Beispiel: Die mit bzip2 gepackte Version des Handbuchs im PostScript(R)-Format hat    
              den Namen book.ps.bz2 und ist im Verzeichnis handbook/ zu finden.                         
                                                                                                        
     Nachdem Sie das Format und das Kompressionsverfahren ausgewa:hlt haben, mu:ssen Sie die            
     komprimierten Dateien selber herunterladen, entpacken und an die richtigen Stellen kopieren.       
                                                                                                        
     Wenn Sie zum Beispiel die mit bzip2(1) gepackte "split HTML"Version der englischen FAQ             
     herunterladen und installieren wollten, bra:uchten Sie die Datei                                   
     doc/en_US.ISO8859-1/books/faq/book.html-split.tar.bz2. Um diese Datei herunterzuladen und          
     auszupacken, wa:ren die folgenden Schritte notwendig.                                              
                                                                                                        
     # fetch ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/doc/en_US.ISO8859-1/books/faq/book.html-split.tar.bz2 
     # gzip -d book.html-split.tar.bz2                                                                  
     # tar xvf book.html-split.tar                                                                      
                                                                                                        
     Danach haben Sie eine Sammlung vieler kleiner .html Datei. Die wichtigste Datei hat Namen          
     index.html und entha:lt das Inhaltsverzeichnis, eine Einleitung und Verweise auf die anderen Teile 
     des Dokumentes. Falls notwendig, ko:nnen Sie die diversen Dateien jetzt an ihren endgu:ltigen      
     Bestimmungsort verschieben oder kopieren.                                                          
2.3. Woher bekomme ich Informationen zu den FreeBSD Mailinglisten?                                      
     Vollsta:ndige Informationen finden Sie im Handbucheintrag u:ber Mailinglisten.                     
2.4. Welche Newsgruppen existieren zu FreeBSD?                                                          
     Sie finden alle Informationen hierzu im Handbucheintrag zu Newsgruppen.                            
2.5. Gibt es FreeBSD IRC (Internet Relay Chat) Kana:le?                                                 
     Ja, die meisten grossen IRC Netze bieten einen FreeBSD Chat-Channel:                               
                                                                                                        
       * Channel FreeBSD im EFNet ist ein FreeBSD-Forum, aber gehen Sie nicht dorthin, um technische    
         Unterstu:tzung zu suchen, oder, um zu versuchen, die Leute dort dazu zu bringen, Ihnen dabei   
         zu helfen, das mu:hselige Lesen von Manuals zu ersparen oder eigene Nachforschungen zu         
         betreiben. Es ist in erster Linie ein Chat-Channel und die Themen dort umfassen Sex, Sport     
         oder Kernwaffen ebensogut, wie FreeBSD. Sie wurden gewarnt! Der Channel ist auf dem Server     
         irc.efnet.org verfu:gbar.                                                                      
                                                                                                        
       * Der Channel #FreeBSDhelp im EFNet hat sich dagegen auf die Unterstu:tzung der Benutzer von     
         FreeBSD spezialisiert. In diesem Channel sind Fragen deutlich willkommener als im Channel      
         #FreeBSD.                                                                                      
                                                                                                        
       * Der Channel ##FreeBSD auf Freenode bietet allgemeine Hilfe zu FreeBSD-Themen. Es sind immer    
         viele Benutzer online. Zwar werden auch nicht-FreeBSD-spezifische Themen diskutiert, den       
         Hauptteil der Diskussionen dreht sich aber um die Lo:sung der Probleme von FreeBSD-Anwendern.  
         Die Teilnehmer dieses Channels helfen Ihnen auch bei Fragen zu elementaren Dingen und zeigen   
         Ihnen auch, wo Sie die entsprechenden Erkla:rungen im FreeBSD-Handbuch oder anderen Ressourcen 
         finden ko:nnen. Obwohl die Teilnehmer des Channels u:ber die ganze Welt verstreut sind, werden 
         alle Diskussionen auf Englisch gefu:hrt. Wollen Sie die Diskussion in Ihrer Sprache fu:hren,   
         sollten Sie Ihre Frage trotzdem auf Englisch stellen und danach gegebenenfalls einen neuen     
         Channel in der Form ##freebsd-Ihre_Sprache ero:ffnen.                                          
                                                                                                        
       * Der Channel #FreeBSD im DALNET ist in den USA unter irc.dal.net und in Europa unter            
         irc.eu.dal.net verfu:gbar.                                                                     
                                                                                                        
       * Der Channel #FreeBSD im UNDERNET ist in den USA unter us.undernet.org und in Europa unter      
         eu.undernet.org verfu:gbar. Es handelt sich hierbei um einen Hilfe-Channel, man wird Sie daher 
         auf Dokumente verweisen, die Sie selbst lesen mu:ssen.                                         
                                                                                                        
       * Der Channel #FreeBSD im RUSNET ist ein russischsprachiger Channel, der sich der Unterstu:tzung 
         von FreeBSD-Anwendern verschrieben hat. Er ist auch ein guter Startpunkt fu:r nichttechnische  
         Diskussionen.                                                                                  
                                                                                                        
       * Der Channel #bsdchat auf Freenode (Sprache: traditionelles Chinesisch, UTF-8-kodiert) hat sich 
         der Unterstu:tzung von FreeBSD-Anwendern verschrieben. Er ist auch ein guter Startpunkt fu:r   
         nichttechnische Diskussionen.                                                                  
                                                                                                        
     Alle diese Kana:le unterscheiden sich voneinander und sind nicht miteinander verbunden. Ebenso     
     unterscheiden sich Ihre Chat-Stile, weshalb es sein kann, dass Sie zuna:chst alle Kana:le          
     ausprobieren mu:ssen, um den zu Ihrem Chat-Stil passenden zu finden. Hier gilt, was fu:r jeden     
     IRC-Verkehr gilt: falls sie sich leicht angegriffen fu:hlen oder nicht mit vielen jungen (und      
     einigen a:lteren) Leuten, verbunden mit dem nutzlosen Gezanke umgehen ko:nnen, dann ziehen Sie es  
     gar nicht erst in Erwa:gung.                                                                       
2.6. Gibt es irgendwelche webbasierten Foren, in denen FreeBSD diskutiert wird?                         
     Die offiziellen FreeBSD Foren befinden sich unter http://forums.FreeBSD.org/.                      
2.7. Gibt es Firmen, die Training und Support fu:r FreeBSD anbieten?                                    
     iXsystems, Inc., die Muttergesellschaft der FreeBSD Mall, bietet kommerziellen Software-Support    
     fu:r FreeBSD und PC-BSD sowie FreeBSD-spezische Softwareentwicklung und Hilfe bei Optimierung      
     Ihrer vorhandenen Installationen.                                                                  
                                                                                                        
     Die BSD Certification Group, Inc. bietet Zertifizierungen zur Systemadministration fu:r            
     DragonFly BSD, FreeBSD, NetBSD und OpenBSD. Wenn Sie daran interessiert sind, besuchen Sie deren   
     Webseite.                                                                                          
                                                                                                        
     Wenn Ihre Firma oder Organisation ebenfalls Training und Support anbietet und hier genannt werden  
     mo:chte, wenden Sie sich bitte an das FreeBSD Project.                                             

                            Kapitel 3. Installation

   Nik Clayton

   3.1. Welche Dateien muss ich herunterladen, um FreeBSD zu bekommen?

   3.2. Was soll ich tun, wenn das Floppy-Image nicht auf eine Diskette
   passt?

   3.3. Wo befinden sich die Instruktionen zur Installation von FreeBSD?

   3.4. Was beno:tige ich zum Betrieb von FreeBSD?

   3.5. Wie kann ich eine angepasste Installationsdiskette erstellen?

   3.6. Kann Windows(R) neben FreeBSD existieren?

   3.7. Windows(R) hat meinen Bootmanager zersto:rt! Wie stelle ich ihn
   wieder her?

   3.8. Mein IBM Thinkpad Modell A, T oder X, ha:ngt sich auf, wenn ich
   FreeBSD zum ersten Mal starte. Was soll ich machen?

   3.9. Kann ich FreeBSD auf einer Festplatte mit bescha:digten Blo:cken
   installieren?

   3.10. Wenn ich von der Installationsdiskette boote, geschehen merkwu:rdige
   Dinge! Was sollte ich tun?

   3.11. Ich habe zur Installation von meinem ATAPI CD-ROM gebootet, aber das
   Installationsprogramm sagt mir, dass es kein CD-ROM gefunden hat. Was geht
   hier ab?

   3.12. Kann ich auf meinem Laptop per PLIP (Parallel Line IP) installieren?

   3.13. Welche Geometrie sollte ich fu:r ein Festplattenlaufwerk verwenden?

   3.14. Gibt es irgendwelche Einschra:nkungen, wie ich die Festplatte
   aufteilen darf?

   3.15. Vertra:gt sich FreeBSD mit Plattenmanagern?

   3.16. Beim ersten Booten von FreeBSD erscheint Missing Operating System.
   Was ist passiert?

   3.17. Wieso komme ich nicht weiter als bis zum F?-Prompt des Bootmanagers?

   3.18. Muss ich den vollsta:ndigen Quellcode installieren?

   3.19. Muss ich einen Kernel erstellen?

   3.20. Soll ich DES, Blowfish oder MD5 zur Verschlu:sselung der Passwo:rter
   benutzen?

   3.21. Woran kann es liegen, dass ich zwar von der Diskette booten kann,
   aber nicht weiter als bis zur Meldung Probing Devices... komme?

   3.22. Wieso wird mit der Fehler panic: cant mount root gemeldet, wenn ich
   das System nach der Installation reboote?

   3.23. Gibt es eine Hauptspeicherbegrenzung?

   3.24. Wo liegen die Grenzen fu:r FFS-Dateisysteme?

   3.25. Wieso erhalte ich die Fehlermeldung archsw.readin.failed beim Start
   des Systems, nachdem ich einen neuen Kernel erstellt habe?

   3.26. Mein System stu:rzt beim Booten ab! Was kann ich tun?

   3.1.  Welche Dateien muss ich herunterladen, um FreeBSD zu bekommen?       
         Sie beno:tigen drei Floppy-Images: floppies/boot.flp,                
         floppies/kern1.flp sowie floppies/kern2.flp. Diese Images mu:ssen    
         mit Hilfe von Werkzeugen wie fdimage oder dd(1) auf Disketten        
         kopiert werden.                                                      
                                                                              
         Falls Sie selbst die einzelnen Distributionen herunterladen mu:ssen  
         (um z.B. von einem DOS-Dateisystem aus zu installieren), empfehlen   
         wir, sich die folgenden Distributionen zu besorgen:                  
                                                                              
           * base/                                                            
                                                                              
           * manpages                                                         
                                                                              
           * compat*                                                          
                                                                              
           * doc                                                              
                                                                              
           * src/ssys.*                                                       
                                                                              
         Vollsta:ndige Instruktionen fu:r dieses Vorgehen und ein wenig mehr  
         zur Installation generell finden Sie im Handbucheintrag zur          
         Installation von FreeBSD.                                            
   3.2.  Was soll ich tun, wenn das Floppy-Image nicht auf eine Diskette      
         passt?                                                               
         Eine 3,5-Zoll (1,44 MB) Diskette kann 1.474.560 Byte an Daten fassen 
         und das Boot-Image ist exakt 1.474.560 Byte gross.                   
                                                                              
         Ha:ufige Fehler bei der Erstellung der Boot-Diskette sind:           
                                                                              
           * Bei der Benutzung von FTP das Floppy-Image nicht im Bina:r-Modus 
             herunterzuladen.                                                 
                                                                              
             Einige FTP-Clients benutzen als Voreinstellung den ASCII-Modus   
             und versuchen, alle Zeilenendezeichen an das Zielsystem          
             anzupassen. Dadurch wird das Boot-Image in jedem Fall            
             unbrauchbar. U:berpru:fen Sie die Gro:sse des heruntergeladenen  
             Boot-Images: falls sie nicht exakt mit der auf dem Server        
             u:bereinstimmt, hat das Herunterladen nicht richtig              
             funktioniert.                                                    
                                                                              
             Abhilfe: geben Sie binary an der FTP-Eingabeaufforderung ein,    
             nach dem Sie mit dem Server verbunden sind und bevor Sie das     
             Image herunterladen.                                             
                                                                              
           * Die Benutzung des DOS-Befehls copy (oder eines entsprechendes    
             Werkzeugs der grafischen Benutzeroberfla:che), um das Boot-Image 
             auf die Diskette zu u:bertragen.                                 
                                                                              
             Programme wie copy sind hier unbrauchbar, weil das Image zur     
             direkten U:bertragung erstellt wurde. Das Image stellt den       
             gesamten Disketteninhalt dar, Spur fu:r Spur, und nicht eine     
             gewo:hnliche Datei. Sie mu:ssen es "roh" mit speziellen          
             Werkzeugen (z.B. fdimage oder rawrite) u:bertragen, wie es in    
             der Installationsanleitung zu FreeBSD beschrieben ist.           
   3.3.  Wo befinden sich die Instruktionen zur Installation von FreeBSD?     
         Installationsanleitungen finden Sie im Handbucheintrag zur           
         Installation von FreeBSD.                                            
   3.4.  Was beno:tige ich zum Betrieb von FreeBSD?                           
         Der Betrieb von FreeBSD und neuer erfordert mindestens einen 486er   
         Prozessor mit mindestens 24 MB RAM sowie mindestens 150 MB an        
         Festplattenspeicher.                                                 
                                                                              
         Alle FreeBSD-Versionen laufen mit einer einfachen MDA-Grafikkarte,   
         fu:r Xorg beno:tigen Sie allerdings eine VGA- oder eine bessere      
         Videokarte.                                                          
                                                                              
         Lesen Sie auch den Abschnitt Hardwarekompatibilita:t.                
   3.5.  Wie kann ich eine angepasste Installationsdiskette erstellen?        
         Zurzeit gibt es keine Mo:glichkeit, nur die angepassten              
         Installationsdisketten zu erstellen. Sie mu:ssen sich eine ganz      
         neues Release erstellen, das Ihre Installationsdiskette entha:lt.    
                                                                              
         Wenn Sie eine modifizierte Ausgabe erstellen wollen, finden Sie eine 
         Anleitung im Artikel FreeBSD Release Engineering.                    
   3.6.  Kann Windows(R) neben FreeBSD existieren?                            
         Installieren Sie zuerst Windows(R), dann FreeBSD. Der Bootmanager    
         von FreeBSD kann dann entweder Windows(R) oder FreeBSD booten. Falls 
         Sie Windows(R) nach FreeBSD installieren, wird es, ohne zu fragen,   
         Ihren Bootmanager u:berschreiben. Lesen Sie den na:chsten Abschnitt, 
         falls das passieren sollte.                                          
   3.7.  Windows(R) hat meinen Bootmanager zersto:rt! Wie stelle ich ihn      
         wieder her?                                                          
         Es gibt drei Mo:glichkeiten, den FreeBSD-Bootmanager neu zu          
         installieren:                                                        
                                                                              
           * Unter DOS wechseln Sie in das Verzeichnis tools/ Ihrer           
             FreeBSD-Distribution und suchen nach bootinst.exe. Rufen sie es  
             so auf:                                                          
                                                                              
          ...\TOOLS> bootinst.exe boot.bin                                    
                                                                              
             und der Bootmanager wird neu installiert.                        
                                                                              
           * Booten Sie FreeBSD wieder mit der Bootdiskette und wa:hlen Sie   
             den Menu:eintrag Custom Installation. Wa:hlen Sie Partition.     
             Wa:hlen Sie das Laufwerk, auf dem sich der Bootmanager befand    
             (wahrscheinlich der erste Eintrag) und wenn Sie in den           
             Partitioneditor gelangen, dru:cken Sie als aller erstes (nehmen  
             Sie z.B. keine A:nderungen vor) (W)rite. Sie werden nach einer   
             Besta:tigung gefragt, wa:hlen Sie [ Yes ] und vergessen Sie      
             nicht, in der Bootmanager-Auswahl den FreeBSD Boot Manager       
             auszuwa:hlen. Hierdurch wird der Bootmanager wieder auf die      
             Festplatte geschrieben. Verlassen Sie nun das Installationsmenu: 
             und rebooten wie gewo:hnlich von der Festplatte.                 
                                                                              
           * Booten Sie FreeBSD wieder mit der Bootdiskette (oder der CD-ROM) 
             und wa:hlen Sie den Menu:punkt Fixit. Wa:hlen Sie die fu:r Sie   
             passende Option, entweder die Fixit-Diskette oder die CD-ROM     
             Nummer 2 (die Option "live" Filesystem). Wechseln Sie zur        
             Fixit-Shell und geben Sie den folgenden Befehl ein:              
                                                                              
          Fixit# fdisk -B -b /boot/boot0 bootdevice                           
                                                                              
             Als bootdevice mu:ssen Sie das von Ihrem System verwendete       
             Gera:t angeben, z.B. ad0 (erste IDE-Platte), ad4 (erste          
             IDE-Platte an einem zusa:tzlichen Controller), da0 (erste        
             SCSI-Platte), usw.                                               
   3.8.  Mein IBM Thinkpad Modell A, T oder X, ha:ngt sich auf, wenn ich      
         FreeBSD zum ersten Mal starte. Was soll ich machen?                  
         Ein Fehler in den ersten BIOS-Versionen dieser Gera:te fu:hrt dazu,  
         dass sie die von FreeBSD genutzte Partition fu:r eine                
         Suspend-To-Disk-Partition halten. Wenn das BIOS dann versucht, diese 
         Partition auszuwerten, ha:ngt sich das System auf.                   
                                                                              
         Laut IBM [1] wurde der Fehler wurde in den folgenden BIOS-Versionen  
         behoben:                                                             
                                                                              
                   Gera:t                          BIOS Version               
         T20                         IYET49WW oder neuer                      
         T21                         KZET22WW oder neuer                      
         A20p                        IVET62WW oder neuer                      
         A20m                        IWET54WW oder neuer                      
         A21p                        KYET27WW oder neuer                      
         A21m                        KXET24WW oder neuer                      
         A21e                        KUET30WW                                 
                                                                              
         Es ist mo:glich, dass neuere Version des IBM BIOS den Fehler wieder  
         enthalten. Dieser Beitrag von Jacques Vidrine auf der Mailingliste   
         FreeBSD laptop computer beschreibt eine Technik, die Ihnen           
         weiterhelfen ko:nnte, wenn Ihr IBM Laptop mit FreeBSD nicht bootet   
         und Sie eine neuere oder a:ltere BIOS-Version einspielen ko:nnen.    
                                                                              
         Wenn Ihr Thinkpad u:ber eine a:ltere BIOS-Version verfu:gt und Sie   
         das BIOS nicht aktualisieren ko:nnen, ist eine der mo:glichen        
         Lo:sungen, FreeBSD zu installieren, die Partitions-ID zu a:ndern und 
         danach neue Bootblocks zu installieren, die mit der gea:nderten ID   
         umgehen ko:nnen.                                                     
                                                                              
         Zuna:chst mu:ssen Sie die Maschine so weit wiederherstellen, dass    
         sie u:ber den Selbst-Test hinauskommt. Dazu ist es erforderlich,     
         dass das System beim Start keine Partitions-ID auf seiner prima:ren  
         Festplatte findet. Eine Variante ist, die Platte auszubauen und      
         voru:bergehend in einem a:lteren Thinkpad (z.B. dem Thinkpad 600)    
         oder (mit einem passenden Adapter) in einen normalen PC einzubauen.  
         Sobald dies erfolgt ist, ko:nnen Sie die FreeBSD-Partition lo:schen  
         und die Festplatte wieder in das Thinkpad einbauen. Das Thinkpad     
         sollte jetzt wieder starten ko:nnen.                                 
                                                                              
         Danach ko:nnen Sie mit der nachfolgend beschriebenen Anleitung eine  
         funktionsfa:hige FreeBSD-Installation erhalten.                      
                                                                              
          1. Beschaffen Sie sich boot1 und boot2 von                          
             http://people.FreeBSD.org/~bmah/ThinkPad/. Legen Sie diese       
             Dateien so ab, dass Sie wa:hrend der Installation darauf         
             zugreifen ko:nnen.                                               
                                                                              
          2. Installieren Sie ganz wie gewohnt FreeBSD auf dem Thinkpad.      
             Allerdings du:rfen Sie den "Dangerously Dedicated"-Modus nicht   
             benutzen. Nach dem Abschluss der Installation du:rfen Sie die    
             Maschine nicht neu starten.                                      
                                                                              
          3. Wechseln Sie zur "Emergency Holographic Shell" (Alt+F4) oder     
             starten Sie eine "fixit" Shell.                                  
                                                                              
          4. Benutzen Sie fdisk(8), um die Partitions-ID von FreeBSD von 165  
             in 166 zu a:ndern (dieser Wert wird von OpenBSD benutzt).        
                                                                              
          5. Kopieren Sie die Dateien boot1 und boot2 auf die lokale          
             Festplatte.                                                      
                                                                              
          6. Installieren Sie boot1 und boot2 mit disklabel(8) auf die        
             FreeBSD-Slice.                                                   
                                                                              
          # disklabel -B -b boot1 -s boot2 ad0sn                              
                                                                              
             Setzen Sie fu:r n die Nummer der Slice ein, auf der sie FreeBSD  
             installiert haben.                                               
                                                                              
          7. Starten Sie das System neu. Am Boot-Prompt sollten Sie die       
             Auswahl OpenBSD erhalten. Damit wird in Wirklichkeit FreeBSD     
             gestartet.                                                       
                                                                              
         Was Sie machen mu:ssen, wenn Sie FreeBSD und OpenBSD parallel        
         installieren wollen, sollten Sie zu U:bungszwecken einfach einmal    
         selbst herausfinden.                                                 
   3.9.  Kann ich FreeBSD auf einer Festplatte mit bescha:digten Blo:cken     
         installieren?                                                        
         Prinzipiell ja. Allerdings ist das keine gute Idee.                  
                                                                              
         Wenn Ihnen bei einer modernen IDE-Platte defekte Sektoren gemeldet   
         werden, wird die Platte mit grosser Wahrscheinlichkeit innerhalb     
         kurzer Zeit vollsta:ndig ausfallen, da die Meldung ein Zeichen       
         dafu:r ist, dass die fu:r die Korrektur reservierten Sektoren        
         bereits verbraucht wurden. Wir raten Ihnen, die Platte               
         auszutauschen.                                                       
                                                                              
         Falls Sie ein SCSI-Laufwerk mit bescha:digten Blo:cken besitzen,     
         lesen Sie diese Antwort.                                             
   3.10. Wenn ich von der Installationsdiskette boote, geschehen merkwu:rdige 
         Dinge! Was sollte ich tun?                                           
         Falls Sie beobachten, dass ihr Rechner sich bis zum Stillstand       
         abmu:ht oder spontan rebootet, wa:hrend Sie versuchen, von der       
         Installationsdiskette zu booten, sollten Sie sich drei Fragen        
         stellen:                                                             
                                                                              
          1. Haben Sie eine brandneue, frisch formatierte, fehlerfreie        
             Diskette benutzt (gu:nstigerweise eine brandneue, direkt aus dem 
             Karton und nicht eine Diskette aus einem Magazin, das schon seit 
             drei Jahren unter Ihrem Bett lag)?                               
                                                                              
          2. Haben Sie das Floppy-Image im Bina:r- (oder Image) Modus         
             heruntergeladen? (Scha:men Sie sich nicht. Sogar die besten      
             unter uns haben wenigstens einmal Bina:rdateien versehentlich im 
             ASCII-Modus heruntergeladen!)                                    
                                                                              
          3. Falls Sie Windows(R) 95 oder Windows(R) 98 benutzen, haben Sie   
             es heruntergefahren und fdimage bzw. rawrite in einfachem,       
             reinem DOS neu gestartet? Es scheint, dass diese Betriebssysteme 
             Programme sto:ren, die direkt auf Hardware schreiben, wie es das 
             Erstellungsprogramm fu:r die Diskette tut; selbst bei der        
             Ausfu:hrung des Programms in einem DOS-Fenster in der grafischen 
             Benutzeroberfla:che kann dieses Problem auftreten.               
                                                                              
         Es wurde auch daru:ber berichtet, dass Netscape(R) Probleme beim     
         Herunterladen der Bootdisketten verursacht. Es ist also              
         wahrscheinlich besser, einen anderen FTP-Client zu benutzen.         
   3.11. Ich habe zur Installation von meinem ATAPI CD-ROM gebootet, aber das 
         Installationsprogramm sagt mir, dass es kein CD-ROM gefunden hat.    
         Was geht hier ab?                                                    
         Dieses Problem wird u:blicherweise durch ein falsch konfiguriertes   
         CD-ROM verursacht. Bei vielen PCs ist das CD-ROM der Slave am        
         zweiten IDE-Controller, ein Master ist nicht vorhanden. Laut         
         Spezifikation ist diese Konfiguration ungu:ltig, aber Windows(R)     
         verletzt die Spezifikation und das BIOS ignoriert sie, wenn es von   
         einem CD-ROM booten soll. Daher konnten Sie zwar vom CD-ROM booten,  
         wa:hrend FreeBSD es nicht fu:r die Installation benutzen kann.       
                                                                              
         Um dieses Problem zu lo:sen, mu:ssen Sie entweder das CD-ROM als     
         Master an den IDE-Controller anschliessen oder dafu:r sorgen, dass   
         an dem vom CD-ROM genutzten IDE-Controller das CD-ROM als Slave und  
         ein anderes Gera:t als Master angeschlossen ist.                     
   3.12. Kann ich auf meinem Laptop per PLIP (Parallel Line IP) installieren? 
         Ja, Sie brauchen dazu nur ein ganz normales Laplink-Kabel. Weitere   
         Informationen zum Thema Netzwerke am Druckerport finden sie im       
         Kapitel PLIP des Handbuchs.                                          
   3.13. Welche Geometrie sollte ich fu:r ein Festplattenlaufwerk verwenden?  
           Anmerkung:                                                         
                                                                              
         Unter der "Geometrie" einer Festplatte verstehen wir die Anzahl      
         Zylinder, Schreib-/Leseko:pfen und Sektoren/Spur auf einer           
         Festplatte. Im folgenden wird dafu:r der U:bersichtlichkeit halber   
         der Begriff C/H/S verwendet. Das BIOS des PCs berechnet mit diesen   
         Angaben, auf welche Bereiche der Festplatte es fu:r                  
         Schreib-/Lesezugriffe zugreifen muss).                               
                                                                              
         Aus einigen Gru:nden scheint dies gerade bei frischgebackenen        
         Systemadministratoren fu:r sehr viel Verwirrung zu sorgen. Zuna:chst 
         einmal ist die physikalische Geometrie eines SCSI-Laufwerks          
         vollkommen irrelevant, da FreeBSD mit Blo:cken arbeitet.             
         Tatsa:chlich gibt es "die" physikalische Geometrie nicht, da die     
         Sektordichte auf einer Festplatte variiert. Was die Hersteller als   
         die "wahre" physikalische Geometrie bezeichnen, ist im allgemeinen   
         die Geometrie, die aufgrund ihrer Ergebnisse im geringsten           
         ungenutzten Speicher resultiert. Bei IDE-Platten arbeitet FreeBSD    
         mit C/H/S-Angaben, aber alle modernen Laufwerke wandeln diese intern 
         ebenfalls in Blocknummern um.                                        
                                                                              
         Wichtig ist nur die logische Geometrie. Das BIOS kann die logische   
         Geometrie der Festplatte abfragen; die erhaltenen Daten werden dann  
         vom BIOS bei Zugriffen auf die Festplatte genutzt. Da FreeBSD das    
         BIOS benutzt, wa:hrend es bootet, ist es sehr wichtig, dass diese    
         Angaben richtig sind. Insbesondere mu:ssen alle Betriebssysteme mit  
         derselben Geometrie arbeiten, falls Sie mehr als ein Betriebssystem  
         auf einer Festplatte haben. Andernfalls werden Sie ernsthafte        
         Bootprobleme bekommen!                                               
                                                                              
         Bei SCSI-Festplatten ha:ngt die zu verwendende Geometrie davon ab,   
         ob der Extended Translation Support auf Ihrem Controller             
         eingeschaltet ist (oft auch als "Unterstu:tzung fu:r DOS-Platten     
         >1GB" oder a:hnlich bezeichnet). Falls sie ausgeschaltet ist,        
         benutzen Sie N Zylinder, 64 Ko:pfe und 32 Sektoren/Spur, wobei N die 
         Kapazita:t der Festplatte in MB ist. Zum Beispiel sollten fu:r eine  
         2 GB Festplatte 2048 Zylinder, 64 Ko:pfe und 32 Sektoren/Spur        
         angegeben werden.                                                    
                                                                              
         Falls sie eingeschaltet ist (was oft der Fall ist, um bestimmte      
         Einschra:nkungen von MS-DOS(R) zu umgehen) und die Plattenkapazita:t 
         mehr als 1 GB betra:gt, benutzen Sie M Zylinder, 63 Sektoren/Spur    
         (nicht 64) und 255 Ko:pfe, wobei M der Plattenkapazita:t in MB,      
         dividiert durch 7,844238 entspricht (!). Also wu:rde unsere 2 GB     
         Beispielplatte 261 Zylinder, 63 Sektoren/Spur und 255 Ko:pfe haben.  
                                                                              
         Falls Sie sich hier nicht sicher sind oder FreeBSD wa:hrend der      
         Installation die Geometrie nicht richtig erkennt, hilft es           
         normalerweise, eine kleine DOS-Partition auf der Festplatte          
         anzulegen. Das BIOS sollte dann in der Lage sein, die richtige       
         Geometrie zu erkennen. Sie ko:nnen die Partition jederzeit im        
         Partitioneditor entfernen, falls Sie sie nicht behalten mo:chten.    
         Allerdings kann Sie ganz nu:tzlich sein, um Netzwerkkarten zu        
         programmieren und a:hnliches.                                        
                                                                              
         Alternativ ko:nnen Sie das frei verfu:gbare Programm pfdisk.exe      
         verwenden. Sie finden es im Unterverzeichnis tools auf der FreeBSD   
         CD-ROM und allen FreeBSD FTP-Servern). Mit diesem Programm ko:nnen   
         Sie herausfinden, welche Geometrie die anderen Betriebssysteme auf   
         der Festplatte verwenden. Diese Geometrie ko:nnen Sie im             
         Partitioneditor eingeben.                                            
   3.14. Gibt es irgendwelche Einschra:nkungen, wie ich die Festplatte        
         aufteilen darf?                                                      
         Ja. Sie mu:ssen sicherstellen, dass Ihre Rootpartition innerhalb der 
         ersten 1024 Zylinder liegt, damit das BIOS den Kernel von Ihr booten 
         kann. (Beachten Sie, dass es sich um eine Einschra:nkung durch das   
         BIOS des PCs handelt und nicht durch FreeBSD).                       
                                                                              
         Fu:r ein SCSI-Laufwerk bedeutet dies normalerweise, dass sich die    
         Rootpartition in den ersten 1024 MB befindet (oder in den ersten     
         4096 MB, falls die Extended Translation eingeschaltet ist - siehe    
         die vorherige Frage). Der entsprechende Wert fu:r IDE ist 504 MB.    
   3.15. Vertra:gt sich FreeBSD mit Plattenmanagern?                          
         FreeBSD erkennt den Ontrack Disk Manager und beru:cksichtigt ihn.    
         Andere Plattenmanager werden nicht unterstu:tzt.                     
                                                                              
         Falls Sie die Festplatte nur mit FreeBSD benutzen wollen, brauchen   
         Sie keinen Plattenmanager. Wenn Sie Sie die Platte einfach in der    
         vom BIOS maximal unterstu:tzten Gro:sse (normalerweise 504 Megabyte) 
         konfigurieren, sollte FreeBSD erkennen, wie viel Platz Sie           
         tatsa:chlich haben. Falls Sie eine alte Festplatte mit einem         
         MFM-Controller verwenden, ko:nnte es sein, dass Sie FreeBSD explizit 
         angeben mu:ssen, wie viele Zylinder es benutzen soll.                
                                                                              
         Falls Sie die Festplatte mit FreeBSD und einem anderen               
         Betriebssystem benutzen wollen, sollten Sie auch in der Lage sein,   
         ohne einen Plattenmanager auszukommen: stellen sie einfach sicher,   
         dass sich die Bootpartition von FreeBSD und der Bereich fu:r das     
         andere Betriebssystem in den ersten 1024 Zylindern befinden. Eine    
         20 Megabyte Bootpartition sollte vo:llig genu:gen, wenn Sie          
         einigermassen sorgfa:ltig arbeiten.                                  
   3.16. Beim ersten Booten von FreeBSD erscheint Missing Operating System.   
         Was ist passiert?                                                    
         Dies ist ein klassischer Fall von Konflikten bei den verwendeten     
         Plattengeometrien von FreeBSD und DOS oder anderen Betriebssystemen. 
         Sie werden FreeBSD neu installieren mu:ssen. Bei Beachtung obiger    
         Instruktionen wird in den meisten Fa:llen alles funktionieren.       
   3.17. Wieso komme ich nicht weiter als bis zum F?-Prompt des Bootmanagers? 
         Dies ist ein weiteres Symptom fu:r das bereits in der vorherigen     
         Frage beschriebene Problem. Ihre Einstellungen zur Geometrie im BIOS 
         und in FreeBSD stimmen nicht u:berein! Falls Ihr Controller oder     
         BIOS Zylinderumsetzung (oft als ">1GB drive support" bezeichnet),    
         probieren Sie eine Umsetzung dieser Einstellung und Neuinstallation  
         von FreeBSD.                                                         
   3.18. Muss ich den vollsta:ndigen Quellcode installieren?                  
         Im allgemeinen nicht. Wir empfehlen jedoch dringend die Installation 
         des base Source-Kit, das viele der hier erwa:hnten Dateien entha:lt  
         und des sys (Kernel) Source-Kit, das den Quellcode fu:r den Kernel   
         entha:lt. Ausser dem Programm zur Konfiguration des Kernels          
         (config(8)) gibt es im System nichts, zu dessen Funktion der         
         Quellcode erforderlich ist. Mit Ausnahme der Kernelquellen ist       
         unsere Build-Struktur so aufgebaut, dass Sie den Quellcode von       
         u:berall her per NFS read-only mounten und dennoch neue Binaries     
         erstellen ko:nnen. (Wegen der Einschra:nkung bezu:glich der          
         Kernelquellen empfehlen wir, diese nicht direkt nach /usr/src zu     
         mounten, sondern irgendwo anders hin mit passenden symbolischen      
         Links, um die Toplevel-Struktur des Quellbaumes zu duplizieren.)     
                                                                              
         Die Quellen verfu:gbar zu haben und zu wissen, wie man ein System    
         mit ihnen erstellt, wird es Ihnen wesentlich einfacher machen, zu    
         zuku:nftigen Ausgaben von FreeBSD zu wechseln.                       
                                                                              
         Um einen Teil der Quellen auszuwa:hlen, verwenden Sie den Menu:punkt 
         Custom, wenn Sie sich im Menu: Distributions des                     
         Systeminstallationstools befinden.                                   
   3.19. Muss ich einen Kernel erstellen?                                     
         Urspru:nglich war die Erstellung eines neuen Kernels bei fast jeder  
         Installation von FreeBSD erforderlich, aber neuere Ausgaben haben    
         von der Einfu:hrung weitaus benutzerfreundlicherer                   
         Kernelkonfigurationswerkzeuge profitiert. Die Kernelkonfiguration    
         erfolgt in der Regel durch die die deutlich flexibleren "hints", die 
         am Loader-Prompt eingegeben werden ko:nnen.                          
                                                                              
         Es kann dennoch sinnvoll sein, einen neuen Kernel zu erstellen, der  
         nur die beno:tigten Treiber entha:lt, um ein wenig Hauptspeicher zu  
         sparen, fu:r die meisten Systeme ist dies aber nicht mehr la:nger    
         erforderlich.                                                        
   3.20. Soll ich DES, Blowfish oder MD5 zur Verschlu:sselung der Passwo:rter 
         benutzen?                                                            
         FreeBSD benutzt standardma:ssig MD5 zur Verschlu:sselung der         
         Passwo:rter. Es wird angenommen, dass diese Methode sicherer ist als 
         das traditionell benutzte Verfahren, das auf dem DES Algorithmus     
         basierte. Es ist immer noch mo:glich, DES-Passwo:rter zu benutzen,   
         wenn Sie die Datei mit den Passwo:rtern mit a:lteren System          
         austauschen mu:ssen. FreeBSD erlaubt es Ihnen, auch das sichere      
         Blowfish-Verfahren fu:r die Verschlu:sselung der Passwo:rter         
         einzusetzen. Das fu:r neue Passwo:rter benutzte                      
         Verschlu:sselungsverfahren wird u:ber die Einstellung passwd_format  
         in /etc/login festgelegt. Die mo:glichen Werte sind entweder des,    
         blf (falls sie zur Verfu:gung stehen) oder md5. Weitere              
         Informationen u:ber die Einstellungen fu:r den Login erhalten Sie in 
         login.conf(5).                                                       
   3.21. Woran kann es liegen, dass ich zwar von der Diskette booten kann,    
         aber nicht weiter als bis zur Meldung Probing Devices... komme?      
         Falls Sie ein IDE Zip(R)- oder Jaz(R)-Laufwerk eingebaut haben,      
         entfernen Sie es und versuchen Sie es erneut. Solche Laufwerke       
         ko:nnten dem Bootvorgang sto:ren. Nach der Installation des Systems  
         ko:nnen Sie das Laufwerk wieder einbauen. Dieser Fehler wird         
         hoffentlich in einer spa:teren Version behoben werden.               
   3.22. Wieso wird mit der Fehler panic: cant mount root gemeldet, wenn ich  
         das System nach der Installation reboote?                            
         Dieser Fehler beruht auf Unstimmigkeiten zwischen den                
         Festplatteninformationen im Bootblock und denen im Kernel. Der       
         Fehler tritt normalerweise auf IDE-Systemen mit zwei Festplatten     
         auf, bei denen die Festplatten als Master- oder Single-Device auf    
         separaten IDE-Controllern angeschlossen sind und FreeBSD auf der     
         Platte am zweiten Controller installiert wurde. Der Bootblock        
         vermutet, dass das System auf ad0 (der zweiten BIOS-Platte)          
         installiert ist, wa:hrend der Kernel der ersten Platte auf dem       
         zweiten Controller die Gera:tekennung ad2 zuteilt. Der Kernel        
         versucht nach der Gera:teu:berpru:fung die vom Bootblock angenommene 
         Bootdisk ad0 zu mounten, obwohl sie in Wirklichkeit ad2 heisst - und 
         scheitert.                                                           
                                                                              
         Tun Sie folgendes, um dieses Problem zu beheben:                     
                                                                              
          1. Rebooten Sie das System und dru:cken Sie Enter, wenn die Meldung 
             Booting kernel in 10 seconds; hit [Enter] to interrupt           
             erscheint. Dadurch gelangen Sie in den Boot Loader.              
                                                                              
             Geben Sie nun set root_disk_unit="disk_number" ein. disk_number  
             hat den Wert 0, wenn FreeBSD auf dem Master des ersten           
             IDE-Controllers installiert wurde; 1, wenn FreeBSD auf dem Slave 
             des ersten IDE-Controllers installiert wurde; 2, wenn FreeBSD    
             auf dem Master des zweiten IDE-Controllers installiert wurde;    
             und 3, wenn FreeBSD auf dem Slave des zweiten IDE-Controllers    
             installiert wurde.                                               
                                                                              
             Nach der Eingabe von boot sollte Ihr System jetzt korrekt        
             starten.                                                         
                                                                              
             Damit Sie dieses Ritual nicht bei jedem Start des Systems        
             durchfu:hren mu:ssen, sollten Sie die Zeile                      
             root_disk_unit="disk_number" in die Datei                        
             /boot/loader.conf.local eintragen.                               
                                                                              
          2. Stellen Sie eine ununterbrochene Folge der Festplatten her,      
             indem Sie die FreeBSD-Platte am ersten IDE-Controller            
             anschliessen.                                                    
   3.23. Gibt es eine Hauptspeicherbegrenzung?                                
         Hauptspeicherbegrenzung sind von der verwendeten Plattform           
         abha:ngig. Bei einer i386(TM)-Standardinstallation werden maximal    
         4 GB Hauptspeicher unterstu:tzt, mehr Speicher ist mittels pae(4)    
         verfu:gbar. Lesen Sie dazu die Anleitung, um 4 GB oder mehr Speicher 
         auf i386(TM) zu verwenden.                                           
                                                                              
         FreeBSD/pc98 unterstu:tzt maximal 4 GB Hauptspeicher, daher kann PAE 
         auf diesen Systemen nicht verwendet werden. Sonstige von FreeBSD     
         unterstu:tzte Architekturen haben ein sehr viel ho:heres             
         theoretisches Speicherlimit (viele Terabytes).                       
   3.24. Wo liegen die Grenzen fu:r FFS-Dateisysteme?                         
         Theoretisch liegt das Limit fu:r FFS-Dateisysteme bei 8 Terabyte     
         (2 G-Blo:cke) oder 16 TB fu:r die Standard-Blockgro:sse von 8 KB. In 
         der Praxis setzt die Software das Limit auf 1 TB herab, aber durch   
         Modifikationen sind auch Dateisysteme mit 4 TB mo:glich (und         
         existieren auch).                                                    
                                                                              
         Die maximale Gro:sse einer einzelnen FFS-Datei liegt bei ungefa:hr   
         1 G Blo:cken (4 TB, falls die Blockgro:sse 4 KB betra:gt).           
                                                                              
         Tabelle 3.1. Maximale Dateigro:sse                                   
                                                                              
         +-----------------------------------------+                          
         | Blockgro:sse |   Geht    | Sollte Gehen |                          
         |--------------+-----------+--------------|                          
         | 4 KB         | > 4 GB    | 4 TB - 1     |                          
         |--------------+-----------+--------------|                          
         | 8 KB         | > 32 GB   | 32 TB - 1    |                          
         |--------------+-----------+--------------|                          
         | 16 KB        | > 128 GB  | 32 TB - 1    |                          
         |--------------+-----------+--------------|                          
         | 32 KB        | > 512 GB  | 64 TB - 1    |                          
         |--------------+-----------+--------------|                          
         | 64 KB        | > 2048 GB | 128 TB - 1   |                          
         +-----------------------------------------+                          
                                                                              
         Wenn die im Dateisystem verwendete Blockgro:sse 4 KB betra:gt, wird  
         mit dreifacher Indirektion gearbeitet und die Limitierung sollte     
         durch die ho:chste Blocknummer erfolgen, die mit dreifacher          
         Indirektion dargestellt werden kann (ungefa:hr                       
         10243 + 10242 + 1024). In Wirklichkeit liegt das Limit aber bei der  
         (falschen) Anzahl von 1 G - 1 Blocknummern im Dateisystem. Die       
         maximale Anzahl der Blocknummern mu:sste 2 G - 1 sein. Es gibt       
         einige Fehler fu:r Blocknummern nahe 2 G - 1, aber solche            
         Blocknummern sind bei einer Blockgro:sse von 4 KB unerreichbar.      
                                                                              
         Bei Blocknummern von 8 KB und gro:sser sollte das Limit bei 2 G - 1  
         Blocknummern liegen, tatsa:chlich liegt es aber bei 1 G - 1          
         Blocknummern. Die Verwendung der korrekten Grenze von 2 G - 1        
         verursacht Probleme.                                                 
   3.25. Wieso erhalte ich die Fehlermeldung archsw.readin.failed beim Start  
         des Systems, nachdem ich einen neuen Kernel erstellt habe?           
         Ihr System und Ihr Kernel sind nicht synchron - dies ist nicht       
         erlaubt. Sie mu:ssen Ihren Kernel mit make buildworld und make       
         buildkernel aktualisieren.                                           
                                                                              
         Sie ko:nnen den zu bootenden Kernel direkt im zweiten Schritt        
         angeben, indem Sie eine beliebige Taste dru:cken, wenn das |         
         erscheint und bevor der Loader startet.                              
   3.26. Mein System stu:rzt beim Booten ab! Was kann ich tun?                
         Deaktivieren Sie die ACPI-Unterstu:tzung. Dazu dru:cken Sie beim     
         Start des Bootloaders die Leertaste. Das System zeigt folgendes an:  
                                                                              
         OK                                                                   
                                                                              
         Geben Sie nun                                                        
                                                                              
         unset acpi_load                                                      
                                                                              
         und danach                                                           
                                                                              
         boot                                                                 
                                                                              
         ein.                                                                 

     ----------------------------------------------------------------------

   [1] In einer Mail von Keith Frechette <kfrechet@us.ibm.com>.

                      Kapitel 4. Hardware-Kompatibilita:t

   Inhaltsverzeichnis

   4.1. Allgemeines

   4.2. Hauptspeicher

   4.3. Architekturen und Prozessoren

   4.4. Festplatten, Bandlaufwerke, sowie CD- und DVD-Laufwerke

   4.5. Tastaturen und Ma:use

   4.6. Netzkarten und serielle Gera:te

   4.7. Soundkarten

   4.8. Sonstige Hardware

4.1. Allgemeines

   4.1.1. Ich will mir neue Hardware fu:r mein FreeBSD-System zulegen, was
   soll ich kaufen?

   4.1.1. Ich will mir neue Hardware fu:r mein FreeBSD-System zulegen, was    
          soll ich kaufen?                                                    
          Diese Frage wird sta:ndig auf den FreeBSD-Mailinglisten diskutiert. 
          Da sich die Hardware sta:ndig a:ndert, ist das allerdings keine     
          U:berraschung. Trotzdem sollten Sie unbedingt die                   
          Hardware-Informationen von FreeBSD (9.2 oder 8.4) und die Archive   
          der Mailinglisten durchsehen, bevor Sie nach der neuesten/besten    
          Hardware fragen. Normalerweise gab es kurz zuvor eine Diskussion    
          u:ber genau die Hardware, die Sie sich zulegen wollen.              
                                                                              
          Wenn Sie sich einen Laptop zulegen wollen, sollten Sie einen Blick  
          in das Archiv der Mailingliste FreeBSD laptop computer werfen.      
          Ansonsten empfiehlt sich ein Blick in das Archiv von FreeBSD        
          general questions oder auch einer spezialisierte Mailingliste fu:r  
          diese Art von Hardware.                                             

4.2. Hauptspeicher

   4.2.1. Unterstu:tzt FreeBSD mehr als 4 GB Speicher (RAM)? Mehr als 16 GB?
   Mehr als 48 GB?

   4.2.2. Warum zeigt FreeBSD weniger als 4 GB Speicher an, wenn es auf einer
   i386(TM) Maschine installiert wird?

   4.2.1. Unterstu:tzt FreeBSD mehr als 4 GB Speicher (RAM)? Mehr als 16 GB?  
          Mehr als 48 GB?                                                     
          Ja. Generell unterstu:tzt FreeBSD als Betriebssystem so viel        
          physischen Speicher (RAM), wie die Plattform auf der es la:uft.     
          Achten Sie darauf, dass verschiedene Plattformen unterschiedliche   
          Speichergrenzen besitzen. So wird z.B. i386(TM) ohne PAE ho:chstens 
          4 GB Speicher (normalerweise weniger als das wegen des              
          PCI-Addressraums), dagegen wird i386(TM) mit PAE ho:chstens 64 GB   
          Speicher bereitstellen. Momentan erha:ltliche AMD64 Plattformen     
          ko:nnen bis zu 1 TB physischen Speicher ansprechen.                 
   4.2.2. Warum zeigt FreeBSD weniger als 4 GB Speicher an, wenn es auf einer 
          i386(TM) Maschine installiert wird?                                 
          Der Gesamtadressraum betra:gt auf i386(TM) Maschinen 32-Bit, was    
          bedeutet, dass maximal 4 GB Speicher addressiert (verwaltet) werden 
          kann. Weiterhin sind viele Adressen in diesem Bereich von der       
          Hardware fu:r bestimmte Aufgaben reserviert, um z.B. PCI-Gera:te zu 
          benutzen und zu steuern, auf Videospeicher zuzugreifen und so       
          weiter. Aus diesem Grund ist die Gesamtmenge an Speicher, die vom   
          Betriebssystem fu:r den Kernel und Anwendungen verwendet werden     
          kann, auf wesentlich weniger als 4 GB begrenzt. Normalerweise sind  
          3.2 GB bis 3.7 GB das Maximum an verfu:gbarem Speicher in dieser    
          Konfiguration.                                                      
                                                                              
          Um auf mehr als 3.2 GB bis 3.7 GB des installierten Speichers (was  
          bis zu 4 GB, aber aber auch mehr als 4 GB bedeuten kann)            
          zuzugreifen, muss eine spezielle Manipulation, genannt PAE, benutzt 
          werden. PAE steht fu:r Physical Address Extension und ist eine      
          Mo:glichkeit fu:r 32-Bit x86-CPUs mehr als 4 GB Speicher zu         
          addressieren. Es organisiert den Speicher, der andererseits wegen   
          Addressreservierungen fu:r Hardwaregera:te oberhalb der 4 GB Grenze 
          liegt, um und benutzt diesen als zusa:tzlichen physischen Speicher  
          (lesen Sie dazu pae(4)). Der Einsatz von PAE ist mit ein paar       
          Nachteilen verbunden: diese Speicherzugriffsmethode ist ein         
          bisschen langsamer als die normale Methode (ohne PAE) und ladbare   
          Module (beschrieben in kld(4)) werden nicht unterstu:tzt. Das       
          bedeutet, dass alle Treiber in den Kernel eingebaut sein mu:ssen.   
                                                                              
          Die am ha:ufigsten verwendete Vorgehensweise, PAE zu aktivieren ist 
          die, einen neuen Kernel mit der speziell dafu:r vorgesehenen        
          Kernelkonfigurationsdatei, PAE genannt, zu bauen, die bereits so    
          eingestellt ist, dass ein funktionierender Kernel erstellt wird.    
          Beachten Sie, dass manche Eintra:ge in dieser                       
          Kernelkonfigurationsdatei zu konservativ eingestellt sind und dass  
          manche Treiber, die nicht fu:r den Einsatz mit PAE vorgesehen sind, 
          trotzdem funktionieren. Als Faustregel kann man sagen, dass wenn    
          der Treiber auf 64-Bit Architekturen (like AMD64) la:uft, er auch   
          mit PAE lauffa:hig ist. Wenn Sie ihre eigene                        
          Kernelkonfigurationsdatei erstellen mo:chten, ko:nnen Sie PAE       
          aktivieren, indem Sie die folgende Zeile zu ihrer Konfiguration     
          hinzufu:gen:                                                        
                                                                              
          options       PAE                                                   
                                                                              
          PAE wird heutzutage nicht sehr ha:ufig angewendet, da die Mehrzahl  
          an neuer x86-Hardware auch den Betrieb im 64-Bit Modus erlaubt,     
          auch als AMD64 oder Intel(R) 64 bekannt. Es hat viel mehr           
          Adressraum und beno:tigt solche Manipulationen nicht. FreeBSD       
          unterstu:tzt AMD64 und es wird empfohlen, diese FreeBSD Version     
          anstatt der i386(TM) Version einzusetzen, wenn 4 GB oder mehr       
          Speicher gebraucht werden.                                          

4.3. Architekturen und Prozessoren

   4.3.1. Unterstu:tzt FreeBSD neben x86 auch andere Architekturen?

   4.3.2. Unterstu:tzt FreeBSD Symmetric-Multiproccessing (SMP)?

   4.3.1. Unterstu:tzt FreeBSD neben x86 auch andere Architekturen?           
          Ja. FreeBSD ist zurzeit fu:r die Intel x86 und AMD64 Architekturen  
          verfu:gbar. Intel EM64T, IA-64, ARM(R), PowerPC(R) und SPARC64(R)   
          werden ebenfalls unterstu:tzt. Die Neuzuga:nge auf der Liste der in 
          Zukunft unterstu:tzten Plattformen sind MIPS(R) und S/390(R).       
          Abonnieren Sie die Mailingliste FreeBSD MIPS porting, wenn Sie mehr 
          u:ber den Stand der Entwicklung erfahren wollen. Schliessen Sie     
          sich der Mailingliste FreeBSD non-Intel platforms porting an, wenn  
          Sie an grundsa:tzlichen Diskussionen u:ber neue Architekturen       
          interessiert sind.                                                  
                                                                              
          Falls Ihre Maschine eine andere Architektur aufweist und Sie        
          unbedingt sofort etwas beno:tigen, schlagen wir vor, dass Sie sich  
          einmal NetBSD oder OpenBSD ansehen.                                 
   4.3.2. Unterstu:tzt FreeBSD Symmetric-Multiproccessing (SMP)?              
          Symmetric-Multiproccessing (SMP) Systeme werden generell von        
          FreeBSD unterstu:tzt, obwohl in manchen Fa:llen durch Fehler im     
          BIOS oder Mainboard Probleme auftreten.                             
                                                                              
          FreeBSD nutzt die Vorteile von HyperThreading (HTT) Unterstu:tzung  
          von Intel-Prozessoren, die diese Eigenschaft besitzen. Ein Kernel   
          mit der options SMP Zeile wird automatisch die zusa:tzlichen        
          logischen Prozessoren erkennen. Der Standard FreeBSD-Scheduler      
          behandelt die logischen Prozessoren auf die gleiche Weise wie       
          zusa:tzliche physische Prozessoren. Mit anderen Worten, es wird     
          nicht der Versuch unternommen, die Entscheidungen des Schedulers zu 
          optimieren, da sich die logischen Prozessoren innerhalb der         
          gleichen CPU die Ressourcen teilen. Weil diese naive Planung in     
          schlechterer Leistung resultieren kann, ist es unter Umsta:nden     
          hilfreich, die logischen Prozessoren u:ber die sysctl Variable      
          machdep.hlt_logical_cpus zu deaktivieren. Es ist auch mo:glich,     
          jede CPU in der Warteschleife mit der sysctl Variable               
          machdep.hlt_cpus anzuhalten. Weitere Informationen finden Sie in    
          der Manualpage smp(4).                                              

4.4. Festplatten, Bandlaufwerke, sowie CD- und DVD-Laufwerke

   4.4.1. Welche Arten von Festplatten werden von FreeBSD unterstu:tzt?

   4.4.2. Welche SCSI- oder SAS-Controller werden unterstu:tzt?

   4.4.3. Welche Arten von Bandlaufwerken werden unterstu:tzt?

   4.4.4. Unterstu:tzt FreeBSD Bandwechsler?

   4.4.5. Welche CD-ROM-Laufwerke werden von FreeBSD unterstu:tzt?

   4.4.6. Welche CD-Brenner werden von FreeBSD unterstu:tzt?

   4.4.1. Welche Arten von Festplatten werden von FreeBSD unterstu:tzt?       
          FreeBSD unterstu:tzt EIDE-, SATA-, SCSI- und SAS-Laufwerke (mit     
          kompatiblen Controllern - siehe folgenden Abschnitt), sowie alle    
          Laufwerke, die die original "Western Digital"-Schnittstelle (MFM,   
          RLL, ESDI und natu:rlich IDE) benutzen. Ein paar Controller mit     
          proprieta:ren Schnittstellen ko:nnten nicht laufen: halten Sie sich 
          an WD1002/3/6/7-Schnittstellen und Clones.                          
   4.4.2. Welche SCSI- oder SAS-Controller werden unterstu:tzt?               
          Sie finden eine vollsta:ndige und aktuelle Liste in den             
          Hardware-Informationen zu FreeBSD (9.2 oder 8.4).                   
   4.4.3. Welche Arten von Bandlaufwerken werden unterstu:tzt?                
          FreeBSD unterstu:tzt SCSI-, QIC-36- (mit QIC-02-Schnittstelle) und  
          QIC-40/80-Bandlaufwerke (diskettenbasiert). Hierzu geho:ren auch    
          8-mm (aka Exabyte) und DAT-Laufwerke. Die QIC-40/80-Laufwerke sind  
          bekanntlich sehr langsam.                                           
                                                                              
          Einige der fru:hen 8-mm-Laufwerke sind nicht besonders kompatibel   
          zu SCSI-2 und ko:nnten unter FreeBSD nicht einwandfrei              
          funktionieren.                                                      
   4.4.4. Unterstu:tzt FreeBSD Bandwechsler?                                  
          Das Gera:t ch(4) und das Kommando chio unterstu:tzen Bandwechsler.  
          Details zum Betrieb des Wechslers finden Sie in der Hilfeseite      
          chio(1).                                                            
                                                                              
          Falls Sie nicht AMANDA oder ein anderes Produkt benutzen, das den   
          Wechsler bereits kennt, bedenken Sie, dass die Programme nur        
          wissen, wie sie ein Band von einem Punkt zu einem anderen bewegen   
          mu:ssen. Sie selbst mu:ssen sich also merken, in welchem Einschub   
          sich ein Band befindet und zu welchem Einschub das Band, das sich   
          gerade im Laufwerk befindet, zuru:ck muss.                          
   4.4.5. Welche CD-ROM-Laufwerke werden von FreeBSD unterstu:tzt?            
          Jedes an einem unterstu:tzten Controller angeschlossene             
          SCSI-Laufwerk wird unterstu:tzt.                                    
   4.4.6. Welche CD-Brenner werden von FreeBSD unterstu:tzt?                  
          FreeBSD unterstu:tzt alle ATAPI-kompatiblen IDE CD-R und CD-RW      
          Brenner. Lesen Sie dazu auch burncd(8).                             
                                                                              
          FreeBSD unterstu:tzt ebenfalls SCSI CD-R und CD-RW Brenner.         
          Installieren und benutzen Sie das Paket cdrecord aus der            
          Ports-Sammlung. Dazu mu:ssen Sie allerdings das Gera:t pass mit in  
          Ihren Kernel aufnehmen.                                             

4.5. Tastaturen und Ma:use

   4.5.1. Unterstu:tzt FreeBSD meine Tastatur mit USB-Anschluss?

   4.5.2. Ich habe eine unu:bliche Busmaus. Wie muss ich sie konfigurieren?

   4.5.3. Wie benutze ich meine PS/2 ("Mouse-Port" oder "Tastatur")-Maus?

   4.5.4. Kann man die Maus irgendwie ausserhalb des X Window Systems
   benutzen?

   4.5.5. Wie funktioniert das Kopieren und Einfu:gen von Text mit der Maus
   auf einer Textkonsole?

   4.5.6. Meine Maus hat ein neumodisches Rad und mehr Kno:pfe. Kann ich sie
   in FreeBSD benutzen?

   4.5.7. Wie benutze ich Maus/Trackball/Touchpad auf meinem Laptop?

   4.5.8. Wie kann ich die Delete-Taste in der sh und csh einsetzen?

   4.5.1. Unterstu:tzt FreeBSD meine Tastatur mit USB-Anschluss?              
          Ja. FreeBSD unterstu:tzt USB-Tastaturen.                            
                                                                              
          Wenn Sie die Unterstu:tzung fu:r USB-Tastaturen konfiguriert haben, 
          ist die AT-Tastatur als /dev/kbd0 und die USB-Tastatur als          
          /dev/kbd1 verfu:gbar. Dies gilt natu:rlich nur, wenn beide          
          Tastaturen angeschlossen sind; falls nur die USB-Tastatur           
          angeschlossen ist, ist diese als /dev/ukbd0 verfu:gbar.             
                                                                              
          Wenn Sie die USB-Tastatur an der Systemkonsole benutzen wollen,     
          mu:ssen Sie dies dem System explizit mitteilen. Dazu muss das       
          folgende Kommando wa:hrend des Systemstarts ausgefu:hrt werden:     
                                                                              
          # kbdcontrol -k /dev/kbd1 < /dev/console > /dev/null                
                                                                              
          Wenn Sie nur die USB-Tastatur angeschlossen haben, ist diese als    
          /dev/ukbd0 verfu:gbar; daher muss in diesem Fall das folgende       
          Kommando benutzt werden:                                            
                                                                              
          # kbdcontrol -k /dev/ukbd0 < /dev/console > /dev/null               
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          Um diese A:nderung auch noch nach dem Neustarten verfu:gbar zu      
          haben, nehmen Sie den Eintrag keyboard="/dev/ukbd0" in die Datei    
          /etc/rc.conf auf.                                                   
                                                                              
          Sobald Sie diese Schritte durchgefu:hrt haben, sollte die           
          USB-Tastatur ohne weitere A:nderungen auch unter X benutzbar sei.   
                                                                              
          Benutzen Sie dieses Kommando, wenn Sie wieder zur Standardtastatur  
          wechseln wollen:                                                    
                                                                              
          # kbdcontrol -k /dev/kbd0 > /dev/null                               
                                                                              
          Um die gleichzeitige Verwendung der zweiten USB-Tastatur und der    
          AT-Tastatur auf der selben Konsole mittels des kbdmux(4) Treibers   
          zu ermo:glichen, geben Sie folgendes ein:                           
                                                                              
          # kbdcontrol -K < /dev/console > /dev/null                          
          # kbdcontrol -a atkbd0 < /dev/kbdmux0 > /dev/null                   
          # kbdcontrol -a ukbd1 < /dev/kbdmux0 > /dev/null                    
          # kbdcontrol -k /dev/kbdmux0 < /dev/console > /dev/null             
                                                                              
          Lesen Sie die ukbd(4), kbdcontrol(1) und kbdmux(4) Manualpages, um  
          weitere Informationen zu erhalten.                                  
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          Zurzeit kann es noch Probleme geben, wenn Sie eine USB-Tastatur im  
          laufenden Betrieb einstecken oder abziehen. Um Probleme zu          
          vermeiden, sollten Sie die Tastatur anschliessen, bevor Sie das     
          System anschalten und die Tastatur nicht abziehen, solange das      
          System noch la:uft.                                                 
   4.5.2. Ich habe eine unu:bliche Busmaus. Wie muss ich sie konfigurieren?   
          FreeBSD unterstu:tzt die Busmaus und InPort-Busmaus von Herstellern 
          wie Microsoft, Logitech und ATI. Der Gera:tetreiber ist im          
          GENERIC-Kernel allerdings nicht eingebunden. Wenn Sie den           
          Bus-Gera:tetreiber beno:tigen, mu:ssen Sie daher einen angepassten  
          Kernel erstellen. Dazu fu:gen Sie die folgende Zeile in Ihre        
          Kernelkonfigurationsdatei ein:                                      
                                                                              
          device mse0 at isa? port 0x23c irq5                                 
                                                                              
          Die Busmaus wird u:blicherweise zusammen mit einer speziellen Karte 
          ausgeliefert. Sie ko:nnte es Ihnen ermo:glichen, andere Werte fu:r  
          die Port-Adresse und den Interrupt zu setzen. Weitere Informationen 
          finden Sie in Handbuch zu Ihrer Maus und in der mse(4) Manualpage.  
   4.5.3. Wie benutze ich meine PS/2 ("Mouse-Port" oder "Tastatur")-Maus?     
          PS/2 Ma:use werden von FreeBSD unterstu:tzt. Der notwendige         
          Gera:tetreiber, psm, ist bereits im GENERIC-Kernel enthalten.       
                                                                              
          Wenn Sie einen angepassten Kernel ohne diesen Treiber benutzen,     
          mu:ssen Sie folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei        
          einfu:gen und den Kernel neu kompilieren:                           
                                                                              
          device psm0 at atkbdc? irq 12                                       
                                                                              
          Wenn der Kernel das Gera:t psm0 beim Booten korrekt erkennt,        
          stellen Sie sicher, dass sich im Verzeichnis /dev ein Eintrag fu:r  
          psm0 befindet.                                                      
   4.5.4. Kann man die Maus irgendwie ausserhalb des X Window Systems         
          benutzen?                                                           
          Falls Sie den normalen Konsolentreiber syscons(4) benutzen, ko:nnen 
          Sie den Mauszeiger auf Textkonsolen zum Kopieren und Einfu:gen von  
          Text verwenden. Starten Sie den Mausda:mon moused(8) und schalten   
          Sie den Mauszeiger auf der virtuellen Konsole ein:                  
                                                                              
          # moused -p /dev/xxxx -t yyyy                                       
          # vidcontrol -m on                                                  
                                                                              
          xxxx ist der Gera:tename der Maus und yyyy ist das Protokoll. Der   
          Mausda:mon erkennt die Protokolle der meisten Ma:use (mit Ausnahme  
          alter serieller Ma:use) automatisch, wenn Sie auto fu:r das         
          Protokoll angeben. Falls das Protokoll nicht automatisch erkannt    
          wird, finden Sie die unterstu:tzten Protokolle in der moused(8)     
          Manualpage.                                                         
                                                                              
          Wenn Sie eine PS/2-Maus besitzen und diese beim Systemstart         
          aktivieren wollen, tragen Sie die Zeile moused_enable="YES" in die  
          Datei /etc/rc.conf ein. Falls Sie den Mausda:mon auf allen          
          virtuellen Bildschirmen anstatt nur auf der Konsole benutzen        
          wollen, tragen Sie ausserdem allscreens_flags="-m on" in            
          /etc/rc.conf ein.                                                   
                                                                              
          Wa:hrend der Mausda:mon la:uft, muss der Zugriff auf die Maus       
          zwischen dem Mausda:mon und anderen Programmen, wie X Windows,      
          koordiniert werden. Die FAQ Warum funktioniert meine meine Maus     
          unter X nicht? entha:lt weitere Details.                            
   4.5.5. Wie funktioniert das Kopieren und Einfu:gen von Text mit der Maus   
          auf einer Textkonsole?                                              
          Wenn Sie es geschafft haben, den Mausda:mon zu starten (wie im      
          vorherigen Abschnitt gezeigt), halten Sie die linke Maustaste       
          gedru:ckt und bewegen Sie die Maus, um einen Textabschnitt zu       
          markieren. Dann dru:cken Sie die mittlere Maustaste, um den Text an 
          der Cursorposition einzufu:gen.                                     
                                                                              
          Wenn Sie keine 3-Tasten-Maus besitzen, ko:nnen Sie die mittlere     
          Maustaste mit einer Tastenkombination emulieren oder die Funktion   
          der mittleren Taste auf eine andere Taste legen. Einzelheiten dazu  
          entha:lt die Hilfeseite moused(8).                                  
   4.5.6. Meine Maus hat ein neumodisches Rad und mehr Kno:pfe. Kann ich sie  
          in FreeBSD benutzen?                                                
          Unglu:cklicherweise lautet die Antwort: "Vielleicht". Solche Ma:use 
          mit zusa:tzlichen Extras erfordern in den meisten Fa:llen spezielle 
          Treiber. Wenn der Gera:tetreiber fu:r die Maus oder das             
          Anwendungsprogramm keine spezielle Unterstu:tzung fu:r die Maus     
          bietet, wird sie sich wie eine gewo:hnliche Maus mit zwei oder drei 
          Kno:pfen verhalten.                                                 
                                                                              
          Ob und wie Sie das Rad unter X benutzen ko:nnen, ko:nnen Sie im     
          passenden Abschnitt der FAQ erfahren.                               
   4.5.7. Wie benutze ich Maus/Trackball/Touchpad auf meinem Laptop?          
          Bitte lesen Sie die Antwort zur vorherigen Frage.                   
   4.5.8. Wie kann ich die Delete-Taste in der sh und csh einsetzen?          
          Fu:r die Bourne Shell fu:gen Sie die folgende Zeile in die Datei    
          .shrc ein (lesen Sie dazu auch die Manualpages sh(1) sowie          
          editrc(5)).                                                         
                                                                              
          bind ^? ed-delete-next-char # for console                           
          bind ^[[3~ ed-delete-next-char # for xterm                          
                                                                              
          Fu:r die C Shell nehmen Sie hingegen die folgende Zeile in die      
          Datei .cshrc auf (lesen Sie dazu auch die Manualpage csh(1)).       
                                                                              
          bindkey ^? delete-char # for console                                
          bindkey ^[[3~ delete-char # for xterm                               
                                                                              
          Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich auch hier.        

4.6. Netzkarten und serielle Gera:te

   4.6.1. Welche Netzwerkkarten unterstu:tzt FreeBSD?

   4.6.2. Gibt es einen FreeBSD-Treiber fu:r die Karten der Serie 43xx von
   Broadcom?

   4.6.3. Welche seriellen Multi-Port-Karten werden von FreeBSD unterstu:tzt?

   4.6.4. Wie kann ich den boot:-Prompt auf einer seriellen Konsole
   erscheinen lassen?

   4.6.1. Welche Netzwerkkarten unterstu:tzt FreeBSD?                         
          In den Hardware Informationen zu jedem FreeBSD Release werden die   
          unterstu:tzten Karten aufgeza:hlt.                                  
   4.6.2. Gibt es einen FreeBSD-Treiber fu:r die Karten der Serie 43xx von    
          Broadcom?                                                           
          Ja. Zahlreiche Broadcom 43xx-Karten werden von den Treibern bwn(4)  
          sowie bwi(4) unterstu:tzt.                                          
   4.6.3. Welche seriellen Multi-Port-Karten werden von FreeBSD unterstu:tzt? 
          Es existiert eine Liste der unterstu:tzten Karten im Abschnitt      
          Serielle Datenu:bertragung des Handbuchs.                           
                                                                              
          Von einigen NoName-Nachbauten ist ebenfalls bekannt, dass sie       
          funktionieren, speziell von den AST-kompatiblen.                    
                                                                              
          In sio(4) finden Sie weitere Informationen zur Konfiguration        
          solcher Karten.                                                     
   4.6.4. Wie kann ich den boot:-Prompt auf einer seriellen Konsole           
          erscheinen lassen?                                                  
          Lesen Sie diesen Abschnitt des Handbuchs.                           

4.7. Soundkarten

   4.7.1. Welche Soundkarten werden von FreeBSD unterstu:tzt?

   4.7.2. Abhilfen fu:r fehlenden Sound bei Verwendung des pcm(4)-Treibers?

   4.7.1. Welche Soundkarten werden von FreeBSD unterstu:tzt?                 
          FreeBSD unterstu:tzt verschiedene Soundkarten. Lesen Sie die        
          FreeBSD Release Informationen sowie snd(4), wenn Sie genauere       
          Informationen beno:tigen. MPU-401 und kompatible MIDI-Karten werden 
          begrenzt unterstu:tzt. Ebenso unterstu:tzt werden Karten, die der   
          Microsoft(R) Sound System-Spezifikation entsprechen.                
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          Das gilt nur fu:r Sound! Dieser Treiber unterstu:tzt keine CD-ROMs, 
          SCSI oder Joysticks auf diesen Karten, ausser der SoundBlaster(R).  
          Die SoundBlaster(R)-SCSI-Schnittstelle und einige                   
          Nicht-SCSI-CD-ROMs werden unterstu:tzt, Sie ko:nnen von diesen      
          Gera:ten aber nicht booten.                                         
   4.7.2. Abhilfen fu:r fehlenden Sound bei Verwendung des pcm(4)-Treibers?   
          Einige Soundkarten setzen die Lautsta:rke bei jedem Systemstart auf 
          0. In diesem Fall mu:ssen Sie nach jedem Bootvorgang den folgenden  
          Befehl ausfu:hren:                                                  
                                                                              
          # mixer pcm 100 vol 100 cd 100                                      

4.8. Sonstige Hardware

   4.8.1. Unterstu:tzt FreeBSD Power-Management auf meinem Laptop?

   4.8.2. Wie kann ich ACPI deaktivieren?

   4.8.3. Wieso ha:ngt sich mein Micron-System beim Booten auf?

   4.8.4. Wenn ich ein System mit einem ASUS K7V Mainboard von der
   Bootdiskette starte, ha:ngt sich das System auf. Wie kann ich dieses
   Problem lo:sen?

   4.8.5. Warum arbeitet meine 3Com(R) PCI-Netzwerkkarte in meinem
   Micron-Computer nicht?

   4.8.1. Unterstu:tzt FreeBSD Power-Management auf meinem Laptop?            
          FreeBSD unterstu:tzt APM auf einigen Systemen. Lesen Sie dazu auch  
          apm(4).                                                             
                                                                              
          FreeBSD unterstu:tzt einen Grossteil der ACPI-Funktionen moderner   
          Hardware. Lesen Sie dazu auch acpi(4). Unterstu:tzt Ihr System      
          sowohl APM als auch ACPI, ko:nnen Sie beide Systeme testen und sich 
          fu:r das System entscheiden, das Ihren Anforderungen am besten      
          entspricht.                                                         
   4.8.2. Wie kann ich ACPI deaktivieren?                                     
          Fu:gen Sie die Zeile                                                
                                                                              
          hint.acpi.0.disabled="1"                                            
                                                                              
          in die Datei /boot/device.hints ein.                                
   4.8.3. Wieso ha:ngt sich mein Micron-System beim Booten auf?               
          Lesen Sie die vorherige Antwort.                                    
   4.8.4. Wenn ich ein System mit einem ASUS K7V Mainboard von der            
          Bootdiskette starte, ha:ngt sich das System auf. Wie kann ich       
          dieses Problem lo:sen?                                              
          Schalten Sie im BIOS die Option "boot virus protection" aus.        
   4.8.5. Warum arbeitet meine 3Com(R) PCI-Netzwerkkarte in meinem            
          Micron-Computer nicht?                                              
          Einige Micron Motherboards besitzen eine nicht-konforme             
          PCI-BIOS-Implementierung, die die PCI-Gera:te nicht an den          
          angegebenen Adressen konfiguriert. Hierdurch entstehen Probleme,    
          wenn FreeBSD bootet.                                                
                                                                              
          Deaktivieren Sie die Option "Plug and Play Operating System" im     
          BIOS, um das Problem zu umgehen.                                    

                           Kapitel 5. Fehlerbehebung

   5.1. Warum zeigt FreeBSD eine falsche Speichergro:sse auf i386(TM)
   Hardware an?

   5.2. Was sollte ich tun, wenn auf meiner Festplatte fehlerhafte Blo:cke
   sind?

   5.3. Wieso wird der SCSI-Controller meines HP Netserver nicht erkannt?

   5.4. Was bedeuten die sta:ndigen Meldungen ed1: timeout?

   5.5. Warum funktioniert meine 3Com(R) 3C509 plo:tzlich nicht mehr?

   5.6. Mein an der parallel Schnittstelle angeschlossener Drucker ist
   unglaublich langsam. Was kann ich tun?

   5.7. Wieso brechen meine Programme gelegentlich mit Signal 11-Fehlern ab?

   5.8. Mein System stu:rzt mit der Meldung Fatal trap 12: page fault in
   kernel mode oder panic: ab und gibt eine Menge zusa:tzlicher Informationen
   aus. Was kann ich tun?

   5.9. Wieso wird beim Booten der Bildschirm schwarz und reagiert nicht
   mehr?

   5.10. Wieso verwendet FreeBSD nur 64 MB Hauptspeicher, obwohl in meinem
   Rechner 128 MB sind?

   5.11. Ich habe mehr als 1 GB RAM. Trotzdem stu:rzt mein System mit der
   Meldung kmem_map too small ab. Was la:uft hier schief?

   5.12. Ich habe weniger als 1 GB Hauptspeicher. Dennoch stu:rzt mein System
   mit der Meldung kmem_map too small ab!

   5.13. Wieso erhalte ich die Meldung kernel: proc: table is full?

   5.14. Wieso erhalte ich die Meldung CMAP busy panic, wenn ich mein System
   mit einem neuen Kernel starte?

   5.15. Was soll mir die Meldung ahc0: brkadrint, Illegal Host Access at
   seqaddr 0x0 sagen?

   5.16. Wenn ich mein System starte, erhalte ich die Meldung ahc0: illegal
   cable configuration, obwohl die Verkabelung korrekt ist. Woran liegt das?

   5.17. Wieso meldet sendmail mail loops back to myself?

   5.18. Wieso funktionieren bildschirmorientierte Anwendungen beim Zugriff
   u:ber ein Netzwerk nicht richtig?

   5.19. Warum wird meine PnP-Karte nicht (oder nur noch als unknown)
   erkannt?

   5.20. Warum erhalte ich die Meldung nlist failed, wenn ich Programme wie
   top oder systat benutze?

   5.21. Wieso dauert es so lange, bis eine Verbindung (ssh(1) oder
   telnet(1)) aufgebaut wird?

   5.22. Was bedeutet stray IRQ?

   5.23. Warum sehe ich in der Ausgabe von dmesg(8) ha:ufig die Meldung file:
   table is full?

   5.24. Warum werden sta:ndig Meldungen wie calcru: negative runtime oder
   calcru: runtime went backwards auf die Konsole geschrieben?

   5.25. Warum ist die Uhrzeit auf meinem Computer immer falsch?

   5.26. Warum erkennt mein Laptop PC-Cards nicht?

   5.27. Wieso ha:ngt sich FreeBSD nach dem BIOS-Bildschirm mit der Meldung
   Read error auf?

   5.28. Ein anderes Betriebssystem hat meinen Bootmanager zersto:rt. Wie
   kann ich ihn wiederherstellen?

   5.29. Was soll mir die Meldung swap_pager: indefinite wait buffer: sagen?

   5.30. Was sind UDMA ICRC Fehler und wie behebe ich sie?

   5.31. Was ist ein lock order reversal?

   5.32. Warum erhalte ich die Meldung Called ... with the following
   non-sleepable locks held?

   5.33. Warum bricht buildworld/installworld mit der Meldung touch: not
   found ab?

5.1.  Warum zeigt FreeBSD eine falsche Speichergro:sse auf i386(TM) Hardware an?               
      Das liegt sehr wahrscheinlich an den Unterschieden zwischen physikalischen und           
      virtuellen Speicheraddressen.                                                            
                                                                                               
      Bei moderner PC-Hardware ist es u:blich, den Speicherbereich zwischen 3,5 und 4 Gigabyte 
      fu:r spezielle Aufgaben (normalerweise fu:r PCI) zu reservieren. Dieser Adressbereich    
      wird dabei dazu verwendet, um auf PCI-Hardware zuzugreifen. Dadurch kann in diesem       
      Speicherbereich kein physikalischer Speicher verwaltet werden.                           
                                                                                               
      Was mit dem in diesen Bereich geho:renden physikalischen Speicher passiert, ha:ngt von   
      der von Ihnen eingesetzten Hardware ab. Unglu:cklicherweise gibt es noch immer Hardware, 
      die hier gar nichts macht. In diesem Fall ist Ihr System nicht in der Lage, auf diese    
      500 Megabyte des RAMs zuzugreifen.                                                       
                                                                                               
      Ein Grossteil der heute existierenden Hardware ist aber inzwischen in der Lage, diesen   
      Speicherbereich in einen ho:heren Speicherbereich umzulenken, damit Sie weiterhin darauf 
      zugreifen ko:nnen. Allerdings kann es durch dieses Umlenken zu verwirrende Meldungen     
      wa:hrend des Systemstarts kommen.                                                        
                                                                                               
      Unter 32-Bit-Versionen von FreeBSD scheint dieser Speicherbereich nicht verfu:gbar zu    
      sein, da er in einen Bereich oberhalb von 4 Gigabyte u:bertragen wurde, auf den ein      
      32-Bit-Kernel allerdings nicht zugreifen kann. Ist dies bei Ihnen der Fall, mu:ssen Sie  
      die PAE-Unterstu:tzung in Ihren Kernel kompilieren. Lesen Sie dazu auch die              
      entsprechenden Eintra:ge u:ber Speicherbegrenzungen und unterschiedliche                 
      Speicherbegrenzungen auf verschiedenen Plattformen.                                      
                                                                                               
      Verwenden Sie hingegen eine 64-Bit-Version von FreeBSD oder einen 32-Bit-Kernel mit      
      aktivierter PAE-Unterstu:tzung, ist FreeBSD in der Lage, diesen Speicherbereich korrekt  
      zu erkennen und umzulenken, damit Sie weiterhin darauf zugreifen ko:nnen. Allerdings     
      wird, aufgrund der beschriebenen Umbelegung, in diesem Fall beim Systemstart mehr        
      Speicher angezeigt, als tatsa:chlich auf Ihrem System vorhanden ist. Dies ist aber       
      normal und wird nach dem Ende des Systemstarts automatisch korrigiert.                   
5.2.  Was sollte ich tun, wenn auf meiner Festplatte fehlerhafte Blo:cke sind?                 
      SCSI-Laufwerke sollten in der Lage sein, diese automatisch zu verlagern. Bei einigen     
      Laufwerken ist diese Eigenschaft jedoch aus unerfindlichen Gru:nden bei der Auslieferung 
      ausgeschaltet...                                                                         
                                                                                               
      Um sie einzuschalten, mu:ssen Sie den Page-Mode des ersten Gera:tes editieren. Unter     
      FreeBSD ko:nnen Sie das (als root) mit folgendem Befehl tun                              
                                                                                               
      # camcontrol modepage sd0 -m 1 -e -P 3                                                   
                                                                                               
      und die Werte fu:r AWRE und ARRE von 0 auf 1 a:ndern:                                    
                                                                                               
      AWRE (Auto Write Reallocation Enbld):  1                                                 
      ARRE (Auto Read Reallocation Enbld):  1                                                  
                                                                                               
                                                                                               
      Moderne IDE-Controller sind in der Lage, fehlerhafte Blo:cke automatisch zu verlagern.   
      Diese Funktionen sind bereits ab Werk aktiviert.                                         
                                                                                               
      Werden dennoch fehlerhafte Blo:cke gemeldet (egal auf welchem Laufwerk), sollten Sie     
      u:ber den Kauf einer neuen Platte nachdenken. Zwar ko:nnte es Ihnen mit                  
      Diagnoseprogrammen des Plattenherstellers gelingen, diese fehlerhaften Blo:cke zu        
      sperren. Allerdings ko:nnen Sie damit den endgu:ltigen Ausfall der Platte bestenfalls    
      hinauszo:gern.                                                                           
5.3.  Wieso wird der SCSI-Controller meines HP Netserver nicht erkannt?                        
      Hierbei handelt es sich um ein bekanntes Problem. Der auf dem Board befindliche          
      EISA-SCSI-Controller auf dem HP Netserver belegt die EISA-Slotnummer 11, wodurch sich    
      alle "wirklichen" EISA-Slots vor ihm befinden. Leider kollidiert der Adressraum von      
      EISA-Slots >=10 mit dem Adressraum, der PCI zugeordnet ist und die Autokonfiguration von 
      FreeBSD kann mit dieser Situation derzeit nicht besonders gut umgehen.                   
                                                                                               
      Die einfachste Alternative ist, diese Kollision einfach zu leugnen. Setzen Sie dazu die  
      Kerneloption EISA_SLOTS auf den Wert 12. Konfigurieren und kompilieren Sie den Kernel,   
      wie im Handbucheintrag zur Kernelkonfiguration beschrieben.                              
                                                                                               
      Dies bringt Ihnen natu:rlich das klassische Huhn-Ei-Problem, wenn Sie auf einer solchen  
      Maschine installieren wollen. Um dieses Problem zu umgehen, existiert ein spezieller     
      Hack in UserConfig. Benutzen Sie nicht die "visuelle" Schnittstelle, sondern die rohe    
      Kommandozeilenschnittstelle. Geben Sie einfach den folgenden Befehl am Prompt ein und    
      Sie ko:nnen Ihr System ganz normal installieren:                                         
                                                                                               
      eisa 12                                                                                  
      quit                                                                                     
                                                                                               
                                                                                               
      Sie sollten auf jeden Fall einen angepassten Kernel zu kompilieren und installieren.     
                                                                                               
      Zuku:nftige Versionen werden hoffentlich eine passende Lo:sung fu:r dieses Problem       
      beinhalten.                                                                              
                                                                                               
        Anmerkung:                                                                             
                                                                                               
      Sie ko:nnen keine dangerously dedicated Platte auf einem HP Netserver verwenden. Lesen   
      Sie weitere Informationen finden Sie in diesem Hinweis.                                  
5.4.  Was bedeuten die sta:ndigen Meldungen ed1: timeout?                                      
      Dies wird meistens durch einen Interruptkonflikt verursacht (z.B., wenn zwei Karten den  
      selben Interrupt benutzen). Booten Sie mit der Option -c und a:ndern Sie die Eintra:ge   
      zu ed0/de0/... (d.h. Ihrem Board entsprechend).                                          
                                                                                               
      Wenn Sie den BNC-Anschluss Ihrer Netzwerkkarte benutzen, ko:nnte es auch sein, dass es   
      sich Gera:te-Timeouts aufgrund fehlerhafter Terminierung handelt. Um dies zu             
      u:berpru:fen, verbinden Sie einen Terminator direkt mit der Netzwerkkarte (ohne Kabel)   
      und beobachten Sie, ob die Fehlermeldungen verschwinden.                                 
                                                                                               
      Einige NE2000 kompatible Karten melden diesen Fehler, wenn keine Verbindung am           
      UTP-Eingang existiert oder wenn das Kabel nicht eingesteckt ist.                         
5.5.  Warum funktioniert meine 3Com(R) 3C509 plo:tzlich nicht mehr?                            
      Diese Karte ist dafu:r beru:chtigt, ihre Konfiguration zu vergessen. Sie mu:ssen die     
      Karte mit dem DOS-Programm 3c5x9.exe neu konfigurieren.                                  
5.6.  Mein an der parallel Schnittstelle angeschlossener Drucker ist unglaublich langsam. Was  
      kann ich tun?                                                                            
      Falls das einzige Problem ist, dass er schrecklich langsam ist, dann sollte Sie          
      versuchen, die Kommunikationseinstellungen der parallelen Schnittstellen zu a:ndern, wie 
      es im Kapitel Drucken des Handbuchs beschrieben ist.                                     
5.7.  Wieso brechen meine Programme gelegentlich mit Signal 11-Fehlern ab?                     
      Das Signal 11 wird generiert, wenn ein Prozess versucht, auf Speicher zuzugreifen,       
      obwohl er vom Betriebssystem dazu nicht befugt wurde. Wenn Ihnen das scheinbar zufa:llig 
      immer wieder passiert, sollten Sie der Sache einmal auf der Grund gehen.                 
                                                                                               
      Das Problem hat in der Regel eine der folgenden Ursachen:                                
                                                                                               
       1. Wenn das Problem nur in einer bestimmten Anwendung auftritt, die Sie selbst          
          entwickeln, dann ist es wahrscheinlich ein Fehler in Ihren Sourcen.                  
                                                                                               
       2. Wenn das Problem in einem Teil von FreeBSD auftritt, ko:nnte es natu:rlich auch ein  
          Fehler sein; aber in den meisten Fa:llen werden diese Probleme gefunden und behoben, 
          bevor die typischen Leser der FAQ (wir) diese Teile der Sourcen benutzen ko:nnen     
          (dafu:r gibt es schliesslich -CURRENT).                                              
                                                                                               
      Wenn der Fehler auftritt, wenn Sie ein Programm compilieren aber dabei immer wieder an   
      anderer Stelle auftritt, dann ist das ein ganz eindeutiger Hinweis, dass das Problem     
      nicht bei FreeBSD liegt.                                                                 
                                                                                               
      Nehmen wir zum Beispiel an, dass Sie make buildworld ausfu:hren und die Compilierung von 
      ls.c in ls.o abbricht. Wenn Sie nochmal make buildworld durchfu:hren und die             
      Compilierung an der gleichen Stelle abbricht, handelt es sich um einen Fehler in den     
      Sourcen. Aktualisieren Sie Ihre Sourcen und versuchen Sie es noch einmal. Wenn der       
      Fehler jedoch an einer anderen Stelle auftritt, liegt das Problem mit an Sicherheit      
      grenzender Wahrscheinlichkeit bei Ihrer Hardware.                                        
                                                                                               
      Was Sie tun sollten:                                                                     
                                                                                               
      Im ersten Fall ko:nnen Sie einen Debugger wie z.B. gdb(1) benutzen, um die Stelle im     
      Programm zu finden, an der auf eine falsche Adresse zugegriffen wird und danach den      
      Fehler beheben.                                                                          
                                                                                               
      Im zweiten Fall mu:ssen Sie sicherstellen, dass das Problem nicht von Ihrer Hardware     
      verursacht wird.                                                                         
                                                                                               
      Typische Ursachen dafu:r sind unter anderem:                                             
                                                                                               
       1. Es ko:nnte sein, dass Ihren Festplatten zu warm werden: U:berpru:fen Sie, ob die     
          Lu:fter in Ihrem Geha:use noch funktionieren, damit Ihre Festplatten (und andere     
          Hardware) nicht heisslaufen.                                                         
                                                                                               
       2. Der Prozessor u:berhitzt, weil Sie Ihn u:bertaktet haben oder der CPU-Ku:hler        
          ausgefallen ist. Sie mu:ssen sicherstellen, dass Sie Ihre Hardware unter den         
          Bedingungen betreiben, fu:r die sie spezifiziert ist, zumindest wa:hrend Sie         
          versuchen, das Problem zu lo:sen. Mit anderen Worten: Betreiben Sie Ihre CPU mit der 
          normalen Taktfrequenz.                                                               
                                                                                               
          Wenn Sie u:bertakten, sollten Sie daran denken, dass ein langsames System deutlich   
          billiger ist als ein defektes System. Die grosse Masse hat nicht sehr ha:ufig        
          Mitgefu:hl mit Problemen bei u:bertakteten System, auch wenn Sie es fu:r             
          ungefa:hrlich halten.                                                                
                                                                                               
       3. Unzuverla:ssiger Speicher: Wenn Sie mehr als ein SIMM/DIMM installiert haben,        
          sollten Sie sie alle ausbauen und die Maschine testweise mit jedem SIMM oder DIMM    
          einzeln betreiben. So ko:nnen Sie feststellen, ob die Ursache ein einzelnes          
          SIMM/DIMM oder auch eine Kombination von Modulen ist.                                
                                                                                               
       4. Zu optimistische Einstellung des Mainboards: In Ihrem BIOS und mit den Jumpern auf   
          dem Mainboard ko:nnen Sie diverse Timings a:ndern. In den meisten Fa:llen reichen    
          die Defaults aus, aber manchmal kann es durch zu wenig wait states, die Einstellung  
          "RAM Speed: Turbo" oder a:hnliches zu merkwu:rdigen Problemen kommen. Ein mo:glicher 
          Ansatz ist, die BIOS defaults zu laden, allerdings ko:nnte es sinnvoll sein, die     
          aktuellen Einstellungen vorher zu notieren.                                          
                                                                                               
       5. Schlechte oder fehlerhafte Stromversorgung des Mainboards: Wenn Sie unbenutzte       
          Steckkarten, Platten oder CD-ROMs in Ihrem System haben, sollten Sie sie testweise   
          ausbauen oder die Stromversorgung abziehen. Dadurch ko:nnen Sie pru:fen, ob Ihr      
          Netzteil eventuell mit einer geringeren Last besser zurechtkommt. Sie ko:nnen auch   
          testweise ein anderes, am besten ein leistungsfa:higeres, Netzteil ausprobieren.     
          Wenn Sie zurzeit ein 250 W-Netzteil benutzen, sollten Sie testweise ein              
          300 W-Netzteil einbauen.                                                             
                                                                                               
      Die sollten ebenfalls die SIG11 FAQ (unten aufgefu:hrt) lesen, da sie gute Erkla:rungen  
      fu:r alle diese Probleme entha:lt (allerdings aus Linux(R)-Sicht). Sie erkla:rt          
      ebenfalls, warum sowohl Programme als auch Gera:te zur Speicherpru:fung fehlerhaften     
      Speicher teilweise nicht erkennen.                                                       
                                                                                               
      Wenn alle diese Schritte nicht helfen, ist es mo:glich, dass Sie einen Fehler in FreeBSD 
      gefunden haben. Folgen Sie einfach den Anweisungen fu:r die Erstellung eines Problem     
      Reports.                                                                                 
                                                                                               
      Es existiert eine ausfu:hrliche FAQ hierzu unter der SIG11-Problem-FAQ.                  
5.8.  Mein System stu:rzt mit der Meldung Fatal trap 12: page fault in kernel mode oder panic: 
      ab und gibt eine Menge zusa:tzlicher Informationen aus. Was kann ich tun?                
      Die Entwickler von FreeBSD interessieren sich fu:r solchen Meldungen, allerdings         
      brauchen Sie deutlich mehr Informationen als die, die Ihnen angezeigt werden. Kopieren   
      Sie die komplette Meldungen und lesen Sie nun den FAQ-Eintrag u:ber kernel panics.       
      Erzeugen sie einen Kernel mit den zusa:tzlichen Daten zur Fehlersuche, und dann einen    
      backtrace. Das ho:rt sich komplizierter an, als es ist. Sie brauchen keine               
      Programmier-Erfahrung, Sie mu:ssen einfach nur den Anweisungen folgen.                   
5.9.  Wieso wird beim Booten der Bildschirm schwarz und reagiert nicht mehr?                   
      Dies ist ein bekanntes Problem mit der ATI Mach64 Videokarte. Das Problem besteht darin, 
      dass diese Karte die Adresse 2e8 benutzt und die vierte serielle Schnittstelle           
      ebenfalls. Aufgrund eines Fehlers (einer Besonderheit?) im sio(4)-Treiber wird diese     
      Schnittstelle angesprochen, auch wenn Sie gar keine vierte serielle Schnittstelle        
      besitzen und sogar, wenn Sie sio3 (die vierte Schnittstelle), die normalerweise diese    
      Adresse verwendet, deaktivieren.                                                         
                                                                                               
      Bis der Fehler behoben ist, ko:nnen Sie folgende Abhilfe verwenden:                      
                                                                                               
       1. Geben Sie am Bootprompt -c ein. (Dies bringt den Kernel in den Konfigurationsmodus). 
                                                                                               
       2. Deaktivieren Sie sio0, sio1, sio2 und sio3 (alle). Auf diese Weise wird der          
          sio(4)-Treiber nicht aktiviert und das Problem tritt nicht mehr auf.                 
                                                                                               
       3. Geben Sie exit ein, um den Bootvorgang fortzusetzen.                                 
                                                                                               
      Falls sie in der Lage sein wollen Ihre seriellen Schnittstellen zu benutzen, mu:ssen Sie 
      einen neuen Kernel mit folgenden Modifikationen erstellen: suchen Sie in                 
      /usr/src/sys/sio/sio.c (oder in /usr/src/sys/pc98/cbus/sio.c fu:r pc98) nach der         
      Zeichenkette 0x2e8 und lo:schen Sie sie und das vorhergehende Komma (nicht das folgende  
      Komma). Nun folgen Sie der normalen Prozedur zur Erstellung eines neuen Kernels.         
5.10. Wieso verwendet FreeBSD nur 64 MB Hauptspeicher, obwohl in meinem Rechner 128 MB sind?   
      Aufgrund der Art und Weise, wie FreeBSD die Hauptspeichergro:sse vom BIOS mitgeteilt     
      bekommt, kann es lediglich 16-Bit Werte in kByte-Gro:sse (65535 kByte = 64 MB) erkennen  
      (oder weniger... einige BIOSe setzen die Hauptspeichergro:sse auf 16 MB). Falls Sie mehr 
      als 64 MB besitzen, wird FreeBSD versuchen, das zu erkennen, was aber nicht immer        
      funktioniert.                                                                            
                                                                                               
      Um dieses Problem zu umgehen, mu:ssen Sie die untenstehende Kerneloption verwenden. Es   
      gibt einen Weg, vollsta:ndige Hauptspeicherinformationen vom BIOS zu erhalten, aber in   
      den Bootblo:cken ist nicht genu:gend Platz dafu:r vorhanden. Wenn der Platzmangel in den 
      Bootblo:cken eins Tages behoben ist, werden wir die erweiterten BIOS-Funktionen dazu     
      nutzen, die vollsta:ndigen Hauptspeicherinformationen zu erhalten... aber zurzeit sind   
      wir auf die Kerneloption angewiesen.                                                     
                                                                                               
      options MAXMEM=n                                                                         
                                                                                               
      Hierbei ist n Ihre Hauptspeichergro:sse in Kilobyte. Bei einer 128 MB-Maschine mu:ssten  
      Sie 131072 benutzen.                                                                     
5.11. Ich habe mehr als 1 GB RAM. Trotzdem stu:rzt mein System mit der Meldung kmem_map too    
      small ab. Was la:uft hier schief?                                                        
      Im Normalfall bestimmt FreeBSD einige Kernelparameter, darunter die maximale Anzahl der  
      Dateien, die gleichzeitig geo:ffnet sein ko:nnen, aus der Gro:sse des im System          
      installierten Hauptspeichers. Auf Systemen mit mindestens 1 GB Hauptspeicher kann dieser 
      "auto sizing"-Mechanismus diese Werte fa:lschlicherweise zu hoch ansetzen: Beim          
      Systemstart fordert der Kernel dann verschiedene Tabellen und andere Strukturen an, die  
      den Grossteil des verfu:gbaren Kernelspeichers verbrauchen. Dies fu:hrt dazu, dass der   
      Kernel wa:hrend des Betriebs keine dynamischen Speicheranforderungen mehr ausfu:hren     
      kann und mit einer Kernelpanik abstu:rzt.                                                
                                                                                               
      Bauen Sie in diesem Fall Ihren eigenen Kernel. Dazu setzen Sie VM_KMEM_SIZE_MAX in Ihrer 
      Kernelkonfigurationsdatei auf 400 MB (options VM_KMEM_SIZE_MAX=419430400). 400 MB        
      sollten fu:r Maschinen bis 6 GB Hauptspeicher ausreichend sein.                          
5.12. Ich habe weniger als 1 GB Hauptspeicher. Dennoch stu:rzt mein System mit der Meldung     
      kmem_map too small ab!                                                                   
      Diese Meldung zeigt an, dass der virtuelle Speicher fu:r Netzwerkpuffer (spezieller      
      mbuf-Cluster) aufgebraucht ist. Sie ko:nnen die fu:r mbuf verfu:gbare Gro:sse an VM      
      erho:hen, indem Sie den Anweisungen des Abschnitts Netzwerk-Limits des Handbuchs folgen. 
5.13. Wieso erhalte ich die Meldung kernel: proc: table is full?                               
      Der FreeBSD-Kernel beschra:nkt die Anzahl der gleichzeitig laufenden Prozesse. Die       
      Anzahl errechnet sich aus dem Wert der Variablen MAXUSERS in der Konfigurationsdatei des 
      Kernels. Auch andere Einstellungen wie die Anzahl der Puffer fu:r Netzwerkoperationen    
      (Details dazu finden Sie in diesem Abschnitt). werden durch MAXUSERS beeinflusst. Wenn   
      Ihr System stark belastet ist, sollten Sie den Wert von MAXUSERS erho:hen. Dadurch       
      werden diverse Einstellung des Systems angepasst und die maximale Anzahl gleichzeitig    
      laufender Prozesse erho:ht.                                                              
                                                                                               
      Um den Wert von MAXUSERS anzupassen, folgen Sie den Anweisungen des Abschnitts Datei-    
      und Prozesslimits des Handbuchs. Dieser Abschnitt spricht zwar nur von Dateien, fu:r     
      Prozesse gelten aber die gleichen Beschra:nkungen.                                       
                                                                                               
      Wenn Ihr System nicht besonders stark ausgelastet ist und Sie einfach nur mehr           
      gleichzeitig laufende Prozesse erlauben wollen, ko:nnen Sie den Wert der Variable        
      kern.maxproc in der Datei /boot/loader.conf anpassen. Um die A:nderung zu aktivieren,    
      mu:ssen Sie Ihr System neu starten. Wollen Sie Ihr System zusa:tzlich optimieren,        
      sollten Sie loader.conf(5) und sysctl.conf(5) lesen. Wenn diese Prozesse von einem       
      einzigen Benutzer ausgefu:hrt werden, mu:ssen Sie den Wert von kern.maxprocperuid        
      ebenfalls erho:hen. Dieser Wert muss immer mindestens um eins geringer sein als der Wert 
      von kern.maxproc (der Grund fu:r diese Einschra:nkung ist, dass ein Systemprogramm,      
      init(8), immer ausgefu:hrt werden muss).                                                 
                                                                                               
      Damit A:nderungen einer sysctl-Variable dauerhaft erhalten bleiben, nehmen Sie diese in  
      /etc/sysctl.conf auf. Weitere Informationen zur Optimierung Ihres Systems finden Sie im  
      Abschnitt Einstellungen mit sysctl des Handbuchs.                                        
5.14. Wieso erhalte ich die Meldung CMAP busy panic, wenn ich mein System mit einem neuen      
      Kernel starte?                                                                           
      Die Logik, die versucht, veraltete /var/db/kvm_*.db-Dateien zu erkennen, versagt         
      manchmal und die Benutzung einer unpassenden Datei kann zu Paniksituationen fu:hren.     
                                                                                               
      Falls das passiert, rebooten Sie in den Single-User-Modus und lo:schen Sie die Dateien:  
                                                                                               
      # rm /var/db/kvm_*.db                                                                    
5.15. Was soll mir die Meldung ahc0: brkadrint, Illegal Host Access at seqaddr 0x0 sagen?      
      Dies ist ein Konflikt mit einem Ultrastor SCSI Hostadapter.                              
                                                                                               
      Rufen Sie wa:hrend des Bootprozesses das Kernelkonfigurationsmenu: auf und deaktivieren  
      Sie uha0, welches das Problem verursacht.                                                
5.16. Wenn ich mein System starte, erhalte ich die Meldung ahc0: illegal cable configuration,  
      obwohl die Verkabelung korrekt ist. Woran liegt das?                                     
      Auf Ihrem Mainboard fehlen ein paar Logikbausteine, die fu:r die Unterstu:tzung der      
      automatischen Terminierung notwendig sind. Stellen Sie in Ihrem SCSI-BIOS manuell die    
      korrekte Terminierung fu:r Ihr System ein, anstatt sich auf die automatische             
      Terminierung zu verlassen. Der ahc(4)-Treiber kann nicht erkennen, ob die externen       
      Logikbausteine fu:r die Erkennung der Kabel (und damit automatische Terminierung)        
      vorhanden sind. Der Treiber muss sich darauf verlassen, dass diese vorhanden sind, wenn  
      in der Konfiguration "automatische Terminierung" eingestellt ist. Ohne die externen      
      Bausteine ist es sehr wahrscheinlich, dass der Treiber die Terminierung falsch           
      einstellt, was die Zuverla:ssigkeit des SCSI-Busses herabsetzen kann.                    
5.17. Wieso meldet sendmail mail loops back to myself?                                         
      Sie finden eine detaillierte Antwort auf diese Frage im Handbuch.                        
5.18. Wieso funktionieren bildschirmorientierte Anwendungen beim Zugriff u:ber ein Netzwerk    
      nicht richtig?                                                                           
      Die entfernte Maschine scheint den Terminaltyp auf etwas anderes als den Typ cons25, der 
      von FreeBSD verlangt wird, zu setzen.                                                    
                                                                                               
      Es gibt mehrere mo:gliche Abhilfen fu:r dieses Problem:                                  
                                                                                               
        * Setzen Sie die Shell-Variable TERM nach dem Einloggen auf der entfernten Maschine    
          auf ansi oder sco, sofern die entfernte Maschine diese Terminaltypen kennt.          
                                                                                               
        * Benutzen Sie einen VT100-Emulator wie screen auf der FreeBSD-Konsole. screen bietet  
          Ihnen die Mo:glichkeit, mehrere gleichzeitige Sitzungen von einem Bildschirm aus     
          laufen zu lassen. Es ist ein sehr nettes Programm. Jedes screen-Fenster verha:lt     
          sich, wie ein VT100-Terminal, weshalb die Variable TERM am entfernten Ende auf vt100 
          gesetzt werden sollte.                                                               
                                                                                               
        * Installieren Sie den Eintrag cons25 in der Bildschirmdatenbank der entfernten        
          Maschine. Wie das zu geschehen hat, ha:ngt vom Betriebssystem der entfernten         
          Maschine ab. Das Systemadministrationshandbuch fu:r das entfernte System sollte      
          Ihnen hierbei helfen ko:nnen.                                                        
                                                                                               
        * Starten Sie einen X-Server auf der FreeBSD-Seite und benutzen Sie einen X-basierten  
          Terminalemulator wie xterm oder rxvt, um sich auf der entfernten Maschine            
          einzuloggen. Die Variable TERM auf dem entfernten Host sollte auf xterm oder vt100   
          gesetzt werden.                                                                      
5.19. Warum wird meine PnP-Karte nicht (oder nur noch als unknown) erkannt?                    
      Die Gru:nde fu:r dieses Verhalten werden in der unten zitierten Mail von Peter Wemm      
      erkla:rt. Diese Mail stammt von der Mailingliste FreeBSD general questions und war eine  
      Antwort auf eine Frage bezu:glich eines internen Modem, das nach dem Update auf FreeBSD  
      4.X nicht mehr erkannt wurde.                                                            
                                                                                               
        Anmerkung:                                                                             
                                                                                               
      Die mit [] gekennzeichneten Kommentare wurden eingefu:gt, um an einigen Stellen die      
      Bezu:ge klarzustellen.                                                                   
                                                                                               
        Das PnP-BIOS hat es [das Modem] vorkonfiguriert und es dann im Adressraum              
        liegenlassen, daher haben es die alten ISA-Erkennungsroutinen [in 3.X] "gefunden".     
                                                                                               
        In 4.0 sind die ISA-Routinen deutlich PnP-orientierter. Es war mo:glich [in 3.X], dass 
        eine ISA-Erkennungsroutine ein "zugelaufenes" Gera:t fand; wa:hrend die PnP-Treiber    
        zwar die ID erkannten, das Gera:t aber wegen des Ressourcekonfliktes nicht benutzen    
        konnten. Daher werden die programmierbaren Karten zuna:chst einmal abgeschaltet, um    
        diese doppelte Erkennung vermeiden zu ko:nnen. Das bedeutet allerdings auch, dass die  
        Treiber die PnP-ID kennen muss, um PnP-Hardware unterstu:tzen zu ko:nnen. Wir haben    
        uns vorgenommen, den Benutzern eine einfachere Mo:glichkeit zur Manipulation dieser    
        Informationen zur Verfu:gung zu stellen.                                               
                                                                                               
      Damit Ihr Gera:t wieder funktioniert, mu:ssen Sie seine PnP-ID herausfinden und die ID   
      in die Listen eintragen, die zur Erkennung von PnP-Gera:ten genutzten werden. Zu diesem  
      Zweck wird das Gera:t mit pnpinfo(8) analysiert. Das Beispiel zeigt die Ausgaben von     
      pnpinfo(8) fu:r ein internes Modem:                                                      
                                                                                               
      # pnpinfo                                                                                
      Checking for Plug-n-Play devices...                                                      
                                                                                               
      Card assigned CSN #1                                                                     
      Vendor ID PMC2430 (0x3024a341), Serial Number 0xffffffff                                 
      PnP Version 1.0, Vendor Version 0                                                        
      Device Description: Pace 56 Voice Internal Plug & Play Modem                             
                                                                                               
      Logical Device ID: PMC2430 0x3024a341 #0                                                 
              Device supports I/O Range Check                                                  
      TAG Start DF                                                                             
          I/O Range 0x3f8 .. 0x3f8, alignment 0x8, len 0x8                                     
              [16-bit addr]                                                                    
          IRQ: 4  - only one type (true/edge)                                                  
                                                                                               
      [weitere TAG Zeilen gestrichen]                                                          
                                                                                               
      TAG End DF                                                                               
      End Tag                                                                                  
                                                                                               
      Successfully got 31 resources, 1 logical fdevs                                           
      -- card select # 0x0001                                                                  
                                                                                               
      CSN PMC2430 (0x3024a341), Serial Number 0xffffffff                                       
                                                                                               
      Logical device #0                                                                        
      IO:  0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8 0x03e8                             
      IRQ 5 0                                                                                  
      DMA 4 0                                                                                  
      IO range check 0x00 activate 0x01                                                        
                                                                                               
      Sie beno:tigen die Information aus der Zeile Vendor ID ganz am Anfang. Die in Klammern   
      ausgegebene hexadezimale Zahl (0x3024a341 in diesem Beispiel) ist die PnP ID und die     
      unmittelbar davor stehende Zeichenkette (PMC2430) ist eine eindeutige Herstellerkennung. 
                                                                                               
      Benutzen Sie pciconf(8) wenn pnpinfo(8) die Karte nicht anzeigt. Der Teil der Ausgabe    
      von pciconf -vl fu:r eine auf dem Motherboard integrierte Soundkarte sieht zum Beispiel  
      so aus:                                                                                  
                                                                                               
      # pciconf -vl                                                                            
      chip1@pci0:31:5:        class=0x040100 card=0x00931028 chip=0x24158086 rev=0x02 hdr=0x00 
          vendor   = 'Intel Corporation'                                                       
          device   = '82801AA 8xx Chipset AC'97 Audio Controller'                              
          class    = multimedia                                                                
          subclass = audio                                                                     
                                                                                               
      Sie beno:tigen die Chip-ID 0x24158086, die hinter chip aufgefu:hrt ist.                  
                                                                                               
      Die Vendor ID oder chip-ID mu:ssen in die Datei /usr/src/sys/dev/sio/sio_isa.c           
      eingetragen werden.                                                                      
                                                                                               
      Sie sollten zuna:chst ein Backup von sio_isa.c anlegen, falls etwas schief gehen sollte. 
      Sie werden auch einen Patch erzeugen mu:ssen, um ihn zusammen mit Ihrem PR einzusenden.  
      (Sie wollten doch einen PR schreiben, oder etwa nicht?) O:ffnen Sie nun sio_isa.c mit    
      einem Editor und suchen Sie nach der Zeile:                                              
                                                                                               
      static struct isa_pnp_id sio_ids[] = {                                                   
                                                                                               
      Bla:ttern Sie dann nach unten, um die passende Stelle fu:r Ihr Gera:t zu finden. Unten   
      finden Sie Beispiel fu:r die Eintra:ge, diese sind nach der Herstellerkennung sortiert.  
      Diese sollte in dem Kommentar auf der rechten Seite aufgenommen werden, dazu kommt die   
      Gera:tebeschreibung (Device Description) aus der Ausgabe von pnpinfo(8):                 
                                                                                               
      {0x0f804f3f, NULL},     /* OZO800f - Zoom 2812 (56k Modem) */                            
      {0x39804f3f, NULL},     /* OZO8039 - Zoom 56k flex */                                    
      {0x3024a341, NULL},     /* PMC2430 - Pace 56 Voice Internal Modem */                     
      {0x1000eb49, NULL},     /* ROK0010 - Rockwell ? */                                       
      {0x5002734a, NULL},     /* RSS0250 - 5614Jx3(G) Internal Modem */                        
                                                                                               
                                                                                               
      Fu:gen Sie die hexadezimale Gera:tekennung an der richtigen Stelle ein, speichern Sie    
      die Datei ab, erzeugen Sie einen neuen Kernel und starten Sie Ihr System neu. Ihr Gera:t 
      sollte nun als sio Gera:t erkannt werden.                                                
5.20. Warum erhalte ich die Meldung nlist failed, wenn ich Programme wie top oder systat       
      benutze?                                                                                 
      Das Programm sucht nach einem speziellen Symbol im Kernel, kann es aber aus irgendeinem  
      Grunde nicht finden. Dieser Fehler wird von einem dieser Probleme verursacht:            
                                                                                               
        * Ihr Kernel und die sonstigen Programme (das "Userland") sind nicht mehr auf dem      
          gleichen Stand. Mit anderen Worten, Sie haben zwar einen neuen Kernel erzeugt, aber  
          kein installworld (oder umgekehrt); darum weicht die Symboltabelle von dem ab, was   
          die Anwendung erwartet. Wenn dies der Fall ist, mu:ssen Sie lediglich die noch       
          fehlenden Schritte des Upgrades durchfu:hren. Die richtige Vorgehensweise kann       
          /usr/src/UPDATING entnommen werden.                                                  
                                                                                               
        * Um Ihren Kernel zu laden, benutzen Sie nicht /boot/loader, sondern laden ihn direkt  
          mit boot2 (siehe boot(8)). Es ist zwar nicht immer ein Fehler, /boot/loader zu       
          umgehen; allerdings ist er in der Regel besser dazu geeignet, die Symbole des        
          Kernels fu:r normale Anwendungen verfu:gbar zu machen.                               
5.21. Wieso dauert es so lange, bis eine Verbindung (ssh(1) oder telnet(1)) aufgebaut wird?    
      Das Symptom: Nach dem Aufbau des TCP-Verbindung vergeht einige Zeit, bis endlich die     
      Abfrage des Passwortes (bzw. der Login-Prompt bei Telnet) erscheint.                     
                                                                                               
      Das Problem: In den meisten Fa:llen versucht der Server in der Zwischenzeit, die         
      IP-Adresse des Clients in einen Rechnernamen zu u:bersetzen. Viele Server (darunter die  
      Telnet- und SSH-Server von FreeBSD) machen das, um den Hostnamen z.B. fu:r spa:tere      
      Verwendung durch den Systemadministrator in eine Protokolldatei schreiben zu ko:nnen.    
                                                                                               
      Die Lo:sung: wenn das Problem bei jedem Server auftritt, den Sie von Ihrem Computer (dem 
      Client) ansprechen, dann wird das Problem vom Client verursacht. Wenn das Problem aber   
      nur auftritt, wenn jemand Ihren Rechner (den Server) anspricht, dann liegt die Ursache   
      beim Server.                                                                             
                                                                                               
      Wenn das Problem vom Client verursacht wird, mu:sssen Sie die Eintra:ge im DNS           
      korrigieren, damit der Server Ihre IP-Adresse u:bersetzen kann. Wenn das Problem in      
      Ihrem lokalen Netzwerk auftritt, sollten Sie es als Problem des Servers behandeln und    
      weiterlesen; wenn es allerdings im Internet auftritt, werden Sie sich wahrscheinlich an  
      Ihrem ISP wenden mu:ssen, damit dieser das Problem fu:r Sie korrigiert.                  
                                                                                               
      Wenn das Problem vom Server verursacht wird und Sie sich in einem lokalen Netzwerk       
      befinden, dann mu:ssen Sie Ihren Server so konfigurieren, dass er die lokal genutzten    
      IP-Adressen in Rechnernamen u:bersetzen kann. Weitere Informationen erhalten Sie in den  
      Onlinehilfen zu hosts(5) und named(8). Wenn dieses Problem im Internet auftritt, ko:nnte 
      die Ursache auch darin liegen, dass die Namensauflo:sung auf dem Server nicht            
      funktioniert. Versuchen Sie, einen anderen Hostnamen wie z.B. www.yahoo.com aufzulo:sen. 
      Wenn das nicht funktioniert, liegt das Problem bei Ihrem System.                         
                                                                                               
      Haben Sie FreeBSD gerade erst installiert, kann es auch sein, dass die Doma:nen- und     
      Nameserverinformationen noch nicht in /etc/resolv.conf vorhanden sind. Dadurch kommt es  
      ha:ufig zu Verzo:gerungen beim Einsatz von SSH, weil die Option UseDNS in der            
      Voreinstellung auf yes gesetzt ist (in der Datei sshd_config im Verzeichnis /etc/ssh).   
      Ist dies bei Ihnen der Fall, mu:ssen Sie entweder die fehlenden Informationen in         
      /etc/resolv.conf eintragen oder als tempora:re Massnahme UseDNS auf no setzen.           
5.22. Was bedeutet stray IRQ?                                                                  
      Stray IRQs sind ein Zeichen fu:r Probleme bei der Behandlung von Hardware-IRQs. Sie      
      werden meistens von Gera:ten verursacht, die ihren Interrupt Request zuru:ckziehen,      
      obwohl gerade der interrupt request acknowledge-Zyklus la:uft.                           
                                                                                               
      Sie ko:nnen drei Dinge tun:                                                              
                                                                                               
        * Ertragen Sie die Warnungen. Sie erhalten nur die ersten 5 fu:r jeden IRQ, alle       
          anderen werden unterdru:ckt.                                                         
                                                                                               
        * Eliminieren Sie die Meldungen, indem Sie den Wert von MAX_STRAY_LOG von 5 auf 0 in   
          der fu:r ihre Plattform (z.B. i386(TM)) zusta:ndigen Datei intr_machdep.c a:ndern.   
          Bauen Sie anschliessend den Kernel neu, um alle Meldungen zu unterdru:cken.          
                                                                                               
        * Eliminieren Sie die Meldungen, indem Sie Hardware fu:r den Parallelport              
          installieren, die IRQ 7 nutzt und vom PPP Treiber verwendet wird (das passiert auf   
          den meisten Systemen), und installieren Sie eine IDE-Platte oder andere Hardware     
          sowie einen dazu passenden Treiber, um IRQ 15 zu nutzen.                             
5.23. Warum sehe ich in der Ausgabe von dmesg(8) ha:ufig die Meldung file: table is full?      
      Diese Fehlermeldung besagt, dass Sie die zur Verfu:gung stehenden File-Handles des       
      Systems verbraucht haben. Was das genau bedeutet und wie Sie dieses Problem lo:sen       
      ko:nnen, steht im Abschnitt kern.maxfiles im Kapitel Anpassung der Kernelkonfiguration   
      des Handbuchs.                                                                           
5.24. Warum werden sta:ndig Meldungen wie calcru: negative runtime oder calcru: runtime went   
      backwards auf die Konsole geschrieben?                                                   
      Es existiert ein bekanntes Problem wenn Intel(R) Enhanced SpeedStep im BIOS aktiviert    
      wird. Das fu:hrt dazu, dass der Kernel calcru-Nachrichten wie die folgende ausgibt:      
                                                                                               
      calcru: runtime went backwards from 6 usec to 3 usec for pid 37 (pagezero)               
      calcru: runtime went backwards from 6 usec to 3 usec for pid 36 (vmdaemon)               
      calcru: runtime went backwards from 170 usec to 138 usec for pid 35 (pagedaemon)         
      calcru: runtime went backwards from 553 usec to 291 usec for pid 15 (swi6: task queue)   
      calcru: runtime went backwards from 15521 usec to 10366 usec for pid 2 (g_event)         
      calcru: runtime went backwards from 25 usec to 12 usec for pid 11 (swi1: net)            
      calcru: runtime went backwards from 4417 usec to 3960 usec for pid 1 (init)              
      calcru: runtime went backwards from 2084385 usec to 1793542 usec for pid 1 (init)        
      calcru: runtime went backwards from 408 usec to 204 usec for pid 0 (swapper)             
                                                                                               
      Der Grund dafu:r besteht darin, dass Intel(R) SpeedStep (EIST) in manchen Mainboards     
      inkompatibel ist.                                                                        
                                                                                               
      Abhilfe: Deaktivieren Sie die EIST-Eigenschaft im BIOS. Sie ko:nnen trotzdem noch ihre   
      Prozessorfrequenz ACPI-basiert mittels powerd(8) drosseln.                               
5.25. Warum ist die Uhrzeit auf meinem Computer immer falsch?                                  
      Ihr Computer verfu:gt u:ber mehr als eine Uhr und FreeBSD benutzt leider die falsche.    
                                                                                               
      Starten Sie dmesg(8) und achten Sie auf die Zeilen, in denen das Wort Timecounter        
      vorkommt. Die von FreeBSD benutzte Uhr findet sich in der Zeile mit dem ho:chsten        
      quality-Wert.                                                                            
                                                                                               
      # dmesg | grep Timecounter                                                               
       Timecounter "i8254" frequency 1193182 Hz quality 0                                      
       Timecounter "ACPI-fast" frequency 3579545 Hz quality 1000                               
       Timecounter "TSC" frequency 2998570050 Hz quality 800                                   
       Timecounters tick every 1.000 msec                                                      
                                                                                               
      Sie ko:nnen das u:berpru:fen, indem Sie den Wert der Systemvariablen                     
      kern.timecounter.hardware abfragen.                                                      
                                                                                               
      # sysctl kern.timecounter.hardware                                                       
       kern.timecounter.hardware: ACPI-fast                                                    
                                                                                               
      Es kann sich um einen defekten ACPI Timer handeln. Die einfachste Lo:sung besteht darin, 
      den ACPI Timer in /boot/loader.conf zu deaktivieren:                                     
                                                                                               
      debug.acpi.disabled="timer"                                                              
                                                                                               
      Es ist aber auch durchaus mo:glich, dass das BIOS die TSC Uhr a:ndert, um beispielsweise 
      den CPU-Takt zu wa:hrend des Batteriebetrieb zu a:ndern, oder im Stromsparmodus; leider  
      bemerkt FreeBSD diese A:nderungen nicht und daher scheint die Uhr falsch zu gehen.       
                                                                                               
      In diesem Beispiel ist die Uhr i8254 ebenfalls verfu:gbar; um sie auszuwa:hlen, muss ihr 
      Name in die Systemvariable kern.timecounter.hardware geschrieben werden.                 
                                                                                               
      # sysctl -w kern.timecounter.hardware=i8254                                              
       kern.timecounter.hardware: TSC -> i8254                                                 
                                                                                               
      Die Uhrzeit Ihres Computers sollte nun genauer funktionieren.                            
                                                                                               
      Damit diese A:nderung automatisch beim Start des Systems durchgefu:hrt wird, mu:ssen Sie 
      die folgende Zeile in die /etc/sysctl.conf eintragen.                                    
                                                                                               
      kern.timecounter.hardware=i8254                                                          
5.26. Warum erkennt mein Laptop PC-Cards nicht?                                                
      Dieses Problem tritt ha:ufig auf Laptops mit mehreren Betriebssystemen auf. Einige       
      nicht-BSD Betriebssysteme lassen die Hardware in einem inkonsistenten Zustand. Die Karte 
      wird dann von pccardd(8) als "(null)""(null)" anstelle des tatsa:chlichen Modells        
      gefunden.                                                                                
                                                                                               
      Um dies zu beheben, mu:ssen Sie die Hardware zuru:cksetzen, das heisst der PC-Card       
      Einschub muss stromlos sein. Gehen Sie dazu nicht in den Standby- oder Suspend-Modus und 
      stellen Sie sicher, dass der Laptop wirklich ausgeschaltet ist. Warten Sie einen Moment  
      und booten dann, Ihre PC-Card sollte jetzt funktionieren.                                
                                                                                               
      Einige Laptops schalten sich nicht wirklich aus. Wenn der obige Vorschlag nichts genutzt 
      hat, entfernen Sie bitte die Batterie, warten einen Moment und booten erneut.            
5.27. Wieso ha:ngt sich FreeBSD nach dem BIOS-Bildschirm mit der Meldung Read error auf?       
      Der Bootloader von FreeBSD erkennt die Geometrie Ihrer Festplatte nicht richtig. Sie     
      mu:ssen die Geometrie manuell festlegen, wenn sie mit fdisk(8) FreeBSD-Bereiche erzeugen 
      oder a:ndern.                                                                            
                                                                                               
      Die richtigen Werte fu:r die Geometrie ko:nnen Sie im BIOS des Rechners ablesen. Achten  
      Sie auf die Anzahl der Zylinder, Ko:pfe und Sektoren fu:r Ihre Festplatte.               
                                                                                               
      Im fdisk von sysinstall(8) mu:ssen Sie G eingeben, um die Geometrie zu definieren.       
                                                                                               
      Sie erhalten eine Dialogbox, in der Sie die Anzahl der Zylinder, Ko:pfe und Sektoren     
      eingeben ko:nnen. Verwenden Sie die Angaben des BIOS und setzen Sie Schra:gstriche       
      zwischen die Zahlen. 5000 Zylinder, 250 Ko:pfe und 60 Sektoren wu:rden also als          
      5000/250/60 eingegeben.                                                                  
                                                                                               
      Schliessen Sie die Eingabe mit Enter ab und dru:cken Sie W, um die neue                  
      Partitionstabelle auf die Festplatte schreiben zu lassen.                                
5.28. Ein anderes Betriebssystem hat meinen Bootmanager zersto:rt. Wie kann ich ihn            
      wiederherstellen?                                                                        
      Starten Sie sysinstall(8) und wa:hlen Sie Configure, dann Fdisk. Wa:hlen Sie die Platte, 
      auf der sich der Boot Manager befand, mit der Leertaste aus. Dru:cken Sie W, um die      
      A:nderungen auf die Platten schreiben zu lassen. Nun erscheint eine Abfrage, welcher     
      Bootmanager installiert werden soll. Wa:hlen Sie diesen an und er wird wieder            
      installiert.                                                                             
5.29. Was soll mir die Meldung swap_pager: indefinite wait buffer: sagen?                      
      Ein Programm wollte Speicher auf Platte auslagern, und dieser Vorgang konnte nicht       
      innerhalb von 20 Sekunden durchgefu:hrt werden. Mo:gliche Gru:nde sind defekte Blo:cke   
      auf der Platte, falsche oder fehlerhafte Verkabelung sowie Probleme mit anderen          
      Komponenten, die am Zugriff auf die Festplatte beteiligt sind. Wenn die Festplatte       
      selbst fehlerhaft sind, sollten Sie entsprechende Meldungen in /var/log/messages und den 
      Ausgaben von dmesg finden. Andernfalls sollten Sie die Kabel und Verbindungen            
      u:berpru:fen.                                                                            
5.30. Was sind UDMA ICRC Fehler und wie behebe ich sie?                                        
      Der ata(4)-Treiber meldet UDMA ICRC Fehler wenn eine DMA-U:bertragung zu oder von einem  
      Laufwerk fehlgeschlagen ist. Der Treiber versucht die U:bertragung mehrmals              
      durchzufu:hren und schaltet, wenn die Versuche fehlschlagen, vom DMA-Modus auf den       
      langsameren PIO-Modus um.                                                                
                                                                                               
      Der Fehler kann viele Ursachen haben, ha:ufig ist ein Kabel kaputt oder die Gera:te sind 
      falsch verkabelt. Pru:fen Sie, ob die ATA-Kabel unbescha:digt sind und fu:r den          
      verwendeten Ultra-DMA-Modus tauglich sind. Ebenso mu:ssen Wechselrahmen fu:r den         
      verwendeten Modus geeignet sein. Stellen Sie sicher, dass alle Kabel fest angeschlossen  
      sind. Es gab auch schon Probleme, wenn ein altes Laufwerk zusammen mit einem             
      Ultra-DMA-66 oder einem schnelleren Laufwerk auf einem Kanal betrieben wurde. Es kann    
      aber auch sein, dass das Laufwerk kaputt ist. Die meisten Hersteller stellen             
      Test-Programme fu:r ihre Laufwerke zur Verfu:gung. U:berpru:fen Sie damit Ihr Laufwerk   
      und wenn no:tig, sichern Sie Ihre Daten und ersetzen das Laufwerk.                       
                                                                                               
      atacontrol(8) zeigt fu:r jedes ATA-Gera:t den verwendeten DMA- oder PIO-Modus an. Das    
      Kommando atacontrol mode Kanal zeigt die auf einem Kanal verwendeten Modi (die Kana:le   
      werden von 0 an nummeriert).                                                             
5.31. Was ist ein lock order reversal?                                                         
      Eine Antwort auf diese Frage findet sich im FreeBSD-Glossar unter LOR.                   
5.32. Warum erhalte ich die Meldung Called ... with the following non-sleepable locks held?    
      Diese Meldung erscheint, wenn eine Funktion, die sich im Ruhemodus befindet, aufgerufen  
      wird, wa:hrend ein Mutex oder eine andere (nicht in den Ruhemodus versetzbare) Sperre    
      aktiv war.                                                                               
                                                                                               
      Der Grund dafu:r ist, dass ein Mutex nicht fu:r la:ngere Zeitspannen aktiv sein soll,    
      sondern nur fu:r die Synchronisation von Gera:tetreibern mit dem Rest des Kernels        
      wa:hrend eines Interrupts. Unter FreeBSD du:rfen Interrupts nicht in den Ruhemodus       
      versetzt werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass wa:hrend des Bestehens  
      eines Mutex kein Kernelsubsystem fu:r einen la:ngeren Zeitraum blockiert ist.            
                                                                                               
      Um solche Fehler abzufangen, ko:nnen Sicherungen (Assertions) in den Kernel eingebaut    
      werden, die danach mit dem witness(4)-Subsystem interagieren. Dadurch wird (in           
      Abha:ngigkeit von Ihrer Systemkonfiguration) eine Warnung oder eine Fehlermeldung        
      ausgegeben, falls der Aufruf einer Funktion wa:hrend des Bestehens eines Mutex zu einer  
      Blockierung fu:hren kann.                                                                
                                                                                               
      Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Warnungen in der Regel zwar nicht bedrohlich  
      sind. Unter bestimmten Umsta:nden kann es aber dennoch zu unerwu:nschten Nebenwirkungen, 
      angefangen von einer Erho:hung der Reaktionszeit bis hin zu einem kompletten Einfrieren  
      des Systems kommen.                                                                      
5.33. Warum bricht buildworld/installworld mit der Meldung touch: not found ab?                
      Dieser Fehler bedeutet nicht, dass touch(1) nicht auf Ihrem System vorhanden ist.        
      Vielmehr sind Dateien die Ursache, deren Erzeugungsdatum in der Zukunft liegt. Wenn Ihre 
      CMOS-Uhr auf Ihre lokale Zeit eingestellt ist, mu:ssen Sie adjkerntz -i verwenden, um    
      die Kerneluhr anzupassen, wenn Sie in den Single-User-Modus booten.                      

                      Kapitel 6. Kommerzielle Anwendungen

  Anmerkung:

   Dieser Abschnitt ist immer noch sehr du:rftig, aber wir hoffen natu:rlich,
   dass Unternehmen einen Beitrag leisten werden! :) Die FreeBSD-Gruppe hat
   keinerlei finanzielle Interessen an einem der hier aufgelisteten
   Unternehmen, sondern listet sie lediglich als o:ffentlichen Service auf
   (und ist der Meinung, dass ein kommerzielles Interesse an FreeBSD sehr
   positiven Einfluss auf ein langfristiges Bestehen von FreeBSD haben kann).
   Wir mo:chten Anbieter kommerzieller Software dazu aufrufen, ihren Eintrag
   hier aufnehmen zu lassen. Auf der Anbieter-Seite finden Sie eine la:ngere
   Liste.

   6.1. Wo bekomme ich FreeBSD-Versionen der klassischen Bu:ro-Anwendungen?

   6.2. Woher kann ich Motif(R) fu:r FreeBSD bekommen?

   6.3. Woher kann ich CDE fu:r FreeBSD bekommen?

   6.4. Gibt es irgendwelche Datenbanksysteme fu:r FreeBSD?

   6.5. Kann ich Oracle(R) unter FreeBSD laufen lassen?

   6.1. Wo bekomme ich FreeBSD-Versionen der klassischen Bu:ro-Anwendungen?   
        Die als Open Source verfu:gbaren Office-Pakete OpenOffice.org und     
        LibreOffice laufen nativ unter FreeBSD. Die um zusa:tzliche           
        Funktionen erweiterte kommerzielle OpenOffice.org-Version Oracle Open 
        Office la:uft in der Linux(R)-Version ebenfalls problemlos unter      
        FreeBSD.                                                              
                                                                              
        In der Ports-Sammlung sind weitere Textbearbeitungsprogramme,         
        Tabellenkalkulationen und Zeichenprogramme enthalten.                 
   6.2. Woher kann ich Motif(R) fu:r FreeBSD bekommen?                        
        Der Quelltext fu:r Motif(R) 2.2.2 wurde von der "Open Group"          
        herausgegeben. Sie ko:nnen entweder das Package                       
        x11-toolkits/open-motif installieren oder es mit dem entsprechenden   
        Port selbst compilieren. Weitere Informationen u:ber die Benutzung    
        der Ports erhalten Sie im Kapitel Ports des Handbuchs.                
                                                                              
          Anmerkung:                                                          
                                                                              
        Die Open Motif(R) Distribution darf nur weitergegeben werden, wenn    
        sie auf einem Open Source Betriebssystem benutzt wird.                
                                                                              
        Weiterhin gibt es auch kommerzielle Motif(R)-Pakete, die zwar nicht   
        kostenlos sind, aber dafu:r auch mit "closed source" Software benutzt 
        werden du:rfen. Um die gu:nstigste ELF-Motif(R) 2.1.20 Distribution   
        fu:r FreeBSD (i386(TM)) zu bekommen, wenden Sie sich bitte an         
        Apps2go.                                                              
                                                                              
        Es gibt zwei Distributionen, die "development edition" und die        
        "runtime edition" (wesentlich gu:nstiger). Diese Distributionen       
        enthalten:                                                            
                                                                              
          * OSF/Motif(R) manager, xmbind, panner, wsm.                        
                                                                              
          * Development-Kit mit uil, mrm, xm, xmcxx, Include- und             
            Imake-Dateien.                                                    
                                                                              
          * Statische und dynamische ELF-Bibliotheken.                        
                                                                              
          * Demonstrations-Applets.                                           
                                                                              
        Achten Sie darauf, dass Sie bei der Bestellung angeben, dass Sie die  
        FreeBSD-Version von Motif(R) mo:chten (vergessen Sie auch nicht, die  
        Architektur anzugeben)! Von Apps2go werden auch Versionen fu:r NetBSD 
        und OpenBSD verkauft. Dieses Produkt ist zurzeit nur zum Download per 
        FTP verfu:gbar.                                                       
                                                                              
        Weitere Informationen                                                 
                                                                              
           Apps2go Web-Seite                                                  
                                                                              
        oder                                                                  
                                                                              
           <sales@apps2go.com> oder <support@apps2go.com>                     
                                                                              
        oder                                                                  
                                                                              
           Telefon (817) 431 8775 oder +1 817 431-8775                        
   6.3. Woher kann ich CDE fu:r FreeBSD bekommen?                             
        Xi Graphics hat einmal CDE fu:r FreeBSD verkauft, tut es aber nicht   
        mehr.                                                                 
                                                                              
        KDE ist ein Open-Source X11-Desktop, der CDE in vielen Punkten        
        a:hnelt. Eventuell gefa:llt Ihnen auch das "Look and Feel" von xfce.  
        KDE und xfce sind u:ber die Ports-Sammlung von FreeBSD verfu:gbar.    
   6.4. Gibt es irgendwelche Datenbanksysteme fu:r FreeBSD?                   
        Ja! Lesen Sie den Abschnitt kommerzielle Anbieter auf der             
        FreeBSD-Web-Seite.                                                    
                                                                              
        Schauen Sie auch im Abschnitt Datenbanken der Ports-Sammlung nach.    
   6.5. Kann ich Oracle(R) unter FreeBSD laufen lassen?                       
        Ja. Informationen zur Installation von Linux(R)-Oracle(R) unter       
        FreeBSD finden Sie unter http://www.shadowcom.net/freebsd-oracle9i/.  

                          Kapitel 7. Benutzerprogramme

   7.1. Nun, wo sind die ganzen Benutzerprogramme?

   7.2. Wie konfiguriere ich INN (Internet News) fu:r meine Maschine?

   7.3. Unterstu:tzt FreeBSD Java(TM)?

   7.4. Warum kann ich manche Ports auf meiner 7.X, 8.X oder
   9.X-STABLE-Maschine nicht erstellen?

   7.5. Ich habe gerade versucht, INDEX mit make index zu bauen, und es hat
   nicht geklappt. Woran liegt das?

   7.6. Warum ist CVSup nicht im FreeBSD-Basisquellbaum enthalten?

   7.7. Ich habe die Sourcen aktualisiert, wie aktualisiere ich jetzt die
   installierten Ports?

   7.8. Muss ich nach der Aktualisierung einer FreeBSD-Hauptversionsnummer
   jedes Mal alle Ports neu erstellen lassen?

   7.9. Muss ich nach der Aktualisierung einer FreeBSD-Unterversionsnummer
   jedes Mal alle Ports neu erstellen lassen?

   7.10. Warum ist /bin/sh so spartanisch? Warum benutzt FreeBSD nicht die
   bash oder eine a:hnliche Shell?

   7.11. Wieso dauert es so lange, bis Netscape(R) und Opera starten?

   7.12. Ich habe die Ports-Sammlung mit CVSup aktualisiert. Viele Ports
   lassen sich danach nicht mehr bauen und geben seltsame Fehlermeldungen
   aus. Was ist passiert? Ist die Ports-Sammlung kaputt?

   7.13. Wie erzeuge ich Audio-CDs aus MIDI-Dateien?

   7.1.  Nun, wo sind die ganzen Benutzerprogramme?                           
         Werfen Sie bitte einen Blick auf die Ports-Seite, um Informationen   
         u:ber die nach FreeBSD portierten Softwarepakete zu erhalten. Die    
         Liste entha:lt zurzeit 24,000 Eintra:ge und wa:chst ta:glich.        
         Informieren Sie sich daher regelma:ssig auf dieser Seite oder        
         abonnieren Sie die Mailingliste FreeBSD announcements, um sich u:ber 
         A:nderungen zu informieren.                                          
                                                                              
         Die meisten Ports sollten auf den 7.X, 8.X und 9.X-Systemen laufen.  
         Jedes Mal, wenn ein FreeBSD-Release erstellt wird, wird auch ein     
         Snapshot des Port-Baumes vom Zeitpunkt des Releases in das           
         Verzeichnis ports/ eingefu:gt.                                       
                                                                              
         Wir unterstu:tzen auch das Konzept von "Packages" - im Grunde        
         genommen nicht mehr als komprimierte Bina:rdistributionen mit ein    
         wenig zusa:tzlicher Intelligenz zur Ermo:glichung angepasster        
         Installationen. Ein Package kann leicht installiert und wieder       
         deinstalliert werden, ohne, dass man etwas u:ber wissen muss, welche 
         Dateien es entha:lt.                                                 
                                                                              
         Benutzen Sie das Packages Menu: in sysinstall(8) (unter dem          
         Menu:punkt post-configuration) oder fu:hren Sie den Befehl           
         pkg_add(1) mit den speziellen Paketdateien aus, die Sie installieren 
         mo:chten. Paketdateien ko:nnen fu:r gewo:hnlich an der Endung .tgz   
         oder .tbz erkannt werden und diejenigen, die u:ber eine              
         CD-ROM-Distribution verfu:gen, haben auf ihrer CD ein Verzeichnis    
         packages/All, das solche Dateien entha:lt. Fu:r verschiedene         
         FreeBSD-Versionen ko:nnen sie von folgenden Adressen auch u:ber das  
         Netz heruntergeladen werden:                                         
                                                                              
         fu:r 7.X-RELEASE/7-STABLE                                            
                                                                              
            ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-6-stable 
                                                                              
         fu:r 8.X-RELEASE/8-STABLE                                            
                                                                              
            ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-7-stable 
                                                                              
         fu:r 9.X-RELEASE/9-STABLE                                            
                                                                              
            ftp://ftp.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/ports/i386/packages-8-stable    
                                                                              
         oder von Ihrem na:chstgelegenen Mirror.                              
                                                                              
         Beachten Sie, dass nicht alle Ports als Package verfu:gbar sind, da  
         sta:ndig neue hinzugefu:gt werden. Es ist immer eine gute Idee, sich 
         regelma:ssig auf der ftp.de.FreeBSD.org Masterseite daru:ber zu      
         informieren, welche Packages verfu:gbar sind.                        
   7.2.  Wie konfiguriere ich INN (Internet News) fu:r meine Maschine?        
         Ein idealer Startpunkt nach der Installation des Packages oder Ports 
         news/inn ist Dave Barr's INN-Seite, wo Sie die INN-FAQ finden.       
   7.3.  Unterstu:tzt FreeBSD Java(TM)?                                       
         Ja. Informieren Sie sich bitte unter                                 
         http://www.de.FreeBSD.org/java/.                                     
   7.4.  Warum kann ich manche Ports auf meiner 7.X, 8.X oder                 
         9.X-STABLE-Maschine nicht erstellen?                                 
         Wenn Sie eine FreeBSD-Version benutzen, die deutlich a:lter als das  
         aktuelle -CURRENT oder -STABLE ist, ko:nnte es sein, dass Sie vorher 
         Ihre Ports-Sammlung aktualisieren mu:ssen. Lesen Sie dazu den        
         Abschnitt Keeping Up des Porters-Handbuch. Ist Ihre Ports-Sammlung   
         aktuell, ko:nnte es sein, dass jemand eine A:nderung am Port         
         durchgefu:hrt hat, die fu:r -CURRENT funktioniert, den Port fu:r     
         -STABLE aber unbrauchbar gemacht hat. Bitte senden Sie einen         
         Fehlerbericht mit dem Befehl send-pr(1). Von der Ports-Sammlung wird 
         na:mlich erwartet, dass sie sowohl auf -CURRENT als auch auf -STABLE 
         funktioniert.                                                        
   7.5.  Ich habe gerade versucht, INDEX mit make index zu bauen, und es hat  
         nicht geklappt. Woran liegt das?                                     
         Stellen Sie zuerst sicher, dass Ihre Ports-Sammlung aktuell ist.     
         Fehler, die einen Bau von INDEX aus einer aktuellen Ports-Sammlung   
         verhindern, sind sofort sichtbar und werden daher fast immer         
         umgehend behoben.                                                    
                                                                              
         Ist Ihre Ports-Sammlung jedoch aktuell, haben Sie vielleicht ein     
         anderes Problem. make index hat einen Bug im Umgang mit              
         unvollsta:ndigen Kopien der Ports-Sammlung. Es nimmt an, dass Sie    
         u:ber eine lokale Kopie aller Ports verfu:gen, von denen jeder       
         lokale Port abha:ngt. Wenn Sie also beispielsweise eine Kopie von    
         foo/bar auf Ihrem System haben, und foo/bar ist von baz/quux         
         abha:ngig, dann muss auch eine Kopie von baz/quux auf Ihrem System   
         vorhanden sein, sowie eine Kopie aller Ports, von denen baz/quux     
         abha:ngt. Anderenfalls ist make index aufgrund fehlender             
         Informationen nicht in der Lage, den Abha:ngigkeitsbaum zu erzeugen. 
                                                                              
         Dieses Problem tritt vor allem dann auf, wenn FreeBSD-Benutzer       
         csup(1) (oder csup(1)) verwenden, um die Ports-Sammlung zu           
         aktualisieren und dabei verschiedene Kategorien durch die Datei      
         refuse von der Aktualisierung ausschliessen. Theoretisch ist es zwar 
         mo:glich, Kategorien auszuschliessen, in der Praxis gibt es aber zu  
         viele Ports, die von Ports in anderen Kategorien abha:ngen. Wenn Sie 
         also INDEX bauen wollen, mu:ssen Sie u:ber eine komplette Kopie der  
         Ports-Sammlung verfu:gen.                                            
                                                                              
         Es gibt seltene Fa:lle, in denen INDEX nicht gebaut werden kann,     
         wenn bestimmte WITH_* oder WITHOUT_* Variablen in make.conf gesetzt  
         sind. Wenn Sie dieses Problem haben, sollten Sie diese               
         make-Variablen deaktivieren und INDEX erneut bauen, bevor Sie das    
         Problem an FreeBSD ports melden.                                     
   7.6.  Warum ist CVSup nicht im FreeBSD-Basisquellbaum enthalten?           
         Das Basissystem von FreeBSD soll "selbstverwaltend" sein. Es soll    
         also mo:glich sein, das komplette Betriebssystem mit einer           
         beschra:nkten Anzahl von Werkzeugen zu starten. Daher werden die zum 
         Bau von FreeBSD no:tigen Werkzeuge mit dem Quelltext gekoppelt. Zu   
         diesen Werkzeugen geho:ren ein C-Compiler (gcc(1)), make(1), awk(1)  
         und andere.                                                          
                                                                              
         Da CVSup in Modula-3 geschrieben wurde, mu:sste ein                  
         Modula-3-Compiler ins Basissystem aufgenommen und auch gewartet      
         werden. Dies wu:rde einen gestiegenen Speicherbedarf fu:r die        
         FreeBSD-Quellen sowie einen erho:hten Wartungsaufwand verursachen.   
         Daher ist es sowohl fu:r Entwickler als auch Benutzer einfacher,     
         CVSup bei Bedarf als Port oder als Paket von einer Installations-CD  
         zu installieren.                                                     
                                                                              
         Wie dem auch sei, FreeBSD-Benutzer mu:ssen seit FreeBSD 6.2-RELEASE  
         nicht mehr ohne einen kompatiblen CVSup-Client auskommen. Dank       
         Maxime Henrion wurde CVSup als csup(1) in C neu geschrieben und ist  
         mittlerweile Teil des Basissystems. Obwohl zur Zeit noch nicht alle  
         Eigenschaften von CVSup implementiert sind, ist es gut genug (und    
         sehr schnell!) darin, ihre Quellen zu synchronisieren. Fu:r          
         FreeBSD-Systeme vor 6.2 kann es als Port oder Paket (siehe net/csup) 
         installiert werden.                                                  
   7.7.  Ich habe die Sourcen aktualisiert, wie aktualisiere ich jetzt die    
         installierten Ports?                                                 
         FreeBSD entha:lt zwar kein Programm, das die installierten Ports     
         aktualisiert, allerdings existieren diverse Programme, die diesen    
         Prozess etwas vereinfachen. Weiterhin ko:nnen Sie zusa:tzliche       
         Programme installieren, die Sie dabei unterstu:tzen, siehe Ports     
         aktualisieren im FreeBSD Handbuch.                                   
   7.8.  Muss ich nach der Aktualisierung einer FreeBSD-Hauptversionsnummer   
         jedes Mal alle Ports neu erstellen lassen?                           
         Auf jeden Fall! Wa:hrend ein aktuelles System mit Software fu:r eine 
         a:ltere Version funktionieren wird, werden Sie mit zufa:lligen       
         Abstu:rzen und nicht funktionierenden Ports zuru:ckbleiben, sobald   
         Sie anfangen, andere Ports zu installieren oder diejenigen, die Sie  
         bereits haben, aktualisieren mo:chten.                               
                                                                              
         Wenn das System aktualisiert wird, werden verschiedene               
         Shared-Libraries, ladbare Module und andere Systembestandteile mit   
         neueren Versionen ersetzt. Anwendungen, die gegen die a:lteren       
         Versionen gelinkt sind, werden nicht starten oder in anderen Fa:llen 
         nicht korrekt funktionieren.                                         
                                                                              
         Fu:r weitere Informationen, lesen Sie den Abschnitt u:ber            
         Betriebssystemupgrades im FreeBSD Handbuch.                          
   7.9.  Muss ich nach der Aktualisierung einer FreeBSD-Unterversionsnummer   
         jedes Mal alle Ports neu erstellen lassen?                           
         Generell nicht. Die FreeBSD-Entwickler tun ihr mo:glichstes, um die  
         Bina:rkompatibilita:t u:ber alle Vero:ffentlichungen mit der         
         gleichen Hauptversionsnummer zu garantieren. Ausnahmen werden in den 
         Release Notes dokumentiert und die darin enthaltenen Hinweise        
         sollten befolgt werden.                                              
   7.10. Warum ist /bin/sh so spartanisch? Warum benutzt FreeBSD nicht die    
         bash oder eine a:hnliche Shell?                                      
         Weil der POSIX(R)-Standard definiert, dass es so eine Shell geben    
         muss.                                                                
                                                                              
         Die ausfu:hrlichere Antwort: Viele Leute mu:ssen Shell-Programme     
         schreiben, die auf vielen verschiedenen Systemen nutzbar sein        
         mu:ssen. Aus diesem Grund entha:lt der POSIX(R)-Standard eine sehr   
         detaillierte Definition der Shell und der Hilfsprogramme. Die        
         meisten Programme werden fu:r die Bourne Shell geschrieben;          
         ausserdem nutzen mehrere wichtige Schnittstellen (make(1),           
         system(3), popen(3) und ihre Entsprechungen in ho:heren              
         Programmiersprachen wie Perl und Tcl) die Bourne Shell, um Befehle   
         auszufu:hren. Da die Bourne Shell an so vielen Stellen und so        
         ha:ufig genutzt wird, muss sie die folgenden Anforderungen           
         erfu:llen: Schneller Start, ein klar definiertes Verhalten und ein   
         mo:glichst geringer Speicherverbrauch.                               
                                                                              
         Wir haben bei der vorliegenden Implementierung versucht, mo:glichst  
         viele dieser Anforderungen zu erfu:llen. Um /bin/sh nicht zu gross   
         werden zu lassen, haben wir viele der Annehmlichkeiten der anderen   
         Shells weggelassen. Aus diesem Grund gibt es in den Ports die        
         luxurio:seren Shells wie bash, scsh, tcsh und zsh. Vergleichen Sie   
         einfach mal den Speicherverbrauch der verschiedenen Shells, indem    
         Sie ps -u aufrufen und sich die Angaben in den Spalten "VSZ" und     
         "RSS" ansehen.                                                       
   7.11. Wieso dauert es so lange, bis Netscape(R) und Opera starten?         
         In den meisten Fa:llen liegt es daran, dass Ihre DNS-Einstellungen   
         fehlerhaft sind. Sowohl Netscape(R) als auch Opera stellen Anfragen  
         an DNS, wenn Sie gestartet werden. Das Fenster des Browsers          
         erscheint erst, wenn das Programm eine Antwort erhalten hat oder es  
         festgestellt hat, dass Ihr System nicht an ein Netzwerk              
         angeschlossen ist.                                                   
   7.12. Ich habe die Ports-Sammlung mit CVSup aktualisiert. Viele Ports      
         lassen sich danach nicht mehr bauen und geben seltsame               
         Fehlermeldungen aus. Was ist passiert? Ist die Ports-Sammlung        
         kaputt?                                                              
         Sie sollten immer die Teilsammlung ports-base aktualisieren, wenn    
         Sie nur Teile der Ports-Sammlung mit Hilfe der CVSup-Teilsammlungen  
         aktualisieren. Die Erkla:rung dazu finden Sie im Handbuch.           
   7.13. Wie erzeuge ich Audio-CDs aus MIDI-Dateien?                          
         Installieren Sie zuerst den Port audio/timidity++. Danach mu:ssen    
         Sie manuell die GUS-Patche von Eric A. Welsh von                     
         http://alleg.sourceforge.net/digmid.html installieren. Wenn          
         TiMidity++ richtig installiert wurde, ko:nnen Sie mit dem folgenden  
         Kommando MIDI-Dateien in das WAV-Format konvertieren:                
                                                                              
         % timidity -Ow -s 44100 -o /tmp/juke/01.wav 01.mid                   
                                                                              
         Die WAV-Dateien ko:nnen dann in andere Formate konvertiert werden    
         oder (wie im FreeBSD-Handbuch beschrieben) auf Audio-CDs gebrannt    
         werden.                                                              

                         Kapitel 8. Kernelkonfiguration

   8.1. Ich mo:chte meinen Kernel anpassen. Ist das schwierig?

   8.2. Was kann ich machen, wenn meine Kernel-Kompilierungen fehlschlagen,
   weil _hw_float fehlt?

   8.3. Warum ist mein Kernel so gross (u:ber 10 MByte)?

   8.4. Wieso erhalte ich Meldungen u:ber Interrupt-Konflikte, wenn ich eine
   Karte mit mehreren seriellen Schnittstellen einsetzen will?

   8.5. Wieso kann ich nicht einmal den Standard-Kernel (GENERIC) bauen?

   8.6. Wie kann ich pru:fen, welchen Scheduler das System benutzt?

   8.7. Was bedeutet kern.sched.quantum?

   8.1. Ich mo:chte meinen Kernel anpassen. Ist das schwierig?                
        U:berhaupt nicht! Lesen Sie den Abschnitt zur Kernelkonfiguration im  
        Handbuch.                                                             
                                                                              
          Anmerkung:                                                          
                                                                              
        Der neue kernel wird zusammen mit seinen Modulen im Verzeichnis       
        /boot/kernel installiert werden. Der alte Kernel und dessen Module    
        wird in das Verzeichnis /boot/kernel.old verschoben, damit Sie, wenn  
        Sie einen Fehler beim herumexperimentieren mit Ihrer Konfiguration    
        gemacht haben, die vorherige Version Ihres Kernels starten ko:nnen.   
   8.2. Was kann ich machen, wenn meine Kernel-Kompilierungen fehlschlagen,   
        weil _hw_float fehlt?                                                 
        Sie haben wahrscheinlich npx0 aus Ihrer Kernelkonfigurationsdatei     
        entfernt, weil Sie keinen mathematischen Co-Prozessor besitzen. Die   
        Gera:tedatei npx0 ist allerdings VERPFLICHTEND. Ihre Hardware         
        unterstu:tzt Gleitkommaoperationen, selbst wenn dafu:r kein eigenes   
        Bauteil (wie bei den 386er-Prozessoren) mehr verwendet wird. Daher    
        mu:ssen Sie die Gera:tedatei npx0 einbinden. Selbst wenn es Ihnen     
        gelingen sollte, einen Kernel ohne npx0-Unterstu:tzung zu bauen,      
        werden Sie diesen nicht booten ko:nnen.                               
   8.3. Warum ist mein Kernel so gross (u:ber 10 MByte)?                      
        Sie haben Ihren Kernel wahrscheinlich im Debug Modus erstellt. Ein    
        Debug-Kernel entha:lt viele zusa:tzliche Informationen fu:r die       
        Fehlersuche, daher ist er so gross. Bitte beachten Sie, dass die      
        Verwendung eines Debug-Kernels die Performance des Systems nicht oder 
        nur minimal reduziert; ausserdem ist es fu:r den Fall einer system    
        panic sehr praktisch, einen Debug-Kernel zur Hand zu haben.           
                                                                              
        Wenn Ihnen allerdings der Plattenplatz ausgeht oder Sie einfach rein  
        prinzipiell keinen Debug-Kernel benutzen wollen, mu:ssen die beiden   
        folgenden Bedingungen erfu:llt sein:                                  
                                                                              
          * Die Konfigurationsdatei fu:r Ihren Kernel darf die folgende Zeile 
            nicht enthalten:                                                  
                                                                              
         makeoptions DEBUG=-g                                                 
                                                                              
          * Sie du:rfen config(8) nicht mit dem Parameter -g starten.         
                                                                              
        Sollten Sie sich nicht an diese Einschra:nkungen halten, wird Ihr     
        Kernel im Debug-Modus erstellt. Solange Sie sich an diese             
        Einschra:nkungen halten, ko:nnen Sie Ihren Kernel ganz normal         
        erstellen und die Gro:sse des Kernels sollte deutlich sinken. Ein     
        normaler Kernel ist nur 1.5 MByte bis 2 MByte gross.                  
   8.4. Wieso erhalte ich Meldungen u:ber Interrupt-Konflikte, wenn ich eine  
        Karte mit mehreren seriellen Schnittstellen einsetzen will?           
        Wenn ich einen Kernel mit Unterstu:tzung fu:r serielle                
        Multi-Port-Schnittstellen kompiliere, bekomme ich den Hinweis, dass   
        nur der erste Port gepru:ft wird und die restlichen auf Grund von     
        Interrupt-Konflikten u:bersprungen werden. Wie kann ich das Beheben?  
                                                                              
        Das Problem besteht darin, dass in FreeBSD Code integriert ist, um    
        den Kernel vor Abstu:rzen aufgrund von Hardware- oder                 
        Software-Konflikten zu bewahren. Behoben wird es, indem die           
        IRQ-Angaben fu:r alle Ports, bis auf einen ausgelassen werden. Hier   
        ist ein Beispiel:                                                     
                                                                              
        #                                                                     
        # Multiport high-speed serial line - 16550 UARTS                      
        #                                                                     
        device sio2 at isa? port 0x2a0 tty irq 5 flags 0x501 vector siointr   
        device sio3 at isa? port 0x2a8 tty flags 0x501 vector siointr         
        device sio4 at isa? port 0x2b0 tty flags 0x501 vector siointr         
        device sio5 at isa? port 0x2b8 tty flags 0x501 vector siointr         
                                                                              
   8.5. Wieso kann ich nicht einmal den Standard-Kernel (GENERIC) bauen?      
        Es gibt eine Reihe von mo:glichen Ursachen fu:r dieses Problem:       
                                                                              
          * Sie benutzen die neuen Kommandos make buildkernel und make        
            installkernel nicht, obwohl die Sourcen auf Ihrem System nicht    
            zum laufenden System passen (z.B. benutzen Sie die Sourcen von    
            9.2-RELEASE auf einem System mit 8.4-RELEASE). Wenn Sie ein       
            Upgrade durchfu:hren wollen, sollten Sie /usr/src/UPDATING lesen, 
            beachten Sie insbesondere den Abschnitt "COMMON ITEMS" gegen Ende 
            des Dokuments.                                                    
                                                                              
          * Sie benutzen zwar make buildkernel und make installkernel, aber   
            Sie haben nicht darauf geachtet, dass vorher ein komplettes make  
            buildworld durchgelaufen sein muss. Um seine Arbeit erledigen zu  
            ko:nnen, beno:tigt make buildkernel Dateien, die von make         
            buildworld erzeugt werden.                                        
                                                                              
          * Auch wenn Sie FreeBSD-STABLE verwenden, ist es durchaus mo:glich, 
            dass Sie die Sourcen genau zum falschen Zeitpunkt aktualisiert    
            haben: Wa:hrend Sie gerade modifiziert wurden oder kurzzeitig     
            fehlerhaft waren. Eine absolute und vollsta:ndige Garantie, dass  
            Sie die Sourcen compilieren ko:nnen, gibt es nur fu:r die         
            Releases, bei FreeBSD-STABLE ist das nicht immer so. Wenn Sie es  
            noch nicht versucht haben, sollten Sie ihre Source nochmals       
            aktualisieren. Es ist denkbar, dass der von Ihnen genutzte Server 
            zurzeit Probleme hat, benutzen Sie daher testweise auch einmal    
            einen anderen Server.                                             
   8.6. Wie kann ich pru:fen, welchen Scheduler das System benutzt?           
        U:berpru:fen Sie dazu, ob auf Ihrem System die sysctl-Variable        
        kern.sched.quantum existiert. Ist dies bei Ihnen der Fall, werden Sie 
        eine Ausgabe a:hnlich der folgenden sehen:                            
                                                                              
        % sysctl kern.sched.quantum                                           
        kern.sched.quantum: 99960                                             
                                                                              
        Wenn die sysctl-Variable kern.sched.quantum existiert, dann verwenden 
        Sie den 4BSD-Scheduler (sched_4bsd(4)). Existiert sie nicht, erzeugt  
        sysctl(8) eine Fehlermeldung (die Sie aber ignorieren ko:nnen):       
                                                                              
        % sysctl kern.sched.quantum                                           
        sysctl: unknown oid 'kern.sched.quantum'                              
                                                                              
        Seit FreeBSD 5.3-RELEASE wird der Name des verwendeten Schedulers     
        direkt als Wert der sysctl-Variable kern.sched.name ausgegeben:       
                                                                              
        % sysctl kern.sched.name                                              
        kern.sched.name: 4BSD                                                 
   8.7. Was bedeutet kern.sched.quantum?                                      
        kern.sched.quantum ist die maximale Anzahl Ticks, die ein Prozess     
        ununterbrochen laufen kann. Die Variable ist charakteristisch fu:r    
        den 4BSD Scheduler, somit kann der verwendete Scheduler u:ber die     
        Existenz dieser Variablen bestimmt werden.                            

                Kapitel 9. Platten, Dateisysteme und Boot Loader

   9.1. Wie kann ich meine neue Festplatte in mein FreeBSD-System einbinden?

   9.2. Wie verschiebe ich mein System auf meine neue, grosse Platte?

   9.3. Gefa:hrdet eine "dangerously dedicated" Festplatte meine Gesundheit?

   9.4. Auf welchen Partitionen kann ich problemlos Soft Updates einsetzen?
   Ich habe geho:rt, das der Einsatz von Soft Updates auf / Probleme
   verursachen kann.

   9.5. Was stimmt mit meinem ccd(4) nicht?

   9.6. Warum kann ich den Plattenlabel meines ccd(4) nicht editieren?

   9.7. Kann ich andere fremde Dateisysteme unter FreeBSD mounten?

   9.8. Wie mounte ich eine erweiterte DOS-Partition?

   9.9. Gibt es ein verschlu:sselndes Dateisystem fu:r FreeBSD?

   9.10. Wie kann ich den Windows NT(R)-Loader zum Booten von FreeBSD
   verwenden?

   9.11. Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit LILO?

   9.12. Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit GRUB?

   9.13. Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit BootEasy?

   9.14. Wie kann ich das ??? des Boot-Managers durch etwas Sinnvolles
   ersetzen?

   9.15. Ich habe ein Wechsellaufwerk. Wie benutze ich es?

   9.16. Wieso erhalte ich die Meldung Incorrect super block beim Mounten
   einer CD-ROM?

   9.17. Wieso erhalte ich die Meldung Device not configured, wenn ich eine
   CD-ROM mounte?

   9.18. Wieso werden alle Sonderzeichen in den Dateinamen auf meinen CDs
   durch "?" ersetzt, wenn ich die CD unter FreeBSD benutze?

   9.19. Ich habe eine CD mit FreeBSD gebrannt und kann sie nicht mit anderen
   Betriebssystemen lesen. Warum?

   9.20. Wie kann ich ein Image einer Daten-CD erzeugen?

   9.21. Wieso kommt mount nicht meiner Audio-CD zurecht?

   9.22. Wie nutze ich mount fu:r eine Multi-Session CD?

   9.23. Wie lasse ich normale Benutzer Disketten, CD-ROMs und andere
   Wechseldatentra:ger mounten?

   9.24. Wieso geben die Befehle du und df unterschiedliche Werte fu:r den
   freien Plattenplatz aus?

   9.25. Wie kann ich den Swap-Bereich vergro:ssern?

   9.26. Warum ist meine Festplatte unter FreeBSD kleiner, als sie laut
   Hersteller sein soll?

   9.27. Warum kann eine Partition zu mehr als 100% gefu:llt sein?

9.1.  Wie kann ich meine neue Festplatte in mein FreeBSD-System einbinden?           
      Lesen Sie den Abschnitt Hinzufu:gen von Laufwerken im Handbuch.                
9.2.  Wie verschiebe ich mein System auf meine neue, grosse Platte?                  
      Die beste Methode ist, das Betriebssystem auf der neuen Platte neu zu          
      installieren und danach die Daten zu verschieben. Wenn Sie -STABLE u:ber eine  
      Release hinaus genutzt haben oder eine Release aktualisiert haben, ist das     
      sehr empfehlenswert. Sie ko:nnen auf beiden Platten boot0cfg(8) installieren   
      und die beiden Versionen so lange parallel betreiben, bis Ihnen die neue       
      Konfiguration gefa:llt. Wenn Sie dies tun wollen, ko:nnen Sie im               
      u:berna:chsten Absatz erfahren, wie sie Ihre Daten verschieben ko:nnen.        
                                                                                     
      Falls Sie sich entscheiden, das nicht zu tun, mu:ssen Sie Ihre neue Platte     
      partitionieren und labeln. Benutzen Sie dafu:r entweder sysinstall(8) oder     
      fdisk(8) und disklabel(8). Weiterhin sollten Sie mit boot0cfg(8) auf beiden    
      Platten booteasy installieren, damit Sie in der Lage sind, das alte und das    
      neue System abwechselnd zu starten, nachdem der Kopiervorgang abgeschlossen    
      ist.                                                                           
                                                                                     
      Nachdem Sie die neue Platte eingerichtet haben, ko:nnen Sie Ihre Daten         
      verschieben. Dummerweise ko:nnen Sie die Daten nicht einfach kopieren. Dinge   
      wie Gera:tedateien (in /dev), erweiterte Dateiattribute und symbolische Links  
      fu:hren dazu, dass das in die Hose geht. Sie mu:ssen ein Programm benutzen,    
      das damit umgehen kann, und das ist dump(8). Es wird oft empfohlen, die Daten  
      im Single-User-Modus zu verschieben, aber das ist nicht unbedingt notwendig.   
                                                                                     
      Sie sollten auf gar keinen Fall etwas anderes als dump(8) und restore(8)       
      benutzen, um Ihr Root-Filesystem zu verschieben. Es ko:nnte auch mit tar(1)    
      funktionieren - oder auch nicht. Sie sollten ebenfalls dump(8) und restore(8)  
      benutzen, wenn Sie eine komplette Partition auf eine andere, leere Partition   
      verschieben wollen. Um die Daten einer Partition mit dump auf eine andere      
      Partition zu verschieben, mu:ssen Sie die folgenden Schritte ausfu:hren:       
                                                                                     
       1. Richten Sie in der neuen Partition mit newfs ein Dateisystem ein.          
                                                                                     
       2. Mounten Sie die Partition tempora:r an einer geeigneten Stelle.            
                                                                                     
       3. Wechseln Sie mit cd in dieses Verzeichnis.                                 
                                                                                     
       4. Lesen Sie die alte Partition mit dump aus und lenken Sie die Ausgabe auf   
          die neue Partition um.                                                     
                                                                                     
      Wenn Sie zum Beispiel root auf /dev/ad1s1a verschieben wollen und diese        
      derzeit auf /mnt gemountet ist, bedeutet das:                                  
                                                                                     
      # newfs /dev/ad1s1a                                                            
      # mount /dev/ad1s1a /mnt                                                       
      # cd /mnt                                                                      
      # dump 0af - / | restore rf -                                                  
                                                                                     
      Wenn Sie Ihre Partitionen mit dump(8) umorganisieren wollen, steht Ihnen etwas 
      mehr Arbeit bevor. Wenn Sie eine Partition wie /var in die u:bergeordnete      
      Partition verschieben wollen, mu:ssen Sie zuna:chst eine neue Partition        
      erzeugen, die die beiden alten Partitionen aufnehmen kann. Der zweite Schritt  
      ist, wie oben beschrieben die u:bergeordnete Partition in die neue Partition   
      zu verschieben. Im dritten und letzten Schritt verschieben Sie dann die        
      untergeordnete Partition in das leere Verzeichnis, das im zweiten Schritt      
      entstanden ist:                                                                
                                                                                     
      # newfs /dev/ad1s1a                                                            
      # mount /dev/ad1s1a /mnt                                                       
      # cd /mnt                                                                      
      # dump 0af - / | restore rf -                                                  
      # cd var                                                                       
      # dump 0af - /var | restore rf -                                               
                                                                                     
      Wenn Sie ein Verzeichnis aus einer Partition herauslo:sen wollen, also z.B.    
      /var auf eine eigene Partition verlegen wollen, dann mu:ssen Sie zuna:chst     
      beide Partitionen anlegen. Danach mu:ssen Sie die untergeordnete Partition im  
      passenden Verzeichnis unterhalb des tempora:ren mount points mounten und zum   
      Abschluss die alte Partition verschieben:                                      
                                                                                     
      # newfs /dev/ad1s1a                                                            
      # newfs /dev/ad1s1d                                                            
      # mount /dev/ad1s1a /mnt                                                       
      # mkdir /mnt/var                                                               
      # mount /dev/ad1s1d /mnt/var                                                   
      # cd /mnt                                                                      
      # dump 0af - / | restore rf -                                                  
                                                                                     
      Eventuell sagen Ihnen fu:r Benutzerdaten cpio(1), pax(1) oder tar(1) eher zu   
      als dump(8). Allerdings haben alle diese Programme den Nachteil, dass sie die  
      erweiterten Dateiattribute nicht verstehen, daher sollten Sie bei ihrem        
      Einsatz aufpassen.                                                             
9.3.  Gefa:hrdet eine "dangerously dedicated" Festplatte meine Gesundheit?           
      Die Installationsprozedur bietet Ihnen zwei verschiedene Methoden, Ihre        
      Festplatte(n) zu partitionieren. Die Standardmethode macht sie kompatibel zu   
      anderen Betriebssystemen auf derselben Maschine, indem                         
      fdisk(8)-Tabelleneintra:ge (unter FreeBSD "slices" genannt) mit einem          
      FreeBSD-Eintrag, in dem eigene Partitionen untergebracht werden, benutzt       
      werden. Optional kann ausgewa:hlt werden, ob ein Boot-Selektor installiert     
      werden soll, um zwischen den mo:glichen Betriebssystemen auf der/den Platte(n) 
      wechseln zu ko:nnen. Bei der zweiten Methode wird die gesamte Platte fu:r      
      FreeBSD genutzt und nicht versucht, kompatibel zu anderen Betriebssystemen zu  
      sein.                                                                          
                                                                                     
      Nun, warum wird es "gefa:hrlich" genannt? Eine Platte in diesem Modus entha:lt 
      nichts, was von normalen PC-Hilfsprogrammen als gu:ltige fdisk(8)-Tabelle      
      betrachtet werden wu:rde. Abha:ngig von der Qualita:t ihres Designs werden sie 
      sich bei Ihnen beschweren, sobald sie mit einer solchen Platte in Kontakt      
      kommen, oder noch schlimmer, sie ko:nnten den Bootstrap von FreeBSD            
      bescha:digen, ohne Sie zu fragen oder darauf hinzuweisen. Hinzu kommt, dass    
      vom Layout von "dangerously dedicated" Platten bekannt ist, dass es viele      
      BIOSe verwirrt, einschliesslich solcher von AWARD (wie es z.B. im HP Netserver 
      oder Micronics-Systemen, sowie vielen anderen zu finden ist) und Symbios/NCR   
      (fu:r die bekannte 53C8xx-Reihe von SCSI-Controllern). Dies ist keine          
      vollsta:ndige Liste - es gibt weitere. Symptome fu:r diese Verwirrung sind     
      read error-Meldungen, die vom FreeBSD-Bootstrap ausgegeben werden, wenn es     
      sich selbst nicht finden kann, sowie Systemabstu:rze beim Booten.              
                                                                                     
      Warum gibt es diesen Modus dann u:berhaupt? Es spart ein paar kByte an         
      Plattenplatz und kann echte Probleme verursachen, die zu einer Neuinstallation 
      fu:hren. Die Urspru:nge des "Dangerously dedicated" Modus liegen in der        
      Absicht, eines der ha:ufigsten Probleme, das Erstinstallierer von FreeBSD      
      plagt, zu verhindern - die BIOS-Werte fu:r die "Geometrie" einer Festplatte    
      auf der Festplatte selbst anzupassen.                                          
                                                                                     
      "Geometrie" ist ein veraltetes Konzept, das aber immer noch die Grundlage fu:r 
      die Interaktion zwischen dem PC-BIOS und den Festplatten ist. Wenn das         
      Installationsprogramm von FreeBSD Slices erstellt, muss es sich die Lage       
      dieser Slices auf der Festplatte in einer Art merken, die damit                
      u:bereinstimmt, wie das BIOS erwartet, sie zu finden. Wenn das falsch          
      geschieht, werden Sie nicht in der Lage sein, zu booten.                       
                                                                                     
      Durch den "Dangerously dedicated" Modus wird versucht, dies zu umgehen, indem  
      das Problem vereinfacht wird. In einigen Fa:llen klappt das zwar, aber er ist  
      eher als allerletzter Ausweg gedacht - in 99 von 100 Fa:llen gibt es bessere   
      Mo:glichkeiten, das Problem zu lo:sen.                                         
                                                                                     
      Wie vermeiden Sie also die Notwendigkeit zum "DD" Modus, wenn Sie              
      installieren? Beginnen Sie, indem Sie sich notieren, welche Geometrie das BIOS 
      fu:r Ihre Platten benutzt. Sie ko:nnen erreichen, dass der Kernel sie beim     
      Booten ausgibt, indem Sie -v an der Eingabeaufforderung boot: angeben, oder    
      boot -v im Loader verwenden. Kurz bevor das Installationsprogramm startet,     
      wird der Kernel eine Liste mit den BIOS-Geometrien ausgeben. Keine Panik -     
      warten Sie, bis das Installationsprogramm gestartet wurde und benutzen Sie     
      Scrollback, um die Zahlen zu lesen. Typischerweise befinden sich die           
      BIOS-Platten in derselben Reihenfolge, wie FreeBSD Ihre Platten auflistet -    
      zuerst IDE, dann SCSI.                                                         
                                                                                     
      Wenn Sie Ihre Festplatte in Slices unterteilen, u:berpru:fen Sie, ob die       
      Plattengeometrie, die im FDISK-Menu: angegeben ist, korrekt ist (das heisst    
      mit den Einstellungen im BIOS u:bereinstimmen). Falls die Werte nicht stimmen, 
      benutzen Sie G, um sie zu korrigieren. Diese Schritte sind no:tig, wenn sich   
      absolut nichts auf der Festplatte befindet, oder, wenn die Festplatte vorher   
      in einem anderen System benutzt worden ist. Beachten Sie, dass dies nur fu:r   
      die Festplatte no:tig ist, von der Sie booten wollen. Mit weiteren vorhandenen 
      Platten wird FreeBSD sich problemlos zurechtfinden.                            
                                                                                     
      Wenn Sie es geschafft haben, dass das BIOS und FreeBSD in der                  
      Festplattengeometrie u:bereinstimmen, dann sind Ihre Probleme ziemlich sicher  
      voru:ber - ohne, dass es no:tig gewesen wa:re, den "DD"-Modus zu benutzen.     
      Falls sie jedoch immer noch mit der gefu:rchteten read error-Meldung begru:sst 
      werden sollten, wenn Sie versuchen, zu booten, wird es Zeit, dass Sie Ihre     
      Finger kreuzen und es einfach versuchen - es gibt nichts mehr zu verlieren.    
                                                                                     
      Um eine "dangerously dedicated" Festplatte wieder fu:r einen normalen PC       
      brauchbar zu machen, gibt es zwei Mo:glichkeiten. Die erste ist, ausreichend   
      viele NULL-Bytes in den MBR zu schreiben, um irgendwelche nachfolgenden        
      Installation glauben zu machen, dass es sich um eine leere Festplatte handelt. 
      Sie ko:nnen das zum Beispiel mit diesem Befehl tun:                            
                                                                                     
      # dd if=/dev/zero of=/dev/rda0 count=15                                        
                                                                                     
      Alternativ installiert der undokumentierte DOS-Befehl                          
                                                                                     
      C:\> fdisk /mbr                                                                
                                                                                     
      einen neuen Master-Boot-Record, das heisst der BSD-Bootstrap wird zersto:rt.   
9.4.  Auf welchen Partitionen kann ich problemlos Soft Updates einsetzen? Ich habe   
      geho:rt, das der Einsatz von Soft Updates auf / Probleme verursachen kann.     
      Die schnelle Antwort: Sie ko:nnen Soft Updates bedenkenlos auf alle            
      Partitionen benutzen.                                                          
                                                                                     
      Die ausfu:hrliche Antwort: Es gab lange Zeit Bedenken, was den Einsatz von     
      Soft Updates auf der root-Partition betrifft. Der Grund sind zwei              
      Charakteristika der Soft Updates: Zum einen kann es bei einem Absturz des      
      System auf einer Partition mit Soft Updates zum Datenverlust kommen. Die       
      Partition ist zwar noch brauchbar, aber einige Daten ko:nnen verloren gehen.   
      Weiterhin kann es durch Soft Updates zu einem zeitweisen Mangel an             
      Plattenplatz kommen.                                                           
                                                                                     
      Bei der Benutzung von Soft Updates kann es bis zu dreissig Sekunden dauern,    
      bis der Kernel A:nderungen auf das physikalische Speichermedium schreibt. Wenn 
      Sie eine grosse Datei lo:schen, ist diese Datei noch auf der Platte vorhanden, 
      bis der Kernel die Lo:schoperation tatsa:chlich durchfu:hrt. Das kann zu einem 
      sehr einfachen Problem fu:hren: Stellen Sie sich vor, Sie lo:schen eine grosse 
      Datei und legen gleich darauf eine andere grosse Datei an. Da die erste Datei  
      noch nicht wirklich gelo:scht wurde, ist eventuell nicht genug Platz fu:r die  
      zweite grosse Datei. Sie erhalten die Fehlermeldung, dass nicht genug freier   
      Platz vorhanden ist, obwohl Sie ganz genau wissen, dass Sie gerade eben Platz  
      geschaffen haben. Wenn Sie die Operation ein paar Sekunden spa:ter             
      wiederholen, funktioniert alles wie von Geisterhand. Dieser Effekt hat mehr    
      als einen Benutzer verwirrt und Zweifel an seiner geistigen Stabilita:t oder   
      dem FreeBSD-Dateisystem aufkommen lassen.                                      
                                                                                     
      Wenn der Kernel ein Datenpaket annimmt und das System abstu:rzt, bevor er dies 
      Daten auf die Platte geschrieben hat, kann es zum Verlust oder zur Zersto:rung 
      von Daten kommen. Dieses Risiko ist nur sehr gering und normalerweise tragbar. 
      Wenn Sie allerdings einen IDE-Write-Cache verwenden, steigt das Risiko; daher  
      wird normalerweise empfohlen, auf den Einsatz dieser Technik zu verzichten,    
      wenn Sie Soft Updates benutzen.                                                
                                                                                     
      Diese beiden Probleme betreffen alle Partitionen, die Soft Updates verwenden.  
      Was bedeutet das fu:r die Root-Partition?                                      
                                                                                     
      Die wichtigen Daten auf der Root-Partition a:ndern sich nur sehr selten.       
      Dateien wie /boot/kernel/kernel und der Inhalt /etc werden nur bei der Wartung 
      des Systems gea:ndert, oder wenn Benutzer ihre Passwo:rter a:ndern. Wenn das   
      System in den 30 Sekunden nach einer solchen A:nderung abstu:rzt, ist es       
      mo:glich, das Daten verloren gehen. Dieses Risiko ist in den meisten Fa:llen   
      unerheblich, aber es ist vorhanden. Wenn das zu viel Risiko ist, dann sollten  
      Sie Soft Updates nicht auf der Root-Partition einsetzen.                       
                                                                                     
      / war schon immer eine der kleinsten Partitionen. Wenn Sie das Verzeichnis     
      /tmp direkt auf / und in Ihrem /tmp viel Betrieb ist, kann es gelegentlich zu  
      den oben beschriebenen Platzproblemen kommen. Um das Problem zu lo:sen,        
      sollten sie einen symbolischen Link von /tmp nach /var/tmp legen.              
9.5.  Was stimmt mit meinem ccd(4) nicht?                                            
      Das Symptom hierfu:r ist:                                                      
                                                                                     
      # ccdconfig -C                                                                 
      ccdconfig: ioctl (CCDIOCSET): /dev/ccd0c: Inappropriate file type or format    
                                                                                     
      Das geschieht fu:r gewo:hnlich, wenn Sie versuchen, die c Partitionen, die     
      standardma:ssig vom Typ unbenutzt sind, zu verbinden. Der ccd(4)-Treiber       
      verlangt Partitionen vom Typ FS_BSDFFS. Editieren Sie den Plattenlabel der     
      Platten, die Sie zu verknu:pfen versuchen und a:ndern Sie die Typen der        
      Partitionen in 4.2BSD.                                                         
9.6.  Warum kann ich den Plattenlabel meines ccd(4) nicht editieren?                 
      Das Symptom hierfu:r ist:                                                      
                                                                                     
      # disklabel ccd0                                                               
      (hier wird etwas vernu:nftiges ausgegeben; versuchen wir nun, es zu editieren) 
      # disklabel -e ccd0                                                            
      (editieren, speichern, beenden)                                                
      disklabel: ioctl DIOCWDINFO: No disk label on disk;                            
      use "disklabel -r" to install initial label                                    
                                                                                     
      Der Grund ist, dass der von ccd(4) zuru:ckgelieferte Plattenlabel ein          
      "vorgeta:uschter" ist, der sich nicht wirklich auf der Platte befindet. Sie    
      ko:nnen das Problem beheben, indem Sie ihn explizit zuru:ckschreiben, wie z.B. 
      hier:                                                                          
                                                                                     
      # disklabel ccd0 > /tmp/disklabel.tmp                                          
      # disklabel -Rr ccd0 /tmp/disklabel.tmp                                        
      # disklabel -e ccd0                                                            
      (nun wird es funktionieren)                                                    
9.7.  Kann ich andere fremde Dateisysteme unter FreeBSD mounten?                     
      FreeBSD unterstu:tzt verschiedene fremde Dateisysteme.                         
                                                                                     
      UFS                                                                            
                                                                                     
         UFS-CD-ROMs ko:nnen unter FreeBSD direkt gemountet werden. Das Mounten von  
         Partitionen von Digital UNIX(R) und anderen Systemen, die UFS               
         unterstu:tzen, ko:nnte schwieriger sein, abha:ngig von den Details der      
         Plattenpartitionierung des betreffenden Betriebssystems.                    
                                                                                     
      ext2/ext3                                                                      
                                                                                     
         FreeBSD unterstu:tzt ext2fs und ext3fs-Partitionen. Unter mount_ext2fs(8)   
         finden Sie weitere Informationen.                                           
                                                                                     
      NTFS                                                                           
                                                                                     
         Ein NTFS-Treiber, der nur Lesezugriffe gestattet, ist Teil von FreeBSD.     
         Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Hilfeseite mount_ntfs(8). Ein 
         Port von ntfs-3g unterstu:tzt Schreiboperationen auf NTFS (siehe            
         sysutils/fusefs-ntfs).                                                      
                                                                                     
      FAT                                                                            
                                                                                     
         FreeBSD entha:lt ein FAT-Treiber, der Lese- und Schreibzugriffe             
         ermo:glicht. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Hilfeseite       
         mount_msdosfs(8).                                                           
                                                                                     
      ZFS                                                                            
                                                                                     
         Zum jetzigen Zeitpunkt entha:lt FreeBSD eine Portierung von Sun(TM)s ZFS    
         Treiber. Die aktuelle Empfehlung ist, es nur auf amd64 Plattformen mit      
         ausreichend Hauptspeicher zu verwenden. Mehr Informationen finden Sie in    
         der Manualpage zfs(8).                                                      
                                                                                     
      FreeBSD unterstu:tzt auch verschiedene Netzwerk-Dateisysteme, wie NFS          
      (mount_nfs(8)), NetWare (mount_nwfs(8)), sowie die SMB-Dateisysteme von        
      Microsoft (mount_smbfs(8)). In Ports die auf FUSE (sysutils/fusefs-kmod)       
      basieren, ko:nnen Sie viele weitere Dateisysteme finden.                       
9.8.  Wie mounte ich eine erweiterte DOS-Partition?                                  
      Die erweiterten DOS-Partitionen befinden sich hinter allen prima:ren           
      Partitionen. Wenn sich zum Beispiel eine Partition "E" als sekunda:re          
      DOS-Partition auf Ihrem zweiten SCSI-Laufwerk befindet, wird eine Gera:tedatei 
      fu:r "Slice 5" im Verzeichnis /dev erstellt, also mounten Sie diese einfach:   
                                                                                     
      # mount -t msdosfs /dev/da1s5 /dos/e                                           
9.9.  Gibt es ein verschlu:sselndes Dateisystem fu:r FreeBSD?                        
      Ja. Sie ko:nnen entweder gbde(8) oder geli(8) einsetzen. Lesen Sie dazu auch   
      den Abschnitt Partitionen verschlu:sseln des Handbuchs.                        
9.10. Wie kann ich den Windows NT(R)-Loader zum Booten von FreeBSD verwenden?        
      Das grundsa:tzliche Vorgehen besteht darin, dass Sie den ersten Sektor Ihrer   
      eigentlichen FreeBSD-Rootpartition in eine Datei auf der                       
      DOS/Windows NT(R)-Partition kopieren. Angenommen, sie nennen die Datei etwa    
      c:\bootsect.bsd (durch c:\bootsect.dos inspiriert), dann ko:nnen Sie die Datei 
      c:\boot.ini etwa wie folgt editieren:                                          
                                                                                     
      [boot loader]                                                                  
      timeout=30                                                                     
      default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS                            
      [operating systems]                                                            
      multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Windows NT"                       
      C:\BOOTSECT.BSD="FreeBSD"                                                      
      C:\="DOS"                                                                      
                                                                                     
                                                                                     
      Falls FreeBSD auf derselben Platte, wie die Windows NT(R)-Bootpartition        
      installiert ist, kopieren Sie einfach /boot/boot1 nach C:\BOOTSECT.BSD. Falls  
      FreeBSD auf einer anderen Platte installiert ist, wird /boot/boot1 nicht       
      funktionieren; Sie brauchen in diesem Fall /boot/boot0.                        
                                                                                     
      /boot/boot0 muss mit sysinstall(8) installiert werden. Wa:hlen Sie dazu den    
      FreeBSD-Bootmanager aus, wenn Sie gefragt werden, ob sie einen Bootmanager     
      installieren wollen. Dieser Schritt ist notwendig, weil /boot/boot0 eine leere 
      Partitionstabelle entha:lt, die von sysinstall(8) mit NULL-Zeichen ausgefu:llt 
      wird, bevor /boot/boot0 in den MBR kopiert wird.                               
                                                                                     
        Warnung:                                                                     
                                                                                     
      Sie du:rfen auf gar keinen Fall einfach /boot/boot0 statt /boot/boot1          
      kopieren. Wenn Sie das doch tun sollten, wird Ihre Partitionstabelle           
      u:berschrieben und Ihr Rechner wird nicht mehr starten!                        
                                                                                     
      Wenn der Bootmanager von FreeBSD gestartet wird, merkt er sich das zuletzt     
      gestartet Betriebssystem, indem er dessen Partition als aktiv markiert. Danach 
      kopiert er sich selbst (alle 512 Bytes) in den MBR. Wenn Sie also einfach      
      /boot/boot0 nach C:\BOOTSECT.BSD kopieren, wu:rde der Bootmanager eine leere   
      Partitionstabelle (mit einem als aktiv markiertem Eintrag) in den MBR          
      kopieren.                                                                      
9.11. Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit LILO?                                   
      Falls sich FreeBSD und Linux(R) auf derselben Platte befinden, folgen Sie      
      einfach den Installationsanweisungen von LILO zum Booten eines                 
      Nicht-Linux(R)-Betriebssystems. Ganz knapp sind dies:                          
                                                                                     
      Booten Sie Linux(R) und fu:gen Sie die folgenden Zeilen in die Datei           
      /etc/lilo.conf ein:                                                            
                                                                                     
      other=/dev/hda2                                                                
      table=/dev/hda                                                                 
      label=FreeBSD                                                                  
                                                                                     
      (hierbei wird angenommen, dass Ihre FreeBSD-Partition Linux(R) unter /dev/hda2 
      bekannt ist; a:ndern Sie dies entsprechend Ihren Einstellungen). Fu:hren Sie   
      nun als root den Befehl lilo aus und Sie sind fertig.                          
                                                                                     
      Falls FreeBSD sich auf einer anderen Platte befindet, mu:ssen Sie              
      loader=/boot/chain.b zu den LILO-Angaben hinzufu:gen. Zum Beispiel:            
                                                                                     
      other=/dev/dab4                                                                
      table=/dev/dab                                                                 
      loader=/boot/chain.b                                                           
      label=FreeBSD                                                                  
                                                                                     
      In einigen Fa:llen ko:nnte es sein, dass Sie beim FreeBSD-Bootloader die       
      BIOS-Laufwerksnummer angeben mu:ssen, um von der zweiten Platte booten zu      
      ko:nnen. Wenn Ihre FreeBSD-SCSI-Platte vom BIOS zum Beispiel als BIOS-Platte 1 
      erkannt wird, mu:ssen Sie am Prompt des FreeBSD-Bootloaders eingeben:          
                                                                                     
      Boot: 1:da(0,a)/boot/kernel/kernel                                             
                                                                                     
      Sie ko:nnen boot(8) so konfigurieren, dass das beim Booten automatisch         
      geschieht.                                                                     
                                                                                     
      Das Linux(R)+FreeBSD mini-HOWTO ist ein guter Ratgeber bei Fragen zur          
      Interaktion von FreeBSD und Linux(R).                                          
9.12. Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit GRUB?                                   
      Es ist sehr einfach, GRUB zum Starten von FreeBSD einzusetzen. Dazu mu:ssen    
      Sie lediglich die folgenden Zeilen in die Konfigurationsdatei                  
      /boot/grub/menu.lst (oder /boot/grub/grub.conf bei manchen Systemen wie z.B.   
      Red Hat Linux und dessen Abko:mmlinge) aufnehmen.                              
                                                                                     
      title FreeBSD 6.1                                                              
              root (hd0,a)                                                           
              kernel /boot/loader                                                    
                                                                                     
                                                                                     
      Dabei steht hd0,a fu:r die root-Partition Ihrer ersten Festplatte. Beno:tigen  
      Sie auch die Slice-Nummer, so verwenden Sie einen Eintrag der Form (hd0,2,a).  
      In der Voreinstellung ist die Angabe der Slice-Nummer aber nicht no:tig, da    
      GRUB automatisch das erste Slice (das die Bezeichnung a hat) nutzt.            
9.13. Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit BootEasy?                               
      Installieren Sie LILO am Anfang Ihrer Linux(R)-Bootpartition, anstatt im       
      Master Boot Record. Sie ko:nnen LILO dann von BootEasy aus booten.             
                                                                                     
      Wenn Sie Windows(R) und Linux(R) benutzen, wird das ohnehin empfohlen, um es   
      einfacher zu machen, Linux(R) wieder zu booten, wenn es no:tig werden sollte,  
      dass Sie Windows(R) neu installieren (Windows(R) ist ein eifersu:chtiges       
      Betriebssystem, das kein anderes Betriebssystem im Master Boot Sektor duldet). 
9.14. Wie kann ich das ??? des Boot-Managers durch etwas Sinnvolles ersetzen?        
      Solange Sie den Boot-Manager nicht komplett neu schreiben, gar nicht.          
      Allerdings gibt es in der Kategorie sysutils der Ports diverse Boot-Manager,   
      die diese Funktionalita:t bieten.                                              
9.15. Ich habe ein Wechsellaufwerk. Wie benutze ich es?                              
      Ob es sich um ein Wechsellaufwerk handelt, um ein Zip(R) oder ein EZ-Laufwerk  
      (oder sogar ein Diskettenlaufwerk, wenn Sie es auf diese Weise benutzen        
      mo:chten), oder um eine neue Festplatte - wenn es einmal installiert und vom   
      System erkannt ist und Sie Ihre Kassette/Diskette/was_auch_immer eingelegt     
      haben, ist das Vorgehen bei allen Gera:ten ziemlich a:hnlich.                  
                                                                                     
      (dieser Abschnitt basiert auf Mark Mayo's ZIP-FAQ)                             
                                                                                     
      Wenn es sich um ein ZIP- oder Diskettenlaufwerk handelt, und sich bereits ein  
      DOS-Dateisystem darauf befindet, ko:nnen Sie einen Befehl wie diesen fu:r eine 
      Diskette benutzen:                                                             
                                                                                     
      # mount -t msdosfs /dev/fd0c /floppy                                           
                                                                                     
      oder diesen:                                                                   
                                                                                     
      # mount -t msdosfs /dev/da2s4 /zip                                             
                                                                                     
      fu:r eine ZIP-Disk mit der Herstellerkonfiguration.                            
                                                                                     
      Benutzen Sie bei anderen Platten fdisk(8) oder sysinstall(8), um               
      herauszufinden, wie sie konfiguriert sind.                                     
                                                                                     
      Die restlichen Beispiele sind fu:r ein ZIP-Laufwerk unter da2, der dritten     
      SCSI-Platte.                                                                   
                                                                                     
      Wenn es sich nicht um eine Diskette oder eine Wechselplatte handelt, die Sie   
      mit anderen Leuten austauschen wollen, ist es wahrscheinlich besser, ein       
      BSD-Dateisystem darauf zu installieren. Hierdurch bekommen Sie Unterstu:tzung  
      fu:r lange Dateinamen, eine mindestens doppelt so hohe Leistungsausnutzung und 
      wesentlich ho:here Stabilita:t. Zuna:chst mu:ssen Sie die                      
      Partitionen/Dateisysteme auf DOS-Ebene nochmals erstellen. Sie ko:nnen         
      entweder fdisk(8) oder sysinstall(8) benutzen, oder, bei einem kleinen         
      Laufwerk, dem Sie eine Unterstu:tzung fu:r mehrere Betriebssysteme nicht       
      zumuten wollen, entfernen Sie einfach die komplette FAT Partitionstabelle      
      (Slices) und benutzen Sie einfach die BSD-Partitionierung:                     
                                                                                     
      # dd if=/dev/zero of=/dev/rda2 count=2                                         
      # disklabel -Brw da2 auto                                                      
                                                                                     
      Sie ko:nnen disklabel(8) oder sysinstall(8) benutzen, um mehrere               
      BSD-Partitionen zu erstellen. Dies werden Sie sicherlich bei einer fest        
      eingebauten Platte wollen, aber bei einem Wechsellaufwerk wie einem ZIP ist    
      das wahrscheinlich irrelevant.                                                 
                                                                                     
      Zum Schluss erstellen Sie ein neues Dateisystem - dieses befindet sich auf     
      unserem ZIP-Laufwerk und belegt die gesamte Platte:                            
                                                                                     
      # newfs /dev/rda2c                                                             
                                                                                     
      anschliessend mounten Sie es:                                                  
                                                                                     
      # mount /dev/da2c /zip                                                         
                                                                                     
      Und sicherlich ist es keine schlechte Idee, eine Zeile a:hnlich der folgenden  
      in die Datei /etc/fstab einzufu:gen, damit Sie in Zukunft nur mount /zip       
      einzugeben brauchen:                                                           
                                                                                     
      /dev/da2c /zip ffs rw,noauto 0 0                                               
9.16. Wieso erhalte ich die Meldung Incorrect super block beim Mounten einer CD-ROM? 
      Sie mu:ssen mount(8) mitteilen, was fu:r ein Gera:t Sie mounten wollen.        
      Genauere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Optische Speichermedien des  
      Handbuch, genauer gesagt im Abschnitt Benutzung von Daten-CDs.                 
9.17. Wieso erhalte ich die Meldung Device not configured, wenn ich eine CD-ROM      
      mounte?                                                                        
      Das bedeutet im allgemeinen, dass sich keine CD-ROM im Laufwerk befindet,      
      oder, dass das Laufwerk auf dem Bus nicht sichtbar ist. Dieses Problem wird im 
      Kapitel Benutzung von Daten-CDs des Handbuchs ausfu:hrlich diskutiert.         
9.18. Wieso werden alle Sonderzeichen in den Dateinamen auf meinen CDs durch "?"     
      ersetzt, wenn ich die CD unter FreeBSD benutze?                                
      Wahrscheinlich werden auf der CD-ROM die "Joliet" Erweiterungen fu:r die       
      Speicherung von Datei- und Verzeichnisnamen benutzt. Werfen Sie einen Blick in 
      das Kapitel Erzeugung von CD-ROMs im Handbuch, speziell in den Abschnitt u:ber 
      Benutzung von Daten-CDs.                                                       
                                                                                     
      [Anmerkung des U:bersetzers: Es geht hier nicht um die deutschen               
      Sonderzeichen, da diese schon im normalen ISO8859-1 enthalten sind. Die        
      Probleme treten auf, wenn man z.B. russische CDs (ISO8859-5) verwendet.]       
9.19. Ich habe eine CD mit FreeBSD gebrannt und kann sie nicht mit anderen           
      Betriebssystemen lesen. Warum?                                                 
      Sie haben wahrscheinlichste eine Datei direkt auf CD geschrieben, statt ein    
      ISO 9660-Dateisystem erzeugt zu haben. Werfen Sie einen Blick in das Kapitel   
      Erzeugung von CD-ROMs im Handbuch, speziell in den Abschnitt u:ber reine       
      Daten-CDs.                                                                     
9.20. Wie kann ich ein Image einer Daten-CD erzeugen?                                
      Diese Information finden Sie im Abschnitt Kopieren von CD-ROMs des Handbuchs.  
      Weitere Informationen u:ber die Arbeit mit CD-ROMs finden Sie im Abschnitt     
      Erzeugen von CD-ROMs im Kapitel Speichermedien des Handbuchs.                  
9.21. Wieso kommt mount nicht meiner Audio-CD zurecht?                               
      Wenn Sie versuchen sollten, eine Audio-CD zu mounten, erhalten Sie die Meldung 
      cd9660: /dev/acd0c: Invalid argument. Der Grund dafu:r ist, dass mount nur     
      fu:r Dateisysteme vorgehen ist. Audio CDs habe kein Dateisystem, sondern nur   
      Daten. Wenn Sie eine Audio CD auslesen wollen, brauchen Sie ein entsprechendes 
      Programm wie z.B. audio/xmcd aus den Ports.                                    
9.22. Wie nutze ich mount fu:r eine Multi-Session CD?                                
      Standardma:ssig benutzt mount(8) den letzten (aktuellsten) Daten-Track der CD. 
      Wenn Sie eine a:ltere Session benutzen wollen, mu:ssen Sie diese mit der       
      Option -s definieren. Weitere Informationen finden Sie in der Onlinehilfe zu   
      mount_cd9660(8)                                                                
9.23. Wie lasse ich normale Benutzer Disketten, CD-ROMs und andere                   
      Wechseldatentra:ger mounten?                                                   
      Normale Benutzer ko:nnen dazu berechtigt werden, Gera:te zu mounten. Das geht  
      so:                                                                            
                                                                                     
       1. Setzen Sie als root die sysctl-Variable vfs.usermount auf 1:               
                                                                                     
       # sysctl -w vfs.usermount=1                                                   
                                                                                     
       2. Ordnen Sie als root den Block-Gera:ten, die den Wechsellaufwerken          
          zugeordnet sind, die entsprechenden Zugriffsrechte zu.                     
                                                                                     
          Wenn Sie zum Beispiel den Benutzer den Zugriff auf das erste               
          Diskettenlaufwerk zu erlauben wollen:                                      
                                                                                     
       # chmod 666 /dev/fd0                                                          
                                                                                     
          Um den Mitgliedern der Gruppe operator den Zugriff auf das CD-ROM zu       
          gestatten:                                                                 
                                                                                     
       # chgrp operator /dev/acd0c                                                   
       # chmod 640 /dev/acd0c                                                        
                                                                                     
       3. Sie mu:ssen zusa:tzlich /etc/devfs.conf anpassen, weil diese Einstellungen 
          ansonsten beim Systemneustart verloren gehen.                              
                                                                                     
          Damit normale Benutzer beispielsweise das erste Diskettenlaufwerk mounten  
          ko:nnen, fu:gen Sie als root folgende Zeilen in /etc/devfs.conf ein:       
                                                                                     
       # Allen Benutzern erlauben, das erste Diskettenlaufwerk zu mounten.           
       own       /dev/fd0        root:operator                                       
       perm      /dev/fd0        0666                                                
                                                                                     
          Damit alle Mitglieder der Gruppe operator das CD-ROM-Laufwerk mounten      
          ko:nnen, die folgenden Zeilen:                                             
                                                                                     
       # Alle Mitglieder der Gruppe operator du:rfen CD-ROMs mounten.                
       own       /dev/acd0       root:operator                                       
       perm      /dev/acd0       0660                                                
                                                                                     
       4. Fu:gen Sie zum Abschluss die Zeile vfs.usermount=1 in die Datei            
          /etc/sysctl.conf ein, damit die Einstellung bei einem Neustart des Systems 
          automatisch erhalten bleibt.                                               
                                                                                     
      Alle Benutzer ko:nnen nun /dev/fd0 auf ein Verzeichnis, das ihnen geho:rt,     
      mounten:                                                                       
                                                                                     
      %  mkdir ~/my-mount-point                                                      
      %  mount -t msdosfs /dev/fd0 ~/my-mount-point                                  
                                                                                     
      Die zur Gruppe operator geho:renden Benutzer ko:nnen nun /dev/acd0c auf ein    
      Verzeichnis, das ihnen geho:rt, mounten:                                       
                                                                                     
      %  mkdir ~/my-mount-point                                                      
      %  mount -t cd9660 /dev/acd0c ~/my-mount-point                                 
                                                                                     
      Das Unmounten des Gera:tes ist simpel:                                         
                                                                                     
      % umount ~/my-mount-point                                                      
                                                                                     
      Die Aktivierung von vfs.usermount hat jedoch negative Auswirkungen auf         
      Sicherheitsaspekte. Ein besserer Weg, um auf MS-DOS(R)-formatierte             
      Datentra:ger zuzugreifen, ist die Benutzung des Packages emulators/mtools.     
                                                                                     
        Anmerkung:                                                                   
                                                                                     
      Denken Sie daran, dass Sie die Gera:tenamen in diesen Beispielen an Ihre       
      Konfiguration anpassen mu:ssen.                                                
9.24. Wieso geben die Befehle du und df unterschiedliche Werte fu:r den freien       
      Plattenplatz aus?                                                              
      Der Grund ist die Funktionsweise von du und df. du geht durch einen Dateibaum, 
      ermittelt die Gro:sse jeder einzelnen Datei, und gibt die Summe aus. df fragt  
      lediglich das Dateisystem wie viel Platz noch frei ist. Das scheint zwar auf   
      den ersten Blick sehr a:hnlich zu sein; allerdings wird sich ein leeres        
      Verzeichnis auf die Ausgabe von df auswirken, wa:hrend es auf das Ergebnis von 
      du keinen Einfluss hat.                                                        
                                                                                     
      Wenn Sie eine Datei lo:schen, wa:hrend sie von einem Programm genutzt wird,    
      wird diese Datei erst gelo:scht, wenn sie vom Programm freigegeben wird.       
      Allerdings wird die Datei sofort aus dem Verzeichnis entfernt. Sie ko:nnen     
      dieses Verhalten mit einem Programm wie more sehr einfach nachvollziehen. Dazu 
      brauchen Sie nur eine Datei, die gross genug ist, um die Ausgabe von du und df 
      zu beeinflussen. Bei der Gro:sse aktueller Platten muss diese Datei schon sehr 
      gross sein! Wenn Sie diese Datei lo:schen, wa:hrend Sie sie sich in more       
      anzeigen lassen, hat more kein Problem. Der Eintrag fu:r die Datei wird        
      lediglich aus dem Verzeichnis entfernt, damit kein anderes Programm mehr       
      darauf zugreifen kann. Laut du ist die Datei verschwunden - es hat das         
      Verzeichnis untersucht und die Datei nicht gefunden. Laut df ist die Datei     
      aber vorhanden, da sie im Dateisystem immer noch Platz belegt. Sobald Sie more 
      beenden, werden die Ergebnisse von du und df wieder u:bereinstimmen.           
                                                                                     
      Bitte beachten Sie, dass die Freigabe des Plattenplatzes durch die Soft        
      Updates um bis zu 30 Sekunden verzo:gert werden kann.                          
                                                                                     
      Die oben beschriebene Situation tritt sehr ha:ufig auf Web-Servern auf. Viele  
      Anwender installieren einen FreeBSD Web-Server und vergessen die Rotation der  
      Logfiles, bis irgendwann die Partition /var u:berla:uft. Der Administrator     
      lo:scht die Datei, aber das System beschwert sich immer noch u:ber fehlenden   
      Plattenplatz. Die Datei wird erst freigegeben, wenn der Web-Server beendet und 
      neu gestartet wird; dadurch kann das System den Plattenplatz freigeben. Um     
      solche und a:hnliche Unfa:lle zu verhindern, sollten Sie newsyslog(8)          
      einsetzen.                                                                     
9.25. Wie kann ich den Swap-Bereich vergro:ssern?                                    
      Im Kapitel Konfiguration und Tuning des Handbuches gibt es einen Abschnitt mit 
      einer Schritt-fu:r-Schritt Anleitung.                                          
9.26. Warum ist meine Festplatte unter FreeBSD kleiner, als sie laut Hersteller sein 
      soll?                                                                          
      Festplattenhersteller definieren ein Gigabyte als eine Milliarde Bytes, fu:r   
      FreeBSD ist ein Gigabyte hingegen 1.073.741.824 Bytes gross. Aus diesem Grund  
      wird fu:r eine Platte, die laut Herstellerangaben 80 GB gross ist, wa:hrend    
      des Bootvorgangs eine Gro:sse von 76.319 MB angezeigt.                         
                                                                                     
      Beachten Sie auch, dass FreeBSD (in der Voreinstellung) 8 % des Plattenplatzes 
      fu:r sich reserviert.                                                          
9.27. Warum kann eine Partition zu mehr als 100% gefu:llt sein?                      
      Ein Teil jeder UFS Partition, in der Vorgabe sind das 8%, ist fu:r das         
      Betriebssystem und den Benutzer root reserviert. df(1) rechnet diesen Teil bei 
      der Ausgabe der Capacity Spalte nicht ein, so dass dort Werte u:ber 100%       
      angezeigt werden ko:nnen. Die Anzahl der Blo:cke in der blocks Spalte ist      
      ebenfalls um 8% gro:sser als die Summe der benutzten und verfu:gbaren Blo:cke  
      (die Spalten Used und Avail).                                                  
                                                                                     
      Wie viel Platz reserviert wird, ko:nnen Sie mit der -m Option von tunefs(8)    
      einstellen.                                                                    

                        Kapitel 10. Systemadministration

   10.1. Wo befinden sich die Konfigurationsdateien fu:r den Systemstart?

   10.2. Wie kann ich am Einfachsten einen Benutzer hinzufu:gen?

   10.3. Warum erhalte ich Meldungen wie root: not found, nachdem ich meine
   crontab gea:ndert habe?

   10.4. Wieso meldet mir su(1) you are not in the correct group to su root,
   wenn ich mit su root werden will?

   10.5. Ich habe einen Fehler in der rc.conf oder einer der anderen Dateien
   fu:r den Systemstart und jetzt kann ich sie nicht a:ndern, weil das
   Dateisystem "read-only" ist. Was kann ich tun?

   10.6. Wieso habe ich habe Probleme, meinen Drucker einzurichten?

   10.7. Wie kann ich die Tastaturbelegung meines Systems korrigieren?

   10.8. Wieso erhalte ich beim Start des Systems Meldungen wie unknown:
   <PNP0303> can't assign resources?

   10.9. Wieso funktionieren die Benutzer-Quotas nicht richtig?

   10.10. Unterstu:tzt FreeBSD IPC-Grundfunktionen von System V?

   10.11. Welchen Mail-Server kann ich an Stelle von sendmail benutzen?

   10.12. Was kann ich machen, wenn ich das Rootpasswort vergessen habe?

   10.13. Wie verhindere ich, dass das System mit Ctrl+Alt+Delete rebootet
   werden kann?

   10.14. Wie kann ich Textdateien von DOS Systemen auf UNIX(R) Systemen
   verwenden?

   10.15. Wie beende ich Prozesse namentlich?

   10.16. Warum nervt su(1) mich damit, dass ich nicht in der ACL von root
   bin?

   10.17. Wie deinstalliere ich Kerberos?

   10.18. Wie fu:ge ich Pseudo-Terminals zum System hinzu?

   10.19. Wie lade ich /etc/rc.conf und starte /etc/rc neu, ohne zu rebooten?

   10.20. Ich wollte auf das aktuelle -STABLE updaten, und plo:tzlich la:uft
   hier ein -BETAx, -RC oder -PRERELEASE! Was ist passiert?

   10.21. Als ich versucht habe, einen neuen Kernel zu installieren, ist das
   chflags(1) fehlgeschlagen. Was mache ich jetzt?

   10.22. Ich kann die Systemzeit nicht um mehr als eine Sekunde verstellen.
   Was mache ich jetzt?

   10.23. Warum braucht rpc.statd(8) 256 MB Speicher?

   10.24. Warum kann ich das Dateiattribut schg nicht lo:schen?

   10.25. Warum funktioniert die .shosts Authentifizierung von SSH in neueren
   Versionen von FreeBSD nicht mehr?

   10.26. Was ist vnlru?

   10.27. Was bedeuten die Zusta:nde, die top fu:r Speicherseiten ausgibt?

   10.28. Wie viel freien Speicher hat mein System?

   10.29. Ich kann /var/empty nicht lo:schen!

   10.1.  Wo befinden sich die Konfigurationsdateien fu:r den Systemstart?    
          /etc/defaults/rc.conf (siehe rc.conf(5)) ist die prima:re           
          Konfigurationsdatei. Die Startskripten des Systems, wie /etc/rc und 
          /etc/rc.d (siehe rc(8)) inkludieren diese Datei. A:ndern Sie diese  
          Datei nicht! Wenn Sie den Wert einer der in /etc/defaults/rc.conf   
          gesetzten Variablen a:ndern wollen, fu:gen Sie die entsprechende    
          Zeile in die Datei /etc/rc.conf ein und a:ndern die Zeile dort.     
                                                                              
          Wenn Sie zum Beispiel den mitgelieferten DNS-Server named(8)        
          aktivieren wollen, mu:ssen Sie lediglich das folgende Kommando      
          eingeben:                                                           
                                                                              
          # echo 'named_enable="YES"' >> /etc/rc.conf                         
                                                                              
          Wenn Sie lokale Server starten wollen, mu:ssen Sie passende         
          Shellskripten im Verzeichnis /usr/local/etc/rc.d/ ablegen. Die      
          Dateien mu:ssen als ausfu:hrbar markiert sein und die               
          Dateiberechtigungen 555 besitzen.                                   
   10.2.  Wie kann ich am Einfachsten einen Benutzer hinzufu:gen?             
          Benutzen Sie den Befehl adduser(8) und fu:r kompliziertere Fa:lle   
          den Befehl pw(8).                                                   
                                                                              
          Benutzen Sie den Befehl rmuser(8), um einen Benutzer wieder zu      
          lo:schen. Sie ko:nnen, wenn no:tig. auch pw(8) benutzen.            
   10.3.  Warum erhalte ich Meldungen wie root: not found, nachdem ich meine  
          crontab gea:ndert habe?                                             
          Die u:bliche Ursache dieses Problems ist, dass Sie die crontab des  
          Systems (/etc/crontab) gea:ndert und dann mit crontab(1)            
          installiert haben:                                                  
                                                                              
          # crontab /etc/crontab                                              
                                                                              
          Diese Vorgehensweise ist falsch. Die crontab des Systems hat ein    
          anderes Format als die crontabs fu:r die einzelnen Benutzer, die    
          mit crontab(1) aktualisiert werden (genauere Informationen u:ber    
          die Unterschiede erhalten Sie in crontab(5)).                       
                                                                              
          Wenn Sie so vorgegangen sind, ist die zweite crontab einfach nur    
          eine Kopie von /etc/crontab, allerdings im falschen Format.         
          Lo:schen Sie sie mit dem folgenden Befehl:                          
                                                                              
          # crontab -r                                                        
                                                                              
          Wenn Sie /etc/crontab wieder a:ndern mu:ssen, sollten Sie einfach   
          gar nichts tun, um cron(8) u:ber die A:nderung zu informieren, er   
          erkennt die A:nderung automatisch.                                  
                                                                              
          Wenn Sie ein Kommando jeden Tag, jede Woche oder jeden Monat        
          ausfu:hren lassen wollen, ist es wahrscheinlich einfacher, wenn Sie 
          entsprechende Shell-Scripte in /usr/local/etc/periodic ablegen.     
          Diese werden dann von periodic(8) zusammen mit den anderen          
          regelma:ssigen cron Ta:tigkeiten ausgefu:hrt.                       
                                                                              
          Der eigentliche Grund fu:r den Fehler ist die Tatsache, dass die    
          crontab des Systems ein zusa:tzliches Feld entha:lt; dieses Feld    
          gibt an, mit welcher Benutzerkennung der Befehl ausgefu:hrt werden  
          soll. In der mitgelieferten crontab ist das bei allen Eintra:gen    
          die Benutzerkennung root. Wenn diese Datei als die crontab des      
          Benutzers username (die nicht mit der crontab des Systems identisch 
          ist) verwendet wird, ha:lt cron(8) die Zeichenkette root fu:r den   
          Namen des zu startenden Programmes, aber dieses Programm gibt es    
          nicht.                                                              
   10.4.  Wieso meldet mir su(1) you are not in the correct group to su root, 
          wenn ich mit su root werden will?                                   
          Das ist ein Sicherheits-Feature. Wenn Sie mit su zum Account root   
          (oder jedem anderen Account mit Super-User-Privilegien) wechseln    
          wollen, mu:ssen Sie ein Mitglied der Gruppe wheel sein. Wenn es     
          dieses Feature nicht ga:be, ko:nnte jeder, der einen Account auf    
          dem System hat und zufa:llig das Passwort fu:r root erfa:hrt, mit   
          Super-User-Rechten auf das System zugreifen. Durch dieses Feature   
          ist die Lage anders, wenn Sie nicht Mitglied von wheel sind,        
          ko:nnen Sie nicht einmal versuchen, dass Passwort einzugeben.       
                                                                              
          Um einem Benutzer zu erlauben, mit su root zu werden, mu:ssen Sie   
          ihn nur in die Gruppe wheel eintragen.                              
   10.5.  Ich habe einen Fehler in der rc.conf oder einer der anderen Dateien 
          fu:r den Systemstart und jetzt kann ich sie nicht a:ndern, weil das 
          Dateisystem "read-only" ist. Was kann ich tun?                      
          Starten Sie das System mittels boot -s an der                       
          Loader-Eingabeaufforderung neu, um in den Single-User-Modus zu      
          gelangen. Wenn Sie aufgefordert werden, den Pfadnamen der Shell     
          einzugeben, dru:cken Sie einfach Enter. Geben Sie danach mount -urw 
          / ein, um das Root-Dateisystem im Schreib/Lese-Modus zu mounten.    
          Sie werden wahrscheinlich auch mount -a -t ufs ausfu:hren mu:ssen,  
          um das Dateisystem mit Ihrem Lieblingseditor zu mounten. Wenn Ihr   
          Lieblingseditor auf einem Netzwerklaufwerk liegt, mu:ssen Sie       
          entweder das Netzwerk von Hand konfigurieren oder einen Editor      
          benutzen, der auf einem lokalen Laufwerk vorhanden ist, z.B. ed(1). 
                                                                              
          Wenn Sie einen bildschirmorientierten Editor wie zum Beispiel vi(1) 
          oder emacs(1) benutzen wollen, werden Sie auch den Befehl export    
          TERM=cons25 ausfu:hren mu:ssen, damit diese Editoren die richtigen  
          Einstellungen aus der Datenbank termcap(5) u:bernehmen.             
                                                                              
          Sobald Sie diese Schritte ausgefu:hrt, ko:nnen Sie den Fehler in    
          der /etc/rc.conf ganz normal beheben. Die Fehlermeldungen, die      
          Ihnen unmittelbar nach den Startmeldungen des Kernels angezeigt     
          wurden, sollten Ihnen die Nummer der Zeile mit dem Fehler melden.   
   10.6.  Wieso habe ich habe Probleme, meinen Drucker einzurichten?          
          Lesen sie den Handbucheintrag u:ber Drucker. Es sollte die meisten  
          Ihrer Probleme behandeln.                                           
                                                                              
          Einige Drucker beno:tigen einen auf dem Rechner laufenden Treiber,  
          um drucken zu ko:nnen. Diese so genannten "WinPrinter" oder         
          "GDI-Drucker" werden von FreeBSD nicht unterstu:tzt und an diesem   
          Zustand wird sich wohl auch nichts a:ndern. Wenn Ihr Drucker nicht  
          unter DOS oder Windows(R) verwendet werden kann, handelt es sich um 
          einen "WinPrinter" und wird in der Regel auch nicht unter FreeBSD   
          funktionieren. Ihre einzige Chance, einen dieser Drucker benutzen   
          ko:nnen, ist der Port ports/print/pnm2ppa.                          
   10.7.  Wie kann ich die Tastaturbelegung meines Systems korrigieren?       
          Informationen dazu finden Sie im Kapitel la:nderspezifische         
          Einstellungen des Handbuchs, insbesondere im Abschnitt              
          Konfiguration der Konsole.                                          
   10.8.  Wieso erhalte ich beim Start des Systems Meldungen wie unknown:     
          <PNP0303> can't assign resources?                                   
          Die nachfolgende Erkla:rung stammt aus einer Mail auf der           
          Mailingliste FreeBSD-CURRENT.                                       
                                                                              
            Die Gera:te, fu:r die "can't assign resources"-Meldungen          
            ausgegeben werden, sind "Legacy ISA"Gera:te, fu:r die ein nicht   
            PNP-fa:higer Treiber in den Kernel eingebunden wurde. Dabei       
            handelt es sich um Gera:te wie den Tastaturkontroller, den        
            programmierbaren Interrupt-Kontroller und diverse andere          
            Standardkomponenten. Die Ressourcen ko:nnen nicht zugewiesen      
            werden, weil es schon einen Treiber gibt, der diese Ressourcen    
            benutzt.                                                          
                                             --Garrett Wollman, 24 April 2001 
   10.9.  Wieso funktionieren die Benutzer-Quotas nicht richtig?              
           1. Es kann sein, dass Ihr Kernel nicht fu:r den Einsatz von Quotas 
              konfiguriert ist. Damit Sie mit Quotas arbeiten ko:nnen,        
              mu:ssen Sie folgende Zeile in Ihre Kernelkonfigurationsdatei    
              aufnehmen und den Kernel neu bauen:                             
                                                                              
           options QUOTA                                                      
                                                                              
              Weitere Informationen zum Einsatz von Quotas finden Sie im      
              entsprechenden Abschnitt des Handbuchs.                         
                                                                              
           2. Benutzen Sie keine Quotas fu:r /.                               
                                                                              
           3. Erstellen Sie die Quotas-Datei in dem Dateisystem, fu:r das die 
              Quotas gelten sollen, z.B.:                                     
                                                                              
                      File System                      Quota file             
              /usr                         /usr/admin/quotas                  
              /home                        /home/admin/quotas                 
              ...                          ...                                
   10.10. Unterstu:tzt FreeBSD IPC-Grundfunktionen von System V?              
          Ja, FreeBSD unterstu:tzt IPC im Stil von System V einschliesslich   
          gemeinsamen Speicher, Nachrichten und Semaphoren bereits mit dem    
          GENERIC-Kernel. Wenn Sie einen angepassten Kernel verwenden,        
          mu:ssen Sie die folgenden Zeilen in Ihre Kernelkonfigurationsdatei  
          einfu:gen:                                                          
                                                                              
          options    SYSVSHM                                                  
          options    SYSVSHM          # enable shared memory                  
          options    SYSVSEM          # enable for semaphores                 
          options    SYSVMSG          # enable for messaging                  
                                                                              
                                                                              
          Danach kompilieren und installieren Sie den neuen Kernel.           
   10.11. Welchen Mail-Server kann ich an Stelle von sendmail benutzen?       
          sendmail ist zwar der Mail-Server, der bei FreeBSD standardma:ssig  
          installiert wird, aber Sie ko:nnen Ihn problemlos durch einen       
          anderen MTA (z.B. aus den Ports) ersetzen.                          
                                                                              
          In der Port-Sammlung gibt es bereits viele verschiedene MTAs,       
          mail/exim, mail/postfix, mail/qmail, sowie mail/zmailer sind einige 
          der beliebteren Alternativen.                                       
                                                                              
          Konkurrenz belebt das Gescha:ft und die Tatsache, dass Sie die Qual 
          der Wahl haben, ist ein Vorteil. Daher sollten Sie Fragen wie "Ist  
          sendmail besser als qmail?" besser nicht auf den Mailinglisten      
          stellen. Wenn Sie dieses Thema interessiert, sollten sie zuna:chst  
          die Archive durchsehen. Die Vorteile und Nachteile jedes einzelnen  
          der verfu:gbaren MTAs sind schon mehrere Male bis zur Erscho:pfung  
          diskutiert worden.                                                  
   10.12. Was kann ich machen, wenn ich das Rootpasswort vergessen habe?      
          Keine Panik! Starten Sie Ihr System neu und geben Sie boot -s an    
          der Eingabeaufforderung Boot: ein, um in den Single-User-Modus zu   
          gelangen. Bei der Frage danach, welche Shell benutzt werden soll,   
          dru:cken Sie einfach Enter. Nun erscheint die Eingabeaufforderung   
          #. Geben Sie mount -urw / ein, um Ihr Root-Dateisystem fu:r Lese-   
          und Schreibzugriffe zu remounten und dann mount -a, um alle         
          Dateisysteme zu remounten. Mit passwd root ko:nnen Sie das          
          Rootpasswort a:ndern und mit exit(1) ko:nnen Sie mit dem Booten     
          fortfahren.                                                         
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          Wenn Sie immer noch dazu aufgefordert werden, das root Passwort     
          beim Betreten des Single-User-Modus einzugeben, bedeutet das, dass  
          die Konsole als insecure in /etc/ttys markiert wurde. In diesem     
          Fall ist es notwendig, von einem FreeBSD Installationsmedium zu     
          booten, die Fixit-Shell auszuwa:hlen und die oben beschriebenen     
          Befehle einzugeben.                                                 
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          Wenn Sie ihre root Partition im Single-User-Modus nicht mounten     
          ko:nnen, liegt es mo:glicherweise daran, dass die Partionen         
          verschlu:sselt sind und es damit unmo:glich ist, sie ohne die       
          dazugeho:rigen Schlu:ssel zu mounten. Ihre Chancen ha:ngen von der  
          jeweiligen Implementierung ab. Fu:r weitere Informationen lesen Sie 
          den Abschnittt u:ber verschlu:sselte Partitionen im FreeBSD         
          Handbuch.                                                           
   10.13. Wie verhindere ich, dass das System mit Ctrl+Alt+Delete rebootet    
          werden kann?                                                        
          Falls Sie syscons(4) (der Standard-Treiber fu:r die Konsole)        
          benutzen, fu:gen Sie folgende Zeile in Ihre                         
          Kernelkonfigurationsdatei ein:                                      
                                                                              
          options SC_DISABLE_REBOOT                                           
                                                                              
          Alternativ ko:nnen Sie auch die folgende sysctl(8)-Variable setzen  
          (die aktiviert wird, ohne dass Sie Ihr System dazu neu starten oder 
          einen angepassten Kernel erstellen mu:ssen):                        
                                                                              
          # sysctl hw.syscons.kbd_reboot=0                                    
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          Die beiden oben genannten Methoden schliessen sich gegenseitig aus: 
          sysctl(8) existiert nicht, wenn Sie ihren Kernel mit der Option     
          SC_DISABLE_REBOOT bauen.                                            
                                                                              
          Falls Sie den pcvt(4) Konsolentreiber verwenden, fu:gen Sie die     
          folgende Zeile in die Kernelkonfigurationsdatei hinzu und bauen Sie 
          einen neuen Kernel:                                                 
                                                                              
          options PCVT_CTRL_ALT_DEL                                           
   10.14. Wie kann ich Textdateien von DOS Systemen auf UNIX(R) Systemen      
          verwenden?                                                          
          Benutzen Sie diesen Perl-Befehl:                                    
                                                                              
          % perl -i.bak -npe 's/\r\n/\n/g' file(s)                            
                                                                              
          Wobei file(s) eine oder mehrere zu verarbeitende(n) Datei(en)       
          ist/sind. Die A:nderungen erfolgen in der Originaldatei, die zuvor  
          mit der Erweiterung .bak gesichert wird.                            
                                                                              
          Alternativ ko:nnen Sie den Befehl tr(1) benutzen:                   
                                                                              
          % tr -d '\r' < dos-text-file > unix-file                            
                                                                              
          dos-text-file ist die Datei, die den Text im DOS-Format entha:lt    
          und unix-file wird die konvertierte Ausgabe enthalten. Diese        
          Mo:glichkeit ko:nnte etwas schneller sein, als die Benutzung von    
          perl.                                                               
                                                                              
          Die Verwendung des Ports converters/dosunix aus der Ports-Sammlung  
          stellt eine weitere Mo:glichkeit dar, DOS-Textdateien neu zu        
          formatieren. Konsultieren Sie die Dokumentation fu:r weitere        
          Informationen.                                                      
   10.15. Wie beende ich Prozesse namentlich?                                 
          Benutzen Sie pkill(1).                                              
   10.16. Warum nervt su(1) mich damit, dass ich nicht in der ACL von root    
          bin?                                                                
          Der Fehler stammt vom verteilten Authentifizierungssystem Kerberos. 
          Das Problem ist nicht ernsthaft, aber sto:rend. Sie ko:nnen         
          entweder su mit der Option -K benutzen, oder Kerberos               
          deinstallieren, wie in der na:chsten Frage beschrieben.             
   10.17. Wie deinstalliere ich Kerberos?                                     
          Um Kerberos aus dem System zu entfernen, mu:ssen Sie die            
          base-Distribution der von Ihnen benutzten RELEASE neu installieren. 
          Wenn Sie die CD-ROM besitzen, ko:nnen Sie sie mounten (wir nehmen   
          an, unter /cdrom) und folgende Befehle ausfu:hren:                  
                                                                              
          # cd /cdrom/base                                                    
          # ./install.sh                                                      
                                                                              
          Alternativ ko:nnen Sie mit der Option NO_KERBEROS in der            
          /etc/make.conf ein make world durchfu:hren.                         
   10.18. Wie fu:ge ich Pseudo-Terminals zum System hinzu?                    
          Wenn Sie viele Benutzer von telnet, ssh, X oder screen haben,       
          werden Ihnen eventuell die Pseudo-Terminals ausgehen.               
          Standardma:ssig unterstu:tzt FreeBSD 6.2 und vorherige Versionen    
          256 Pseudo-Terminals, wa:hrend FreeBSD 6.3 und ho:her 512           
          Pseudo-Terminals zur Verfu:gung stellt.                             
                                                                              
            Tipp:                                                             
                                                                              
          Wenn no:tig, ko:nnen mehr Pseudo-Terminals hinzugefu:gt werden.     
          Allerdings muss dafu:r die C-Blibliothek, der Kernel und /etc/ttys  
          erweitert werden. Zum Beispiel erho:ht                              
          http://www.freebsd.org/~jhb/patches/pty_1152.patch die Anzahl an    
          Pseudo-Terminals auf 1152. Beachten Sie, dass die Erweiterung nur   
          fu:r FreeBSD 6.3 oder ho:her problemlos funktioniert.               
   10.19. Wie lade ich /etc/rc.conf und starte /etc/rc neu, ohne zu rebooten? 
          Gehen Sie in den Single-User-Modus und dann zuru:ck in den          
          Multi-User-Modus.                                                   
                                                                              
          Geben Sie auf der Konsole folgendes ein:                            
                                                                              
          # shutdown now                                                      
          (Hinweis: ohne -r oder -h)                                          
          # return                                                            
          # exit                                                              
   10.20. Ich wollte auf das aktuelle -STABLE updaten, und plo:tzlich la:uft  
          hier ein -BETAx, -RC oder -PRERELEASE! Was ist passiert?            
          Kurze Antwort: Das ist nur ein anderer Name. RC ist die Abku:rzung  
          fu:r "Release Candidate". Es bedeutet, dass eine neue Release       
          bevorsteht. Und -PRERELEASE bedeutet bei FreeBSD normalerweise,     
          dass die Sourcen zur Vorbereitung auf eine Release "eingefroren"    
          wurden (in einigen Releases wurde -BETA anstelle von -PRERELEASE    
          verwendet).                                                         
                                                                              
          Ausfu:hrliche Antwort: Bei FreeBSD gibt es zwei Quellen fu:r        
          Releases. Die Major Releases wie 7.0-RELEASE und 8.0-RELEASE werden 
          aus dem aktuellen Stand des Hauptzweiges der Entwicklung (besser    
          und ku:rzer als -CURRENT bekannt) erzeugt. Minor Releases wie       
          6.3-RELEASE oder 5.2-RELEASE stammen aus dem aktiven -STABLE Zweig. 
          Seit 4.3-RELEASE gibt es es nun auch einen eigenen Zweig fu:r jede  
          Release, der fu:r die Leute gedacht ist, die ein sehr konservativ   
          weiterentwickeltes System beno:tigen (im Normalfall also nur        
          Updates aus dem Bereich Sicherheit).                                
                                                                              
          Bevor in einem Zweig eine Release erfolgt, muss in diesem Zweig ein 
          bestimmter Prozess ablaufen. Ein Teil dieses Prozesses ist der      
          "code freeze", der Stop der Weiterentwicklung. Sobald dieser        
          Schritt erfolgt ist, wird der Name des Zweiges gea:ndert, um        
          anzuzeigen, dass demna:chst eine Release erfolgen wird. Wenn der    
          Zweig zum Beispiel 6.2-STABLE genannt wurde, wird der Name in       
          6.3-PRERELEASE gea:ndert, um dies zu verdeutlichen. Weiterhin ist   
          das ein Zeichen, dass jetzt besonders intensiv getestet werden      
          sollte. In dieser Phase ko:nnen Fehler im Sourcecode noch           
          korrigiert werden. Wenn der Sourcecode so weit "gereift" ist, dass  
          eine Release erstellt werden kann, wird der Name in 6.3-RC          
          gea:ndert, um genau dies anzuzeigen. In dieser Phase ko:nnen nur    
          noch extrem wichtige Korrekturen aufgenommen werden. Sobald die     
          Release (in diesem Beispiel 6.3-RELEASE) erfolgt ist, wird der      
          Zweig in 6.3-STABLE umbenannt.                                      
                                                                              
          Weitere Informationen u:ber Versionsnummern und die verschiedenen   
          Entwicklungszweige entha:lt der Artikel Release Engineering.        
   10.21. Als ich versucht habe, einen neuen Kernel zu installieren, ist das  
          chflags(1) fehlgeschlagen. Was mache ich jetzt?                     
          Kurze Antwort: Ihre Sicherheitseinstellung (der securelevel) ist    
          wahrscheinlich gro:sser als 0. Sie mu:ssen das System neu starten   
          und den Kernel im Single-User-Modus installieren.                   
                                                                              
          Ausfu:hrliche Antwort: Wenn die Sicherheitseinstellung gro:sser als 
          0 ist, erlaubt Ihnen FreeBSD nicht, die Systemflags zu a:ndern. Um  
          den aktuellen Securelevel zu ermitteln, ko:nnen Sie das folgende    
          Kommando benutzen:                                                  
                                                                              
          # sysctl kern.securelevel                                           
                                                                              
          Sie ko:nnen die Sicherheitseinstellung nicht verringern. Sie        
          mu:ssen das System neu starten und den Kernel im Single-User-Modus  
          installieren oder die Sicherheitseinstellung in /etc/rc.conf        
          a:ndern und dann das System neu starten. Weitere Details zu         
          securelevel erhalten Sie in init(8), weitere Informationen zur      
          rc.conf erhalten Sie in /etc/defaults/rc.conf und rc.conf(5).       
   10.22. Ich kann die Systemzeit nicht um mehr als eine Sekunde verstellen.  
          Was mache ich jetzt?                                                
          Kurze Antwort: Ihre Sicherheitseinstellung (der securelevel) ist    
          wahrscheinlich gro:sser als 1. Sie mu:ssen das System neu starten   
          und die Systemzeit im Single-User-Modus verstellen.                 
                                                                              
          Ausfu:hrliche Antwort: Wenn die Sicherheitseinstellung gro:sser als 
          1 ist, erlaubt Ihnen FreeBSD nicht, die Systemzeit zu a:ndern. Um   
          den aktuellen Securelevel zu ermitteln, ko:nnen Sie das folgende    
          Kommando benutzen:                                                  
                                                                              
          # sysctl kern.securelevel                                           
                                                                              
          Sie ko:nnen die Sicherheitseinstellung nicht verringern, Sie        
          mu:ssen das System neu starten und die Systemzeit im                
          Single-User-Modus a:ndern oder die Sicherheitseinstellung in        
          /etc/rc.conf a:ndern und dann das System neu starten. Weitere       
          Details zu securelevel erhalten Sie in init(8), weitere             
          Informationen zur rc.conf erhalten Sie in /etc/defaults/rc.conf und 
          rc.conf(5).                                                         
   10.23. Warum braucht rpc.statd(8) 256 MB Speicher?                         
          Nein, das Programm hat keinen Fehler und es verbraucht auch nicht   
          256 MB Speicher. rpc.statd projiziert nur einen u:bertrieben        
          grossen Speicherbereich in seinen eigenen Adressraum. Von einem     
          rein technischen Standpunkt aus ist das nichts verwerfliches,       
          allerdings verwirrt es Programme wie top(1) und ps(1).              
                                                                              
          rpc.statd(8) projiziert seine Statusdatei (die in /var liegt) in    
          seinen Adressraum. Um die Probleme zu vermeiden, die bei einer      
          Vergro:sserung dieser Projektion entstehen ko:nnten, wird gleich    
          ein mo:glichst grosser Speicherbereich benutzt. Dies kann man sehr  
          scho:n im Sourcecode sehen: Die La:ngenangabe beim Aufruf von       
          mmap(2) ist 0x10000000, ein sechzehntel des Adressraums bei IA32,   
          oder genau 256 MByte.                                               
   10.24. Warum kann ich das Dateiattribut schg nicht lo:schen?               
          Sie betreiben Ihr System mit einer erho:hten Sicherheitsstufe.      
          Senken Sie die Sicherheitsstufe und versuchen Sie es dann noch      
          einmal. Weitere Informationen erhalten Sie im FAQ Eintrag u:ber     
          Sicherheitsstufen und in der Online-Hilfe init(8).                  
   10.25. Warum funktioniert die .shosts Authentifizierung von SSH in neueren 
          Versionen von FreeBSD nicht mehr?                                   
          Die .shosts Authentifizierung funktioniert nicht mehr, weil ssh(1)  
          in neueren Versionen von FreeBSD nicht mehr SUID-root installiert   
          wird. Um dieses Problem zu "lo:sen", gibt es die folgenden          
          Mo:glichkeiten:                                                     
                                                                              
            * Um das Problem fu:r immer zu lo:sen, mu:ssen Sie in             
              /etc/make.conf die Variable ENABLE_SUID_SSH auf true setzen und 
              danach ssh(1) neu u:bersetzen (oder make world) ausfu:hren.     
                                                                              
            * U:bergangsweise ko:nnen Sie auch die Dateirechte von            
              /usr/bin/ssh auf 4555 setzen, indem Sie den Befehl chmod 4555   
              /usr/bin/ssh als root ausfu:hren. Fu:gen Sie anschliessend      
              ENABLE_SUID_SSH =true in die Datei /etc/make.conf ein, damit    
              diese A:nderung erhalten bleibt, wenn Sie das na:chste Mal make 
              world ausfu:hren.                                               
   10.26. Was ist vnlru?                                                      
          vnlru schreibt vnodes auf Platte und gibt sie wieder frei, falls    
          das System die Grenzwert kern.maxvnodes erreicht. Dieser Thread des 
          Kernel tut meistens gar nichts und wird nur aktiv, wenn Sie extrem  
          viel RAM haben und gleichzeitig auf viele zehntausende kleine       
          Dateien zugreifen.                                                  
   10.27. Was bedeuten die Zusta:nde, die top fu:r Speicherseiten ausgibt?    
          Speicherseiten werden vom Kernel in verschiedenen Listen verwaltet: 
                                                                              
            * Active: Seiten, die vor Kurzem benutzt wurden.                  
                                                                              
            * Inactive: Seiten, die la:nger nicht benutzt wurden.             
                                                                              
            * Cache: Meistens Seiten, die vorher im Zustand Inactive waren    
              und noch gu:ltige Daten enthalten. Diese Seiten ko:nnen sofort  
              in ihrem alten Kontext oder in einem neuen Kontext verwendet    
              werden. Wenn eine Seite unvera:ndert (clean) ist, kann ein      
              Zustandswechsel direkt von Active nach Cache erfolgen. Ob       
              dieser Zustandswechsel mo:glich ist, wird durch die             
              Seitenersetzungsstrategie bestimmt, die der Entwickler des      
              VM-Systems festgelegt hat.                                      
                                                                              
            * Free: Seiten, die keine Daten enthalten. Diese Seiten ko:nnen   
              sofort benutzt werden, wenn Seiten im Zustand Cache nicht       
              benutzt werden ko:nnen. Seiten im Zustand Free ko:nnen auch     
              wa:hrend eines Interrupts angefordert werden.                   
                                                                              
            * Wired: Seiten, die fest im Speicher liegen und nicht            
              ausgelagert werden ko:nnen. Normalerweise werden solche Seiten  
              vom Kernel benutzt, manchmal werden Sie aber auch fu:r          
              spezielle Zwecke von Prozessen verwendet.                       
                                                                              
          Seiten im Zustand Inactive werden oft auf Plattenspeicher           
          geschrieben (sozusagen ein sync des VM-Systems). Wenn die CPU       
          erkennen kann, das eine Seite unmodifiziert (clean) ist, kann auch  
          eine Active-Seite auf den Plattenspeicher ausgeschrieben werden. In 
          bestimmten Situationen ist es von Vorteil, wenn ein Block von       
          VM-Seiten, unabha:ngig von seinem Zustand, ausgeschrieben werden    
          kann. Die Inactive-Liste entha:lt wenig benutzte Seiten, die        
          ausgeschrieben werden ko:nnten. Seiten im Zustand Cached sind schon 
          ausgeschrieben und stehen Prozessen fu:r die Verwendung im alten    
          oder in einem neuen Kontext zur Verfu:gung. Seiten im Zustand Cache 
          sind nicht ausreichend geschu:tzt und ko:nnen wa:hrend              
          Unterbrechungen nicht benutzt werden.                               
                                                                              
          Die eben beschriebene Behandlung von Speicherseiten kann durch      
          weitere Zusta:nde (wie das das Busy-Flag) vera:ndert werden.        
   10.28. Wie viel freien Speicher hat mein System?                           
          Es gibt verschiedene Arten von "freiem Speicher". Eine Art ist die  
          Speichermenge, die sofort, ohne etwas auszulagern, zur Verfu:gung   
          steht. Der gesamte VM-Bereich ist eine weitere Art des "freien      
          Speichers". Die Betrachtung ist komplex, ha:ngt aber von der        
          Gro:sse des Swap-Bereichs und der Gro:sse des Arbeitsspeichers ab.  
          Es gibt weitere Definitionen fu:r "freien Speicher", die aber alle  
          relativ nutzlos sind. Wichtig ist hingegen, dass wenig Seiten       
          ausgelagert werden (paging) und der Swap-Bereich ausreichend gross  
          ist.                                                                
   10.29. Ich kann /var/empty nicht lo:schen!                                 
          Das Verzeichnis /var/empty wird von sshd(8) beno:tigt, wenn es mit  
          "Privilege Separation" la:uft. Das Verzeichnis /var/empty ist leer, 
          geho:rt root und ist durch das Dateiattribut schg geschu:tzt.       
                                                                              
          Wir empfehlen Ihnen, das Verzeichnis zu belassen. Sollten Sie es    
          aber trotzdem lo:schen wollen, mu:ssen Sie zuerst das schg-Attribut 
          entfernen. Schauen Sie sich dazu die Hilfeseite chflags(1) an und   
          beachten Sie die Antwort auf die Frage wie das schg-Attribut        
          entfernt wird.                                                      

             Kapitel 11. Das X Window System und virtuelle Konsolen

   11.1. Was ist das X Window System?

   11.2. Ich mo:chte X benutzen, was muss ich tun?

   11.3. Ich habe versucht, X zu starten, aber wenn ich startx eingebe,
   erhalte ich die Fehlermeldung KDENABIO failed (Operation not permitted).
   Was soll ich jetzt machen?

   11.4. Warum funktioniert meine Maus unter X nicht?

   11.5. Kann ich meine Rad-Maus auch unter X benutzen?

   11.6. X verbietet Verbindungen von entfernten Systemen!

   11.7. Was ist eine virtuelle Konsole und wie erstelle ich mehr?

   11.8. Wie greife ich von X aus auf virtuelle Konsolen zu?

   11.9. Wie starte ich XDM beim Booten?

   11.10. Wieso erhalte ich die Meldung Couldn't open console, wenn ich
   xconsole benutze?

   11.11. Fru:her konnte ich Xorg als normaler User starten. Warum sagt mir
   das System jetzt, dass ich root sein muss?

   11.12. Warum funktioniert meine PS/2-Maus nicht richtig?

   11.13. Meine PS/2-Maus von MouseSystems scheint nicht zu funktionieren.

   11.14. Wie vertausche ich die Maustasten?

   11.15. Wie installiere ich einen Splash-Screen und wo finde ich sie?

   11.16. Kann ich die Windows-Tasten unter X benutzen?

   11.17. Wird 3D Hardware Beschleunigung fu:r OpenGL(R) unterstu:tzt?

   11.1.  Was ist das X Window System?                                        
          Das X Window System (oder auch nur X11) ist das am ha:ufigsten      
          verwendete Window System fu:r UNIX(R)- und UNIX(R)-a:hnliche        
          Systeme, zu denen auch FreeBSD geho:rt. Der X  Protokollstandard    
          wird von der X.org Foundation definiert und liegt aktuell in        
          Version 11 Release 7.7 vor und wird ha:ufig auch nur als X11        
          bezeichnet.                                                         
                                                                              
          Das X Window System wurde fu:r viele verschiedene Architekturen und 
          Betriebssysteme implementiert. Eine serverseitige Implementierung   
          wird dabei als X-Server bezeichnet.                                 
   11.2.  Ich mo:chte X benutzen, was muss ich tun?                           
          Wenn Sie X auf einem existierenden System installieren wollen,      
          sollten Sie entweder den Meta-Port x11/xorg verwenden, der alle     
          beno:tigen Komponenten baut und installiert, oder Sie installieren  
          die FreeBSD Xorg-Pakete:                                            
                                                                              
          # pkg_add -r xorg                                                   
                                                                              
          Es ist auch mo:glich, Xorg aus sysinstall(8) heraus zu              
          installieren, indem Sie Configure, dann Distributions und           
          anschliessend The X.Org Distribution aufrufen.                      
                                                                              
          Lesen Sie nach erfolgreicher Installation von Xorg den Abschnitt    
          X11 konfigurieren im FreeBSD Handbuch.                              
   11.3.  Ich habe versucht, X zu starten, aber wenn ich startx eingebe,      
          erhalte ich die Fehlermeldung KDENABIO failed (Operation not        
          permitted). Was soll ich jetzt machen?                              
          Das System la:uft auf einer erho:hten Sicherheitsstufe              
          (securelevel). X kann auf einer erho:hten Sicherheitsstufe nicht    
          gestartet werden, weil X dazu Schreibzugriff auf io(4) beno:tigt.   
          Lesen Sie dazu auch init(8).                                        
                                                                              
          Die Frage ist also eigentlich, was Sie anders machen sollten. Sie   
          haben zwei Mo:glichkeiten: Setzen Sie die Sicherheitsstufe wieder   
          zuru:ck auf 0 (die Einstellung erfolgt in der Regel in              
          /etc/rc.conf) oder starten Sie xdm(1) wa:hrend des Starts des       
          Systems, bevor die Sicherheitsstufe erho:ht wird.                   
                                                                              
          Der Abschnitt F: 11.9 entha:lt Informationen daru:ber, wie Sie      
          xdm(1) beim Start des Systems starten ko:nnen.                      
   11.4.  Warum funktioniert meine Maus unter X nicht?                        
          Wenn Sie syscons(4) (den Standard-Konsolentreiber) benutzen,        
          ko:nnen Sie FreeBSD so konfigurieren, dass auf jedem virtuellen     
          Bildschirm ein Mauszeiger unterstu:tzt wird. Um Konflikte mit X zu  
          vermeiden, unterstu:tzt syscons(4) ein virtuelles Gera:t mit dem    
          Namen /dev/sysmouse. Alle Mausbewegungen und Mausklicks werden in   
          das sysmouse(4) Gera:t u:ber moused(8) geschrieben. Falls Sie Ihre  
          Maus auf einer oder mehreren virtuellen Konsolen und X benutzen     
          wollen, sollten Sie zuna:chst F: 4.5.4 lesen und dann moused(8)     
          installieren.                                                       
                                                                              
          Die Datei /etc/X11/xorg.conf sollte die folgenden Eintra:ge         
          enthalten:                                                          
                                                                              
          Section "InputDevice"                                               
             Option          "Protocol" "SysMouse"                            
             Option          "Device" "/dev/sysmouse"                         
          .....                                                               
                                                                              
          Beginnend mit Xorg 7.4 werden Angaben im Abschnitt InputDevice von  
          xorg.conf ignoriert. Stattdessen wird die automatisch detektierten  
          Werte zuru:ckgegriffen. Um das alte Verhalten zu reaktivieren,      
          fu:gen Sie die folgende Zeile entweder in den Abschnitt             
          ServerLayout oder ServerFlags ein:                                  
                                                                              
          Option "AutoAddDevices" "false"                                     
                                                                              
          Einige Leute ziehen es vor, unter X /dev/mouse zu benutzen. Hierzu  
          sollte /dev/mouse nach /dev/sysmouse (lesen Sie sysmouse(4))        
          gelinkt werden, indem Sie die folgende Zeile in /etc/devfs.conf     
          (siehe auch devfs.conf(5)) hinzufu:gen:                             
                                                                              
          link    sysmouse    mouse                                           
                                                                              
          Die Verknu:pfung kann durch Neustart von devfs(5) u:ber das         
          folgende Kommando (als root) erzeugt werden:                        
                                                                              
          # /etc/rc.d/devfs restart                                           
   11.5.  Kann ich meine Rad-Maus auch unter X benutzen?                      
          Ja.                                                                 
                                                                              
          Dazu mu:ssen Sie X nur mitteilen, dass Sie eine Maus mit 5 Tasten   
          haben. Dazu fu:gen Sie die Zeilen Buttons 5 sowie ZAxisMapping 4 5  
          in den Abschnitt "InputDevice" der Datei /etc/X11/xorg.conf ein.    
          Das Beispiel zeigt, wie ein solcher Abschnitt aussehen ko:nnte.     
                                                                              
          Beispiel 11.1. Abschnitt "InputDevice" fu:r Rad-Ma:use in der       
          Konfigurationsdatei von Xorg                                        
                                                                              
          Section "InputDevice"                                               
             Identifier      "Mouse1"                                         
             Driver          "mouse"                                          
             Option          "Protocol" "auto"                                
             Option          "Device" "/dev/sysmouse"                         
             Option          "Buttons" "5"                                    
             Option          "ZAxisMapping" "4 5"                             
          EndSection                                                          
                                                                              
          Beispiel 11.2. ".emacs" Beispiel fu:r seitenweises Bla:ttern mit    
          einer Rad-Maus (optional)                                           
                                                                              
          ;; wheel mouse                                                      
          (global-set-key [mouse-4] 'scroll-down)                             
          (global-set-key [mouse-5] 'scroll-up)                               
   11.6.  X verbietet Verbindungen von entfernten Systemen!                   
          Aus Sicherheitsgru:nden verbietet der X-Server in der               
          Voreinstellung Verbindungen von entfernten Systemen.                
                                                                              
          Starten Sie den X-Server mit der Option -listen_tcp, wenn Sie       
          Verbindungen von entfernten Systemen erlauben wollen:               
                                                                              
          %                                                                   
          startx -listen_tcp                                                  
                                                                              
   11.7.  Was ist eine virtuelle Konsole und wie erstelle ich mehr?           
          Mit virtuellen Konsolen ko:nnen Sie mehrere simultane Sitzungen auf 
          einer Maschine laufen lassen, ohne so komplizierte Dinge wie die    
          Einrichtung eines Netzwerkes oder die Benutzung von X zu            
          beno:tigen.                                                         
                                                                              
          Wenn das System startet, wird es nach der Anzeige aller             
          Bootmeldungen eine Eingabeaufforderung auf dem Bildschirm anzeigen. 
          Sie ko:nnen dann auf der ersten virtuellen Konsole Ihren            
          Benutzernamen und das Passwort eingeben und anfangen, zu arbeiten   
          (oder zu spielen!).                                                 
                                                                              
          Gelegentlich mo:chten Sie mo:glicherweise eine weitere Sitzung      
          starten wollen, vielleicht, um die Dokumentation zu einem Programm, 
          das Sie gerade benutzen, einzusehen, oder, um Ihre Mails zu lesen,  
          wa:hrend Sie auf das Ende einer FTP-U:bertragung warten. Dru:cken   
          Sie einfach Alt+F2 (halten Sie die Alt-Taste gedru:ckt und dru:cken 
          Sie die Taste F2) und Sie gelangen zur Anmelde-Aufforderung auf der 
          zweiten "virtuellen Konsole"! Wenn Sie zuru:ck zur ersten Sitzung   
          mo:chten, dru:cken Sie Alt+F1.                                      
                                                                              
          Die Standardinstallation von FreeBSD bietet acht aktivierte         
          virtuelle Konsolen. Mit Alt+F1, Alt+F2, Alt+F3 und so weiter        
          wechseln Sie zwischen diesen virtuellen Konsolen.                   
                                                                              
          Um mehr von ihnen zu aktivieren, editieren Sie /etc/ttys (siehe     
          ttys(5)) und fu:gen Eintra:ge fu:r ttyv8 bis zu ttyvc nach dem      
          Kommentar zu "virtuellen Terminals" ein:                            
                                                                              
          # Edit the existing entry for ttyv8 in /etc/ttys and change         
          # "off" to "on".                                                    
          ttyv8   "/usr/libexec/getty Pc"         cons25  on secure           
          ttyv9   "/usr/libexec/getty Pc"         cons25  on secure           
          ttyva   "/usr/libexec/getty Pc"         cons25  on secure           
          ttyvb   "/usr/libexec/getty Pc"         cons25  on secure           
                                                                              
                                                                              
          Benutzen Sie so wenig oder so viele, wie Sie mo:chten. Je mehr      
          virtuelle Terminals Sie benutzen, desto mehr Ressourcen werden      
          gebraucht; das kann wichtig sein, wenn Sie 8 MB RAM oder weniger    
          besitzen. Sie ko:nnen auch secure in insecure a:ndern.              
                                                                              
            Wichtig:                                                          
                                                                              
          Wenn Sie einen X-Server benutzen mo:chten, mu:ssen Sie mindestens   
          ein virtuelles Terminal unbenutzt (oder ausgeschaltet) lassen damit 
          der Server es benutzen kann. Das heisst, dass Sie Pech haben, wenn  
          Sie fu:r jede Ihrer 12 Alt-Funktionstasten eine Anmeldeaufforderung 
          haben mo:chten - Sie ko:nnen das nur fu:r elf von ihnen tun, wenn   
          Sie einen X-Server auf derselben Maschine laufen lassen mo:chten.   
                                                                              
          Der einfachste Weg, eine Konsole zu deaktivieren, ist, sie          
          auszuschalten. Wenn Sie zum Beispiel die oben erwa:hnte volle       
          Zuordnung aller 12 Terminals ha:tten, mu:ssten Sie die Einstellung  
          fu:r das virtuelle Terminal 12 von:                                 
                                                                              
          ttyvb   "/usr/libexec/getty Pc"         cons25  on secure           
                                                                              
          in:                                                                 
                                                                              
          ttyvb   "/usr/libexec/getty Pc"         cons25  off secure          
                                                                              
          a:ndern.                                                            
                                                                              
          Wenn Ihre Tastatur nur u:ber zehn Funktionstasten verfu:gt,         
          bedeutet das:                                                       
                                                                              
          ttyv9   "/usr/libexec/getty Pc"         cons25  off secure          
          ttyva   "/usr/libexec/getty Pc"         cons25  off secure          
          ttyvb   "/usr/libexec/getty Pc"         cons25  off secure          
                                                                              
                                                                              
          (Sie ko:nnen diese Zeilen auch einfach lo:schen.)                   
                                                                              
          Die einfachste (und sauberste) Mo:glichkeit, die virtuellen         
          Konsolen zu aktivieren, ist, zu rebooten. Wenn Sie jedoch auf       
          keinen Fall rebooten mo:chten, ko:nnen Sie auch einfach das X       
          Window System herunterfahren und als root                           
                                                                              
          # kill -HUP 1                                                       
                                                                              
          ausfu:hren.                                                         
                                                                              
          Es ist unbedingt erforderlich, dass Sie das X Window System         
          vollsta:ndig herunterfahren, falls es la:uft. Falls Sie es nicht    
          tun, ko:nnte es sein, dass sich ihr System nach der Eingabe des     
          kill-Befehls aufha:ngt.                                             
   11.8.  Wie greife ich von X aus auf virtuelle Konsolen zu?                 
          Benutzen Sie Ctrl+Alt+Fn um auf eine virtuelle Konsole              
          umzuschalten. Mit Ctrl+Alt+F1 wu:rden Sie zur ersten virtuellen     
          Konsole umschalten.                                                 
                                                                              
          Sobald Sie auf eine virtuelle Konsole umgeschaltet haben, ko:nnen   
          Sie ganz normal Alt+Fn benutzen, um zwischen den einzelnen          
          virtuellen Konsolen umzuschalten.                                   
                                                                              
          Um zu Ihrer X-Sitzung zuru:ckzukehren, mu:ssen Sie auf die          
          virtuelle Konsole umschalten, auf der X la:uft. Wenn Sie X u:ber    
          der Eingabeaufforderung gestartet haben (z.B. mit startx), benutzt  
          X die na:chste freie virtuelle Konsole und nicht die Konsole, von   
          der es gestartet wurde. Wenn Sie acht aktive virtuelle Konsole      
          haben, dann wird X die neunte benutzen und Sie ko:nnen mit Alt+F9   
          umschalten.                                                         
   11.9.  Wie starte ich XDM beim Booten?                                     
          Es gibt zwei Denkansa:tze, wie xdm(1) zu starten ist. Bei dem einen 
          wird xdm unter Nutzung des mitgelieferten Beispiels u:ber /etc/ttys 
          (ttys(5)) gestartet, wa:hrend beim zweiten Ansatz rc.local (rc(8))  
          oder das Skript X im Verzeichnis /usr/local/etc/rc.d verwendet      
          wird. Beide Ansa:tze sind gleichwertig und der eine wird in         
          Situationen funktionieren, in denen der andere es nicht tut. In     
          beiden Fa:llen ist das Ergebnis das gleiche: X liefert eine         
          graphische Anmeldeaufforderung.                                     
                                                                              
          Die ttys(5)-Methode hat den Vorteil, dass dokumentiert ist, auf     
          welchem vty X gestartet wird und der Neustart des X-Servers beim    
          Abmelden an init(8) u:bergeben wird. Die rc(8)-Methode erleichtert  
          den Aufruf von kill xdm, falls Probleme beim Start des X-Servers    
          auftreten sollten.                                                  
                                                                              
          Beim Laden von rc(8) sollte xdm ohne irgendwelche Argumente (das    
          heisst als Daemon) gestartet werden. Das Kommando xdm muss          
          gestartet werden nachdem getty(8) la:uft, andernfalls entsteht ein  
          Konflikt zwischen getty und xdm und die Konsole bleibt gesperrt.    
          Der beste Weg, um dies zu vermeiden, ist, das Skript fu:r etwa zehn 
          Sekunden anzuhalten und dann xdm zu starten.                        
                                                                              
          Wenn Sie xdm durch einen Eintrag in /etc/ttys starten lassen, kann  
          es zu einem Konflikt zwischen xdm und getty(8) kommen. Um dieses    
          Problem zu vermeiden, sollten Sie die Nummer des vt in die Datei    
          /usr/local/lib/X11/xdm/Xservers eintragen:                          
                                                                              
          :0 local /usr/local/bin/X vt4                                       
                                                                              
          Diese Zeile fu:hrt dazu, dass der X Server /dev/ttyv3 nutzt. Die    
          beiden Zahlen weichen voneinander ab: Der X-Server beginnt die      
          Za:hlung der vty bei 1, wa:hrend der FreeBSD-Kernel bei 0 beginnt.  
   11.10. Wieso erhalte ich die Meldung Couldn't open console, wenn ich       
          xconsole benutze?                                                   
          Wenn Sie X mit startx starten, werden die Zugriffsrechte fu:r       
          /dev/console leider nicht gea:ndert, was dazu fu:hrt, dass Dinge    
          wie xterm -C und xconsole nicht funktionieren.                      
                                                                              
          Das ha:ngt damit zusammen, wie die Zugriffsrechte fu:r die Konsole  
          standardma:ssig gesetzt sind. Auf einem Mehrbenutzersystem mo:chte  
          man nicht unbedingt, dass jeder Benutzer einfach auf die            
          Systemkonsole schreiben kann. Fu:r Benutzer, die sich auf einer     
          Maschine direkt mit einem VTY anmelden, existiert die Datei         
          fbtab(5), um derartige Probleme zu lo:sen.                          
                                                                              
          In Ku:rze: sorgen Sie dafu:r, dass sich in der Datei /etc/fbtab     
          eine nicht auskommentierte Zeile der folgenden Art befindet:        
                                                                              
          /dev/ttyv0 0600 /dev/console                                        
                                                                              
          Das sorgt dafu:r, dass wer auch immer sich auf /dev/ttyv0 anmeldet, 
          auch die Konsole besitzt.                                           
   11.11. Fru:her konnte ich Xorg als normaler User starten. Warum sagt mir   
          das System jetzt, dass ich root sein muss?                          
          Alle X-Server mu:ssen mit der ID root laufen, um direkt auf die     
          Videohardware zuzugreifen.                                          
                                                                              
          Es gibt zwei Mo:glichkeiten, um X auch als normaler Benutzer        
          starten zu ko:nnen. Die erste ist die Verwendung von xdm oder eines 
          a:hnlichen Programms; die zweite ist die Benutzer von Xwrapper.     
                                                                              
          xdm ist ein sta:ndig laufendes Programm, mit dem Logins u:ber eine  
          graphische Benutzeroberfla:che sind. Es wird normalerweise beim     
          Systemstart initialisiert und fu:r die Authentifizierung der        
          Benutzer und den Start ihrer Sitzungen verantwortlich. Es ist also  
          die graphische Entsprechung von getty(8) und login(1). Weitere      
          Informationen zum Thema xdm finden Sie in der Xorg Dokumentation    
          und dem entsprechenden FAQ-Eintrag.                                 
                                                                              
          Xwrapper ist eine "Hu:lle" fu:r den X-Server. Mit diesem kleinen    
          Utility ist es mo:glich, manuell den X-Server zu starten und        
          weiterhin eine annehmbare Sicherheit zu haben. Das Tools pru:ft, ob 
          die per Kommandozeile u:bergebenen Argumente halbwegs sinnvoll      
          sind. Wenn dies der Fall ist, startet es den entsprechenden         
          X-Server. Wenn Sie (aus welchem Grund auch immer) keine graphische  
          Anmeldung wollen, ist Xwrapper die optimale Lo:sung. Wenn Sie die   
          vollsta:ndige Ports-Sammlung installiert haben, finden Sie das Tool 
          im Verzeichnis x11/wrapper.                                         
   11.12. Warum funktioniert meine PS/2-Maus nicht richtig?                   
          Ihre Maus und der Maustreiber sind etwas aus der Synchronisation    
          geraten.                                                            
                                                                              
          In seltenen Fa:llen kann es jedoch sein, dass der Treiber           
          fa:lschlicherweise Synchronisationsprobleme meldet und Sie in den   
          Kernelmeldungen folgendes sehen:                                    
                                                                              
          psmintr: out of sync (xxxx != yyyy)                                 
                                                                              
          und Ihre Maus nicht richtig zu funktionieren scheint.               
                                                                              
          Falls das passiert, deaktivieren Sie den Code zur U:berpru:fung der 
          Synchronisation, indem Sie die Treiberangaben fu:r den              
          PS/2-Maustreiber auf 0x100 setzen. Rufen Sie UserConfig durch       
          Angabe der Option -c am Boot-Prompt auf:                            
                                                                              
          boot: -c                                                            
                                                                              
          Geben sie dann in der Kommandozeile von UserConfig folgendes ein:   
                                                                              
          UserConfig> flags psm0 0x100                                        
          UserConfig> quit                                                    
   11.13. Meine PS/2-Maus von MouseSystems scheint nicht zu funktionieren.    
          Es wurde berichtet, dass einige Modelle der PS/2-Ma:use von         
          MouseSystems nur funktionieren, wenn sie im "hochauflo:senden"      
          Modus betrieben werden. Andernfalls springt der Mauszeiger sehr oft 
          in die linke obere Ecke des Bildschirms.                            
                                                                              
          Das Flag 0x04 des Maustreibers bringt die Maus in den               
          hochauflo:senden Modus. Rufen Sie UserConfig durch Angabe der       
          Option -c am Boot-Prompt auf:                                       
                                                                              
          boot: -c                                                            
                                                                              
          Geben sie dann in der Kommandozeile von UserConfig folgendes ein:   
                                                                              
          UserConfig> flags psm0 0x04                                         
          UserConfig> quit                                                    
                                                                              
          Lesen Sie den vorigen Abschnitt u:ber eine andere mo:gliche Ursache 
          fu:r Probleme mit der Maus.                                         
   11.14. Wie vertausche ich die Maustasten?                                  
          Benutzen Sie den Befehl xmodmap -e "pointer = 3 2 1" in Ihrer       
          .xinitrc oder .xsession.                                            
   11.15. Wie installiere ich einen Splash-Screen und wo finde ich sie?       
          Die detaillierte Antwort auf diese Frage ko:nnen Sie im Abschnitt   
          Splash-Screens wa:hrend des Systemstarts des Handbuchs nachlesen.   
   11.16. Kann ich die Windows-Tasten unter X benutzen?                       
          Ja, Sie mu:ssen lediglich mit xmodmap(1) festlegen, welche Aktion   
          diese Tasten auslo:sen sollen.                                      
                                                                              
          Unter der Annahme, dass alle "Windows" Tastaturen dem Standard      
          entsprechen, lauten die Keycodes fu:r die drei Tasten wie folgt:    
                                                                              
            * 115 - Windows-Taste zwischen den Ctrl- und Alt-Tasten auf der   
              linken Seite                                                    
                                                                              
            * 116 - Windows-Taste rechts von der AltGr-Taste                  
                                                                              
            * 117 - Menu:-Taste, links von der rechten Strg-Taste             
                                                                              
          Nach der folgenden Anweisung erzeugt die linke Windows-Taste ein    
          Komma.                                                              
                                                                              
          # xmodmap -e "keycode 115 = comma"                                  
                                                                              
          Sie werden Ihren Window Manager wahrscheinlich neu starten mu:ssen, 
          damit diese Einstellung wirksam wird.                               
                                                                              
          Um die neue Belegung der Windows-Tasten automatisch beim Start von  
          X zu erhalten, ko:nnten Sie entsprechende xmodmap Anweisungen in    
          ihre ~/.xinitrc einfu:gen. Die bevorzugte Variante ist aber, eine   
          Datei mit dem Namen ~/.xmodmaprc zu erzeugen, die nur die Parameter 
          fu:r den Aufruf von xmodmap entha:lt. Wenn Sie mehrere Tasten       
          umdefinieren wollen, muss jede Definition in eine eigene Zeile      
          gesetzt werden. Weiterhin mu:ssen Sie in Ihrer ~/.xinitrc noch die  
          folgende Zeile einfu:gen:                                           
                                                                              
          xmodmap $HOME/.xmodmaprc                                            
                                                                              
          Sie ko:nnten die drei Tasten zum Beispiel mit den Funktionen F13,   
          F14 und F15 belegen. Dadurch ist es sehr einfach, diese Tasten mit  
          nu:tzlichen Funktionen eines Programmes oder Desktops zu            
          verknu:pfen.                                                        
                                                                              
          Falls Sie das auch tun wollen, sollten in Ihrer ~/.xmodmaprc die    
          folgenden Anweisungen stehen.                                       
                                                                              
          keycode 115 = F13                                                   
          keycode 116 = F14                                                   
          keycode 117 = F15                                                   
                                                                              
                                                                              
          Falls Sie zum Beispiel den x11-wm/fvwm2 Port benutzen, ko:nnen Sie  
          ihn so einstellen, dass F13 das Fenster unter dem Mauszeiger        
          minimiert bzw. maximiert. F14 holt das Fenster unter dem Mauszeiger 
          in den Vordergrund bzw. ganz nach hinten, wenn es bereits im        
          Vordergrund ist. F15 o:ffnet das Arbeitsplatz (Programme) Menu:,    
          auch wenn der Cursor nicht auf den Hintergrund zeigt. Dies ist      
          extrem praktisch, wenn der gesamte Bildschirm von Fenster belegt    
          wird; als kleiner Bonus gibt es sogar einen Zusammenhang zwischen   
          dem Symbol auf der Taste und der durchgefu:hrten Aktion.            
                                                                              
          Dieses Verhalten kann man mit den folgenden Eintra:gen in der Datei 
          ~/.fvwmrc erhalten:                                                 
                                                                              
          Key F13        FTIWS    A        Iconify                            
          Key F14        FTIWS    A        RaiseLower                         
          Key F15        A        A        Menu Workplace Nop                 
                                                                              
   11.17. Wird 3D Hardware Beschleunigung fu:r OpenGL(R) unterstu:tzt?        
          Dies ha:ngt davon ab, welche Version von Xorg und welche            
          Grafikkarte Sie verwenden. Wenn Sie eine Karte mit NVIDIA-Chipsatz  
          besitzen, benutzen Sie die bina:ren Treiber fu:r FreeBSD, indem Sie 
          einen der folgenden Ports installieren:                             
                                                                              
            * Die aktuelle Version von NVIDIA-Karten wird durch den Port      
              x11/nvidia-driver unterstu:tzt.                                 
                                                                              
            * NVIDIA Karten wie die GeForce2 MX/3/4 Serie wird durch die 96XX 
              Treiber unterstu:tzt, die im x11/nvidia-driver-96xx Port        
              bereitgestellt werden.                                          
                                                                              
            * Sogar a:ltere Karten wie die GeForce und RIVA TNT sind durch    
              die 71XX Treiberserie verfu:gbar, die im Port                   
              x11/nvidia-driver-71xx enthalten ist.                           
                                                                              
          Tatsa:chlich liefert NVIDIA detaillierte Informationen daru:ber,    
          welche Karte von welchem Treiber unterstu:tzt wird. Diese           
          Information finden Sie auf der Website von NVIDIA:                  
          http://www.nvidia.com/object/IO_32667.html.                         
                                                                              
          Fu:r Matrox G200/400 sehen Sie sich den Port x11-servers/mga_hal    
          an.                                                                 
                                                                              
          Bei ATI Rage 128 und Radeon lesen Sie die Anleitungen ati(4),       
          r128(4) und radeon(4).                                              
                                                                              
          Fu: 3dfx Vodoo 3, 4, 5 und Banshee Karten gibt es einen             
          x11-servers/driglide Port.                                          

                             Kapitel 12. Netzwerke

   12.1. Woher kann ich Informationen u:ber "Diskless Booting" bekommen?

   12.2. Kann eine FreeBSD-Maschine als Netzwerkrouter genutzt werden?

   12.3. Kann ich meine Windows(R)-Maschine u:ber FreeBSD ans Internet
   anbinden?

   12.4. Unterstu:tzt FreeBSD SLIP und PPP?

   12.5. Unterstu:tzt FreeBSD NAT oder Masquerading?

   12.6. Wie verbinde ich zwei FreeBSD-Maschinen mit PLIP u:ber die parallele
   Schnittstelle?

   12.7. Wie kann ich Ethernet-Aliase einrichten?

   12.8. Wie bringe ich meine 3C503 dazu, den anderen Anschluss zu benutzen?

   12.9. Warum habe ich Probleme mit NFS und FreeBSD?

   12.10. Warum kann ich per NFS nicht von einer Linux(R)-Maschine mounten?

   12.11. Warum kann ich per NFS nicht von einer Sun(TM)-Maschine mounten?

   12.12. Warum meldet mir mountd auf meinem FreeBSD NFS-Server sta:ndig
   can't change attributes und bad exports list?

   12.13. Warum habe ich Probleme, per PPP mit NeXTStep-Maschinen zu
   kommunizieren?

   12.14. Wie aktiviere ich die Unterstu:tzung fu:r IP-Multicast?

   12.15. Welche Netzwerkkarten basieren auf dem DEC-PCI-Chipsatz?

   12.16. Warum muss ich fu:r Hosts auf meiner Site den FQDN benutzen?

   12.17. Wieso erhalte ich bei allen Netzwerkoperationen die Meldung
   Permission denied?

   12.18. Warum kann ich bei ipfw(8) einen Dienst nicht mit "fwd" auf eine
   andere Maschine umlenken?

   12.19. Wie kann ich Service-Requests von einer Maschine auf eine andere
   umleiten?

   12.20. Woher kann ich ein Bandbreiten-Managementtool bekommen?

   12.21. Warum erhalte ich die Meldung /dev/bpf0: device not configured?

   12.22. Habe ich, analog zum smbmount von Linux(R), eine Mo:glichkeit, auf
   ein freigegebenes Laufwerk einer Windows(R)-Maschine in meinem Netzwerk
   zuzugreifen?

   12.23. Was bedeutet die Meldung Limiting icmp/open port/closed port
   response in meinen Logfiles?

   12.24. Was bedeutet die Meldung arp: unknown hardware address format?

   12.25. Warum sehe ich sta:ndig Nachrichten wie: 192.168.0.10 is on fxp1
   but got reply from 00:15:17:67:cf:82 on rl0 und wie stelle ich das ab?

12.1.  Woher kann ich Informationen u:ber "Diskless Booting" bekommen?               
       "Diskless Booting" bedeutet, dass die FreeBSD-Maschine u:ber ein Netzwerk     
       gebootet wird und die notwendigen Dateien von einem Server anstatt von der    
       Festplatte liest. Vollsta:ndige Details finden Sie im Handbucheintrag u:ber   
       den plattenlosen Betrieb.                                                     
12.2.  Kann eine FreeBSD-Maschine als Netzwerkrouter genutzt werden?                 
       Ja. Genaue Informationen zu diesem Thema finden Sie im Abschnitt Gateways und 
       Routen des Handbuchkapitels Weiterfu:hrende Netzwerkthemen.                   
12.3.  Kann ich meine Windows(R)-Maschine u:ber FreeBSD ans Internet anbinden?       
       Personen, die diese Frage stellen, haben typischerweise zwei PCs zu Hause:    
       einen mit FreeBSD und einen mit einer Windows(R)-Variante. Die Idee ist, die  
       FreeBSD-Maschine an das Internet anzubinden, um in der Lage zu sein, von der  
       Windows(R)-Maschine u:ber die FreeBSD-Maschine auf das Internet zuzugreifen.  
       Das ist tatsa:chlich nur ein Spezialfall der vorherigen Frage.                
                                                                                     
       Das User-Mode ppp(8) von FreeBSD kennt die Option -nat. Wenn Sie ppp(8) mit   
       der Option -nat starten, in /etc/rc.conf die Variable gateway_enable auf YES  
       setzen und Ihre Windows(R)-Maschine korrekt konfigurieren, sollte das         
       hervorragend funktionieren. Weitere Informationen erhalten Sie in der         
       Hilfeseite ppp(8) oder im Abschnitt User-PPP des Handbuchs.                   
                                                                                     
       Wenn Sie Kernel-Mode PPP verwenden oder ihre Verbindung zum Internet u:ber    
       Ethernet erstellt wurde, mu:ssen Sie natd(8) verwenden. Weitere Informationen 
       dazu finden Sie im natd-Abschnitt des Handbuchs.                              
12.4.  Unterstu:tzt FreeBSD SLIP und PPP?                                            
       Ja. Lesen Sie die Manualpages slattach(8), sliplogin(8), pppd(8) und ppp(8).  
       ppp(8) und pppd(8) liefern Unterstu:tzung sowohl fu:r eingehende, als auch    
       ausgehende Verbindungen. sliplogin(8) behandelt ausschliesslich eingehende    
       Verbindungen und slattach(8) behandelt ausschliesslich ausgehende             
       Verbindungen.                                                                 
                                                                                     
       Diese Programme werden im Abschnitt PPP und SLIP des Handbuchs beschrieben.   
                                                                                     
       Falls Sie nur durch einen "Shell-Account" Zugang zum Internet haben, sehen    
       Sie sich einmal das Package net/slirp an. Es kann Ihnen (eingeschra:nkten)    
       Zugang zu Diensten wie ftp und http direkt von Ihrer lokalen Maschine aus     
       ermo:glichen.                                                                 
12.5.  Unterstu:tzt FreeBSD NAT oder Masquerading?                                   
       Ja. Wenn Sie NAT u:ber eine User-PPP-Verbindung einsetzen wollen, lesen Sie   
       bitte den User-PPP Abschnitt des Handbuchs. Wollen Sie NAT u:ber eine andere  
       Verbindung einsetzen, lesen Sie bitte den NATD-Abschnitt des Handbuchs.       
12.6.  Wie verbinde ich zwei FreeBSD-Maschinen mit PLIP u:ber die parallele          
       Schnittstelle?                                                                
       Dieses Thema wird im Handbuch-Kapitel PLIP behandelt.                         
12.7.  Wie kann ich Ethernet-Aliase einrichten?                                      
       Wenn sich die zweite Adresse im gleichen Subnetz befindet wie eine der        
       Adressen, die bereits auf dem Interface konfiguriert sind, benutzen Sie       
       netmask 0xffffffff in Ihrer ifconfig(8) Befehlszeile, wie z.B.:               
                                                                                     
       # ifconfig ed0 alias 192.0.2.2 netmask 0xffffffff                             
                                                                                     
       Andernfalls geben sie die Adresse und die Netzmaske so an, wie sie es bei     
       einem normalen Interface auch tun wu:rden:                                    
                                                                                     
       # ifconfig ed0 alias 172.16.141.5 netmask 0xffffff00                          
                                                                                     
       Sie ko:nnen mehr daru:ber im FreeBSD Handbuch nachlesen.                      
12.8.  Wie bringe ich meine 3C503 dazu, den anderen Anschluss zu benutzen?           
       Wenn Sie die anderen Anschlu:sse benutzen mo:chten, mu:ssen Sie einen         
       zusa:tzlichen Parameter in der ifconfig(8)-Befehlszeile spezifizieren. Der    
       Standard-Anschluss ist link0. Um den AUI-Anschluss anstelle des               
       BNC-Anschlusses zu verwenden, benutzen Sie link2. Diese Angaben sollten durch 
       Benutzung der Variablen ifconfig_* in der Datei /etc/rc.conf spezifiziert     
       werden.                                                                       
12.9.  Warum habe ich Probleme mit NFS und FreeBSD?                                  
       Gewisse PC-Netzwerkkarten sind (um es gelinde auszudru:cken) besser als       
       andere und ko:nnen manchmal Probleme mit netzwerkintensiven Anwendungen wie   
       NFS verursachen.                                                              
                                                                                     
       Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbucheintrag zu NFS.   
12.10. Warum kann ich per NFS nicht von einer Linux(R)-Maschine mounten?             
       Einige Versionen des NFS-Codes von Linux(R) akzeptieren Mount-Requests nur    
       von einem privilegierten Port. Versuchen Sie den folgenden Befehl:            
                                                                                     
       # mount -o -P linuxbox:/blah /mnt                                             
12.11. Warum kann ich per NFS nicht von einer Sun(TM)-Maschine mounten?              
       Sun Workstations mit SunOS(TM) 4.X akzeptieren Mount-Requests nur von einem   
       privilegierten Port. Versuchen Sie dieses Kommando:                           
                                                                                     
       # mount -o -P sunbox:/blah /mnt                                               
12.12. Warum meldet mir mountd auf meinem FreeBSD NFS-Server sta:ndig can't change   
       attributes und bad exports list?                                              
       Die ha:ufigste Ursache fu:r dieses Problem ist, dass Sie den Aufbau der       
       exports(5) nicht oder nicht richtig verstanden haben. U:berpru:fen Sie Ihre   
       exports(5) und lesen das Kapitel NFS im Handbuch, speziell den Abschnitt      
       Konfiguration.                                                                
12.13. Warum habe ich Probleme, per PPP mit NeXTStep-Maschinen zu kommunizieren?     
       Versuchen Sie, die TCP-Erweiterung in /etc/rc.conf zu deaktivieren, indem Sie 
       die folgende Variable auf NO setzen:                                          
                                                                                     
       tcp_extensions=NO                                                             
                                                                                     
       Xylogic's Annex-Maschinen arbeiten hier auch fehlerhaft und Sie mu:ssen die   
       obige A:nderung benutzen, um u:ber Sie Verbindungen herzustellen.             
12.14. Wie aktiviere ich die Unterstu:tzung fu:r IP-Multicast?                       
       Multicast-Host-Funktionen werden standardma:ssig von FreeBSD unterstu:tzt.    
       Wenn Sie Ihre Maschine als Multicast-Router betreiben wollen, mu:ssen Sie     
       Ihren Kernel mit der Option MROUTING neu kompilieren und mrouted(8) starten.  
       Wenn Sie die Variable mrouted_enable in der Datei /etc/rc.conf auf YES        
       setzen, wird mrouted(8) wa:hrend des FreeBSD-Systemstarts automatisch         
       gestartet.                                                                    
                                                                                     
         Anmerkung:                                                                  
                                                                                     
       In aktuellen Versionen von FreeBSD sind die Programme mrouted(8), der         
       Multicast Routing Dienst, map-mbone(8) und mrinfo(8) nicht mehr im            
       Basissystem enthalten. In der FreeBSD Ports-Sammlung sind diese Programme     
       unter net/mrouted erha:ltlich.                                                
                                                                                     
       MBONE-Tools sind in ihrer eigenen Ports-Kategorie mbone verfu:gbar. Schauen   
       Sie dort nach, wenn Sie die Konferenztools vic und vat suchen!                
12.15. Welche Netzwerkkarten basieren auf dem DEC-PCI-Chipsatz?                      
       Hier ist eine von Glen Foster <gfoster@driver.nsta.org> zusammengetragene     
       Liste mit einigen aktuellen Erga:nzungen:                                     
                                                                                     
       Tabelle 12.1. Netzwerkkarten mit DEC-PCI-Chipsatz                             
                                                                                     
       +---------------------------------------------------------------------------+ 
       |    Vendor    |                           Model                            | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | ASUS         | PCI-L101-TB                                                | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | Accton       | ENI1203                                                    | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | Cogent       | EM960PCI                                                   | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | Compex       | ENET32-PCI                                                 | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | D-Link       | DE-530                                                     | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | Dayna        | DP1203, DP2100                                             | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | DEC          | DE435, DE450                                               | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | Danpex       | EN-9400P3                                                  | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | JCIS         | Condor JC1260                                              | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | Linksys      | EtherPCI                                                   | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | Mylex        | LNP101                                                     | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | SMC          | EtherPower 10/100 (Modell 9332)                            | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | SMC          | EtherPower (Model 8432)                                    | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | TopWare      | TE-3500P                                                   | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | Znyx (2.2.X) | ZX312, ZX314, ZX342, ZX345, ZX346, ZX348                   | 
       |--------------+------------------------------------------------------------| 
       | Znyx (3.X)   | ZX345Q, ZX346Q, ZX348Q, ZX412Q, ZX414, ZX442, ZX444,       | 
       |              | ZX474, ZX478, ZX212, ZX214 (10mbps/hd)                     | 
       +---------------------------------------------------------------------------+ 
12.16. Warum muss ich fu:r Hosts auf meiner Site den FQDN benutzen?                  
       Lesen Sie die Antwort im FreeBSD Handbook.                                    
12.17. Wieso erhalte ich bei allen Netzwerkoperationen die Meldung Permission        
       denied?                                                                       
       Dieses Problem kann auftreten, wenn Sie einen Kernel mit der Option           
       IPFIREWALL erstellt haben. In der Voreinstellung werden alle Pakete, die      
       nicht explizit erlaubt wurden, blockiert.                                     
                                                                                     
       Falls sie Ihr System unbeabsichtigt als Firewall konfiguriert haben, ko:nnen  
       Sie die Netzwerkfunktionalita:t wiederherstellen, indem Sie als root          
       folgendes eingeben:                                                           
                                                                                     
       # ipfw add 65534 allow all from any to any                                    
                                                                                     
       Sie ko:nnen in /etc/rc.conf auch firewall_type="open" setzen.                 
                                                                                     
       Weitere Informationen u:ber die Konfiguration einer FreeBSD-Firewall finden   
       Sie im Kapitel Firewalls des Handbuchs.                                       
12.18. Warum kann ich bei ipfw(8) einen Dienst nicht mit "fwd" auf eine andere       
       Maschine umlenken?                                                            
       Der wahrscheinlichste Grund ist, dass Sie Network Address Translation (NAT)   
       brauchen und nicht die einfache Weiterleitung von Pakete. Die "fwd" Anweisung 
       macht genau das, was da steht: Sie leitet Pakete weiter; die Daten in den     
       Paketen werden aber nicht vera:ndert. Ein Beispiel:                           
                                                                                     
       01000 fwd 10.0.0.1 from any to foo 21                                         
                                                                                     
       Wenn ein Paket mit dem Ziel foo die Maschine mit dieser Regel erreicht, wird  
       das Paket an 10.0.0.1 weitergeleitet; die Zieladresse im Paket lautet aber    
       immer noch foo! Die Zieladresse wird nicht in 10.0.0.1 gea:ndert. Die meisten 
       Rechner werden allerdings Pakete verwerfen, wenn die Zieladresse des Paketes  
       nicht mit der Adresse des Rechners u:bereinstimmt. Das ist der Grund, warum   
       eine "fwd" Regel oft nicht den Effekt hat, den der Benutzer wollte. Dieses    
       Verhalten ist aber kein Fehler, sondern erwu:nscht.                           
                                                                                     
       Wenn Sie einen Dienst auf eine andere Maschine umleiten wollen, sollten Sie   
       sich den FAQ-Eintrag u:ber die Umleitung von Diensten oder die Online-Hilfe   
       zu natd(8) durchlesen. Auch in der Ports Sammlung sind diverse Hilfsprogramme 
       fu:r diesen Zweck enthalten.                                                  
12.19. Wie kann ich Service-Requests von einer Maschine auf eine andere umleiten?    
       Sie ko:nnen FTP-Requests (und andere Dienste) mit dem Port sysutils/socket    
       umleiten. Ersetzen sie die Befehlszeile fu:r den Dienst einfach so, dass      
       stattdessen socket aufgerufen wird, zum Beispiel so:                          
                                                                                     
       ftp stream tcp nowait nobody /usr/local/bin/socket socket ftp.example.com ftp 
                                                                                     
       wobei ftp.example.com und ftp entsprechend der Host und der Port sind, wohin  
       umgeleitet werden soll.                                                       
12.20. Woher kann ich ein Bandbreiten-Managementtool bekommen?                       
       Fu:r FreeBSD gibt es drei Bandbreiten-Managementtools. dummynet(4) ist als    
       Teil von ipfw(4) in FreeBSD integriert. ALTQ ist in FreeBSD Bestandteil von   
       pf(4). Bei Bandwidth Manager von Emerging Technologies handelt es sich        
       hingegen um ein kommerzielles Produkt.                                        
12.21. Warum erhalte ich die Meldung /dev/bpf0: device not configured?               
       Der Berkeley-Paket-Filter (bpf(4)) muss in den Kernel eingebunden werden,     
       bevor er von einem Programme aus genutzt werden kann. Fu:gen Sie folgendes zu 
       Ihrer Kernelkonfigurationsdatei hinzu und erstellen Sie einen neuen Kernel:   
                                                                                     
       device bpf     # Berkeley Packet Filter                                       
12.22. Habe ich, analog zum smbmount von Linux(R), eine Mo:glichkeit, auf ein        
       freigegebenes Laufwerk einer Windows(R)-Maschine in meinem Netzwerk           
       zuzugreifen?                                                                  
       Benutzen Sie die Kernel-Erweiterungen und Benutzerprogramme aus dem           
       Programmpaket SMBFS. Das Paket und weitergehende Informationen sind unter     
       mount_smbfs(8) im Basissystem verfu:gbar.                                     
12.23. Was bedeutet die Meldung Limiting icmp/open port/closed port response in      
       meinen Logfiles?                                                              
       Mit dieser Meldung teilt Ihnen der Kernel mit, dass irgend jemand versucht,   
       ihn zur Generierung von zu vielen ICMP oder TCP reset (RST) Antworten zu      
       provozieren. ICMP Antworten sind oft das Ergebnis von Verbindungsversuchen zu 
       unbenutzten UDP Ports. TCP Resets werden generiert, wenn jemand versucht,     
       eine Verbindung zu einem ungenutzten TCP Port aufzubauen. Die Meldungen       
       ko:nnen unter anderem durch die folgenden Ereignisse ausgelo:st werden:       
                                                                                     
         * Denial of Service (DoS) Angriffe mit der Brechstange (und nicht durch     
           Angriffe mit einzelnen Paketen, die gezielt eine Schwachstelle des        
           Systems ausnutzen sollen).                                                
                                                                                     
         * Port Scans, bei denen versucht wird, Verbindungen zu einer grossen Anzahl 
           von Ports (und nicht nur einigen bekannten Ports) herzustellen.           
                                                                                     
       Die erste Zahl gibt an, wie viele Pakete vom Kernel ohne das Limit versendet  
       worden wa:ren; die zweite Zahl gibt das Limit an. Sie ko:nnen das Limit mit   
       Hilfe der sysctl-Variable net.inet.icmp.icmplim einstellen. Im Beispiel wird  
       das Limit auf 300 Pakete pro Sekunde gesetzt:                                 
                                                                                     
       # sysctl -w net.inet.icmp.icmplim=300                                         
                                                                                     
       Wenn Sie zwar die Begrenzung benutzen mo:chten, aber die Meldungen nicht in   
       Ihren Logfiles sehen mo:chten, ko:nnen Sie die Meldungen mit der              
       sysctl-Variable net.inet.icmp.icmplim_output abschalten:                      
                                                                                     
       # sysctl -w net.inet.icmp.icmplim_output=0                                    
                                                                                     
       Falls Sie die Begrenzung ganz abschalten wollen, ko:nnen Sie die              
       Sysctl-Variable net.inet.icmp.icmplim auf 0. Wir raten Ihnen aus den oben     
       genannten Gru:nden dringend von diesem Schritt ab.                            
12.24. Was bedeutet die Meldung arp: unknown hardware address format?                
       Ein Gera:t im lokalen Ethernet verwendet eine MAC-Adresse in einem Format,    
       das FreeBSD nicht kennt. Der wahrscheinlichste Grund ist, dass jemand         
       Experimente mit einer Ethernet-Karte anstellt. Die Meldung tritt sehr ha:ufig 
       in Netzwerken mit Cable Modems auf. Die Meldung ist harmlos und sollte die    
       Performance Ihres Systems nicht negativ beeinflussen.                         
12.25. Warum sehe ich sta:ndig Nachrichten wie: 192.168.0.10 is on fxp1 but got      
       reply from 00:15:17:67:cf:82 on rl0 und wie stelle ich das ab?                
       Weil ein Paket unerwartet von ausserhalb des Netzwerks empfangen wurde. Um    
       die Nachrichten abzustellen, a:ndern Sie                                      
       net.link.ether.inet.log_arp_wrong_iface auf 0.                                

                             Kapitel 13. Sicherheit

   13.1. Was ist ein Sandkasten (sandbox)?

   13.2. Was sind die Sicherheitsstufen?

   13.3. Wieso wartet BIND (named) auf hohen Ports auf Anfragen?

   13.4. Wieso wartet der sendmail-Dienst neuerdings sowohl auf Port 587 als
   auch auf dem Standard-Port 25 auf Anfragen?

   13.5. Woher kommt dieser Benutzer toor mit UID 0? Ist mein System gehackt
   worden?

   13.6. Warum funktioniert suidperl nicht richtig?

   13.1. Was ist ein Sandkasten (sandbox)?                                    
         "Sandkasten" (sandbox) ist ein Ausdruck aus dem Bereich Sicherheit.  
         Er hat zwei Bedeutungen:                                             
                                                                              
           * Ein Programm, das innerhalb virtueller Wa:nde ausgefu:hrt wird.  
             Wenn ein Angreifer u:ber eine Sicherheitslu:cke in diesen        
             Programm einbricht, verhindern diese Wa:nde ein tieferes         
             Vordringen in das System.                                        
                                                                              
             Man sagt: Der Prozess kann innerhalb der Wa:nde "spielen", das   
             heisst nichts, was der Prozess in Bezug auf die Ausfu:hrung von  
             Code tut, kann die Wa:nde durchbrechen. Es ist also keine        
             detaillierte Revision des Codes erforderlich, um gewisse         
             Aussagen u:ber seine Sicherheit machen zu ko:nnen.               
                                                                              
             Die Wa:nde ko:nnten z.B. eine Benutzerkennung sein. Dies ist die 
             Definition, die in den Hilfeseiten security(7) und named(8)      
             benutzt wird.                                                    
                                                                              
             Nehmen Sie zum Beispiel den Dienst ntalk (siehe auch inetd(8)).  
             Dieser Dienst ist fru:her mit der Benutzerkennung root gelaufen; 
             nun la:uft er mit der Benutzerkennung tty. Der Benutzer tty ist  
             ein Sandkasten, der dazu gedacht ist, es jemandem, der u:ber     
             ntalk erfolgreich in das System eingebrochen ist, schwer zu      
             machen, u:ber diese Benutzerkennung hinaus vorzudringen.         
                                                                              
           * Ein Prozess, der sich innerhalb einer simulierten Maschine       
             befindet. Dies ist etwas fortgeschrittener; grundsa:tzlich       
             bedeutet es, dass jemand, der in der Lage ist, in einen Prozess  
             einzudringen, annehmen ko:nnte, er ko:nnte weiter in die         
             Maschine eindringen, tatsa:chlich aber nur in eine Simulation    
             der Maschine einbricht und keine echten Daten vera:ndert.        
                                                                              
             Der ga:ngigste Weg, dies zu erreichen, ist, in einem             
             Unterverzeichnis eine simulierte Umgebung zu erstellen und den   
             Prozess in diesem Verzeichnis mit chroot auszufu:hren (fu:r      
             diesen Prozess ist / dieses Verzeichnis und nicht das echte /    
             des Systems).                                                    
                                                                              
             Eine weitere gebra:uchliche Anwendung ist, ein untergeordnetes   
             Dateisystem nur mit Leserechten zu mounten, und dann daru:ber    
             eine Dateisystemebene zu erstellen, die einem Prozess einen      
             scheinbar schreibberechtigten Blick in das Dateisystem gibt. Der 
             Prozess mag glauben, dass er in der Lage ist, diese Dateien zu   
             vera:ndern, aber nur der Prozess sieht diesen Effekt - andere    
             Prozess im System natu:rlich nicht.                              
                                                                              
             Es wird versucht, diese Art von Sandkasten so transparent zu     
             gestalten, dass der Benutzer (oder Hacker) nicht merkt, dass er  
             sich in ihm befindet.                                            
                                                                              
         Ein UNIX(R) System implementiert zwei Arten von Sandka:sten - eine   
         auf Prozessebene und die andere auf der Ebene der Benutzerkennung.   
                                                                              
         Jeder Prozess auf einem UNIX(R) System ist komplett von allen        
         anderen Prozessen abgeschirmt. Ein Prozess kann den Adressraum eines 
         anderen Prozesses nicht modifizieren. Das ist anders als bei         
         Windows(R), wo ein Prozess leicht den Adressraum eines anderen       
         u:berschreiben kann, was zu einem Absturz fu:hrt.                    
                                                                              
         Ein Prozess geho:rt einer bestimmten Benutzerkennung. Falls die      
         Benutzerkennung nicht die von root ist, dient sie dazu, den Prozess  
         von Prozessen anderer Benutzer abzuschirmen. Die Benutzerkennung     
         wird ausserdem dazu genutzt, Daten auf der Festplatte abzuschirmen.  
   13.2. Was sind die Sicherheitsstufen?                                      
         Die Sicherheitsstufen sind ein Sicherheitsmechanismus, der im Kernel 
         angesiedelt ist. Wenn die Sicherheitsstufe einen positiven Wert hat, 
         verhindert der Kernel die Ausfu:hrung bestimmter Ta:tigkeiten; nicht 
         einmal der Super-User (also root) darf sie durchfu:hren. Zurzeit     
         ko:nnen u:ber die Sicherheitsstufen unter anderem die folgenden      
         Ta:tigkeiten geblockt werden:                                        
                                                                              
           * Zuru:cksetzen bestimmter Dateiattribute, wie zum Beispiel schg   
             (das "system immutable" Attribut).                               
                                                                              
           * Schreibender Zugriff auf die Speicherbereiche des Kernels        
             mittels /dev/mem und /dev/kmem.                                  
                                                                              
           * Laden von Kernel-Modulen.                                        
                                                                              
           * A:nderungen an den Firewall-Regeln.                              
                                                                              
         Um die eingestellte Sicherheitsstufe eines aktiven Systems           
         abzufragen, reicht das folgende einfache Kommando:                   
                                                                              
         # sysctl kern.securelevel                                            
                                                                              
         Die Ausgaben wird den Namen der sysctl(8)-Variablen (in diesem Fall  
         kern.securelevel) und eine Zahl enthalten. Die Zahl ist der aktuelle 
         Wert der Sicherheitsstufe. Wenn die Zahl positiv (gro:sser als Null) 
         ist, sind zumindest einige der Schutzmassnahmen aktiviert.           
                                                                              
         Sie ko:nnen die Sicherheitsstufe eines laufenden Systems nicht       
         verringern, da dies den Mechanismus wertlos machen wu:rden. Wenn Sie 
         eine Ta:tigkeit ausfu:hren mu:ssen, bei der die Sicherheitsstufe     
         nicht-positiv sein muss (z.B. ein installworld oder eine A:nderung   
         der Systemzeit), dann mu:ssen Sie die entsprechende Einstellung in   
         /etc/rc.conf a:ndern (suchen Sie nach den Variablen kern_securelevel 
         und kern_securelevel_enable) und das System rebooten.                
                                                                              
         Weitere Informationen u:ber die Sicherheitsstufen und genaue         
         Informationen, was die Einstellungen bewirken, ko:nnen Sie der       
         Online-Hilfe init(8) entnehmen.                                      
                                                                              
           Warnung:                                                           
                                                                              
         Die Sicherheitsstufen sind kein magischer Zauberstab, der alle Ihre  
         Problem lo:st; es gibt viele bekannte Probleme. Und in der Mehrzahl  
         der Fa:lle vermitteln sie ein falsches Gefu:hl der Sicherheit.       
                                                                              
         Eines der gro:ssten Probleme ist, dass alle fu:r den Start des       
         Systems beno:tigten Dateien geschu:tzt sein mu:ssen, damit die       
         Sicherheitsstufe effektiv sein ko:nnen. Wenn es ein Angreifer        
         schafft, seine eigenen Programme ausfu:hren zu lassen, bevor die     
         Sicherheitsstufe gesetzt wird (was leider erst gegen Ende des        
         Startvorgangs erfolgen kann, da viele der notwendigen Ta:tigkeiten   
         fu:r den Systemstart nicht mit einer gesetzten Sicherheitsstufe      
         mo:glich wa:ren), werden die Schutzmechanismen ausgehebelt. Es ist   
         zwar nicht technisch unmo:glich, alle beim Systemstart genutzten     
         Dateien zu schu:tzen; allerdings wu:rde in einem so geschu:tzten     
         System die Administration zu einem Alptraum, da man das System neu   
         starten oder in den Single-User-Modus bringen mu:sste, um eine       
         Konfigurationsdatei a:ndern zu ko:nnen.                              
                                                                              
         Dieses und andere Probleme werden ha:ufig auf den Mailinglisten      
         diskutiert, speziell auf auf der Mailingliste FreeBSD security. Das  
         verfu:gbare Archiv entha:lt ausgiebige Diskussionen. Einige Benutzer 
         sind guter Hoffnung, dass das System der Sicherheitsstufen bald      
         durch ein besser konfigurierbares System ersetzt wird, aber es gibt  
         noch keine definitiven Aussagen.                                     
                                                                              
         Fu:hlen Sie sich gewarnt.                                            
   13.3. Wieso wartet BIND (named) auf hohen Ports auf Anfragen?              
         FreeBSD benutzt eine Version von BIND, die einen Port mit einer      
         hohen, zufa:lligen Nummer fu:r den Versand von Anfragen nutzt.       
         Aktuelle Versionen wa:hlen einen neuen, zufa:lligen UDP-Port fu:r    
         jeden Query. Das kann fu:r manche Netzwerkkonfigurationen Probleme   
         verursachen, besonders wenn eine Firewall eingehende UDP-Pakete auf  
         bestimmten Ports blockiert. Wenn Sie durch eine solche Firewall      
         wollen, ko:nnen Sie die avoid-v4-udp-ports und avoid-v6-udp-ports    
         Optionen ausprobieren, um ein zufa:lliges Auswa:hlen von Portnummern 
         innerhalb eines blockierten Bereiches zu verhindern.                 
                                                                              
           Warnung:                                                           
                                                                              
         Wenn eine Portnummer (wie 53) u:ber die Optionen query-source oder   
         query-source-v6 in /etc/namedb/named.conf spezifiziert ist, wird     
         zufa:llige Portauswahl nicht verwendet. Es wird dringend empfohlen,  
         dass diese Optionen nicht fu:r die Spezifikation von festen          
         Portnummern verwendet wird.                                          
                                                                              
         Ach u:brigens, herzlichen Glu:ckwunsch. Es ist eine sehr gute        
         Angewohnheit, die Ausgaben von sockstat(1) durchzusehen und auf      
         merkwu:rdige Dinge zu achten.                                        
   13.4. Wieso wartet der sendmail-Dienst neuerdings sowohl auf Port 587 als  
         auch auf dem Standard-Port 25 auf Anfragen?                          
         Aktuelle sendmail-Versionen unterstu:tzen eine neue Technik zur      
         Einlieferung von Mails, die Port 587 nutzt. Diese Technik wird zwar  
         noch nicht oft angewendet, erfreut sich aber sta:ndig steigender     
         Popularita:t.                                                        
   13.5. Woher kommt dieser Benutzer toor mit UID 0? Ist mein System gehackt  
         worden?                                                              
         Keine Panik. toor ist ein "alternativer" Account fu:r den Super-User 
         (wenn man root ru:ckwa:rts schreibt, erha:lt man toor). Fru:her      
         wurde er nur erzeugt, wenn die Shell bash(1) installiert wurde,      
         heute wird er auf jeden Fall erzeugt. Dieser Account ist fu:r die    
         Verwendung mit einer alternativen Shell vorgesehen; damit ist es     
         nicht mehr erforderlich, die Shell von root zu a:ndern. Dies ist     
         wichtig, wenn eine Shell verwendet wird, die nicht zum Lieferumfang  
         von FreeBSD geho:rt, zum Beispiel aus einem Port oder einem Package. 
         Diese Shells werden in der Regel in /usr/local/bin installiert und   
         dieses Verzeichnis liegt standardma:ssig auf einem anderem           
         Filesystem. Wenn die Shell von root in /usr/local/bin liegt und /usr 
         (oder das Filesystem, auf dem /usr/local/bin liegt) nicht gemountet  
         werden kann, kann sich root nicht mehr einloggen, um das Problem zu  
         beheben. Es ist allerdings mo:glich, das System zu rebooten und das  
         Problem im Single-User-Modus zu lo:sen, da man hier gefragt wird,    
         welche Shell benutzt werden soll.                                    
                                                                              
         Einige Anwender benutzen toor mit einer alternativen Shell fu:r die  
         ta:gliche Arbeit und benutzen root (mit der Standard-Shell) fu:r den 
         Single-User-Modus und fu:r Notfa:lle. Standardma:ssig kann man sich  
         nicht als toor anmelden, da der Account kein gu:ltiges Passwort hat; 
         Sie mu:ssen sich also als root anmelden und ein Passwort fu:r toor   
         setzen, wenn Sie diesen Account benutzen wollen.                     
   13.6. Warum funktioniert suidperl nicht richtig?                           
         Aus Sicherheitsgru:nden wird suidperl standardma:ssig nicht          
         installiert. Wenn Sie wollen, dass suidperl auch beim Update via     
         Sourcecode das SUID-Bit erha:lt, mu:ssen Sie in /etc/make.conf die   
         Zeile ENABLE_SUIDPERL=true einfu:gen, bevor Sie perl bauen.          

                                Kapitel 14. PPP

   14.1. Ich bekomme ppp(8) nicht zum Laufen. Was mache ich falsch?

   14.2. Warum ha:ngt sich ppp auf, wenn ich es benutze?

   14.3. Warum wa:hlt ppp(8) im -auto-Modus nicht?

   14.4. Was bedeutet No route to host?

   14.5. Wieso werden meine Verbindungen nach ca. drei Minuten beendet?

   14.6. Wieso bricht meine Verbindung bei hoher Auslastung ab?

   14.7. Warum brechen meine Verbindungen nach unbestimmter Zeit zusammen?

   14.8. Warum ha:ngen meine Verbindung nach einer unbestimmten Zeit?

   14.9. Was kann ich machen, wenn die Gegenstelle nicht antwortet?

   14.10. Was kann ich tun, wenn sich ppp(8) aufha:ngt?

   14.11. Warum passiert nach der Nachricht "Login OK!" nichts?

   14.12. Ich sehe sta:ndig Fehlermeldungen u:ber gleiche "Magic Numbers" Was
   heisst das?

   14.13. Die LCP-Verhandlungen dauern an, bis die Verbindung geschlossen
   wird. Was mache ich falsch?

   14.14. Warum reagiert ppp(8) nicht mehr, wenn ich es mit shell verlassen
   habe?

   14.15. Warum wird ppp(8) niemals beendet, wenn ich es u:ber ein
   Nullmodem-Kabel benutze?

   14.16. Warum wa:hlt ppp(8) im Modus -auto ohne Grund?

   14.17. Was bedeuten diese CCP-Fehler?

   14.18. Warum loggt ppp die Geschwindigkeit meiner Verbindung nicht?

   14.19. Warum ignoriert ppp(8) das Zeichen \ in meinem Chat-Skript?

   14.20. Warum gibt es die Datei ppp.core nicht, wenn ppp(8) einen
   Segmentation fault erzeugt hat?

   14.21. Warum bekommt das Programm, das eine Anwahl im Modus -auto
   ausgelo:st hat, keine Verbindung?

   14.22. Warum laufen die meisten Spiele mit dem -nat Schalter nicht?

   14.23. Hat jemand eine Liste mit nu:tzlichen Portnummern erstellt?

   14.24. Was sind FCS-Fehler?

   14.25. Wieso ha:ngen die Verbindungen meiner Mac OS(R)- und
   Windows(R) 98-Maschinen (und eventuell auch andere Microsoft(R)
   Betriebssysteme), wenn auf meinem Gateway PPPoE la:uft?

   14.26. Nichts von alledem hilft - ich bin verzweifelt! Was soll ich
   machen?

14.1.  Ich bekomme ppp(8) nicht zum Laufen. Was mache ich falsch?                                               
       Sie sollten zuerst ppp(8) (die Manualpage zu ppp) und den Abschnitt zu PPP im Handbuch lesen. Aktivieren 
       Sie das Logging mit folgendem Befehl:                                                                    
                                                                                                                
       set log Phase Chat Connect Carrier lcp ipcp ccp command                                                  
                                                                                                                
       Dieser Befehl kann an der Eingabeaufforderung von ppp(8) eingegeben oder in die Konfigurationsdatei      
       /etc/ppp/ppp.conf eingetragen werden (der beste Ort hierfu:r ist der Anfang des Abschnitts default.      
       Stellen Sie sicher, dass die Datei /etc/syslog.conf die folgenden Zeilen entha:lt und die Datei          
       /var/log/ppp.log existiert:                                                                              
                                                                                                                
       !ppp                                                                                                     
       *.*              /var/log/ppp.log                                                                        
                                                                                                                
                                                                                                                
       Sie ko:nnen nun u:ber die Logfiles eine Menge daru:ber herausfinden, was geschieht. Es macht nichts,     
       wenn die Eintra:ge in den Logfiles Ihnen gar nichts sagen. Wenn Sie jemandem um Hilfe bitten mu:ssen,    
       ko:nnten sie fu:r ihn von Nutzen sein.                                                                   
14.2.  Warum ha:ngt sich ppp auf, wenn ich es benutze?                                                          
       Das liegt meistens daran, dass Ihr Rechnername nicht aufgelo:st werden kann. Um dieses Problem zu        
       lo:sen, mu:ssen Sie sicherstellen, dass die Datei /etc/hosts von Ihrem Resolver zuerst genutzt wird.     
       Dazu muss in der Datei /etc/host.conf der Eintrag hosts an die erste Stelle gesetzt werden. Erstellen    
       Sie dann einfach fu:r Ihren lokalen Rechner einen Eintrag in der Datei /etc/hosts. Falls Sie kein        
       lokales Netzwerk besitzen, a:ndern Sie die localhost-Zeile:                                              
                                                                                                                
       127.0.0.1    foo.example.com foo localhost                                                               
                                                                                                                
       Andernfalls fu:gen Sie einfach einen weiteren Eintrag fu:r Ihren lokalen Rechner hinzu. Weitere Details  
       finden Sie in den betreffenden Manualpages.                                                              
                                                                                                                
       Wenn Sie fertig sind sollten Sie ping -c1 `hostname` erfolgreich ausfu:hren ko:nnen.                     
14.3.  Warum wa:hlt ppp(8) im -auto-Modus nicht?                                                                
       U:berpru:fen Sie zuna:chst, ob Sie einen Standard-Gateway eingestellt haben. Wenn Sie netstat -rn        
       ausfu:hren, sollten Sie zwei Eintra:ge a:hnlich den folgenden sehen:                                     
                                                                                                                
       Destination        Gateway            Flags     Refs     Use     Netif Expire                            
       default            10.0.0.2           UGSc        0        0      tun0                                   
       10.0.0.2           10.0.0.1           UH          0        0      tun0                                   
                                                                                                                
                                                                                                                
       Hier wird angenommen, dass Sie die Adressen aus dem Handbuch, der Manualpage oder aus der Datei          
       ppp.conf.sample benutzt haben. Falls Sie keine Standardroute haben, kann es daran liegen, dass Sie       
       vergessen haben, die Zeile HISADDR in der Datei ppp.conf hinzuzufu:gen.                                  
                                                                                                                
       Ein weiterer Grund dafu:r, dass die Zeile fu:r die Standardroute fehlt, ko:nnte der sein, dass Sie       
       fa:lschlicherweise eine Standardroute in der Datei /etc/rc.conf eingetragen und die folgende Zeile in    
       ppp.conf ausgelassen haben:                                                                              
                                                                                                                
       delete ALL                                                                                               
                                                                                                                
       Lesen Sie in diesem Fall den Abschnitt Abschliessende Systemkonfiguration des Handbuchs.                 
14.4.  Was bedeutet No route to host?                                                                           
       Dieser Fehler beruht fu:r gewo:hnlich auf einem fehlenden Abschnitt in Ihrer Datei /etc/ppp/ppp.linkup:  
                                                                                                                
       MYADDR:                                                                                                  
         delete ALL                                                                                             
         add 0 0 HISADDR                                                                                        
                                                                                                                
                                                                                                                
       Er ist nur notwendig, wenn Sie eine dynamische IP-Adresse besitzen oder die Adresse Ihres Gateways nicht 
       kennen. Wenn Sie den interaktiven Modus benutzen, ko:nnen Sie folgendes eingeben, nachdem Sie in den     
       packet mode gelangt sind (den Paket Modus erkennen Sie an PPP im Prompt):                                
                                                                                                                
       delete ALL                                                                                               
       add 0 0 HISADDR                                                                                          
                                                                                                                
                                                                                                                
       Weitere Details finden Sie im Abschnitt PPP und Dynamische IP-Adressen des Handbuchs.                    
14.5.  Wieso werden meine Verbindungen nach ca. drei Minuten beendet?                                           
       Der Standardtimeout fu:r ppp(8) betra:gt drei Minuten. Er kann durch die folgende Zeile eingestellt      
       werden, wobei NNN die Inaktivita:t in Sekunden angibt, bevor die Verbindung geschlossen wird:            
                                                                                                                
       set timeout NNN                                                                                          
                                                                                                                
       Falls NNN Null ist, wird die Verbindung niemals aufgrund eines Timeouts geschlossen. Es ist mo:glich,    
       diesen Befehl in die Datei ppp.conf einzubinden, oder ihn an der Eingabeaufforderung im interaktiven     
       Modus einzugeben. Durch eine Verbindung zum Server-Socket von ppp u:ber telnet(1) oder pppctl(8) ist es  
       auch mo:glich, den Timeout bei aktiver Verbindung anzupassen. Weitere Details finden Sie in der          
       Manualpage ppp(8).                                                                                       
14.6.  Wieso bricht meine Verbindung bei hoher Auslastung ab?                                                   
       Falls Sie Link-Quality-Reporting (LQR) konfiguriert haben, ist es mo:glich, dass zu viele LQR-Pakete     
       zwischen Ihrer Maschine und dem verbundenen Rechner verloren gehen. Das ppp(8)-Programm folgert daraus,  
       dass die Verbindung nicht in Ordnung ist und schliesst sie. Vor FreeBSD Version 2.2.5 war LQR            
       standardma:ssig aktiviert; nun ist es standardma:ssig deaktiviert. Es kann durch die folgende Zeile      
       deaktiviert werden:                                                                                      
                                                                                                                
       disable lqr                                                                                              
14.7.  Warum brechen meine Verbindungen nach unbestimmter Zeit zusammen?                                        
       Wenn die Qualita:t Ihrer Telefonleitung zu schlecht oder bei Ihrem Anschluss die Option (Telekomdeutsch: 
       das Leistungsmerkmal) Anklopfen aktiviert ist, kann es manchmal vorkommen, dass Ihr Modem auflegt, weil  
       es (fa:lschlicherweise) annimmt, dass es das Tra:gersignal verloren hat.                                 
                                                                                                                
       Bei den meisten Modems gibt es eine Einstellmo:glichkeit, um anzugeben, wie tolerant es gegenu:ber       
       voru:bergehenden Verlusten des Tra:gersignals sein soll. Bei einem U.S. Robotics(R) Sportster(R) wird    
       dies zum Beispiel im Register S10 in Zehntelsekunden angegeben. Um Ihr Modem toleranter zu machen,       
       ko:nnen Sie zu Ihrem Wa:hlbefehl die folgende Sende-Empfangs-Sequenz hinzufu:gen:                        
                                                                                                                
       set dial "...... ATS10=10 OK ......"                                                                     
                                                                                                                
       Weitere Information sollten Sie dem Handbuch Ihres Modems entnehmen ko:nnen.                             
14.8.  Warum ha:ngen meine Verbindung nach einer unbestimmten Zeit?                                             
       Viele Leute machen Erfahrungen mit ha:ngenden Verbindungen ohne erkennbaren Grund. Als erstes muss       
       festgestellt werden, welche Seite der Verbindung ha:ngt.                                                 
                                                                                                                
       Wenn Sie ein externes Modem benutzen, ko:nnen Sie einfach versuchen, ping(8) zu benutzen, um zu sehen,   
       ob die TD-Anzeige aufleuchtet, wenn Sie Daten u:bertragen. Falls sie aufleuchtet (und die RD-Anzeige     
       nicht), liegt das Problem am anderen Ende. Falls TD nicht aufleuchtet, handelt es sich um ein lokales    
       Problem. Bei einem internen Modem mu:ssen Sie den Befehl set server in Ihrer Datei ppp.conf benutzen.    
       Stellen Sie u:ber pppctl(8) eine Verbindung zu ppp(8) her, wenn die Verbindung ha:ngt. Falls Ihre        
       Netzwerkverbindung plo:tzlich wieder funktioniert (ppp wurde durch die Aktivita:t auf dem                
       Diagnose-Socket wiederbelebt) oder Sie keine Verbindung bekommen (vorausgesetzt, der Befehl set socket   
       wurde beim Start erfolgreich ausgefu:hrt), handelt es sich um ein lokales Problem. Falls Sie eine        
       Verbindung bekommen und die externe Verbindung weiterhin ha:ngt, aktivieren Sie lokales asynchrones      
       Logging mit set log local async und benutzen Sie ping(8) von einem anderen Fenster oder Bildschirm aus,  
       um die externe Verbindung zu benutzen. Das asynchrone Logging zeigt Ihnen, welche Daten u:ber die        
       Verbindung gesendet und empfangen werden. Falls Daten hinausgehen, aber nicht zuru:ckkommen, handelt es  
       sich um ein externes Problem.                                                                            
                                                                                                                
       Wenn Sie festgestellt haben, ob es sich um ein lokales oder um ein externes Problem handelt, haben Sie   
       zwei Mo:glichkeiten:                                                                                     
                                                                                                                
         * Wenn es ein externes Problem ist, lesen Sie bitte bei F: 14.9 weiter.                                
                                                                                                                
         * Handelt es sich um ein lokales Problem, lesen Sie bitte F: 14.10.                                    
14.9.  Was kann ich machen, wenn die Gegenstelle nicht antwortet?                                               
       Hier ko:nnen Sie wenig tun. Die meisten ISPs werden ablehnen, Ihnen zu helfen, wenn Sie kein             
       Betriebssystem von Microsoft(R) benutzen. Sie ko:nnen enable lqr in Ihrer Datei ppp.conf angeben,        
       wodurch ppp(8) ermo:glicht wird, ein externes Versagen zu erkennen und aufzulegen, aber diese Erkennung  
       ist relativ langsam und deshalb nicht besonders nu:tzlich. Evtl. sagen Sie Ihrem ISP nicht, dass Sie     
       user-PPP benutzen.                                                                                       
                                                                                                                
       Versuchen Sie zuna:chst, jegliche Datenkompression auszuschalten, indem Sie folgendes zu Ihrer           
       Konfiguration hinzufu:gen:                                                                               
                                                                                                                
       disable pred1 deflate deflate24 protocomp acfcomp shortseq vj                                            
       deny pred1 deflate deflate24 protocomp acfcomp shortseq vj                                               
                                                                                                                
                                                                                                                
       Stellen Sie nun wieder eine Verbindung her, um festzustellen, ob sich etwas gea:ndert hat. Falls es nun  
       besser la:uft oder falls das Problem vollsta:ndig behoben ist, versuchen Sie durch schrittweises A:ndern 
       der Einstellungen festzustellen, welche Einstellung den Unterschied bewirkt. Hierdurch erhalten Sie      
       schlu:ssige Fakten fu:r ein Gespra:ch mit Ihrem ISP (andererseits wird hierdurch offensichtlich, dass    
       Sie kein Microsoft(R)-Produkt benutzen).                                                                 
                                                                                                                
       Aktivieren Sie asynchrones Logging und warten Sie, bis die Verbindung wieder ha:ngt, bevor Sie sich an   
       Ihren ISP wenden. Hierzu kann einiges an Plattenplatz no:tig sein. Die Daten, die als letztes von dem    
       Port gelesen wurden, ko:nnten von Interesse sein. Fu:r gewo:hnlich handelt es sich um ASCII-Text, der    
       sogar den Fehler beschreiben kann (Memory fault, Core dumped).                                           
                                                                                                                
       Falls Ihr ISP hilfsbereit ist, sollte er in der Lage sein, an seinem Ende das Logging zu aktivieren und  
       wenn das na:chste Mal die Verbindung abbricht, ko:nnte er Ihnen mitteilen, worin das Problem auf seiner  
       Seite besteht. Gerne ko:nnen Sie Details auch an Brian Somers schicken, oder Ihren ISP bitten, sich      
       direkt an ihn zu wenden.                                                                                 
14.10. Was kann ich tun, wenn sich ppp(8) aufha:ngt?                                                            
       In diesem Fall erstellen Sie am besten ppp(8) mit Debugging-Informationen neu und benutzen dann gdb(1),  
       um von dem ha:ngenden ppp Prozess eine Aufzeichnung des Stacks zu erstellen. Um die ppp Anwendung mit    
       Debugging-Informationen zu u:bersetzen, geben Sie folgendes ein:                                         
                                                                                                                
       # cd /usr/src/usr.sbin/ppp# env DEBUG_FLAGS='-g' make clean                                              
               # env DEBUG_FLAGS='-g' make install                                                              
                                                                                                                
       Anschliessend sollten Sie ppp neu starten und darauf warten, dass es wieder ha:ngt. Wenn die             
       Debug-Version von ppp ha:ngt, starten Sie gdb fu:r den steckengebliebenen Prozess, indem Sie folgendes   
       eingeben:                                                                                                
                                                                                                                
       # gdb ppp `pgrep ppp`                                                                                    
                                                                                                                
       An der Eingabeaufforderung von gdb ko:nnen Sie die Befehle bt oder where benutzen, um eine Aufzeichnung  
       des Stacks zu erhalten. Speichern Sie die Ausgabe der gdb-Sitzung und "trennen" Sie den laufenden        
       Prozess u:ber den quit Befehl von gdb.                                                                   
                                                                                                                
       Schicken Sie zum Schluss das Log der gdb-Sitzung an Brian Somers.                                        
14.11. Warum passiert nach der Nachricht "Login OK!" nichts?                                                    
       Bei FreeBSD-Versionen vor 2.2.5 wartete ppp(8) darauf, dass der Partner das Line Control Protocol (LCP)  
       initiiert. Viele ISPs starten nicht mit der Initiierung, sondern erwarten dies vom Client. Benutzen Sie  
       die folgende Zeile, um ppp(8) zu veranlassen, LCP zu initiieren:                                         
                                                                                                                
       set openmode active                                                                                      
                                                                                                                
         Anmerkung:                                                                                             
                                                                                                                
       Fu:r gewo:hnlich schadet es nicht, wenn beide Seiten versuchen, Verhandlungen einzuleiten. Deshalb ist   
       openmode nun standardma:ssig aktiv. Im na:chsten Abschnitt wird allerdings erkla:rt, in welchen Fa:llen  
       es doch schadet.                                                                                         
14.12. Ich sehe sta:ndig Fehlermeldungen u:ber gleiche "Magic Numbers" Was heisst das?                          
       Nach dem Aufbau einer Verbindung kann es sein, dass Sie in der Logdatei gelegentlich Meldungen mit dem   
       Hinweis magic is the same sehen. Manchmal sind diese Meldungen harmlos und manchmal bricht die eine oder 
       andere Seite die Verbindung ab. Die meisten Implementationen von PPP ko:nnen dieses Problem nicht        
       handhaben und Sie werden wiederholte Konfigurationsanforderungen und -besta:tigungen in der Logdatei     
       finden, bis ppp(8) schliesslich aufgibt und die Verbindung beendet.                                      
                                                                                                                
       Dies geschieht normalerweise auf Servern mit langsamen Festplatten, bei denen ein getty auf dem Port     
       ausgefu:hrt und ppp(8) nach dem Einloggen von einem Login-Skript oder einem Programm aus gestartet wird. 
       Es wurde auch schon berichtet, dass dies bei der Benutzung von slirp regelma:ssig auftritt. Der Grund    
       hierfu:r ist, dass das ppp(8) auf der Client-Seite in der Zeit, die beno:tigt wird, getty(8) zu beenden  
       und ppp(8) zu starten, bereits beginnt, Line Control Protocol (LCP) Pakete zu senden. Da ECHO auf dem    
       Serverport weiterhin eingeschaltet ist, werden diese Pakete zum ppp(8) auf der Client-Seite              
       "reflektiert".                                                                                           
                                                                                                                
       Ein Teil der LCP-Verhandlungen ist die Einrichtung einer "Magic Number" fu:r jede Seite der Verbindung,  
       damit "Echos" erkannt werden ko:nnen. Das Protokoll besagt, dass, wenn der Partner versucht, die gleiche 
       "Magic Number" auszuhandeln, ein NAK zuru:ckgesendet und eine neue "Magic Number" gewa:hlt werden soll.  
       Wa:hrend der Server das ECHO eingeschaltet hat, sendet der Client LCP Pakete, sieht die gleiche "Magic   
       Number" im reflektierten Paket und erzeugt ein NAK. Er sieht auch das reflektierte NAK (was bedeutet,    
       dass ppp(8) seine "Magic Number" a:ndern muss). Hierdurch wird eine Vielzahl von A:nderungen der "Magic  
       Number" hervorgerufen, die sich allesamt im tty-Puffer des Servers ansammeln. Sobald ppp(8) auf dem      
       Server startet, wird es mit A:nderungen der "Magic Number" u:berflutet und entscheidet, dass es sich zur 
       Genu:ge mit den LCP-Verhandlungen bescha:ftigt hat und gibt auf. Und wa:hrend sich der Client noch       
       daru:ber freut, dass er keine weiteren Reflexionen sieht, wird ihm gemeldet, dass der Server auflegt.    
                                                                                                                
       Dies kann verhindert werden, indem dem Partner durch die folgende Zeile in der Datei ppp.conf erlaubt    
       wird, mit der Verhandlung zu beginnen:                                                                   
                                                                                                                
       set openmode passive                                                                                     
                                                                                                                
       Hierdurch wird ppp(8) mitgeteilt, darauf zu warten, dass der Server mit den LCP-Verhandlungen beginnt.   
       Einige Server starten jedoch nie mit der Verhandlungen; falls dies der Fall ist, ko:nnen Sie folgendes   
       tun:                                                                                                     
                                                                                                                
       set openmode active 3                                                                                    
                                                                                                                
       Hierdurch bleibt ppp(8) fu:r drei Sekunden passiv und fa:ngt dann erst an, LCP-Anforderungen zu senden.  
       Falls der Partner wa:hrend dieser Zeit beginnt, Anforderungen zu senden, wird ppp(8) direkt antworten    
       und nicht erst, nachdem die drei Sekunden abgelaufen sind.                                               
14.13. Die LCP-Verhandlungen dauern an, bis die Verbindung geschlossen wird. Was mache ich falsch?              
       Es gibt eine Fehlfunktion in der Implementierung von ppp(8), die darin besteht, dass LCP-, CCP- &        
       IPCP-Antworten nicht mit den urspru:nglichen Anforderungen assoziiert werden. Fu:r den Fall, dass eine   
       Implementation von PPP mehr als sechs Sekunden langsamer ist, als die andere Seite, resultiert das       
       darin, dass die andere Seite zwei weitere LCP-Konfigurationsanforderungen sendet, was fatale             
       Auswirkungen hat.                                                                                        
                                                                                                                
       Stellen Sie sich vor, wir ha:tten es mit zwei Implementierungen A und B zu tun. A beginnt unmittelbar    
       nach der Verbindung, LCP-Anforderungen zu senden und B beno:tigt sieben Sekunden, zu starten. Wenn B     
       startet, hat A bereits drei LCP-Anforderungen gesendet. Wir nehmen an, dass ECHO ausgeschaltet ist;      
       andernfalls wu:rden wir Probleme mit der "Magic Number" beobachten, wie bereits im vorherigen Abschnitt  
       beschrieben. B sendet eine Anforderung und anschliessend eine Besta:tigung der ersten Anforderung von A. 
       Dies fu:hrt dazu, dass A in den Zustand OPENED u:bergeht und eine Besta:tigung (die erste) zuru:ck an B  
       sendet. In der Zwischenzeit sendet B zwei weitere Besta:tigungen als Antwort auf die zusa:tzlichen       
       Anforderungen, die von A gesendet worden sind, bevor B gestartet ist. B empfa:ngt dann die erste         
       Besta:tigung von A und geht in den Zustand OPENED u:ber. A empfa:ngt die zweite Besta:tigung von B, geht 
       zuru:ck in den Zustand REQ-SENT und sendet eine weitere (vierte) Anforderung entsprechend dem RFC. A     
       empfa:ngt dann die dritte Besta:tigung und geht in den Zustand OPENED u:ber. In der Zwischenzeit         
       empfa:ngt B die vierte Anforderung von A, wechselt in den Zustand ACK-SENT und sendet eine weitere       
       (zweite) Anforderung und (vierte) Besta:tigung entsprechend dem RFC. A erha:lt die Anforderung, geht in  
       den Zustand REQ-SENT u:ber, sendet eine weitere Anforderung, erha:lt unverzu:glich die na:chste          
       Besta:tigung und geht in OPENED u:ber.                                                                   
                                                                                                                
       Das geht so weiter, bis eine Seite erkennt, dass man zu keinem Ergebnis gelangt und aufgibt.             
                                                                                                                
       Am besten verhindert man solche Situationen, indem man eine Seite als passiv konfiguriert, also dafu:r   
       sorgt, dass eine Seite darauf wartet, dass die andere mit den Verhandlungen beginnt. Das kann durch den  
       folgenden Befehl geschehen:                                                                              
                                                                                                                
       set openmode passive                                                                                     
                                                                                                                
       Diese Option sollten Sie mit Vorsicht geniessen. Folgenden Befehl sollten Sie benutzen, um die Wartezeit 
       auf den Beginn der Verhandlungen des Partners von ppp(8) zu begrenzen:                                   
                                                                                                                
       set stopped N                                                                                            
                                                                                                                
       Alternativ kann der folgende Befehl (wobei N die Wartezeit in Sekunden vor Beginn der Verhandlungen      
       angibt) benutzt werden:                                                                                  
                                                                                                                
       set openmode active N                                                                                    
                                                                                                                
       Weitere Details finden Sie in den Manualpages.                                                           
14.14. Warum reagiert ppp(8) nicht mehr, wenn ich es mit shell verlassen habe?                                  
       Wenn Sie den Befehl shell oder ! benutzen, fu:hrt ppp(8) eine Shell aus (falls Sie Argumente u:bergeben  
       haben, fu:hrt ppp(8) diese Argumente aus). Das Programm ppp wartet auf die Beendigung des Befehls, bevor 
       es seine Arbeit fortsetzt. Falls Sie versuchen, die PPP-Verbindung wa:hrend der Programmausfu:hrung zu   
       benutzen, wird es so aussehen, als wa:re die Verbindung eingefroren. Das liegt daran, dass ppp(8) auf    
       die Beendigung des Befehls wartet.                                                                       
                                                                                                                
       Falls Sie solche Befehle verwenden mo:chten, benutzen Sie stattdessen den Befehl !bg. Hierdurch wird der 
       angegebene Befehl im Hintergrund ausgefu:hrt und ppp(8) kann fortfahren, die Verbindung zu bedienen.     
14.15. Warum wird ppp(8) niemals beendet, wenn ich es u:ber ein Nullmodem-Kabel benutze?                        
       Es gibt keine Mo:glichkeit fu:r ppp(8), automatisch festzustellen, ob eine direkte Verbindung beendet    
       worden ist. Das liegt an den Leitungen, die bei einem seriellen Nullmodem-Kabel benutzt werden. Wenn Sie 
       diese Art der Verbindung verwenden, sollte LQR immer mit der folgenden Zeile aktiviert werden:           
                                                                                                                
       enable lqr                                                                                               
                                                                                                                
       LQR wird standardma:ssig akzeptiert, wenn es vom Partner ausgehandelt wird.                              
14.16. Warum wa:hlt ppp(8) im Modus -auto ohne Grund?                                                           
       Falls ppp(8) unerwarteterweise wa:hlt, mu:ssen Sie den Grund herausfinden und Wa:hlfilter (dfilters)     
       einsetzen, um dies zu verhindern.                                                                        
                                                                                                                
       Benutzen Sie die folgende Zeile, um den Grund herauszufinden:                                            
                                                                                                                
       set log +tcp/ip                                                                                          
                                                                                                                
       Dadurch wird jeglicher Verkehr u:ber die Verbindung geloggt. Wenn das na:chste mal unerwartet eine       
       Verbindung hergestellt wird, werden Sie den Grund zusammen mit einer hilfreichen Zeitangabe in der       
       Logdatei finden.                                                                                         
                                                                                                                
       Sie ko:nnen nun das Wa:hlen aufgrund dieser Bedingungen verhindern. Normalerweise wird diese Art von     
       Problemen durch Anfragen an den DNS verursacht. Um zu verhindern, dass DNS-Anfragen den Aufbau der       
       Verbindung hervorrufen (das verhindert nicht, dass Pakete u:ber eine bestehende Verbindung gesendet      
       werden), benutzen Sie die folgenden Zeilen:                                                              
                                                                                                                
       set dfilter 1 deny udp src eq 53                                                                         
       set dfilter 2 deny udp dst eq 53                                                                         
       set dfilter 3 permit 0/0 0/0                                                                             
                                                                                                                
                                                                                                                
       Dies ist nicht immer brauchbar, weil es effektiv Ihre Fa:higkeit, auf Anforderung wa:hlen zu ko:nnen     
       einschra:nkt - die meisten Programme mu:ssen eine DNS-Anfrage durchfu:hren, bevor Sie andere, das        
       Netzwerk betreffenden Dinge tun ko:nnen.                                                                 
                                                                                                                
       Im Fall von DNS sollten Sie versuchen, herauszufinden, welches Programm tatsa:chlich versucht, einen     
       Hostnamen aufzulo:sen. Sehr oft handelt es sich hier um sendmail(8). Sie sollten sicherstellen, dass Sie 
       sendmail in der Konfigurationsdatei sagen, dass keine DNS-Anfragen durchfu:hren soll. Weitere Details    
       entha:lt der Abschnitt E-Mail u:ber Einwahl-Verbindungen des Handbuchs. Sie ko:nnten z.B. die folgende   
       Zeile in Ihre .mc-Datei einfu:gen:                                                                       
                                                                                                                
       define(`confDELIVERY_MODE', `d')dnl                                                                      
                                                                                                                
       Das veranlasst sendmail dazu, alles in eine Warteschlange einzureihen, bis die Warteschlange verarbeitet 
       wird (normalerweise wird sendmail mit -bd -q30m aufgerufen, was besagt, dass die Warteschlange alle 30   
       Minuten abgearbeitet wird) oder, bis ein sendmail -q ausgefu:hrt wird (z.B. aus Ihrer Datei ppp.linkup   
       heraus).                                                                                                 
14.17. Was bedeuten diese CCP-Fehler?                                                                           
       Ich sehe sta:ndig folgende Fehler in meiner Logdatei:                                                    
                                                                                                                
       CCP: CcpSendConfigReq                                                                                    
       CCP: Received Terminate Ack (1) state = Req-Sent (6)                                                     
                                                                                                                
                                                                                                                
       Das liegt daran, dass ppp(8) versucht, die Komprimierung Predictor1 auszuhandeln und der Partner u:ber   
       keinerlei Komprimierung verhandeln will. Die Meldungen sind harmlos, aber wenn Sie sie beseitigen        
       mo:chten, ko:nnen Sie die Komprimierung Predictor1 auch lokal ausschalten:                               
                                                                                                                
       disable pred1                                                                                            
14.18. Warum loggt ppp die Geschwindigkeit meiner Verbindung nicht?                                             
       Um alle Zeilen Ihrer "Modemkonversation" mitzuloggen, mu:ssen Sie folgendes einstellen:                  
                                                                                                                
       set log +connect                                                                                         
                                                                                                                
       Dies veranlasst ppp(8) dazu, alles bis zur letzten angeforderten "expect"-Zeile mitzuloggen.             
                                                                                                                
       Falls Sie die Geschwindigkeit Ihrer Verbindung erfahren mo:chten und PAP oder CHAP (und deshalb nach dem 
       CONNECT im Wa:hlskript nichts mehr zu "chatten" haben - kein set login-Skript), mu:ssen Sie              
       sicherstellen, dass Sie ppp(8) anweisen, die gesamte CONNECT-Zeile zu "erwarten", etwa so:               
                                                                                                                
       set dial "ABORT BUSY ABORT NO\\sCARRIER TIMEOUT 4 \"\" ATZ OK-ATZ-OK ATDT\\T TIMEOUT 60 CONNECT \\c \\n" 
                                                                                                                
       Hier bekommen wir unser CONNECT, senden nichts, erwarten dann einen Line-Feed, der ppp(8) zwingt, die    
       gesamte CONNECT-Antwort zu lesen.                                                                        
14.19. Warum ignoriert ppp(8) das Zeichen \ in meinem Chat-Skript?                                              
       Das Programm ppp analysiert jede Zeile in Ihrer Konfigurationsdatei, damit es Zeichenketten wie z.B. set 
       phone "123 456 789" korrekt interpretieren kann (und erkennen, dass es sich bei der Nummer tatsa:chlich  
       nur um ein Argument handelt). Um das Zeichen " anzugeben, mu:ssen Sie ihm einen Backslash (\)            
       voranstellen.                                                                                            
                                                                                                                
       Wenn der Chat-Interpreter jedes Argument analysiert, reinterpretiert er die Argumente, um irgendwelche   
       speziellen Escape-Sequenzen wie z.B. \P oder \T (sehen Sie in die Manualpage) zu finden. Das Ergebnis    
       dieser Doppelanalyse ist, dass Sie daran denken mu:ssen, die richtige Anzahl an Escape-Zeichen zu        
       verwenden.                                                                                               
                                                                                                                
       Falls Sie tatsa:chlich das Zeichen \ z.B. zu Ihrem Modem senden mo:chten, brauchen Sie etwas a:hnliches, 
       wie:                                                                                                     
                                                                                                                
       set dial "\"\" ATZ OK-ATZ-OK AT\\\\X OK"                                                                 
                                                                                                                
       Woraus sich folgende Zeichen ergeben:                                                                    
                                                                                                                
       ATZ                                                                                                      
       OK                                                                                                       
       AT\X                                                                                                     
       OK                                                                                                       
                                                                                                                
                                                                                                                
       Oder:                                                                                                    
                                                                                                                
       set phone 1234567                                                                                        
       set dial "\"\" ATZ OK ATDT\\T"                                                                           
                                                                                                                
                                                                                                                
       Was folgende Zeichen ergibt:                                                                             
                                                                                                                
       ATZ                                                                                                      
       OK                                                                                                       
       ATDT1234567                                                                                              
                                                                                                                
14.20. Warum gibt es die Datei ppp.core nicht, wenn ppp(8) einen Segmentation fault erzeugt hat?                
       Weder ppp noch andere Programme sollten Core-Dumps erzeugen. Da ppp(8) mit der effektiven                
       Benutzerkennung 0 ausgefu:hrt wird, wird das Betriebssystem das Coreimage von ppp(8) nicht auf die       
       Festplatte schreiben, bevor es ppp(8) beendet hat. Falls ppp(8) jedoch tatsa:chlich aufgrund einer       
       Speicherverletzung abbricht und Sie die aktuellste Version (siehe Anfang dieses Kapitels) benutzen, dann 
       sollten Sie die Systemquellen installieren und folgendes tun:                                            
                                                                                                                
       # cd /usr/src/usr.sbin/ppp                                                                               
       # echo STRIP= >> /etc/make.conf                                                                          
       # echo CFLAGS+=-g >> /etc/make.conf                                                                      
       # make install clean                                                                                     
                                                                                                                
       Nun ist die installierte Version von ppp(8) mit einem Debugger ausfu:hrbar. Sie ko:nnen ppp(8) nun nur   
       noch als root ausfu:hren, da alle vorherigen Zugriffsrechte aufgehoben worden sind. Achten Sie darauf,   
       in welchem Verzeichnis Sie sich gerade befinden, wenn Sie ppp(8) starten.                                
                                                                                                                
       Wenn nun wieder eine Speicherverletzung auftreten sollte, wird ppp(8) einen Speicherauszug erzeugen, den 
       Sie in der Datei ppp.core finden. Sie sollten dann folgendes tun:                                        
                                                                                                                
       % su                                                                                                     
       # gdb /usr/sbin/ppp ppp.core                                                                             
       (gdb) bt                                                                                                 
       .....                                                                                                    
       (gdb) f 0                                                                                                
       ....                                                                                                     
       (gdb) i args                                                                                             
       ....                                                                                                     
       (gdb) l                                                                                                  
       .....                                                                                                    
                                                                                                                
       Mit Hilfe all dieser Informationen sollte es mo:glich sein, das Problem zu diagnostizieren.              
                                                                                                                
       Falls Sie mit gdb(1) vertraut sind, ko:nnten Sie weitere Einzelheiten herausfinden, z.B. wodurch der     
       Fehler tatsa:chlich hervorgerufen wurde oder die Adressen und Werte der betreffenden Variablen.          
14.21. Warum bekommt das Programm, das eine Anwahl im Modus -auto ausgelo:st hat, keine Verbindung?             
       Dies war ein bekanntes Problem bei ppp(8)-Konfigurationen, bei denen im Modus -auto dynamische, lokale   
       IP-Adressen mit dem Partner ausgehandelt werden. Das Problem ist bereits seit einiger Zeit behoben -     
       suchen Sie in den Manualpages nach iface.                                                                
                                                                                                                
       Das Problem bestand darin, dass, wenn das erste Programm connect(2) aufruft, die IP-Adresse der          
       tun(4)-Schnittstelle dem Socketendpunkt zugeordnet wird. Der Kernel erstellt das erste ausgehende Paket  
       und schreibt es in das tun(4)-Gera:t. ppp(8) liest dann das Paket und baut eine Verbindung auf. Falls    
       die Schnittstellenadresse sich nun aufgrund ppp(8)s dynamischer Adresszuordnung a:ndert, wird der        
       originale Socketendpunkt ungu:ltig. Alle weiteren Pakete, die zum Partner gesendet werden, werden fu:r   
       gewo:hnlich verworfen. Selbst wenn sie nicht verworfen werden wu:rden, wu:rden alle Antworten nicht an   
       den betreffenden Rechner gelangen, weil die IP-Adresse nicht mehr zu diesem Rechner geho:rt.             
                                                                                                                
       Theoretisch gibt es mehrere Mo:glichkeiten, dieses Problem anzugehen. Am scho:nsten wa:re es, wenn der   
       Partner die gleiche IP-Adresse wieder zuordnen wu:rde, wenn mo:glich. Die derzeitige Version von ppp(8)  
       tut das, aber die meisten anderen Implementierungen nicht.                                               
                                                                                                                
       Die einfachste Massnahme von unserer Seite wa:re die, niemals die IP-Adresse der tun(4)-Schnittstelle zu 
       a:ndern, sondern stattdessen alle ausgehenden Pakete so zu a:ndern, dass als Absender-IP-Adresse         
       anstelle der IP-Adresse der Schnittstelle die ausgehandelte IP-Adresse gesetzt wird. Das ist im          
       wesentlichen das, was durch die Option iface-alias in der aktuellsten Version von ppp(8) bewirkt wird    
       (mit Unterstu:tzung von libalias(3) und ppp(8)'s -nat Schalter) - alle Schnittstellenadressen werden     
       beibehalten und auf die letzte ausgehandelte Adresse umgesetzt.                                          
                                                                                                                
       Eine andere Alternative (und wahrscheinlich die zuverla:ssigste) wa:re die, einen Systemaufruf zu        
       implementieren der die IP-Adressen aller verbundenen Sockets von einer Adresse in eine andere a:ndert.   
       ppp(8) wu:rde diesen Aufruf benutzen, um die Sockets aller laufenden Programme zu a:ndern, nachdem eine  
       neue IP-Adresse ausgehandelt worden ist. Der gleiche Systemaufruf ko:nnte von DHCP-Clients benutzt       
       werden, wenn sie gezwungen werden, die bind()-Funktion auf ihren Sockets auszufu:hren.                   
                                                                                                                
       Noch eine andere Mo:glichkeit wa:re die, das Aktivieren von Schnittstellen ohne IP-Adresse zu erlauben.  
       Ausgehende Paketen wu:rde die IP-Adresse 255.255.255.255 gegeben, bis der erste ioctl(2) mit SIOCAIFADDR 
       erfolgt. Dies wu:rde in der vollsta:ndigen Verbindung des Sockets resultieren. Es wa:re die Aufgabe von  
       ppp(8), die Absender-IP-Adresse zu a:ndern, allerdings nur dann, wenn sie 255.255.255.255 lautet und nur 
       die IP-Adresse und IP-Pru:fsumme mu:ssten gea:ndert werden. Dies wa:re allerdings keine besonders        
       elegante Lo:sung, da der Kernel fehlerhafte Pakete an eine unzureichend konfigurierte Schnittstelle      
       senden wu:rde, in der Annahme, dass andere Mechanismen in der Lage sind, diese Dinge ru:ckwirkend zu     
       beheben.                                                                                                 
14.22. Warum laufen die meisten Spiele mit dem -nat Schalter nicht?                                             
       Der Grund dafu:r, dass Spiele und andere Programme nicht funktionieren, wenn libalias(3) benutzt wird,   
       ist der, dass der Rechner ausserhalb des lokalen Netzes versucht, eine Verbindung aufzubauen und         
       (unaufgefordert) UDP-Pakete an den Rechner innerhalb des lokalen Netzes zu senden. Die Software, die     
       fu:r die NAT zusta:ndig ist, weiss nicht, dass sie diese Pakete an den internen Rechner weiterleiten     
       soll.                                                                                                    
                                                                                                                
       Um dies zu beheben, stellen Sie zuna:chst sicher, dass die Software, mit der Sie Probleme haben, die     
       einzige ist, die gerade la:uft. Benutzen Sie dann entweder tcpdump(1) auf der tun(4)-Schnittstelle des   
       Gateways oder aktivieren Sie auf dem Gateway das Logging von TCP/IP (set log +tcp/ip) unter ppp(8).      
                                                                                                                
       Wenn Sie nun das betreffende Programm starten, sollten Sie sehen, wie Pakete den Gateway-Rechner         
       passieren. Wenn von aussen etwas zuru:ckkommt, wird es ignoriert (das ist das Problem). Merken Sie sich  
       die Portnummer dieser Pakete und beenden Sie das betreffende Programm. Wiederholen Sie diesen Schritt    
       einige Male, um festzustellen, ob die Portnummern konsistent sind. Falls dem so ist, wird die folgende   
       Zeile im entsprechenden Abschnitt von /etc/ppp/ppp.conf dafu:r sorgen, dass das Programm funktioniert:   
                                                                                                                
       nat port proto internalmachine:port port                                                                 
                                                                                                                
       wobei fu:r proto entweder tcp oder udp zu setzen ist, internalmachine den Rechner bezeichnet, an den die 
       Pakete geschickt werden sollen und port die betreffende Portnummer.                                      
                                                                                                                
       Sie ko:nnen das Programm nicht auf einem anderen Rechner benutzen, ohne die obige Zeile abzua:ndern und  
       die Benutzung des Programms auf zwei internen Rechnern steht ausser Frage - schliesslich sieht die       
       Aussenwelt Ihr gesamtes internes Netz so, als wa:re es ein einzelner Rechner.                            
                                                                                                                
       Falls die Portnummern nicht konsistent sind, gibt es drei weitere Optionen:                              
                                                                                                                
        1. Ermo:glichen Sie die Unterstu:tzung durch libalias(3). Beispiele fu:r "spezielle Fa:lle" finden Sie  
           in /usr/src/sys/netinet/libalias/alias_*.c (alias_ftp.c ist ein scho:ner Prototyp). Hierzu geho:rt   
           fu:r gewo:hnlich das Lesen bestimmter, erkannter, ausgehender Pakete, die Identifizierung der        
           Instruktion, die den entfernten Rechner dazu veranlasst, auf einem bestimmten (wahlfreien) Port eine 
           Verbindung zuru:ck zum lokalen Rechner herzustellen, sowie das Erstellen einer "Route" in der        
           Aliastabelle, so dass nachfolgende Pakete wissen, wohin sie geho:ren.                                
                                                                                                                
           Dieses ist zwar die komplizierteste Lo:sung, aber die beste, die auch dafu:r sorgt, dass die         
           Software auf mehreren Rechnern funktioniert.                                                         
                                                                                                                
        2. Benutzen Sie einen Proxy. Die Anwendung ko:nnte z.B. socks5 unterstu:tzen, oder (wie im Fall von     
           cvsup) eine Option "passiv" besitzen, die stets verhindert, dass verlangt wird, dass der Partner     
           eine Verbindung zuru:ck zur lokalen Maschine aufbaut.                                                
                                                                                                                
        3. Leiten Sie mit nat addr alles zur lokalen Maschine um. Dieses Vorgehen a:hnelt dem mit einem         
           Vorschlaghammer.                                                                                     
14.23. Hat jemand eine Liste mit nu:tzlichen Portnummern erstellt?                                              
       Noch nicht, aber hieraus ko:nnte eine solche entstehen (falls Interesse besteht). In jedem Beispiel      
       sollte internal durch die IP-Adresse der Maschine ersetzt werden, auf der das Spiel laufen soll.         
                                                                                                                
         * Asheron's Call                                                                                       
                                                                                                                
           nat port udp internal:65000 65000                                                                    
                                                                                                                
           Konfigurieren Sie das Spiel manuell auf Port 65000 um. Wenn Sie von mehreren Rechner aus spielen     
           wollen, weisen Sie jedem eine eindeutige Portnummer zu (also 65001, 65002, u.s.w.) und fu:gen Sie    
           fu:r jede Maschine eine eigene nat port Zeile ein.                                                   
                                                                                                                
         * Half Life                                                                                            
                                                                                                                
           nat port udp internal:27005 27015                                                                    
                                                                                                                
         * PCAnywhere 8.0                                                                                       
                                                                                                                
           nat port udp internal:5632 5632                                                                      
                                                                                                                
           nat port tcp internal:5631 5631                                                                      
                                                                                                                
         * Quake                                                                                                
                                                                                                                
           nat port udp internal:6112 6112                                                                      
                                                                                                                
         * Quake 2                                                                                              
                                                                                                                
           nat port udp internal:27901 27910                                                                    
                                                                                                                
           nat port udp internal:60021 60021                                                                    
                                                                                                                
           nat port udp internal:60040 60040                                                                    
                                                                                                                
         * Red Alert                                                                                            
                                                                                                                
           nat port udp internal:8675 8675                                                                      
                                                                                                                
           nat port udp internal:5009 5009                                                                      
14.24. Was sind FCS-Fehler?                                                                                     
       FCS steht fu:r Frame Check Sequence. Jedes PPP-Paket besitzt eine Checksumme, um sicherzustellen, dass   
       die empfangenen Daten dieselben sind, wie die versendeten. Falls die FCS eines ankommenden Paketes       
       fehlerhaft ist, wird das Paket verworfen und der Za:hler HDLC FCS wird erho:ht. Der HDLC-Fehlerwert kann 
       durch den Befehl show hdlc angezeigt werden.                                                             
                                                                                                                
       Falls Ihre Leitung schlecht ist (oder falls Ihr serieller Treiber Pakete verwirft), werden sie           
       gelegentliche FCS-Fehler sehen. Normalerweise lohnt es sich nicht, sich hieru:ber Gedanken zu machen,    
       obwohl das Kompressionsprotokoll hierdurch wesentlich langsamer wird. Wenn Sie ein externes Modem        
       besitzen, stellen Sie sicher, dass Ihr Kabel ausreichend gegen Interferenzen abgeschirmt ist - das       
       ko:nnte das Problem beseitigen.                                                                          
                                                                                                                
       Falls Ihre Leitung einfriert, sobald die Verbindung steht, und viele FCS-Fehler auftreten, ko:nnte das   
       daran liegen, dass Ihre Leitung nicht 8-Bit-rein ist. Stellen Sie sicher, dass Ihr Modem keinen          
       Software-Flow-Control (XON/XOFF) verwendet. Falls Ihre Datenschnittstelle Software-Flow-Control          
       verwenden muss, benutzen Sie den Befehl set accmap 0x000a0000, um ppp(8) zu sagen, dass es die Zeichen   
       ^Q und ^S maskieren soll.                                                                                
                                                                                                                
       Ein weiterer Grund dafu:r, dass zu viele FCS-Fehler auftreten, ko:nnte der sein, dass das andere Ende    
       aufgeho:rt hat, ppp zu sprechen. Aktivieren Sie async Logging, um festzustellen, ob es sich bei den      
       eingehenden Daten tatsa:chlich um einen login- oder Shell-Prompt handelt. Wenn Sie am anderen Ende einen 
       Shell-Prompt haben, ist es mo:glich, durch den Befehl close lcp ppp(8) zu beenden, ohne die Verbindung   
       zu beenden (ein folgender term-Befehl wird Sie wieder mit der Shell auf dem entfernten Rechner           
       verbinden.                                                                                               
                                                                                                                
       Falls nichts in Ihrer Logdatei darauf hindeutet, warum die Verbindung beendet wurde, sollten Sie den     
       Administrator des externen Rechners (Ihren ISP?) fragen, warum die Sitzung beendet worden ist.           
14.25. Wieso ha:ngen die Verbindungen meiner Mac OS(R)- und Windows(R) 98-Maschinen (und eventuell auch andere  
       Microsoft(R) Betriebssysteme), wenn auf meinem Gateway PPPoE la:uft?                                     
       Vielen Dank an Michael Wozniak <mwozniak@netcom.ca> fu:r die Erkla:rung und an Dan Flemming              
       <danflemming@mac.com> fu:r die Lo:sung fu:r Mac OS(R).                                                   
                                                                                                                
       Die Ursache des Problems ist ein so genannter "Black Hole Router". Mac OS(R) und Windows(R) 98 (und      
       wahrscheinlich auch die anderen Betriebssysteme von Microsoft(R)) senden TCP Pakete, bei denen zum einen 
       die angeforderte Segmentgro:sse zu gross fu:r einen PPPoE-Rahmen ist (die Default-MTU fu:r Ethernet      
       betra:gt 1500 Byte) und bei denen das "don't fragment" Bit gesetzt ist (das ist bei TCP allerdings       
       Standard). Ausserdem sendet der Router beim Provider nicht die eigentlich notwendigen "must              
       fragment"-Meldungen zu dem Webserver, von dem Sie gerade eine Seite laden wollen. Es ist auch mo:glich,  
       dass diese Meldung zwar erzeugt, aber danach von einem Firewall vor dem Webserver abgefangen wird. Wenn  
       Ihnen dieser Webserver nun ein Paket schickt, das nicht in einen PPPoE-Rahmen passt, dann verwirft der   
       Router dieses Paket und die Seite wird nicht geladen (einige Seiten/Grafiken werden geladen, weil ihre   
       Gro:sse kleiner ist als die MSS). Dies scheint leider der Normalfall zu sein.                            
                                                                                                                
       Eine der mo:glichen Lo:sungen fu:r dieses Problem ist die Erzeugung des folgenden Schlu:ssels in der     
       Registry des Windows-Clients mit regedit:                                                                
                                                                                                                
       HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Class\NetTrans\0000\MaxMTU                          
                                                                                                                
       Der Schlu:ssels sollte vom Typ String sein und den Wert 1436 haben, da einige ADSL-Router nicht mit      
       gro:sseren Paketen umgehen ko:nnen. Wenn Sie Windows(R) 2000 verwenden, mu:ssen Sie hingegen den         
       Schlu:ssel Tcpip\Parameters\Interfaces\ID der Netzwerkkarte\MTU benutzen, ausserdem mu:ssen Sie als Typ  
       DWORD verwenden.                                                                                         
                                                                                                                
       Die Knowledge Base von Microsoft(R) entha:lt weitere Informationen daru:ber, wie sie die MTU einer       
       Windows(R)-Maschine a:ndern, damit diese mit einem NAT-Router korrekt zusammenarbeitet. Vom besonderen   
       Interesse sind die Artikel Q158474 - Windows(R) TCPIP Registry Entries und Q120642 - TCPIP & NBT         
       Configuration Parameters for Windows NT(R).                                                              
                                                                                                                
       Bei Windows(R) 2000 ko:nnen Sie alternativ auch, wie im Artikel 120642 beschrieben, mit regedit das      
       DWORD Tcpip\Parameters\Interfaces\ID der Netzwerkkarte\EnablePMTUBHDetect auf 1 setzen.                  
                                                                                                                
       Mit den Bordmitteln von Mac OS(R) ist es leider nicht mo:glich, die TCP/IP-Einstellungen zu vera:ndern.  
       Es gibt jedoch kommerzielle Lo:sungen, mit denen man die TCP/IP-Einstellungen bearbeiten kann. Wenn Sie  
       als Mac OS(R)-Anwender NAT benutzen, suchen Sie ihre MTU-Einstellungen und geben Sie dort 1450 statt     
       1500 ein.                                                                                                
                                                                                                                
       ppp(8) kennt seit Version 2.3 den Befehl enable tcpmssfixup, mit dem die MSS automatisch korrigiert      
       wird. Wenn Sie einen a:ltere Version von ppp(8) benutzen mu:ssen, ko:nnte der Port net/tcpmssd fu:r Sie  
       interessant sein.                                                                                        
14.26. Nichts von alledem hilft - ich bin verzweifelt! Was soll ich machen?                                     
       Falls alles andere fehlschla:gt, senden Sie mo:glichst umfangreiche Informationen, einschliesslich Ihrer 
       Konfigurationsdateien, wie Sie ppp(8) starten, die relevanten Teile Ihrer Logdateien und die Ausgabe des 
       Befehls netstat -rn (vor und nach Aufbau der Verbindung) an die Mailingliste 'Fragen und Antworten zu    
       FreeBSD' <de-bsd-questions@de.FreeBSD.org> oder die Newsgroup de.comp.os.unix.bsd. Irgend jemand sollte  
       Ihnen dann weiterhelfen.                                                                                 

                       Kapitel 15. Serielle Verbindungen

   Dieses Kapitel beantwortet ha:ufig gestellte Fragen zu seriellen
   Verbindungen mit FreeBSD. PPP und SLIP werden im Abschnitt Netzwerke
   behandelt.

   15.1. Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine seriellen Schnittstellen
   gefunden hat?

   15.2. Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine Modemkarten gefunden hat?

   15.3. Wie kann ich auf die seriellen Schnittstellen in FreeBSD zugreifen?

   15.4. Wie kann ich die Unterstu:tzung fu:r eine Karte mit mehreren
   seriellen Schnittstellen aktivieren?

   15.5. Kann FreeBSD mehrere Karten mit mehreren seriellen Schnittstellen
   mit den gleichen IRQs verwalten?

   15.6. Kann ich die vorgegebenen seriellen Parameter fu:r eine
   Schnittstelle einstellen?

   15.7. Wie kann ich Einwahl-Logins u:ber mein Modem aktivieren?

   15.8. Wie kann ich ein Hardware-Terminal mit meiner FreeBSD Box verbinden?

   15.9. Warum kann ich tip oder cu nicht laufen lassen?

   15.10. Mein Hayes Modem wird nicht unterstu:tzt - was kann ich tun?

   15.11. Wie soll ich die AT Befehle eingeben?

   15.12. Wieso funktioniert das @ Zeichen fu:r die pn Fa:higkeit nicht?

   15.13. Wie kann ich von der Kommandozeile eine Telefonnummer wa:hlen?

   15.14. Muss ich dabei jedes Mal die bps Rate angeben?

   15.15. Wie kann ich mo:glichst komfortabel u:ber einen Terminal-Server auf
   verschiedene Rechner zugreifen?

   15.16. Kann tip mehr als eine Verbindung fu:r jede Seite ausprobieren?

   15.17. Warum muss ich zweimal Ctrl+P tippen, um ein Ctrl+P zu senden?

   15.18. Warum ist auf einmal alles was ich schreibe in GROSSBUCHSTABEN??

   15.19. Wie kann ich Dateien mit tip u:bertragen?

   15.20. Wie kann ich zmodem mit tip laufen lassen?

15.1.  Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine seriellen Schnittstellen gefunden  
       hat?                                                                          
       Wenn der FreeBSD Kernel bootet, testet er die seriellen Schnittstellen, fu:r  
       die er konfiguriert wurde. Sie ko:nnen entweder Ihrem System aufmerksam beim  
       Booten zusehen und die angezeigten Nachrichten lesen, oder Sie fu:hren den    
       folgenden Befehl aus, nachdem Ihr System hochgefahren ist und la:uft:         
                                                                                     
       % dmesg | grep -E "^sio[0-9]"                                                 
                                                                                     
       Hier ist ein Beispiel einer Ausgabe nach dem oben genannten Befehl:           
                                                                                     
       sio0: <16550A-compatible COM port> port 0x3f8-0x3ff irq 4 flags 0x10 on acpi0 
       sio0: type 16550A                                                             
       sio1: <16550A-compatible COM port> port 0x2f8-0x2ff irq 3 on acpi0            
       sio1: type 16550A                                                             
                                                                                     
       Es zeigt zwei serielle Schnittstellen. Die erste verwendet Port-Adresse       
       0x3f8, IRQ 4 und hat einen 16550A UART Chip. Die zweite benutzt ebenfalls     
       einen 16550A UART, jedoch Port-Adresse 0x2f8 und IRQ 3. Modemkarten werden    
       wie serielle Schnittstellen behandelt. Der einzige Unterschied ist, dass an   
       diesen Schnittstellen immer ein Modem "angeschlossen" ist.                    
                                                                                     
       Der GENERIC Kernel beinhaltet Unterstu:tzung fu:r zwei serielle               
       Schnittstellen, die den im Beispiel genannten Port und IRQ verwenden. Wenn    
       diese Einstellungen nicht richtig fu:r Ihr System sind, Sie Modemkarten       
       hinzugefu:gt oder mehr serielle Schnittstellen haben als Ihre                 
       Kernelkonfiguration zula:sst, konfigurieren Sie Ihren Kernel einfach neu. In  
       dem Kapitel u:ber die Kernelkonfiguration finden Sie mehr Details.            
15.2.  Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine Modemkarten gefunden hat?          
       Die vorherige Frage sollte darauf eine Antwort geben.                         
15.3.  Wie kann ich auf die seriellen Schnittstellen in FreeBSD zugreifen?           
       Die in sio(4) beschriebene serielle Schnittstelle sio2 (COM3 unter            
       MS-DOS(R)/Windows(R)), ist /dev/cuad2 fu:r Gera:te mit abgehenden             
       Verbindungen und /dev/ttyd2 fu:r Gera:te mit eingehenden Verbindungen. Was    
       ist der Unterschied zwischen den beiden Gera:teklassen?                       
                                                                                     
       Sie benutzen ttydX fu:r eingehende Verbindungen. Wird /dev/ttydX im           
       blockierenden Modus geo:ffnet, wartet ein Prozess darauf, dass das            
       entsprechende cuadX Gera:t inaktiv und der Empfangssignalpegel [2] aktiv ist. 
       Wird das cuadX Gera:t geo:ffnet, vergewissert es sich, dass die serielle      
       Schnittstelle nicht bereits von dem ttydX Gera:t in Gebrauch ist. Sollte die  
       Schnittstelle verfu:gbar sein, "stiehlt" es sie von dem ttydX Gera:t. Das     
       cuadX Gera:t ku:mmert sich nicht um Tra:gersignalerkennung. Mit diesem Schema 
       und einem automatisch antwortenden Modem, ko:nnen sich Benutzer von aussen    
       einloggen, Sie ko:nnen weiterhin mit demselben Modem wa:hlen und das System   
       ku:mmert sich um die Konflikte.                                               
15.4.  Wie kann ich die Unterstu:tzung fu:r eine Karte mit mehreren seriellen        
       Schnittstellen aktivieren?                                                    
       Die Sektion u:ber die Kernelkonfiguration bietet Informationen daru:ber, wie  
       Sie Ihren Kernel konfigurieren. Fu:r eine Karte mit mehreren seriellen        
       Schnittstellen, schreiben Sie eine sio(4) Zeile fu:r jede serielle            
       Schnittstelle auf der Karte in die Datei device.hints(5). Aber achten Sie     
       darauf, den IRQ nur in einem der Eintra:ge zu platzieren. Alle seriellen      
       Schnittstellen auf der Karte sollten sich einen IRQ teilen. Daher sollten Sie 
       den IRQ nur beim letzten Eintrag angeben. Aktivieren Sie auch die folgende    
       Option in der Kernelkonfigurationsdatei:                                      
                                                                                     
       options COM_MULTIPORT                                                         
                                                                                     
       Das folgende /boot/device.hints Beispiel ist geeignet fu:r eine AST Karte mit 
       4 seriellen Schnittstellen, die IRQ 12 benutzt:                               
                                                                                     
       hint.sio.4.at="isa"                                                           
       hint.sio.4.port="0x2a0"                                                       
       hint.sio.4.flags="0x701"                                                      
       hint.sio.5.at="isa"                                                           
       hint.sio.5.port="0x2a8"                                                       
       hint.sio.5.flags="0x701"                                                      
       hint.sio.6.at="isa"                                                           
       hint.sio.6.port="0x2b0"                                                       
       hint.sio.6.flags="0x701"                                                      
       hint.sio.7.at="isa"                                                           
       hint.sio.7.port="0x2b8"                                                       
       hint.sio.7.flags="0x701"                                                      
       hint.sio.7.irq="12"                                                           
                                                                                     
       Die Flags zeigen an, dass die Master-Schnittstelle die Minor-Nummer 7 (0x700) 
       hat und dass sich alle Schnittstellen einen IRQ teilen (0x001).               
15.5.  Kann FreeBSD mehrere Karten mit mehreren seriellen Schnittstellen mit den     
       gleichen IRQs verwalten?                                                      
       Noch nicht. Sie mu:ssen fu:r jede Karte einen anderen IRQ verwenden.          
15.6.  Kann ich die vorgegebenen seriellen Parameter fu:r eine Schnittstelle         
       einstellen?                                                                   
       Lesen Sie den Abschnitt Serielle Datenu:bertragung im FreeBSD Handbuch.       
15.7.  Wie kann ich Einwahl-Logins u:ber mein Modem aktivieren?                      
       Lesen Sie dazu bitte den Abschnitt u:ber Einwa:hlverbindungen im FreeBSD      
       Handbuch.                                                                     
15.8.  Wie kann ich ein Hardware-Terminal mit meiner FreeBSD Box verbinden?          
       Diese Information ko:nnen Sie im Abschnitt Terminals im FreeBSD Handbuch      
       finden.                                                                       
15.9.  Warum kann ich tip oder cu nicht laufen lassen?                               
       Auf Ihrem System ko:nnen die Programme tip(1) und cu(1) auf das Verzeichnis   
       /var/spool/lock nur u:ber den Benutzer uucp und die Gruppe dialer zugreifen.  
       Sie ko:nnen die Gruppe dialer verwenden, um zu kontrollieren wer Zugriff auf  
       Ihr Modem oder entfernte Systeme hat. Fu:gen Sie sich einfach selbst zur      
       Gruppe dialer hinzu.                                                          
                                                                                     
       Als Alternative ko:nnen Sie jeden Benutzer auf Ihrem System tip(1) und cu(1)  
       verwenden lassen, dazu mu:ssen Sie das folgende eingeben:                     
                                                                                     
       # chmod 4511 /usr/bin/cu                                                      
       # chmod 4511 /usr/bin/tip                                                     
15.10. Mein Hayes Modem wird nicht unterstu:tzt - was kann ich tun?                  
       Lesen Sie diese Antwort im FreeBSD Handbuch.                                  
15.11. Wie soll ich die AT Befehle eingeben?                                         
       Im FreeBSD Handbuch finden Sie dazu diese Antwort.                            
15.12. Wieso funktioniert das @ Zeichen fu:r die pn Fa:higkeit nicht?                
       Lesen Sie dazu diese Antwort im FreeBSD Handbuch.                             
15.13. Wie kann ich von der Kommandozeile eine Telefonnummer wa:hlen?                
       Lesen Sie diese Antwort im FreeBSD Handbuch.                                  
15.14. Muss ich dabei jedes Mal die bps Rate angeben?                                
       Im FreeBSD Handbuch finden Sie dazu diese Antwort.                            
15.15. Wie kann ich mo:glichst komfortabel u:ber einen Terminal-Server auf           
       verschiedene Rechner zugreifen?                                               
       Lesen Sie im FreeBSD Handbuch diese Antwort.                                  
15.16. Kann tip mehr als eine Verbindung fu:r jede Seite ausprobieren?               
       Lesen Sie diese Antwort im FreeBSD Handbuch.                                  
15.17. Warum muss ich zweimal Ctrl+P tippen, um ein Ctrl+P zu senden?                
       Im FreeBSD Handbuch finden Sie dazu diese Antwort.                            
15.18. Warum ist auf einmal alles was ich schreibe in GROSSBUCHSTABEN??              
       Lesen Sie im FreeBSD Handbuch diese Antwort.                                  
15.19. Wie kann ich Dateien mit tip u:bertragen?                                     
       Lesen Sie diese Antwort im FreeBSD Handbuch.                                  
15.20. Wie kann ich zmodem mit tip laufen lassen?                                    
       Sie finden dazu diese Antwort im FreeBSD Handbuch.                            

     ----------------------------------------------------------------------

   [2] Mit "Empfangssignalpegel" oder "Tra:gersignalerkennung" wird hier die
   carrier detect Leitung bezeichnet.

                        Kapitel 16. Verschiedene Fragen

   16.1. FreeBSD benutzt viel mehr Swap-Speicher als Linux(R). Warum?

   16.2. Warum zeigt mir top(1) so wenig freien Speicher an, obwohl nur
   wenige Programme laufen?

   16.3. Warum a:ndert chmod die Zugriffsrechte auf symbolische Links nicht?

   16.4. Kann ich DOS-Programme unter FreeBSD ausfu:hren?

   16.5. Was muss ich tun, um die FreeBSD-Dokumentation in meine
   Muttersprache zu u:bersetzen?

   16.6. Warum kommen alle meine Mails, die ich an @FreeBSD.org schicke,
   wieder zuru:ck?

   16.7. Wo kann ich einen freien FreeBSD-Account bekommen?

   16.8. Was ist sup und wie benutze ich es?

   16.9. Wie heisst das niedliche rote Kerlchen?

   16.10. Kann ich Bilder des BSD Daemon verwenden?

   16.11. Woher kann ich Bilder des BSD Daemon bekommen?

   16.12. Ich habe in den Mailinglisten eine Abku:rzung oder einen Begriff
   gesehen, den ich nicht kenne. Wo erhalte ich eine Erkla:rung dazu?

   16.13. Warum sollte mich die Farbe des Fahrradschuppens interessieren?

   16.1.  FreeBSD benutzt viel mehr Swap-Speicher als Linux(R). Warum?        
          Es sieht nur so aus, als ob FreeBSD mehr Swap benutzt, als          
          Linux(R). Tatsa:chlich ist dies nicht der Fall. In dieser Hinsicht  
          besteht der Hauptunterschied zwischen FreeBSD und Linux(R) darin,   
          dass FreeBSD vorbeugend vollkommen unta:tige, unbenutzte Seiten aus 
          dem Hauptspeicher in den Swap-Bereich auslagert, um mehr            
          Hauptspeicher fu:r die aktive Nutzung zur Verfu:gung zu stellen.    
          Linux(R) tendiert dazu, nur als letzten Ausweg Seiten in den        
          Swap-Bereich auszulagern. Die spu:rbar ho:here Nutzung des          
          Swap-Speichers wird durch die effizientere Nutzung des              
          Hauptspeichers wieder ausgeglichen.                                 
                                                                              
          Beachten Sie, dass FreeBSD in dieser Hinsicht zwar vorbeugend       
          arbeitet, es entscheidet jedoch nicht willku:rlich, Seiten          
          auszulagern, wenn das System vollkommen unta:tig ist. Deshalb       
          werden Sie feststellen, dass nicht alle Seiten Ihres Systems        
          ausgelagert wurden, wenn Sie morgens aufstehen, nachdem das System  
          eine Nacht lang nicht benutzt worden ist.                           
   16.2.  Warum zeigt mir top(1) so wenig freien Speicher an, obwohl nur      
          wenige Programme laufen?                                            
          Die Antwort ist ganz einfach: Freier Speicher ist verschwendeter    
          Speicher. Der FreeBSD Kernel verwendet den von den Programmen nicht 
          genutzten Speicher automatisch fu:r den Plattencache. Die in top(1) 
          fu:r Inact, Cache und Buf gemeldeten Werte stehen alle fu:r         
          zwischengespeicherte Daten mit unterschiedlichem Alter. Wenn das    
          System wiederholt auf Daten zugreifen muss, braucht es nicht auf    
          die langsame Platte zuzugreifen, da die Daten noch                  
          zwischengespeichert sind. Dadurch erho:ht sich die Performance.     
          Ganz generell ist es ein gutes Zeichen, wenn top(1) einen kleinen   
          Wert bei Free anzeigt, solange der Wert nicht extrem klein ist.     
                                                                              
          Anmerkung des U:bersetzers: Mit "extrem klein" sind hier Werte      
          unterhalb 512 KByte gemeint.                                        
   16.3.  Warum a:ndert chmod die Zugriffsrechte auf symbolische Links nicht? 
          Fu:r symbolische Links gibt es keine separaten Zugriffsrechte und   
          standardma:ssig folgt chmod(1) dem Link, wenn mo:glich; die         
          Zugriffsrechte fu:r die Datei, auf die der symbolische Link zeigt,  
          werden also vera:ndert. Wenn Sie eine Datei mit dem Namen foo und   
          einen auf diese Datei zeigenden symbolischen Link mit dem Namen bar 
          haben, wird das folgende Kommando niemals einen Fehler melden.      
                                                                              
          % chmod g-w bar                                                     
                                                                              
          Trotzdem werden die Zugriffsrechte fu:r bar nicht gea:ndert.        
                                                                              
          Wenn Sie die Zugriffsrechte in der Dateihierarchie an der           
          Wurzeldatei anstatt der Datei selbst a:ndern mo:chten, mu:ssen Sie  
          entweder -H oder -L zusammen mit der Option -R benutzen. Weitere    
          Informationen finden Sie in den Manualpages chmod(1) und            
          symlink(7).                                                         
                                                                              
            Warnung:                                                          
                                                                              
          Die Option -R bewirkt ein rekursives chmod(1). Seien Sie            
          vorsichtig, wenn Sie bei chmod(1) Verzeichnisse oder symbolische    
          Links zu Verzeichnissen angeben. Wenn Sie die Zugriffsrechte eines  
          Verzeichnisses a:ndern mo:chten, das durch einen symbolischen Link  
          referenziert wird, benutzen Sie chmod(1) ohne irgendwelche Optionen 
          und folgen dem symbolischen Link durch einen abschliessenden        
          Schra:gstrich (/). Falls z.B. foo ein symbolischer Link zum         
          Verzeichnis bar ist und Sie die Zugriffsrechte von foo              
          (tatsa:chlich bar) a:ndern mo:chten, dann benutzen Sie etwas        
          a:hnliches wie:                                                     
                                                                              
          % chmod 555 foo/                                                    
                                                                              
          Durch den abschliessenden Schra:gstrich folgt chmod(1) dem          
          symbolischen Link foo, um die Zugriffsrechte fu:r das Verzeichnis   
          bar zu a:ndern.                                                     
   16.4.  Kann ich DOS-Programme unter FreeBSD ausfu:hren?                    
          Ja. Sie ko:nnen emulators/doscmd verwenden, das u:ber die           
          Ports-Sammlung verfu:gbar ist.                                      
                                                                              
          Falls doscmd nicht ausreicht, ko:nnen Sie den Port emulators/pcemu  
          verwenden, der einen 8088 und genug BIOS-Funktionen emuliert, um    
          DOS-Textanwendungen laufen zu lassen. Der Port beno:tigt das        
          X-Window-System.                                                    
                                                                              
          Sie ko:nnen auch emulators/dosbox aus der FreeBSD Ports Sammlung    
          ausprobieren. Der Hauptaugenmerk liegt bei dieser Anwendung auf der 
          Emulation alter DOS Spiele, deren Dateien sich im lokalen           
          Dateisystem befinden.                                               
   16.5.  Was muss ich tun, um die FreeBSD-Dokumentation in meine             
          Muttersprache zu u:bersetzen?                                       
          Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite des       
          FreeBSD German Documentation Project.                               
   16.6.  Warum kommen alle meine Mails, die ich an @FreeBSD.org schicke,     
          wieder zuru:ck?                                                     
          Das Mailsystem von FreeBSD.org verwendet einige der strengeren      
          U:berpru:fungen von Postfix fu:r eingehende Mails. Mails, bei denen 
          es Anzeichen fu:r Konfigurationsprobleme oder Spam gibt, werden     
          nicht akzeptiert. Dies kann aus einem der folgenden Gru:nde         
          geschehen:                                                          
                                                                              
            * Die Mail kommt von einem System oder Netzwerk, dass fu:r        
              Spam-Aktivita:ten bekannt ist.                                  
                                                                              
              Die Mailserver von FreeBSD akzeptierten keine Mails von         
              bekannten Spam-Quellen. Wenn Sie eine Firma oder Domain         
              benutzen, die Spam erzeugt oder verteilt, sollten Sie sich      
              einen anderen ISP suchen.                                       
                                                                              
            * Der Mailtext entha:lt HTML.                                     
                                                                              
              Mail sollte immer im Klartext gesendet werden, Sie sollten ihr  
              Mailprogramm entsprechend einstellen.                           
                                                                              
            * Das Mailsystem kann die IP-Adresse des einliefernden Systems    
              nicht in einen symbolischen Namen umwandeln.                    
                                                                              
              Funktionierendes reverse DNS ist eine Vorbedingung, damit ihre  
              Mails angenommen wird. Sorgen Sie dafu:r, dass der reverse DNS  
              fu:r Ihren Mailserver korrekt konfiguriert wird. Viele Anbieter 
              fu:r Privatkunden geben Ihnen diese Mo:glichkeit nicht. In      
              diesem Fall sollten Sie Ihre Mails u:ber den Mailserver Ihres   
              Providers versenden.                                            
                                                                              
            * Der Rechnername, der im EHLO/HELO Teil der SMTP Kommunikation   
              u:bergeben wird, kann nicht zu einer IP-Adresse aufgelo:st      
              werden.                                                         
                                                                              
              Damit die E-Mail akzeptiert wird, brauchen Sie einen voll       
              qualifizierten Rechnernamen, der im DNS eingetragen ist. Wenn   
              Sie diesen nicht besitzen, benutzen Sie bitte den Mailserver    
              Ihres Providers, um E-Mails zu verschicken.                     
                                                                              
            * Die Message-ID Ihrer Mail endet in localhost.                   
                                                                              
              Einige Mail-Clients generieren eine Message-ID, die nicht       
              akzeptiert wird. Sie mu:ssen Ihren Mail-Client so               
              konfigurieren, dass er eine gu:ltige Message-ID generiert.      
              Alternativ ko:nnen Sie die Message-ID von Ihrem Mailserver      
              umschreiben lassen.                                             
   16.7.  Wo kann ich einen freien FreeBSD-Account bekommen?                  
          Das FreeBSD Project bietet zwar keinen freien Zugang zu seinen      
          Servern an; andere Firmen bieten jedoch frei zuga:ngliche UNIX(R)   
          Systeme. Die Kosten variieren und es kann sein, dass nicht alle     
          Dienste zur Verfu:gung stehen.                                      
                                                                              
          Arbornet, Inc, auch als M-Net bekannt, bietet seit 1983             
          uneingeschra:nkten Zugang zu UNIX(R) Systemen. Zuna:chst wurde eine 
          Altos-Maschine mit System III benutzt, 1991 erfolgte dann der       
          Wechsel zu BSD/OS. Im Juni 2000 erfolgte ein erneuter Wechsel,      
          diesmal zu FreeBSD. M-Net bietet Zugang mit Telnet und SSH und den  
          Zugang zur gesamten Software von FreeBSD. Allerdings ist der        
          Zugriff auf das Netzwerk auf Mitglieder und Go:nner beschra:nkt,    
          die eine Spende an die nicht-kommerzielle Organisation geleistet    
          haben. M-Net stellt zusa:tzlich ein Mailbox-System und einen        
          interaktiven Chat zur Verfu:gung.                                   
   16.8.  Was ist sup und wie benutze ich es?                                 
          Der Name SUP steht fu:r Software Update Protocol und wurde von der  
          CMU (Carnegie Mellon University) entwickelt, um ihre                
          Entwicklungszweige zu synchronisieren. Es wurde benutzt, um         
          entfernte Sites mit den zentralen Quellcodeentwicklungen des        
          Projekts zu synchronisieren.                                        
                                                                              
          SUP ist nicht sehr bandbreitenfreundlich und wurde abgelo:st. Die   
          derzeit empfohlene Methode, um Ihren Quellcode auf dem neuesten     
          Stand zu halten ist CVSup.                                          
   16.9.  Wie heisst das niedliche rote Kerlchen?                             
          Er ist namenlos, es ist einfach der "der BSD Daemon". Wenn Sie ihm  
          unbedingt einen Namen geben wollen, rufen Sie ihn "beastie".        
          Beachten Sie aber, dass "beastie" wie "BSD" ausgesprochen wird.     
                                                                              
          Weitere Informationen u:ber den BSD daemon finden Sie auf seiner    
          Homepage.                                                           
   16.10. Kann ich Bilder des BSD Daemon verwenden?                           
          Eventuell. Der BSD Daemon unterliegt dem Copyright von Marshall     
          Kirk McKusick. Wenn Sie genaue Informationen u:ber die              
          Einschra:nkungen bei der Nutzung brauchen, sollten Sie sein         
          Statement on the Use of the BSD Daemon Figure lesen.                
                                                                              
          Kurz gesagt, ko:nnen Sie den BSD Daemon benutzen, solange es fu:r   
          einen privaten Zweck ist und die Nutzung geschmackvoll bleibt. Fu:r 
          den kommerziellen Einsatz brauchen Sie die Zustimmung von Kirk      
          McKusick. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite BSD   
          Daemon's home page.                                                 
   16.11. Woher kann ich Bilder des BSD Daemon bekommen?                      
          Einige Bilder in den Format xfig und eps sind unter                 
          /usr/share/examples/BSD_daemon/ zu finden.                          
   16.12. Ich habe in den Mailinglisten eine Abku:rzung oder einen Begriff    
          gesehen, den ich nicht kenne. Wo erhalte ich eine Erkla:rung dazu?  
          Sehen Sie bitte im FreeBSD-Glossar nach.                            
   16.13. Warum sollte mich die Farbe des Fahrradschuppens interessieren?     
          Die ganz, ganz kurze Antwort ist: U:berhaupt nicht. Die etwas       
          la:ngere Antwort lautet: Nur weil Sie in der Lage sind, einen       
          Fahrradschuppen zu bauen, mu:ssen Sie noch lange nicht andere davon 
          abhalten, nur weil Ihnen die Farbe nicht gefa:llt. Dies ist         
          natu:rlich eine Metapher dafu:r, dass Sie nicht eine Diskussion     
          u:ber jede kleine A:nderung beginnen sollen, nur weil Sie das       
          ko:nnen. Einige Leute behaupten sogar, dass die Anzahl der          
          (nutzlosen) Kommentare u:ber eine A:nderung umgekehrt proportional  
          zur Komplexita:t der A:nderung ist.                                 
                                                                              
          Die noch la:ngere und vollsta:ndigere Antwort ist, dass             
          Poul-Henning Kamp nach einen langen Diskussion u:ber das Thema      
          "Soll sleep(1) Sekundenbruchteile als Parameter akzeptieren?" eine  
          lange Mail mit dem Titel "A bike shed (any colour will do) on       
          greener grass..." schrieb. Die einschla:gigen Teile der Nachricht   
          lauteten:                                                           
                                                                              
            Einige von Euch haben mich gefragt, "Was meinst Du mit dem        
            Fahrradschuppen?"                                                 
                                                                              
            Es ist eine lange oder eigentlich eher eine sehr alte und doch    
            sehr kurze Geschichte. C. Northcote Parkinson schrieb in den      
            fru:hen Sechzigern ein Buch mit dem Namen "Parkinson's Law",      
            das viele Einblick in die Beziehungen innerhalb des Managements   
            gibt.                                                             
                                                                              
            [ein paar Kommentare zum Buch gestrichen]                         
                                                                              
            In dem Beispiel mit dem Fahrradschuppen ist die andere wichtige   
            Komponente ein Kernkraftwerk. Ich glaube, dass zeigt schon, wie   
            alt dieses Buch ist.                                              
                                                                              
            Parkinson zeigte, dass man zum Vorstand gehen kann und die        
            Genehmigung fu:r ein mehrere Millionen oder sogar Milliarden      
            Dollar teures Kernkraftwerk bekommt; wenn man aber einen          
            Fahrradschuppen bauen will, wird man in endlose Diskussionen      
            verwickelt.                                                       
                                                                              
            Laut Parkinson liegt das daran, dass ein Kernkraftwerk so         
            gross, so teuer und so kompliziert ist, dass die Leute es nicht   
            verstehen. Und bevor sie versuchen, es zu verstehen, verlassen    
            Sie sich lieber darauf, dass irgend jemand sicherlich die         
            ganzen Details gepru:ft hat, bevor das Projekt bis zum Vorstand   
            gekommen ist. Im Buch von Richard P. Feynmann finden sich         
            einige interessante und sehr passende Beispiele aus dem Gebiet    
            von Los Alamos.                                                   
                                                                              
            Ein Fahrradschuppen ist was anderes. Jeder kann an seinem         
            freien Wochenende einen bauen und hat trotzdem noch genug Zeit    
            fu:r die Sportschau. Daher ist es unwichtig, wie gut man sich     
            vorbereitet und wie sinnvoll der eigene Vorschlag ist. Irgend     
            jemand wird die Mo:glichkeit nutzen und zeigen, dass er seine     
            Arbeit tut, dass er aufmerksam ist, dass er da ist.               
                                                                              
            In Da:nemark nennen wir dieses Verhalten "Seine Fingerabdru:cke   
            hinterlassen". Es geht um perso:nlichen Stolz und Prestige; die   
            Chance, auf irgend etwas zu zeigen und zu sagen zu ko:nnen:       
            "Da! Das habe Ich getan." Politiker leiden sehr stark darunter,   
            aber viele Leute verhalten sich so, wenn sie die Chance haben.    
            Denkt einfach mal an Fussabdru:cke in feuchtem Zement.            
                            --Poul-Henning Kamp in freebsd-hackers, 2.10.1999 

                  Kapitel 17. Nicht ganz ernstgemeinte Fragen

   17.1. Wie cool ist FreeBSD?

   17.2. Wer kratzt in meinen Speicherba:nken??

   17.3. Wie viele FreeBSD-Hacker braucht man, um eine Glu:hbirne
   auszuwechseln?

   17.4. Was passiert mit den Daten, die nach /dev/null geschrieben werden?

   17.1. Wie cool ist FreeBSD?                                                
         Q. Hat irgend jemand Temperaturmessungen durchgefu:hrt, wa:hrend     
         FreeBSD la:uft? Ich weiss, dass Linux(R) cooler la:uft, als DOS,     
         habe aber niemals gesehen, dass FreeBSD erwa:hnt wurde. Es scheint   
         sehr heiss zu laufen.                                                
                                                                              
         A. Nein, aber wir haben zahlreiche Geschmackstests mit verblendeten  
         Freiwilligen durchgefu:hrt, denen ausserdem zuvor 250 Mikrogramm     
         LSD-25 verabreicht wurden. 35% der Freiwilligen sagte, dass FreeBSD  
         nach Orange schmeckte, Linux(R) hingegen schmecke wie "purple haze"  
         (Anm. d. U:bersetzers: Song von Jimmy Hendrix und LSD-Marke). Keine  
         der Gruppen hat besondere Abweichungen der Temperatur erwa:hnt.      
         Eventuell ha:tten wir sa:mtliche Ergebnisse dieser Untersuchung      
         fortwerfen sollen, als wir festgestellt haben, dass zu viele der     
         Freiwilligen den Raum wa:hrend der Tests verlassen haben und dadurch 
         die Ergebnisse verfa:lscht haben. Wir glauben, dass die meisten der  
         Freiwilligen nun bei Apple sind und an ihrer neuen "scratch and      
         sniff" Oberfla:che arbeiten. Es ist ein lustiges, altes Gescha:ft,   
         in dem wir uns befinden!                                             
                                                                              
         Ernsthaft, FreeBSD und Linux(R) benutzen beide die Instruktion HLT   
         (halt), wenn das System unta:tig ist, wodurch der Energieverbrauch   
         und dadurch die produzierte Wa:rme reduziert wird. Falls Sie auch    
         noch APM (Advanced Power Management) konfiguriert haben, kann        
         FreeBSD Ihre CPU auch in einen Low-Power-Modus bringen.              
   17.2. Wer kratzt in meinen Speicherba:nken??                               
         Q. Gibt es irgend etwas "seltsames", das FreeBSD tut, wenn ich den   
         Kernel kompiliere, das dazu fu:hrt, dass der Speicher ein kratzendes 
         Gera:usch macht? Bei der Kompilierung (und auch fu:r einen kurzen    
         Moment nach der Erkennung des Floppy-Laufwerks beim Hochfahren),     
         kommt ein seltsames kratzendes Gera:usch von etwas das die           
         Speicherba:nke zu sein scheinen.                                     
                                                                              
         A. Ja! In der BSD-Dokumentation finden Sie ha:ufige Verweise auf     
         "Daemons" und was die meisten Leute nicht wissen, ist, dass diese    
         sich auf echte, nicht-ko:rperlichen Wesen beziehen, die Besitz von   
         Ihrem Computer ergriffen haben. Das kratzende Gera:usch, das von     
         Ihrem Speicher kommt, ist in Wirklichkeit hochto:niges Flu:stern,    
         das unter den Daemons ausgetauscht wird, wa:hrend Sie entscheiden,   
         wie Sie die verschiedenen Systemadministrationsaufgaben, am besten   
         erledigen.                                                           
                                                                              
         Wenn Sie das Gera:usch sto:rt, wird ein fdisk /mbr sie vertreiben,   
         aber wundern Sie sich nicht, wenn sie feindlich reagieren und        
         versuchen, Sie aufzuhalten. Wenn Sie wa:hrend der Ausfu:hrung zu     
         irgendeinem Zeitpunkt die teuflische Stimme von Bill Gates aus dem   
         eingebauten Lautsprecher kommen ho:ren, laufen Sie weg und sehen Sie 
         sich auf keinen Fall um! Befreit von dem ausgleichenden Einfluss der 
         BSD Da:monen sind die beiden Da:monen von DOS und Windows(R) oft     
         dazu in der Lage, die totale Kontrolle u:ber Ihre Maschine fu:r die  
         ewige Verdammung Ihrer Seele zuru:ckzuerlangen. Da Sie jetzt die     
         Wahrheit kennen, wu:rden Sie es vorziehen, sich an die Gera:usche zu 
         gewo:hnen, wenn Sie die Wahl ha:tten.                                
   17.3. Wie viele FreeBSD-Hacker braucht man, um eine Glu:hbirne             
         auszuwechseln?                                                       
         Eintausendeinhundertundneunundsechzig:                               
                                                                              
         Dreiundzwanzig, die sich bei -CURRENT beschweren, dass das Licht aus 
         ist;                                                                 
                                                                              
         Vier, die behaupten, dass es sich um ein Konfigurationsproblem       
         handelt und dass solche Dinge wirklich nach -questions geho:ren;     
                                                                              
         Drei, die PRs hierzu einreichen, einer von ihnen wird falsch unter   
         DOC abgelegt und fristet sein Dasein im Dunkeln;                     
                                                                              
         Einen, der eine ungetestete Glu:hbirne einreicht, wonach buildworld  
         nicht mehr funktioniert, und sie dann fu:nf Minuten spa:ter wieder   
         herausnimmt;                                                         
                                                                              
         Acht, die die PR-Erzeuger beschimpfen, weil sie zu ihren PRs keine   
         Patche hinzugefu:gt haben;                                           
                                                                              
         Fu:nf, die sich daru:ber beschweren, dass buildworld nicht mehr      
         funktioniert;                                                        
                                                                              
         Einunddreissig, die antworten, dass es bei ihnen funktioniert und    
         dass sie cvsup wohl zu einigem ungu:nstigen Zeitpunkt durchgefu:hrt  
         haben;                                                               
                                                                              
         Einen, der einen Patch fu:r eine neue Glu:hbirne an -hackers         
         schickt;                                                             
                                                                              
         Einen, der sich beschwert, dass es vor drei Jahren Patches hierfu:r  
         hatte, aber als er sie nach -CURRENT schickte, sind sie einfach      
         ignoriert worden und er hatte schlechte Erfahrungen mit dem          
         PR-System; nebenbei ist die vorgeschlagene Glu:hbirne nicht          
         reflexiv;                                                            
                                                                              
         Siebenunddreissig, die schreien, dass Glu:hbirnen nicht in das       
         Basissystem geho:ren, dass Committer nicht das Recht haben, solche   
         Dinge durchzufu:hren, ohne die Gemeinschaft zu konsultieren und WAS  
         GEDENKT -CORE HIER ZU TUN!?                                          
                                                                              
         Zweihundert, die sich u:ber die Farbe des Fahrradschuppens           
         beschweren;                                                          
                                                                              
         Drei, die darauf hinweisen, dass der Patch nicht mit style(9)        
         u:bereinstimmt;                                                      
                                                                              
         Siebzehn, die sich beschweren, dass die vorgeschlagene neue          
         Glu:hbirne der GPL unterliegt;                                       
                                                                              
         Fu:nfhundertundsechsundachtzig, die sich in einen Streit u:ber die   
         vergleichbaren Vorteile der GPL, der BSD-Lizenz, der MIT-Lizenz, der 
         NPL und der perso:nlichen Hygiene nichtgenannter FSF-Gru:nder        
         verwickeln;                                                          
                                                                              
         Sieben, die unterschiedliche Teile des Threads nach -chat und        
         -advocacy weiterleiten;                                              
                                                                              
         Einer, der die vorgeschlagene Glu:hbirne einbaut, obwohl sie dunkler 
         leuchtet, als die alte;                                              
                                                                              
         Zwei, die sie wieder ausbauen, und in einer wu:tenden Nachricht      
         argumentieren, dass FreeBSD besser ganz im Dunkeln dasteht, als mit  
         einer da:mmerigen Glu:hbirne;                                        
                                                                              
         Sechsundvierzig, die sich la:rmend wegen des Wiederausbaus der       
         da:mmerigen Glu:hbirne streiten und eine Erkla:rung von -core        
         verlangen;                                                           
                                                                              
         Elf, die eine kleinere Glu:hbirne beantragen, damit sie in ihr       
         Tamagotchi passt, falls wir irgendwann beschliessen, FreeBSD auf     
         diese Plattform zu portieren;                                        
                                                                              
         Dreiundsiebzig, die sich u:ber die SNR auf -hackers und -chat        
         beschweren und aus Protest abmelden;                                 
                                                                              
         Dreizehn, die "unsubscribe", "How do I unsubscribe?" oder "Please    
         remove me from the list" gefolgt von der u:blichen Fusszeile         
         abschicken;                                                          
                                                                              
         Einen, der eine funktionierende Glu:hbirne einbaut, wa:hrend alle zu 
         bescha:ftigt damit sind, mit jedem zu streiten, um es zu bemerken;   
                                                                              
         Einunddreissig, die herausstellen, dass die neue Glu:hbirne 0,364%   
         heller leuchten wu:rde, wenn sie mit TenDRA kompiliert werden wu:rde 
         (obwohl sie in einen Wu:rfel umgeformt werden mu:sste) und dass      
         FreeBSD deshalb nach TenDRA, anstatt nach GCC wechseln sollte;       
                                                                              
         Einen, der sich beschwert, dass bei der neuen Glu:hbirne die         
         Verkleidung fehlt;                                                   
                                                                              
         Neun (einschliesslich der PR-Ersteller), die fragen "Was ist MFC?"   
                                                                              
         Siebenundfu:nfzig, die sich zwei Wochen, nachdem die Birne           
         gewechselt worden ist, daru:ber beschweren, dass das Licht aus war.  
                                                                              
         Nik Clayton hat hinzugefu:gt:                                        
                                                                              
         Ich habe ziemlich hieru:ber gelacht.                                 
                                                                              
         Und dann dachte ich: "Halt, sollte in dieser Liste nicht irgendwo    
         'Einer, der es dokumentiert' sein?"                                  
                                                                              
         Und dann wurde ich erleuchtet :-)                                    
                                                                              
         Thomas Abthorpe sagt: "Keine, echte FreeBSD Hacker fu:rchten sich    
         nicht vor der Dunkelheit!"                                           
   17.4. Was passiert mit den Daten, die nach /dev/null geschrieben werden?   
         Sie werden in einer speziellen Datensenke der CPU in Wa:rme          
         umgewandelt, die dann u:ber den Ku:hlko:rper und den Lu:fter         
         abgefu:hrt wird. Dies ist einer der Gru:nde fu:r die Ku:hlung von    
         CPUs; die Anwender gewo:hnen sich an die schnelleren Prozessoren,    
         gehen nicht mehr so sorgfa:ltig mit Ihren Daten um und so landen     
         immer mehr Daten in /dev/null, was zur U:berhitzung der CPU fu:hrt.  
         Wenn Sie /dev/null lo:schen (was die Datensenke ziemlich sicher      
         abschaltet), wird Ihre CPU zwar nicht mehr so heiss, dafu:r wird Ihr 
         System aber sehr schnell von den u:berza:hligen Daten u:berladen und 
         merkwu:rdige Effekte zeigen. Wenn Sie eine sehr schnell              
         Netzwerkverbindung haben, ko:nnen Sie Ihre CPU ku:hlen, indem sie    
         Daten aus /dev/random lesen und in die Weite des Netzwerkes          
         schicken; allerdings besteht hier die Gefahr der U:berhitzung von    
         Netzwerk und /. Ausserdem du:rfte Ihr ISP ziemlich wu:tend werden,   
         da der gro:sste Teil der Daten von seinen Gera:ten in Hitze          
         umgewandelt werden wird; da ISPs aber u:ber Klimaanlagen verfu:gen,  
         sollte das kein grosses Problem sein, solange Sie es nicht           
         u:bertreiben.                                                        
                                                                              
         Nachtrag Paul Robinson:                                              
                                                                              
         Es gibt andere Mittel und Wege. Wie jeder gute Systemadministrator   
         weiss, geho:rt es zum guten Ton, einigen Daten zum Bildschirm zu     
         senden, damit die Leuchtka:ferchen, die das Bild anzeigen,           
         glu:cklich sind. Die Leuchtka:ferchen werden nach der Farbe Ihrer    
         Hu:te (Rot, Gru:n, oder Blau) unterschieden und sie verstecken bzw.  
         zeigen sich (wobei man die Farbe ihrer Hu:te erkennen kann) bei      
         jeder Nahrungsaufnahme. Grafikkarten wandeln Daten in                
         Leuchka:fer-Nahrung um und schicken sie dann zu den Leuchtka:fern -  
         teure Karten erzeugen bessere Nahrung und sorgen so fu:r besseres    
         Verhalten der Leuchtka:fer. Diese brauchen allerdings einen          
         konstanten Stimulus - darum gibt es Bildschirmschoner.               
                                                                              
         Darum lautet mein Vorschlag, die zufa:lligen Daten einfach zum       
         Bildschirm zu schicken, damit sie von den Leuchtka:fern verzehrt     
         werden. Dabei entsteht keine Hitze, die Leuchtka:fer bleiben         
         glu:cklich und man wird seine u:berflu:ssigen Daten sehr schnell     
         los, auch wenn der Bildschirm etwas merkwu:rdig aussieht.            
                                                                              
         U:brigens: Als Ex-Admin eines grossen ISPs, der so seine Probleme    
         mit der Ku:hlung seines Rechenzentrums hatte, kann ich nur davon     
         abraten, u:berflu:ssige Daten einfach in das Netzwerk zu schicken.   
         Die Heinzelma:nnchen, die die Pakete verteilen und versenden, regen  
         sich daru:ber ganz furchtbar auf.                                    

                       Kapitel 18. Weiterfu:hrende Themen

   18.1. Wie kann ich mehr u:ber die Interna von FreeBSD erfahren?

   18.2. Wie kann ich bei der Entwicklung von FreeBSD mitarbeiten?

   18.3. Was sind Snapshots und RELEASEs?

   18.4. Wie kann ich meine eigene, angepasstes Release erstellen?

   18.5. Wieso u:berschreibt make world das installierte System?

   18.6. Warum ist cvsup.FreeBSD.org kein Round-Robin-Eintrag im DNS, so dass
   Anfragen auf alle CVsup-Server verteilt werden?

   18.7. Kann ich -CURRENT mit begrenztem Internetzugang folgen?

   18.8. Wie haben Sie die Distribution in 1392 KB-Dateien aufgespalten?

   18.9. Ich habe eine Kernelerweiterung geschrieben. An wen sende ich sie?

   18.10. Wie werden Plug&Play ISA-Karten erkannt und initialisiert?

   18.11. Wie bekomme ich eine Major-Number fu:r einen Gera:tetreiber, den
   ich geschrieben habe?

   18.12. Gibt es alternative Layoutverfahren fu:r Verzeichnisse?

   18.13. Wie kann ich optimalen Nutzen aus einer kernel panic ziehen?

   18.14. Wieso funktioniert dlsym() nicht mehr fu:r ELF-Executables?

   18.15. Wie kann ich den Adressraum des Kernels auf i386 vergro:ssern oder
   verkleinern?

18.1.  Wie kann ich mehr u:ber die Interna von FreeBSD erfahren?                   
       Zurzeit gibt es nur ein Buch u:ber die Interna von FreeBSD, "The Design and 
       Implementation of the FreeBSD Operating System" von Marshall Kirk McKusick  
       und George V. Neville-Neil, ISBN 0-201-70245-2, das sich auf FreeBSD 5.X    
       konzentriert.                                                               
                                                                                   
       Allgemeines Wissen u:ber UNIX(R) kann allerdings in den meisten Fa:llen auf 
       FreeBSD angewendet werden.                                                  
                                                                                   
       Eine Liste finden Sie im entsprechenden Abschnitt der Bibliographie.        
18.2.  Wie kann ich bei der Entwicklung von FreeBSD mitarbeiten?                   
       Genauere Informationen finden Sie im Artikel FreeBSD unterstu:tzen. Wir     
       ko:nnen Hilfe immer gut gebrauchen!                                         
18.3.  Was sind Snapshots und RELEASEs?                                            
       Derzeit existieren vier aktive/halbaktive Zweige im FreeBSD-CVS-Repository. 
       In fru:heren Zweigen a:ndert sich wenig, daher gibt es nur vier aktive      
       Entwicklungszweige:                                                         
                                                                                   
         * RELENG_7 bzw. 7-STABLE                                                  
                                                                                   
         * RELENG_8 bzw. 8-STABLE                                                  
                                                                                   
         * RELENG_9 bzw. 9-STABLE                                                  
                                                                                   
         * HEAD bzw. -CURRENT oder 10-CURRENT                                      
                                                                                   
       HEAD ist keine wirkliche Bezeichnung fu:r einen Zweig, wie die anderen. Es  
       ist lediglich eine symbolische Konstante fu:r "den aktuellen, nicht         
       verzweigten Entwicklungsstrom", auf den wir uns einfach als -CURRENT        
       beziehen.                                                                   
                                                                                   
       Derzeit steht -CURRENT fu:r den 10.X-Entwicklungsstrom. Der 9-STABLE-Zweig  
       (RELENG_9) wurde von -CURRENT im September 2011 und der 8-STABLE-Zweig      
       (RELENG_8) im August 2009 von -CURRENT abgespalten.                         
18.4.  Wie kann ich meine eigene, angepasstes Release erstellen?                   
       Eine Anleitung dazu finden Sie im Artikel FreeBSD Release Engineering.      
18.5.  Wieso u:berschreibt make world das installierte System?                     
       Das ist beabsichtigt. Wie der Name schon andeutet, erstellt make world alle 
       Systemdateien von Grund auf neu. Sie ko:nnen also sicher sein, am Ende eine 
       saubere, konsistente Umgebung zu haben (das ist der Grund, warum es so      
       lange dauert).                                                              
                                                                                   
       Falls die Umgebungsvariable DESTDIR wa:hrend der Ausfu:hrung von make world 
       oder make install definiert ist, werden die neu erstellten Binaries unter   
       ${DESTDIR} in einem zum installierten identischen Verzeichnisbaum abgelegt. 
       Einige zufa:llige Kombinationen von A:nderungen von Shared Libraries und    
       Neuerstellungen von Programmen ko:nnen hierbei jedoch ein Scheitern von     
       make world verursachen.                                                     
18.6.  Warum ist cvsup.FreeBSD.org kein Round-Robin-Eintrag im DNS, so dass        
       Anfragen auf alle CVsup-Server verteilt werden?                             
       Die CVsup-Server gleichen sich stu:ndlich mit dem Hauptserver ab.           
       Allerdings findet der Abgleich nicht zur gleichen Zeit statt, daher ko:nnen 
       einige Server neuere Quellen bereitstellen als andere Server. Alle Server   
       stellen jedoch Quellen bereit, die maximal eine Stunde alt sind. Wa:re      
       cvsup.FreeBSD.org ein Round-Robin-Eintrag im DNS, der Benutzern einen       
       zufa:lligen Server zuteilt, ko:nnten beim zweiten Lauf von CVsup a:ltere    
       Quellen als beim ersten Lauf heruntergeladen werden.                        
18.7.  Kann ich -CURRENT mit begrenztem Internetzugang folgen?                     
       Ja, Sie ko:nnen das tun, ohne den gesamten Quellbaum herunterzuladen, indem 
       Sie die Einrichtung CTM benutzen.                                           
18.8.  Wie haben Sie die Distribution in 1392 KB-Dateien aufgespalten?             
       Bei neueren BSD-basierten Systemen gibt es eine Option -b zu split(1), die  
       das Splitten von Dateien an willku:rlichen Bytegrenzen erlaubt.             
                                                                                   
       Hier ist ein Beispiel aus /usr/src/release/Makefile.                        
                                                                                   
       ZIPNSPLIT=              gzip --no-name -9 -c | split -b 1392k -             
18.9.  Ich habe eine Kernelerweiterung geschrieben. An wen sende ich sie?          
       Lesen Sie bitte den Artikel FreeBSD unterstu:tzen.                          
                                                                                   
       Und Danke, dass Sie daru:ber nachdenken!                                    
18.10. Wie werden Plug&Play ISA-Karten erkannt und initialisiert?                  
       Von: Frank Durda IV <uhclem@nemesis.lonestar.org>                           
                                                                                   
       Kurz gesagt gibt es nur wenige I/O-Ports u:ber die PnP-Karten antworten,    
       wenn der Host fragt, ob jemand da ist. Wenn die PnP-Erkennungsroutine       
       startet, fragt sie, ob irgendwelche PnP-Karten vorhanden sind und alle      
       PnP-Karten antworten mit ihrer Modellnummer auf demselben Port, von dem sie 
       auch gelesen haben. Die Erkennungsroutine erha:lt also ein geodertes "Ja"   
       auf diese Frage. Mindestens ein Bit wird bei dieser Antwort gesetzt sein.   
       Die Erkennungsroutine ist dann in der Lage, dafu:r zu sorgen, dass Karten   
       mit Modellnummern (zugeordnet von Microsoft(R)/Intel(R)) kleiner als X      
       "off-line" gesetzt werden. Sie pru:ft dann, ob immer noch Karten da sind,   
       die auf die Frage antworten. Falls die Antwort 0 war, sind keine Karten mit 
       IDs gro:sser X vorhanden. Die Erkennungsroutine wird daraufhin anfragen, ob 
       Karten unterhalb X vorhanden sind. Schliesslich setzt die Erkennungsroutine 
       alle Karten gro:sser als X - (limit / 4) off-line und wiederholt die Frage. 
       Wenn diese halbbina:re Suche nach IDs in Folge genu:gend oft wiederholt     
       worden ist, wird die Erkennungsroutine schliesslich alle in einem Rechner   
       befindlichen PnP-Karten identifiziert haben und das mit einer               
       Iterationszahl sehr viel kleiner als 264.                                   
                                                                                   
       Die IDs bestehen aus zwei 32-Bit-Feldern (daher 264) + acht Bit Pru:fsumme. 
       Die ersten 32 Bit sind die Herstellerkennung. Es wurde zwar nicht           
       besta:tigt, aber es wird angenommen, dass unterschiedliche Kartentypen      
       desselben Herstellers unterschiedliche 32-Bit Herstellerkennungen besitzen  
       ko:nnen. 32 Bit nur fu:r eindeutige Hersteller zu beno:tigen, scheint etwas 
       u:bertrieben.                                                               
                                                                                   
       Die niedrigen 32 Bit sind eine Seriennummer oder etwas anderes, das die     
       betreffende Karte einzigartig macht. Die Hersteller du:rfen niemals eine    
       zweite Karte mit denselben niedrigen 32 Bit herstellen, es sei denn, die    
       ho:heren 32 Bit sind unterschiedlich. Sie ko:nnen also mehrere Karten des   
       selben Typs im Rechner haben und die gesamten 64 Bit bleiben stets          
       eindeutig.                                                                  
                                                                                   
       Die 32-Bit-Gruppen ko:nnen niemals nur aus Nullen bestehen. Das erlaubt es, 
       bei der bina:ren Suche zu Beginn nur auf von Null verschiedene Bits zu      
       achten.                                                                     
                                                                                   
       Wenn das System alle vorhandenen Karten-IDs identifiziert hat, reaktiviert  
       es jede Karte - eine nach der anderen (u:ber dieselben I/O-Ports) und       
       ermittelt, welche Ressourcen von der jeweiligen Karte beno:tigt werden,     
       welche Wahlmo:glichkeiten fu:r Interrupts bestehen usw. Alle Karten werden  
       abgefragt, um diese Informationen zusammenzustellen.                        
                                                                                   
       Diese Informationen werden dann mit Informationen aus allen ECU-Dateien auf 
       der Festplatte oder mit im MLB-BIOS verdrahteten Informationen verknu:pft.  
       Die ECU- und BIOS-PnP-Unterstu:tzung fu:r Hardware auf dem MLB ist fu:r     
       gewo:hnlich ku:nstlich und was die Peripheriegera:te tun ist nicht wirklich 
       echtes PnP. Durch die Untersuchung der BIOS-Informationen und der           
       ECU-Informationen ko:nnen die Erkennungsroutinen jedoch die von             
       PnP-Gera:ten benutzten Ressourcen so a:ndern, dass vermieden wird, dass     
       bereits von anderen Gera:ten benutzte Ressourcen verwendet werden.          
                                                                                   
       Dann werden die PnP-Gera:te nochmals besucht und ihre I/O, DMA, IRQ und     
       Memory-Map-Adressen werden zugeordnet. Die Gera:te werden an diesen Stellen 
       sichtbar werden und dort bis zum na:chsten Reboot verbleiben. Allerdings    
       hindert Sie auch nichts daran, sie zu verschieben, wohin Sie wollen.        
                                                                                   
       Im obigen Teil wurde sehr viel vereinfacht, aber die grundlegende Idee      
       sollte klar geworden sein.                                                  
                                                                                   
       Microsoft(R) hat einige der prima:ren Druckerstatusports fu:r PnP           
       u:bernommen, da keine Karte diese Adressen fu:r die entgegengesetzten       
       I/O-Zyklen decodiert. Ich habe wa:hrend der fru:hen U:berpru:fungsperiode   
       des PnP-Vorschlags eine echte IBM Druckerkarte gefunden, die                
       Schreibzugriffe auf dem Statusport decodiert hat, aber Microsoft(R) hat nur 
       "tough" gesagt. Also schreiben sie auf den Druckerstatusport, um Adressen   
       zu setzen, benutzen zusa:tzlich diese Adresse + 0x800 und einen dritten     
       I/O-Port zum Lesen, der irgendwo zwischen 0x200 und 0x3ff liegen kann.      
18.11. Wie bekomme ich eine Major-Number fu:r einen Gera:tetreiber, den ich        
       geschrieben habe?                                                           
       FreeBSD Versionen stellen seit Februar 2003 Major-Numbers fu:r Gera:te      
       automatisch zur Laufzeit bereit (lesen Sie devfs(5)), damit ist das nicht   
       mehr no:tig.                                                                
18.12. Gibt es alternative Layoutverfahren fu:r Verzeichnisse?                     
       Als Antwort auf die Frage nach alternativen Layoutverfahren fu:r            
       Verzeichnisse ist das Schema, das derzeit benutzt wird, unvera:ndert von    
       dem, das ich 1983 geschrieben habe. Ich habe das Vorgehen fu:r das          
       originale Fast-Filesystem geschrieben und es niemals u:berarbeitet. Es      
       funktioniert gut, wenn es darum geht, zu verhindern, dass Zylindergruppen   
       volllaufen. Wie viele von Ihnen angemerkt haben, funktioniert es schlecht   
       fu:r find. Die meisten Dateisysteme werden von Archiven erstellt, die mit   
       einer Tiefensuche (also ftw) erstellt wurden. Diese Verzeichnisse werden    
       u:ber die Zylindergruppen hinweg entfaltet und erzeugen denkbar             
       ungu:nstigste Voraussetzungen fu:r zuku:nftige Tiefensuchen. Falls man die  
       Gesamtzahl der zu erstellenden Verzeichnisse wu:sste, wa:re die Lo:sung     
       die, (gesamt / fs_ncg) pro Zylindergruppe zu erstellen, bevor fortgefahren  
       wird. Offensichtlich mu:sste man eine Heuristik erstellen, um die Zahl zu   
       scha:tzen. Sogar die Benutzung einer kleinen, fixen Zahl, z.B. 10, wu:rde   
       eine Verbesserung um Gro:ssenordnungen ausmachen. Um Wiederherstellungen    
       von normalem Betrieb (wo der derzeitige Algorithmus vermutlich sinnvoller   
       ist) zu unterscheiden, ko:nnten Sie die Clusterung von bis zu 10 benutzen,  
       wenn sie alle innerhalb eines 10-Sekunden-Fensters durchgefu:hrt wu:rden.   
       Jedenfalls ist mein Schluss, dass dies ein fruchtbares Gebiet fu:r          
       Experimente ist.                                                            
                                                                                   
       Kirk McKusick, September 1998                                               
18.13. Wie kann ich optimalen Nutzen aus einer kernel panic ziehen?                
       Hier ist eine typische Kernel-Panic                                         
                                                                                   
       Fatal trap 12: page fault while in kernel mode                              
                                                                                   
       fault virtual address   = 0x40                                              
       fault code              = supervisor read, page not present                 
       instruction pointer     = 0x8:0xf014a7e5                                    
       stack pointer           = 0x10:0xf4ed6f24                                   
       frame pointer           = 0x10:0xf4ed6f28                                   
       code segment            = base 0x0, limit 0xfffff, type 0x1b                
                               = DPL 0, pres 1, def32 1, gran 1                    
       processor eflags        = interrupt enabled, resume, IOPL = 0               
       current process         = 80 (mount)                                        
       interrupt mask          =                                                   
       trap number             = 12                                                
       panic: page fault                                                           
                                                                                   
       Wenn Sie eine Meldung wie diese sehen, reicht es nicht, sie einfach zu      
       reproduzieren und sie einzusenden. Der Wert des Instruktionszeigers ist     
       wichtig; leider ist er auch konfigurationsabha:ngig. Mit anderen Worten     
       variieren die Werte abha:ngig von dem Kernel-Image, das Sie tatsa:chlich    
       benutzen. Wenn Sie ein GENERIC Kernelimage von einem der Snapshots          
       benutzen, dann ist es fu:r jemand anderen mo:glich, die fehlerhafte         
       Instruktion herauszufinden, aber wenn Sie einen angepassten Kernel          
       benutzen, ko:nnen nur Sie uns sagen, wo der Fehler auftrat.                 
                                                                                   
       Was Sie tun sollten, ist folgendes:                                         
                                                                                   
        1. Notieren Sie sich den Wert des Instruktionszeigers. Beachten Sie, dass  
           der Teil 0x8: am Anfang in diesem Fall nicht von Bedeutung ist; der     
           Teil 0xf0xxxxxx ist der, den wir wollen.                                
                                                                                   
        2. Tun Sie folgendes, wenn das System rebootet:                            
                                                                                   
        % nm -n /kernel.that.caused.the.panic | grep f0xxxxxx                      
                                                                                   
           wobei 0xf0xxxxxx der Wert des Instruktionszeigers ist. Es besteht die   
           Mo:glichkeit, dass Sie keinen exakten Treffer erzielen, weil die        
           Symbole in der Symboltabelle des Kernels Funktionseinstiegspunkte sind  
           und die Adresse des Instruktionszeigers irgendwo innerhalb einer        
           Funktion liegen wird und nicht am Anfang. Falls sie keinen exakten      
           Treffer erzielen, lassen Sie den letzten Teil des Werts des             
           Instruktionszeigers weg und versuchen es noch einmal, z.B.:             
                                                                                   
        % nm -n /kernel.that.caused.the.panic | grep f0xxxxx                       
                                                                                   
           Falls das kein Ergebnis liefert, hacken Sie eine weitere Ziffer ab.     
           Wiederholen Sie die Schritte, bis Sie irgendeine Ausgabe erhalten. Das  
           Ergebnis wird eine Liste mo:glicher Funktionen sein, die die Panik      
           verursacht haben. Das ist zwar kein absolut genauer Mechanismus, um die 
           Fehlerursache ausfindig zu machen, aber es ist besser als gar nichts.   
                                                                                   
       Wie dem auch sei, der beste Weg, den Grund fu:r eine Panik herauszufinden,  
       ist der, einen Crash-Dump festzuhalten und dann kgdb(1) zu benutzen, um den 
       Stack im Crash-Dump zuru:ckzuverfolgen.                                     
                                                                                   
       Jedenfalls ist die Methode, die ich normalerweise benutze, folgende:        
                                                                                   
        1. Sorgen Sie dafu:r, dass die folgende Zeile in der                       
           Kernelkonfigurationsdatei (/usr/src/sys/arch/conf/MYKERNEL) enthalten   
           ist:                                                                    
                                                                                   
        makeoptions     DEBUG=-g          # Build kernel with gdb(1) debug symbols 
                                                                                   
        2. Wechseln Sie in das Verzeichnis usr/src:                                
                                                                                   
        # cd /usr/src                                                              
                                                                                   
        3. Erstellen Sie den Kernel:                                               
                                                                                   
        # make buildkernel KERNCONF=MYKERNEL                                       
                                                                                   
        4. Warten Sie, bis make(1) den Kernel fertig kompiliert hat.               
                                                                                   
        5. # make installkernel KERNCONF=MYKERNEL                                  
                                                                                   
        6. Starten Sie das System neu.                                             
                                                                                   
         Anmerkung:                                                                
                                                                                   
       Falls Sie die make-Variable KERNCONF nicht verwenden, wird ein GENERIC      
       Kernel gebaut und installiert.                                              
                                                                                   
       Der make(1)-Prozess wird zwei Kernel erstellt haben:                        
       /usr/obj/usr/src/sys/MYKERNEL/kernel und                                    
       /usr/obj/usr/src/sys/MYKERNEL/kernel.debug. kernel wurde als /boot/kernel   
       installiert, wa:hrend kernel.debug als Quelle fu:r Debuggersymbole fu:r     
       kgdb(1) benutzt werden kann.                                                
                                                                                   
       Um sicherzustellen, dass ein Crash-Dump erhalten bleibt, mu:ssen Sie        
       /etc/rc.config editieren und dumpdev so setzen, dass es auf Ihre            
       Swap-Partition zeigt. Das bewirkt, dass die rc(8)-Skripte den Befehl        
       dumpon(8) benutzen, um Crash-Dumps zu ermo:glichen. Sie ko:nnen dumpon(8)   
       auch manuell ausfu:hren. Nach einer Panik kann der Crash-Dump mit           
       savecore(8) wiederhergestellt werden; wenn dumpdev in /etc/rc.conf gesetzt  
       ist, werden die rc(8)-Skripte savecore(8) automatisch ausfu:hren und den    
       Crash-Dump unter /var/crash ablegen.                                        
                                                                                   
         Anmerkung:                                                                
                                                                                   
       Crash-Dumps von FreeBSD sind fu:r gewo:hnlich genauso gross wie der         
       physikalische Hauptspeicher Ihres Rechners. Das heisst, wenn Sie 512MB RAM  
       haben, werden sie einen 512MB Crash-Dump erhalten. Deshalb mu:ssen Sie      
       dafu:r sorgen, dass genu:gend Speicherplatz in /var/crash zur Verfu:gung    
       steht, um den Dump aufnehmen zu ko:nnen. Alternativ fu:hren Sie savecore(8) 
       manuell aus und lassen es den Crash-Dump in einem anderen Verzeichnis       
       wiederherstellen, in dem Sie mehr Platz haben. Es ist mo:glich, die Gro:sse 
       des Crash-Dumps zu begrenzen, indem options MAXMEM=N, wobei N die Gro:sse   
       des verwendeten Kernelspeichers in KBs ist. Wenn Sie z.B. 1 GB RAM haben,   
       ko:nnen Sie die Speicherbenutzung des Kernels damit auf 128 MB begrenzen,   
       so dass die Gro:sse Ihres Crash-Dumps 128 MB anstatt 1 GB betragen wird.    
                                                                                   
       Wenn Sie den Crash-Dump wiederhergestellt haben, ko:nnen Sie den Stack mit  
       kgdb(1) so zuru:ckverfolgen:                                                
                                                                                   
       % kgdb /usr/obj/usr/src/sys/MYKERNEL/kernel.debug /var/crash/vmcore.0       
       (kgdb) backtrace                                                            
                                                                                   
       Beachten Sie, dass es mehrere Seiten mit wertvollen Informationen geben     
       ko:nnte; idealerweise sollten Sie script(1) benutzen, um sie alle           
       festzuhalten. Wenn Sie das vollsta:ndige Kernelimage mit allen              
       Debugginginformationen benutzen, mu:ssten Sie exakt die Zeile des           
       Kernel-Sourcecodes finden, wo die Panik aufgetreten ist. Fu:r gewo:hnlich   
       mu:ssen Sie den Stack von unten an zuru:ckverfolgen, um die genaue          
       Ereignisabfolge, die zum Crash fu:hrte, zuru:ckzuverfolgen. Sie ko:nnen     
       kgdb(1) auch zum Ausdrucken der Inhalte verschiedener Variablen oder        
       Strukturen benutzen, um den Systemstatus zum Zeitpunkt des Absturzes zu     
       untersuchen.                                                                
                                                                                   
         Tipp:                                                                     
                                                                                   
       Wenn Sie nun wirklich verru:ckt sind und einen zweiten Computer haben,      
       ko:nnen Sie kgdb(1) auch fu:r entferntes Debugging konfigurieren, so dass   
       Sie kgdb(1) auf einem System benutzen ko:nnen, um den Kernel auf einem      
       anderen System zu debuggen, einschliesslich dem Setzen von Haltepunkten und 
       dem Bewegen in Einzelschritten durch den Kernelcode, genauso, wie Sie es    
       mit einem normalen Benutzerprogramm tun ko:nnen.                            
                                                                                   
         Anmerkung:                                                                
                                                                                   
       Wenn Sie DDB aktiviert haben und der Kernel im Debugger landet, ko:nnen Sie 
       eine Panik (und einen Crash-Dump) erzwingen, indem Sie einfach panic am     
       ddb-Prompt eingeben. Er ko:nnte wa:hrend der Panikphase wieder im Debugger  
       stoppen. Falls er das tut, geben Sie continue ein, dann wird er den         
       Crash-Dump beenden.                                                         
18.14. Wieso funktioniert dlsym() nicht mehr fu:r ELF-Executables?                 
       Die ELF-Werkzeuge machen die in einem Executable definierten Symbole dem    
       dynamischen Linker nicht standardma:ssig sichtbar. Konsequenterweise werden 
       dlsym()-Suchen nach Handlern aus Aufrufen von dlopen(NULL, flags) diese     
       Symbole nicht finden ko:nnen.                                               
                                                                                   
       Wenn Sie mit dlsym() nach im Hauptexecutable eines Prozesses vorhandenen    
       Symbolen suchen wollen, mu:ssen Sie das Executable mit der Option           
       --export-dynamic von ld(1) linken.                                          
18.15. Wie kann ich den Adressraum des Kernels auf i386 vergro:ssern oder          
       verkleinern?                                                                
       Standardma:ssig betra:gt der Adressraum des Kernels 1 GB (2 GB fu:r PAE)    
       auf i386. Wenn Sie einen netzwerkintensiven Server (z.B. einen grossen FTP- 
       oder HTTP-Server) betreiben, oder ZFS verwenden mo:chten, kann es sein,     
       dass Sie der Meinung sind, dass das nicht ausreichen.                       
                                                                                   
       Fu:gen Sie die folgende Zeile zu ihrer Kernelkonfigurationsdatei hinzu, um  
       den verfu:gbaren Speicher zu erho:hen und erstellen Sie dann einen neuen    
       Kernel:                                                                     
                                                                                   
       options KVA_PAGES=N                                                         
                                                                                   
       Um den richtigen Wert von N zu bestimmen, teilen Sie den gewu:nschte        
       Gro:sse des Addressraumes (in Megabyte) durch vier (z.B. betra:gt er 512    
       fu:r 2 GB).                                                                 

                             Kapitel 19. Danksagung

   Dieses kleine unschuldige Dokument mit Ha:ufig gestellten Fragen wurde in
   den letzten 10 Jahren von Hunderten, wenn nicht Tausenden, geschrieben,
   neu geschrieben, u:berarbeitet, gefaltet, verdreht, durcheinander
   gebracht, wieder aufgebaut, verstu:mmelt, seziert, durchgekaut,
   u:berdacht, und wiederbelebt. Und das nicht nur einmal.

   Wir mo:chten allen dafu:r Verantwortlichen danken und wir fordern auch Sie
   auf, dieser Gruppe beizutreten, um diese FAQ noch besser zu machen.

   Folgende Personen haben durch die Beantwortung von Fragen, sowie durch
   Hinweise und Kommentare an der Entstehung der deutschen U:bersetzung
   mitgewirkt:

     * Ross Alexander

     * John Baldwin

     * Nik Clayton

     * Glen Foster

     * Oliver Fromme

     * Frank Gruender

     * Chris Hill

     * James Howard

     * Jordan K. Hubbard

     * Alexander Langer

     * Jose M. Alcaide

     * Mike Meyer

     * Dan O'Connor

     * Eric Ogren

     * Uwe Pierau <uwe.pierau@tu-clausthal.de>

     * Oliver Schneider

     * Christoph Sold

   Und an alle anderen, an die wir nicht gedacht haben. Entschuldigung und
   herzlichen Dank!

                                 Bibliographie

   [biblio-44sysman] 4.4BSD System Manager's Manual. Computer Systems
   Research Group, University of California, Berkeley. O'Reilly and
   Associates. 1. Ausgabe. Juni 1994. 804 Seiten. ISBN 1-56592-080-5.

   [biblio-44userman] 4.4BSD User's Reference Manual. Computer Systems
   Research Group, University of California, Berkeley. O'Reilly and
   Associates. 1. Ausgabe. Juni 1994. 905 Seiten. ISBN 1-56592-075-9.

   [biblio-44suppman] 4.4BSD User's Supplementary Documents. Computer Systems
   Research Group, University of California, Berkeley. O'Reilly and
   Associates. 1. Ausgabe. Juni 1994. 712 Seiten. ISBN 1-56592-076-7.

   [biblio-44progman] 4.4BSD Programmer's Reference Manual. Computer Systems
   Research Group, University of California, Berkeley. O'Reilly and
   Associates. 1. Ausgabe. Juni 1994. 866 Seiten. ISBN 1-56592-078-3.

   [biblio-44progsupp] 4.4BSD Programmer's Supplementary Documents. Computer
   Systems Research Group, University of California, Berkeley. O'Reilly and
   Associates. 1. Ausgabe. Juni 1994. 596 Seiten. ISBN 1-56592-079-1.

   [biblio-44kernel] The Design and Implementation of the 4.4BSD Operating
   System. M. K. McKusick, Kirk Marshall, Keith Bostic, Michael J Karels und
   John Quarterman. Addison-Wesley. Reading MA . 1996. ISBN 0-201-54979-4.

   [biblio-nemeth3rd] Unix System Administration Handbook. Evi Nemeth, Garth
   Snyder, Scott Seebass, Trent R. Hein und John Quarterman. Prentice-Hall.
   3. Ausgabe. 2000. ISBN 0-13-020601-6.

   [lehey3rd] The Complete FreeBSD. Greg Lehey. Walnut Creek. 3. Ausgabe.
   Juni 1999. 773 Seiten. ISBN 1-57176-246-9.

   [biblio-handbook] The FreeBSD Handbook. FreeBSD Documentation Project.
   BSDi. 1st Edition. November 1999. 489 pages. ISBN 1-57176-241-8.

   [McKusick et al, 1994] Berkeley Software Architecture Manual, 4.4BSD
   Edition. M. K. McKusick, M. J. Karels, S. J. Leffler, W. N. Joy und R. S.
   Faber. 5:1-42.
